SoftMaker Office für iOS

Der Hersteller Softmaker aus Nürnberg hat die Verfügbarkeit seines Office-Pakets für iPhone und iPad bekannt gegeben. Die Apps haben den Beta-Status verlassen und lassen sich im Apple-Store herunterladen.


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Da der Beta-Test abgeschlossen ist, sollten Tester die Betaversionen deinstallieren und die fertigen Programme installieren. Der Hersteller weist darauf hin, dass sich fast alle Funktionen von SoftMaker Office für iOS kostenlos nutzen lassen. Dazu gehören alle Funktionen zum Erstellen, Öffnen, Bearbeiten, Formatieren und Speichern von Dokumenten. Lediglich einige Funktionen wie Kommentare, Thesaurus, Drucken und PDF-Export sind in der kostenlosen Version nicht verfügbar. Wer diese Funktionen nutzen möchte, kann dies auf zwei Arten tun:

  • Für Anwender von SoftMaker Office NX Home und SoftMaker Office NX Universal sind diese Funktionen in der iOS-Version und der Android-Version kostenlos nutzbar.
  • Alternativ können Anwender diese Funktionen via Apple App Store freischalten. Das kostet pro Monat € 1,49 und ist jederzeit kündbar.

Der Hersteller begründet diese Entscheidung, keine Kaufversion anzubieten, damit, dass weder der Apple App Store noch Google Play die Möglichkeit bieten, Upgrades zu verkaufen. Hat man einmal eine Version gekauft, erhält man alle Upgrades kostenlos. Das klinge zwar toll, so SoftMaker, weist aber darauf hin, dass ohne kostenpflichtige Upgrades die Weiterentwicklung der Software nicht finanziert werden kann. Daher habe man sich uns dazu entschieden, die meisten Funktionen kostenlos bereitzustellen und einige Funktionen über ein kostengünstiges Abo verfügbar zu machen. Der Abopreis sei deutlich niedriger als bei den Mitbewerbern unter iOS und Android.


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12 Antworten zu SoftMaker Office für iOS

  1. Bernd B. sagt:

    Seit Windows-Mobile-Zeiten ist S.O. das MS-Office-kompatibleste Smartphone-Office, kompatibler als selbst MS Office für WinMo oder Android.
    Wer also eine gute, kompatible Officesuite sucht: Unbedingt mal ansehen/testen.

    Disclaimer:
    Bin kein iOS-Nutzer, meine Erfahrungen sind WinMo/Android. Aber da die 'Engines' auf allen Systemen sehr ähnlich sein werden sollte auch S.O. für iOS ein super Office sein.

  2. Andy sagt:

    Die Softmakerargumentation klingt schlüssig. Warum Google und Apple kostenpflichtige Upgrades verbieten, ist mir nicht nachvollziehbar. Bei kostenpflichtigen Upgrades hätten die Kunden die Wahlfreiheit, ob sie upgraden oder nicht. In der Zwischenzeit würden für die Kunden keine Kosten anfallen.

    Die Abos generell werden die Teuerung verteuern.

    Schade. Die Europäische Union sollte Apple und Google verklagen.

    • Ralf sagt:

      Weil in den App Stores immer nur die aktuelle Version zur Installation angeboten wird. Bei kostenpflichtigen Upgrades gäbe es dann das Problem bei Neuinstallationen (z.B. bei Geräteneukauf, Reparaturen oder nur dem Zurücksetzen eines Gerätes). Dann müsste man zwangsweise das Upgrade kaufen oder auf die App ganz verzichten (obwohl man die vorherige Version gekauft hatte).

      Auch haben genügend Anbieter ohnehin einen Weg gefunden, damit umzugehen. Da wird dann einfach die neue Version unter einem etwas anderen Namen neu verkauft. Oder auch sehr nett: man baut bei einem Update Zwangswerbung ein, die nur kostenpflichtig als InApp-Kauf wieder entfernt werden kann.

      • Andy sagt:

        Dann liegt ein Mangel der App-Stores vor. Die Stores sollten bei einer Neuinstallation die Version anbieten, die gekauft wurde.

  3. McAlex777 sagt:

    Mir ist bis heute kein schlüssiges Argument für Softmaker Office bekannt:

    Microsoft-Office Home&Student kostet 150,-EUR (versus 80EUR Softmaker), liefert 5Jahre Patch-Support und 100% kompatibilität zu jedem andern MS-Office Anwender.

    Oder es steht LibreOffice als OpenSource kostenfrei und Plattformunabhängig zur Verfügung.

    Warum soll ich also für Softmaker Office 80EUR ausgeben, welches zu MS-Office nur beschränkte Kompatibilität aufweist? Dann fehlt da auch noch die Grammatikprüfung, oder ich muss nochmal extra 20EUR drauflegen. Für mich ergibt das Produkt zu dem Preis keinen Sinn.

    • Micha45 sagt:

      Sehe ich auch so. MS Office ist das Rundumsorglospaket das einfach funktioniert. Ich rate zu Office 365. Da bekommt man mehr und es ist sogar noch günstiger. Für Softmaker fällt mir auch kein Grund ein, warum man in eine halbgare Lösung Geld stecken soll. Dann könnte man gleich LibreOffice nehmen. Da muss man dann aber große Abstriche bei Funktionen, Bedienung und Kompatibilität machen. Wer auf Nummer sicher gehen will kommt nicht um MS Office herum.

      • Günter Born sagt:

        Nur mal kurz angemerkt – ob eurer Lobhudeleien zu MS Office: Jeder mag das Paket einsetzen, was nach seinem Gusto ist – habe ich keine Probleme mit. Im originären Beitrag ging es um Softmaker Office für iOS – also reine Apps, die dazu in der Basisversion kostenlos sind.

        Zumindest was ich unter Android gesehen habe, hat mich dazu bewogen, dass Microsoft Office-App-Zeugs schleunigst vom Gerät zu löschen (mehrere hundert Megabyte für jede App und die Geräte waren immer am updaten). Ich erinnere mich dunkel, dass es beim alten iPad 3 ähnlich war. Was fetteres an Apps habe ich nicht gesehen – und ich komme seit Jahrzehnten ohne Office 365 auf dem Desktop aus. Ist aber nur meine persönliche Erfahrung.

        Ach so, noch etwas. Es hat schon ein Geschmäckle, wenn ich hier im Blog die Lösung eines deutschen Software-Anbieters kurz ankündige und dann gleich zwei Leute mit "aber ich empfehle Office 365" einschlagen und vorrechnen, wie günstig das Zeugs doch alles sei. Wie doof muss der Deutsche eigentlich noch werden?

        • Anonymous sagt:

          > Wie doof muss der Deutsche eigentlich noch werden?

          Der Deutsche merkt es erst, wenn das Microsoft Konto eines Tages final gesperrt wurde und alles weg ist.

      • McAlex777 sagt:

        Abbomodelle für Software entziehen den Anwendern jedwede Datensouveränität. Daher kommt sowas für mich keinesfalls in Frage.

        Aber belassen wir das dabei – es geht hier im Softmaker Office.

      • Bernie sagt:

        OK, dass kann man so sehen.
        Als IT-Admin einer Behörde sehe ich das anders.
        Warum?
        Weil wir viel Wert auf Datenschutz legen (müssen).
        Zudem möchten wir darauf hinweisen, dass es noch Alternativen zu MS gibt (Stichwort: sensibilisieren).
        Aktuell arbeiten wir für eine Schule an einem Pilotprojekt auf Basis von NextCloud und ONLYOFFICE.

        • Günter Born sagt:

          wie ist deine Erfahrungen mit dem Ressourcenbedarf

          • Bernie sagt:

            Den Zeitaufwand können wir bisher nicht genau beziffern, wird aber nach Abschluss dokumentiert.
            Die Anfrage für die Bereitstellung einer Alternative zu MS 365 kam von einem engagierten Elternbeirat einer Schule unterstützt von 2 Lehrern.
            Die Umsetzung als Pilotprojekt erfolgt für 2 Jahrgangsklassen (9. Klasse) eines Gymnasium.
            Aktuell bzw. seit 2 Wochen arbeitet ein Student im Rahmen seiner Masterarbeit an dem Projekt.
            Seine Aufgabe: Installation und Konfiguration der Serverkomponenten ONLYOFFICE Workspace, ONLYOFFICE Groups und ONLYOFFICE Docs.
            Der Abschluss (inkl. Test und Erstellung einer Dokumentation für die Lehrkräfte und Schüler) ist in ca. 3 Wochen zu erwarten, also insgesamt ca. 5 Wochen Aufwand.
            P.S.:
            Wir haben (zum Glück) immer wieder Anfragen von Studenten, machen aber auch massiv Werbung dafür, das Gehalt liegt bei TVÖD EG9a EG1.
            Wie geht es weiter?
            Für die Pflege des Systems bzw. das Einspielen der Serverupdates hat unsere IT-Abteilung bereits eine Zusage erteilt.
            Die Verwaltung der Clients (ca. 2800 iPads finanziert durch den DigitalPakt NRW) ist auch unkompliziert und erfolgt über Jamf.
            Aber (und deshalb Pilotprojekt):
            Die Betreuung der Anwendung inkl. Schulung vor Ort kann nur durch engagierte und kompetente Lehrkräfte erfolgen!
            Und "Da liegt der Hase im Pfeffer" und die wenigsten Lehrkräfte habe die Zeit, Motivation und Kompetenz dafür.
            Die Umsetzung ist aus meiner Sicht ein politisches Problem.
            Die (kostenlose) Finanzierung der Endgeräte wie z. B. iPads gerät zu einer Farce, wenn nicht zugleich zusätzliche Stellen bzw. Lehrkräfte für den verantwortungsvollen und sensiblen Umgang mit diesen Geräten eingestellt werden.
            Und dazu gehört (wie erwähnt) auch die Aufkläung darüber, dass es noch Alternativen zu MS gibt.

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