Chrome-Browser installiert heimlich Audio-Add-On

Nicht schön, was man gerade so hört: Entwickler haben entdeckt, dass der  Chromium-Browser heimlich ein Add-On zur Audioaufnahme  installiert. Google Chrome basiert auf dem Open Source Chromium-Browser und verwendet das gleiche Add-On.


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Über das Add-On lassen sich die Umgebung des Geräts und damit die Nutzer abhören. Auch wenn die Funktion für den Sprachassistenten Google Now gedacht ist, sind Gruppen und Entwickler, die sich für die Erhaltung der Privatsphäre einsetzen, alarmiert. Denn die Geräusche werden zur Analyse der Sprachsuche an Google Server übertragen – und das Add-On lässt sich möglicherweise auch sonst nutzen.

Bei neowin.net beschreibt man in diesem Artikel, dass sich das Ganze auf den Chromium Browser bezieht. Nutzer berichten laut neowin.net, dass beim Start von Chromium etwas herunter geladen worden sei und dann das Mikrofon aktiviert worden sei. Google gibt an, nicht für Chromium verantwortlich zu sein und das Produkt auch nicht zu vertreiben – was formal korrekt ist.

Chrome07

Auf der Webseite privateinternetaccess.com wird man deutlicher und schreibt in diesem Artikel, dass Google Chrome das gleiche Add-On verwendet und alle Audiosignale in der Umgebung eines Geräts erfassen kann. Wer den  Befehl chrome://voicesearch im Adressfeld des Chrome-Browsers eingibt, stellt fest, dass das Add-On vorhanden ist. Das Mikrofon ist bei mir eingeschaltet, die Sprachsuche aber deaktiviert. Weitere Infos sind den verlinkten Artikeln zu entnehmen.


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2 Antworten zu Chrome-Browser installiert heimlich Audio-Add-On

  1. Tim sagt:

    Hallo…

    "Denn die Geräusche werden zur Analyse der Sprachsuche an Google Server übertragen"

    Da möchte ich mal einhaken. Aber doch nicht alles und immer? Oder?
    Alarmiert war ich da schon 2013 auf meinem Nexus 7 *fg*, aber fand halt heraus das eben nicht alles übertragen wird.

    Chrome/ bzw das entsprechende Feature reagiert doch nur auf den Befehl "Ok, Google" und das eben auch bei vollkommen getrenntem Netzwerk, also findet diese Erkennung schon mal komplett lokal statt und nicht auf Google Servern.

    Wenn man dann diesen Befehl ausgesprochen hat, findet man seine gestammelten Worte brav aufgeführt hier https://history.google.com/history/audio und kann diese dort dann verwalten.

    Nen Auge darauf halten sollte man also vielleicht, aber nun verschwörerisch von "heimlich Audio AddOn installieren" reden? Ohne das funktioniert das Feature halt nicht, irgendwie mus man ja ans Mikro ran und neu ist dieses Thema auch nicht wirklich. Schon mein Uralt Nokia beherrscht die Sprachgesteuerte Telefonbuch und Anruffunktion. Die XBox One beobachtet sogar direkt per Kamera und begrüßt erkannte, bekannte Gesichter und was Cortana uns bringen wird, weiß noch keiner.
    Ich glaub in diesem Fall ist Google mal nicht der Böse mit dem Spionage AddOn.

    chrome://voicesearch sagt nebenbei auch aus, das der Extension Path im Verzeichnis C:\Program Files (x86)\Google\Chrome\Application\43.0.2357.130\resources\hotword liegt. Ich habe da nicht mal einen resources Ordner.

    Nebenbei besitzt auch spätestens Windows 8.1 eine Spracherkennung und das Mikro ist unter Windows von Haus aus immer aktiv, sobald der Treiber aktiv und das Gerät angeschlossen ist. Deshalb ärgere ich mich auch über mein Notebook, das man das Mikro nicht per Taste abschalten kann. Ohne das besteht halt immer gefahr, das man belauscht wird. Und wenns nur durch Freunde und Bekannte via Skype, Teamspeak oder sonstwas ist.

    Also wenn verschwörung, dann bitte richtig! Und Cortana schon mal mit auf die verdächtigen Liste setzen. Noch macht mir die XBox One am meisten Angst… ;)

    • Tim sagt:

      Wenn man also Chromium den vermeindlichen Spaß verderben möchte, deaktiviert man also schlicht sein Mike unter den Windows Aufnahmegeräten, sofern es fest verbaut ist. Schlechteste Variante.
      Zieht das Mike ab wenn man es nicht braucht, oder man regelt es extern mit einem Mischpult runter, wenn man es übertreiben möchte ;)

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