9 Millionen LinkedIn-Profile im Darknet abgreifbar

[English]Hacker haben wohl neun Millionen Profile von LinkedIn erbeutet und bieten diese im Darknet an. Die Daten stammen aus den Jahren 2015 bis 2018, wie mir aus Kreisen von Sicherheitsforschern zugetragen wurde.


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Bei dem von Microsoft übernommenen sozialen Netzwerk LinkedIn poppt bei mir immer sofort ‘Krätze-Alarm’ auf. Denn die sind bei mir so was von unten durch. Bis 2015 war ich als Video-Trainer bei Video2Brain in Graz aktiv, die dann von Lynda.com übernommen wurden. Lynda.com wurde dann durch LinkedIn übernommen und das wurde durch Microsoft geschluckt. In diesem Konglomerat wurden meine Video2Brain Kontendaten an Lynda.com und später an LinkedIn übertragen. Und natürlich gab es einen Hack, von dem viele Konten betroffen waren (siehe LinkedIn: Hack bei Lynda.com, ca. 55.000 Konten betroffen). Seit dieser Zeit ist LinkedIn ein No Go – ein Konto hatte ich eh nie eines dort eröffnet.

LinkedIn-Profile im Darknet

Sicherheitsforscher von Cyble Inc. haben mich vor einigen Stunden darüber informiert, dass LinkedIn-Profildaten im Darknet gehandelt werden. Letzten Mittwoch stießen die Forscher auf einen interessanten Beitrag, in dem ein Hacker die Lebensläufe von LinkedIn-Nutzern “verschenkt” (oder gratis bereitstellt). Die angebotenen Daten sind von 2015-2018. Die Standorte waren meist aus der Region Europa, wie unten aufgeführt:

Die Sicherheitsforscher haben sich die Daten heruntergeladen und analysiert. Insgesamt gab es ~9,4 Millionen JSON-Objekte. Jedes JSON-Objekt umfasst das öffentliche Linkedin-Profil eines Benutzers, bestimmte Profile weisen den Lebenslauf (Curriculum Vitae, CV) einer Person auf.

Die Daten scheinen aus dem LinkedIn-Profil der Personen abgezogen worden zu sein. Der Hacker behauptete, dass zu diesem Zeitpunkt keine Daten aus anderen Länder verfügbar seien. Angesichts des Ausmaßes dieses Lecks gehen die Sicherheitsforscher davon aus, dass dies in Wirklichkeit nicht der Fall ist. Weitere Screenshots können hier eingesehen werden.

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