Windows 10-Zwangs-Upgrade: Shitstorm in China

Es scheint, als habe Microsoft mit seinem Windows 10 Zwangs-Upgrade kräftig ins Klo gegriffen. Zumindest in China braut sich da heftig was in Richtung Shitstorm zusammen.


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Ich hatte hier im Blog ja bereits häufiger über das nicht enden wollende Thema Zwangs-Upgrade von Windows 7 SP 1 oder Windows 8.1 auf Windows 10 berichtet. Landauf, landab werden Nutzer zum Umstieg auf Windows 10 genötigt. Im schlimmsten Fall sitzen die Leute dann vor einem nicht mehr funktionierenden System und müssen einen kostenpflichtigen Support von lokalen Dienstleistern in Anspruch nehmen, um wieder flott zu werden. Von Datenverlusten durch unterbrochene Arbeiten gar nicht zu sprechen (mir sind mehrere Fälle bekannt).


(Quelle: KCCI)

Selbst Forbes.com berichtet in diesem Beitrag über die Tricksereien von Microsoft (die ich vor einer Woche bereits im Artikel Microsoft trickst (erneut) beim Windows 10-Zwangs-Update thematiert hatte). Eigentlich ein Fall von geht gar nicht – und mittlerweile auch Gegenstand einer Klage einer deutschen Verbraucherschutzorganisation gegen Microsoft (siehe Microsoft wegen Windows 10 Zwangs-Upgrade abgemahnt). Wie man das Upgrade auf Windows 10 sicher verhindert, habe ich z.B. im Artikel Windows 10 Upgrade mit GWX Control Panel blocken thematisiert (siehe auch Link-Liste)

Windows 10-Shitstorm in China dampft es …

Die ständigen Zwangs-Upgrade-Versuche auf Windows 10 nerven nicht nur hierzulande die Verbraucher. In China gibt es gerade mächtig Ärger, wie man in diesem Yahoo-Beitrag (abgeleitet von einem Reuters-Bericht) nachlesen kann. China Daily (staatliche Nachrichtenagentur Xinhua) hat hier einen Artikel, der die Folgen dieses Zwangs-Upgrade-Ansatzes plastisch thematisiert. Ein Nutzer, der für eine Firma im Bereich Öffentlichkeitsarbeit (Public Relation) tätig ist, gibt an, einen Auftrag im Wert von 457.000 US $ verloren zu haben. Grund: Bei der Erstellung eines Angebots für einen Kunden (es wird von Business Plan gesprochen) wurde plötzlich das Upgrade auf Windows 10 eingeleitet. Die bis zu diesem Zeitpunkt erstellten Daten waren weg – und anschließend der Kunde wohl auch, da Termine nicht mehr gehalten werden konnten.

Der Nutzer berichtet, dass er nirgendwo sein Einverständnis zum Upgrade gegeben habe. Er hat die Update-Popup-Benachrichtigungen ignoriert und fand sich dann im Upgrade-Zyklus wieder. Über die Tricksereien hatte ich im Blog-Beitrag Microsoft trickst (erneut) beim Windows 10-Zwangs-Update berichtet.

Lange Rede kurzer Sinn: Die Schweinereien kennen wir ja zur Genüge – und wenn ich darüber berichte, wird mir Microsoft-Bashing vorgeworfen. In China hat jemand beim sozialen Netzwerk Weibo ein entsprechendes Posting, wo er sich über das Zwangs-Upgrade beschwert, eingestellt. Und dieser Thread weist bis letzten Freitag bereits über 1,2 Millionen Posts von Betroffenen auf. Also ein klassischer Shitstorm.

Aber es geht noch weiter. Zhao Zhanling, ein Rechtsanwalt bei der Internet Society of China sagt ganz klar, dass Microsoft das Recht des Benutzers, zu bestimmen, ob und wann er sein System auf Windows 10 upgraden will, nicht respektiert bzw. sich darüber hinweg setzt. Zhanling sagt, dass Microsoft seine dominante Marktposition missbraucht und zu unfairen Wettbewerbsregeln greife.

“The company has abused its dominant market position and broken the market order for fair play,”


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Er sieht die Verbraucherschutzorganisationen durchaus als berechtigt, Klage gegen Microsoft wegen der Upgrade-Politik zu erheben. Wenn man dann noch weiß, dass die chinesische Regierung Microsoft mehrfach wegen Kartellrechtsverletzungen im Visier hatte, dürfte das “Eis recht dünn sein”, auf dem das US-Unternehmen wandelt.

Da hege ich doch Zweifel, inwieweit die chinesische Spezialversion von Windows 10 da Boden gut machen kann. Und wenn Donald Trump wirklich die Wahl gewinnt und dann mit China rumzickt, wird es Microsoft weh tun.

Nebenbei bemerkt: Der China Daily-Bericht könnte ein fetter Wink mit dem Zaunpfahl gewesen sein. Oft werden ja Botschaften der chinesischen Regierung an westliche Unternehmen oder an die eigenen Leute über die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua (China Daily) verbreitet (Update: siehe auch hier). Aber möglicherweise hat Microsoft “den Schuss” immer noch nicht gehört. Sollen die doch fröhlich weiter machen …

Bleibt die Frage, ob Nadella und Konsorten in zwei Jahren, wenn der Karren richtig gegen die Wand gefahren ist, weiterhin ihre fetten Boni kassieren oder schnellstmöglich gefeuert werden? (via)

PS: Einen hab ich noch. Durch die Volten beim Upgrade-Zwang deaktivieren mittlerweile immer mehr Nutzer Windows Update und erhalten keine Sicherheitsaktualisierungen mehr. Und nun zum Wörterraten: Was ist die Steigerung von dämlich? Saudämlich! Und davon die Steigerung? …

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31 Antworten zu Windows 10-Zwangs-Upgrade: Shitstorm in China


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  2. Thorky sagt:

    Ja, der Upgrade-Wahn von MS ist eine globale Epidemie. Ich habe ein Acer Aspire One 725 Netbook, für das Acer gar keine Windows-10-Treiber bereitstellt (http://www.acer.com/ac/de/DE/content/drivers). Würde mir bei dem Gerät ein Upgrade untergejubelt, könnte ich das Maschinchen (ohne zeitnahes Image, habe ich natürlich ;) ) wohl komplett neu aufsetzen. Daher meinen herzlichen Dank für die hiesigen Berichte, in denen anschaulich erläutert wird, wie man MS ein Schnippchen schlagen kann! :)

    • Andreas M. sagt:

      ich habe selbste ein Acer-Notebook (E5-571G-P61G)
      Was mir bei Acer gefällt, dass sie matte Displays haben.

      Was mir nicht gefällt: Die sog. Consumer-Notebooks haben alle keine Wartungsklappe mehr.

      Ein guter Bekannter von mir hatte ein Nachfolgemodell meines Notebooks (€600) gekauft.
      Nach einem knappen halben Jahr bootete dieser nicht mehr richtig, d.h. nur noch ca. jedes dritte Mal.
      In Windows-10 Systemprotokoll nachgesehen, dort wurde ein Hardwarefehler angezeigt.
      Das Ding zu Saturn zurückgebracht, die wiegelten ab, dass sei ein Softwareproblem.
      Wir haben uns nicht beirren lassen und darauf bestanden es zum Hersteller zu schicken.
      Acer hat ein neues Mainboard lt. Begleitschreiben eingebaut. Das Betriebssstem hat sich bei Erstbetriebnahme neu installiert.
      Also haben sie die Festplatte neu bespielt oder auch ausgetauscht.

      Das Gerät war innerhalb kanpp 2 Wochen repariert, d.h. wieder von Acer zurück an Saturn.
      Dort gammelte es dann 2 Wochen herum, weil die Mitarbeiter von Saturn entgegen ihrer Zusage nicht telefonisch informiert haben.

    • Mirko Heilmann sagt:

      Ja, der Upgradewahn von MS nimmt immer groteskere Züge an und auch ich habe schon vor diversen Maschinen gesessen wo nichts mehr ging.
      Das Acer Aspire One 725 Netbook gehört aber definitiv nicht dazu. Das habe ich letzte Woche völlig problemlos und erfolgreich auf Windows 10 aktualisiert. Die Treiber holt sich Windows 10 anstandslos von den Updateservern. Man sollte aber dann auf jeden Fall auf eine SSD umstellen, denn das Gerät ist derart schwachbrüstig, daß man sehr viel Zeit zum Kaffee trinken hat.

      • Thorky sagt:

        Nanu? Wo kommen die Treiber denn her? Man sieht auf der verlinkten Seite, dass dort nur Treiber für Windows 7 und Windows 8.1 angeboten werden. Zudem hatte ich mal eine Acer-Seite gefunden, auf der die Firma selber vom Upgrade abrät, weil ihre Treiber nicht tauglich für Windows 10 sind. Bin jetzt doch überrascht.

        • deo sagt:

          Treiber kommen übers Windows Update.
          Da kann allerdings die “Tagesform” der MS-Server entscheiden, ob es beim ersten Versuch klappt. ;-)

  3. Andreas M. sagt:

    Mein Mint Cinnamon 17.3 64 bit wird immer schöner.

    Nativ laufen dort:
    – Firefox
    – Thunderbird
    – LibreOffice
    – Softmaker FreeOffice
    – Keepass2
    – Anydesk

    per Wine:
    – Elster (Steuersoftware), benötigt openjre
    – Alle meine Passworte (per Play on Linux, dann unter direkt unter Wine)
    – Ermasoft Kalender
    – Quicken 2000 deluxe (war etwas schwieriger) (!!!)
    – Visual Data Publisher (eine einfache programmierbare Datenbank)
    – SuMo (hält mir den Überblick über unter wine instlallierte programme)
    – CCleaner (zum Bereigen der Installationen unter wine)

    Virtual-Box müsste ich nur für TomTom MyDriveConnect einrichten

    Habe 2 Benutzerkonten.
    Einem Konto habe ich Original Windows-7 Desktop-Hintergrundbild verpasst und ein per System einstellbares Windows-7 gtk-Theme.
    Micrsoft-Schriftarten kann mann auch übernehmen.

    Eine Antivirensoftware habe ich nicht. Es gibt wohl sogar eine kostenlose für Linux

    Läuft alles sehr geschmeidig.

    Auf das End of Life von Win 7 + 8.1 bin ich vorbereitet.

    Ich arbeite übrigens nicht in der IT. Ich bin Krankenpfleger, soll heißen: was ich hinbekomme, das bekommen andere auch hin.
    Ist nur eine Fage des Willens und ob ich etwas Aufwand betreiben will.
    Aber das muss man beim Wechsel von Win 7 auf 8.1 und von 8.1 auf 10 ja auch.

    Liebe Grüsse
    Andreas

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  5. Andreas M. sagt:

    Hallo Günter,

    ist ja schon ein wenig MS-Bashing, was Du hier betreibst. ;-)
    Aber wo Du Recht hast, hast Du nunmal Recht.

    Vielleicht könnte das hier ja ein Windows UND Linux-Blog, allso quasi ein PC-Benutzer-Blog werden. ;-)

    Ich hatte Dein Window-8 Buch gekauft, was mir übrigens sehr gut gefallen hat.
    Ein Windows-10-Buch werde ich definitiv nicht mehr kaufen.

    Für Linux-Mint kann ich ein Buch von Ralf Becker vom Rheinwerk-Verlag empfehlen.
    Den Rest kann man sich bei
    http://www.linuxmintusers.de
    http://www.ubuntuusers.de
    zusammensuchen.

    Gestern habe ich das e-book “Bye, bye Windows: Umsteigen auf Linux leicht gemacht”
    gekauft. Für Einsteiger auch ganz gut für € 5,99.

    Von den Forenbeiträge der IT-Profis habe ich gestern auch so manche gute Information bekommen.

  6. Andreas M. sagt:

    Für die interessierten Linux UND Windowsfreunde:

    Habe vor 2 Jahren über Internet bei grey-Computer einen Desktop-PC zusammenkonfiguriert und ohne OS gekauft:

    – Gigabyte Mainboard
    – Intel Core i3
    – 2x 4 GB RAM

    Habe dann 2 Festplattenwechselrahmen für die grossen 5 Zoll-Festplatten und einen Wechselrahmen für 2 kleine 3 Zoll Festplatten eingebaut.

    Da kann ich jetzt wahlweise Windows-7 oder Mint booten.
    Habe bewusst auf Dualboot verzichtet.

    Mein nächstes Thema ist dann Linux und SSD.
    Auch unter Windows habe ich noch keine SSD am Laufen, wegen dem höheren Preis und weil auch da die Entwicklung sehr zügig voranschreitet.

    Ich habe mir jetzt Lenovo-Billig-Notebook für 229 € ohne OS bestellt, müsste morgen oder übermorgen eintreffen.
    Das Ding hat mattes Display und Wartungsklappe !

    Die Schwierigkeit wird sein, ein Zertifikat für Linux ins UEFI zu patchen, sodass ich Linux installieren kann.

  7. Andreas M. sagt:

    Hallo Liebe Gemeinde.
    Bin ja mit meinen Linux-Beiträgen, auch wenn sie sich in absehbarer Zeit auf Linux-Mint beziehen hier ja durchaus richtig:

    “Borns IT- und Windows-Blog
    Insights & Tipps zu Windows, Linux, Android, Tablet PCs & Co.”

    Lieber Günter:
    Vielleicht könntest DU ja die Schriftart von “Insight & Tipps …” ja etwas vergrößern. ;-)

  8. Andreas M. sagt:

    Viele Leute brauchen auch gar kein Linux und kein Windows und kein MacOS.

    Ich kenne einige Frauen, die sind glücklich mit einem Billig-Tabet mit Android.
    Die surfen damit, suchen z.B.die nächste Wohnzimmereinrichtung .. ;-)

    Da wurde jetzt die Frage gestellte, ob und wie sie Whatsup darauf laufen lassen können.
    Bei Heise war das kürzlich Thema:
    http://www.heise.de/download/special-whatsapp-auf-pc-mac-und-linux-nutzen-152241.html

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  10. Wolfgang Schneider sagt:

    Bin zwar ein eingefleischter MS-Fan. Nur, was die Kesselschmiede weiter hin mit seinem Zwangs-Upgrade da verzapft, stinkt zum Himmeln. Man muss sich das mal ganz langsam, auf dem Augapfel zergehen lassen.

    Aus Satya Nadella, kann da ganz schnell Sanella werden. Ich kann einfach nicht verstehen, warum er nicht die Notbremse zieht. :-(

    • Andreas M. sagt:

      Was die machen ist mir eigentlich jetzt egal, solange sie mein Windows-7 und 8.1 nicht mit irgendeinem Update zerschiessen.

      Auf beiden habe ich GWX Control Panel.
      OS-Updates wurden auf manuell gestellt.
      Funktioniert bis jetzt sehr gut.

      Windows 8.1 läuft bei mir mir wunderbar.
      Habe alle Apps, die sich deinstallieren liessen deinstalliert.

      Wieviel “Telemetrie” in Win 8.1 steckt, weiss ich nicht, könnte man ja die für Win10 gängigen Programme mal ausprobieren.

  11. Micha sagt:

    Zitat “…einen Auftrag im Wert von 457.000 US $ verloren zu haben. Grund: Bei der Erstellung eines Angebots für einen Kunden (es wird von Business Plan gesprochen) wurde plötzlich das Upgrade auf Windows 10 eingeleitet. Die bis zu diesem Zeitpunkt erstellten Daten waren weg – und anschließend der Kunde wohl auch, da Termine nicht mehr gehalten werden konnten. ” Zitat

    457.000 US $ Angebot !! – wo war das gespeichert (wenn überhaupt ….) ? – Angesehen vom “Zwangsupdate” wäre das dem User auch bei einem normalen Update / Neustart / Akku leer vieleicht auch passiert. Vielleicht sollte er in seinem Excel mal nach nicht gespeicherten Dateien suchen …. :-)

    Außerdem: Backup, Backup, Backup – wer das immer noch nicht kapiert hat, sollte zu Papier und Bleistift greifen !

    Das “Zwangsupdate” ist ein Problem, kommt aber auch mit der Unfähigkeit des normalen Users zusammen und mit der Faulheit Meldungen zu lesen und zu verstehen … Hauptsache schnell geklickt ! – Genauso wie auf Links oder Anhänge in Mails geklickt wird, ohne diese zu hinterfragen.

    • @Micha: Die Argumentation geht am Kern vorbei. Ich sitze als Autor und Blogger zwischen den Welten und versuche zwischen Entwicklern, Cracks und normalen Nutzern vermitteln. Was man verlangen kann: Ein Buchhalter, Analyst, Herzchirug und was auch immer soll auf seinem Gebiet Spitze sein. Was man nicht verlangen kann: Dass diese Nutzer sich in den Eingeweiden von Windows auskennen und jeden Trick beherrschen. Das oben Beschriebene ist täglich gelebte Praxis (selbst erlebt). Von einem Steuerberater erwarte ich, dass er und seine Mitarbeiter die Steuererklärung akkurat erstellen und abgeben kann – nicht, dass die sich mit den Irrungen einer Firma Microsoft auskennt.

      Und: Die Jüngeren haben es vergessen – ich bin mit Bill Gates gleichaltrig. Der trat mal an mit dem Slogan “Information at your fingertips” – Computer sollten so einfach sein, dass jeder damit umgehen kann. Diese Entwicklung kippt leider momentan (nach meinem Gefühl).

      • Nils sagt:

        Ich würde von meinem Steuerberater erwarten, dass er mit meinen Daten sorgfälltig umgeht, und dazu gehört definitiv eine Datensicherung. Egal unter welchem Betriebssystem.

        • Rolf Dieter sagt:

          Eine Datensicherung erfolgt Serverseitig zumeist Abends. Wenn der gute Chinese aber unterwegs an einem Notebook seine Kalkulation gemacht hat, hilft auch keine Datensicherung wenn W10 das System schrotet. Er hat ja auch explizit von “bis zu diesem Zeitpunkt erstellten Daten” gesprochen. Somit Fail Microsoft.

          • In dem Fall würde ich aber auf jeden Fall eine Sicherung wichtiger Daten auf einen USB Stick machen, wer einen Auftrag im Wert von 457.000 US $ halb in der Tasche hat macht das nun mal so und hin und wieder speichern nicht vergessen.
            Aber mir sind die Büro Profies bekannt die Legen ihre Daten meist auch immer auf den Desktop ab und da summieren sich dann die Sachen in die TB Kategorie.

      • Tim sagt:

        “Der (Gates) trat mal an mit dem Slogan “Information at your fingertips” – Computer sollten so einfach sein, dass jeder damit umgehen kann. Diese Entwicklung kippt leider momentan”

        …aber waren das auch Balmers Träume? Oder Nadellas Träume? Der steht/ stand doch auch von Anfang an für Cloud und Mobiles als Hoffnungsträger in den Startlöchern vor 2 Jahren. Windows hat sich auch genau nur in die Richtung bewegt und sonst war eher stillstand. Was ist daraus bisher geworden?

        Letztlich scheint es nur noch um Erhaltung und Verkauf zu gehen und nicht mehr um handfeste Visionen und Ideen für alle… die fehlen nämlich vollständig. Man bedient wenn, nur noch sehr spezielle Kundenkreise. Manches wirkt wie simple Testballons.

        Geht aber nicht nur Microsoft so… entweder haben wir eine große Pause erreicht, oder einen Wendepunkt was Entwicklungen angeht. Viel wesentliches passieren tut jedenfalls nicht mehr. Vielleicht hat der Gates das auch schon lange erkannt und deshalb die Party rechtzeitig verlassen und sein neues Geschäftsfeld aufgebaut?

        In einem Spiegel Artikel heißt es:

        “Tatsächlich steht der Konzern vor großen Herausforderungen: Das PC-Geschäft, in dem das Unternehmen mit seinem Windows-Betriebssystem eine zentrale Rolle spielt, schrumpft. Im Internet-Geschäft konnte der Konzern trotz großer Anstrengungen bisher nicht mit Google mithalten. Auch Smartphones und Tablets mit Microsoft-Software haben bisher geringe Marktanteile.”

        Der ist über zwei Jahre alt und wie siehts heute aus?

        http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/microsoft-ernennt-satya-nadella-zum-neuen-chef-a-951470.html

        • Rolf Dieter sagt:

          Schlimmer. Zu Ballmers Zeiten hatten wir z.B. fast 15% Marktanteil von Windows Mobile. Jetzt 0,7%. Microsoft hat dort die Reißleine gezogen und indirekt WM für tot erklärt. Kein Firmenkunde tut sich freiwillig WM10 an. Jetzt geht Microsoft der Arsch auf Grundeis. Windows 10 floppt wie verrückt. Die angepeilten Zahlen werden nicht erreicht. Die Einnahmen durch ein kommendes Abomodell sind zu kläglich. Nadella wird gehen müssen. Aber ich glaube das hilft nicht mehr. Zu viel Vertrauen wurde verspielt. Davon wird sich MS nicht mehr erholen. In Amerika geht das Google OS blendend. RIP Microsoft. Ihr habt es verkackt!

          • Also so arg sehe ich das nicht, seit Anfang Mai sind meine Auftrags Bücher voll, alle kleine und mittlere Unternehmen wollen plötzlich Windows 10! Ich dachte jetzt eigentlich schon das es jetzt abebbt, nun gehts in die letzte runde, letzten Monat ca. 250 PCs auf Windows 10 geUpgradet (wie Deutscht man Upgrade richtig ein).
            Natürlich habe ich während dieser zeit auch auf gleich vielen PCs mit Windows 7 das GWX eingeäschert, also so eine Richtige Prognose kann ich also nicht liefern.

      • Hi Günter, das sehe ich genauso wenn ich einen Blog schreiben würde, würde ich den auch so schreiben wie mir der Schnabel gewachsen ist, entweder liebt man mich dann dafür oder eben nicht, Und ich lese dich gerne ;)

        Der überwiegende Teil besteht aus Tipps & Tricks zu/Pro Windows, daneben lese ich dich nie Lästernd.

        Wenn ich Lästern würde, würde ich meist auch das schreiben was ich denke und meine, und würde sicherlich so manches mal hier *Zensiert* werden, aber es ist dein Blog und ich finde den Gut!

        • Rolf Dieter sagt:

          Hm, Ich als Systembetreuer entscheide eigentlich welches OS installiert wird. Wir müssen doch garantieren mit welchem OS eine Funktion gegeben ist. Windows 10 scheidet zum einen wegen seinem Beta Status als auch wegen seiner Telemetrieerfassung aus. Wie kannst Du guten Gewissens so ein OS dem Kunden antun und warum? Solange wir aufklären will kein Kunde W10 haben. Klärst Du die Leute nicht auf, willst einfach nur Geld verdienen? Mal über den Ärger den Du Dir einhandelst nachgedacht? Ich verstehe es nicht. Bei uns wird keiner (oh, gerade einen FS Stylistic mit W10 verkauft, Ausnahme) niemals W10 bekommen. Und das gilt für alle uns befreundete Addis. Wir stellen auf Linux um, aber nicht auf W10.

    • Andreas M. sagt:

      hätte er die Daten in Googles Cloud stellen sollen.

      Duck und weg ;-)

  12. Paule21 sagt:

    Mir gefällt die ganze Politik von Microsoft seit Jahren nicht mehr, oder um in Anlehnung der Worte unserer Kanzlerin zu formulieren, “das ist nicht mehr mein Microsoft”. Nadella selbst sitzt leider sicher im Sattel und brauch keinen Entlassung zu fürchten.

  13. Ach das sehe ich nicht so drastisch, dir gleich Microsoft-Bashing vorzuwerfen, ich komme ja eher aus der Hardware Branche und musste mich dann irgendwie mit den Betriebssystemen herumschlagen was mir mittlerweile aber auch ganz gut gelingt. Ich komme mit Windows in der Regel ganz gut klar egal ob das nun 7/8.x/10 ist aber kann auch gerne darüber streiten und diskutieren ob das ein oder andere was Microsoft da so treibt wirklich nötig ist!

    Ich weiß ja auch nicht was Microsoft für Beweggründe dafür hat den Leuten so maßlos auf den Sack zu gehen, erst dieser verfluchte Upgrade Zwang der ja schon seit einer ganzen weile so geht und dann noch das ändern der Hardwarevoraussetzungen für Windows 10 Mobile als auch für Tabletts.

    Wenn das noch ein bisschen so weiter geht werde ich mal Ubuntu auf mein Tablett installieren ich hab nämlich auch nicht die Hardwarevoraussetzungen für Windows 10 obwohl das dort ganz gut drauf läuft.

  14. anthropos sagt:

    Könnten die Klagen über das Herziehen über Microsoft nicht eher an der Art und Weise liegen, wie Sätze formuliert, Wörter ausgesucht werden? Oder ist diese Frage schon “Born-Bashing”? Und wird beantwortet mit Missachtung und Brüskiertheit?

  15. Herrlich, die Kollegen bei heise.de haben jetzt einen alten Blog-Beitrag Microsoft trickst (erneut) beim Windows 10-Zwangs-Update von mir als Upgrade auf Windows 10: Drückermethode wird noch aggressiver
    thematisiert. Zitat: Microsoft: Die Kunden wollen es so

    Priceless auch die Nutzerkommentare zu deren Artikel …

    War mir fast entfallen: Jemand, der Windows 7 mit Media Center nutzt, sieht nach dem Update “ganz schön alt aus”.

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