Sicherheitsrisiko Smartphone-Akku?

Die Story rund um das Samsung Galaxy Note 7 und dessen explodierende bzw. brennende Lithium-Ionen-Akkus lenken den Blick auf ein Sicherheitsrisiko. Es kam immer wieder zu Akkubränden. Aber momentan kristallisiert sich möglicherweise ein Problem heraus.


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Moderne Smartphone werden, auch wegen der größeren Displayauflösungen immer energiehungriger. Die Akkukapazitäten steigen – und es gibt möglicherweise jetzt ein Problem.


(Quelle: Baidu)

Über die beim Laden explodierenden Galaxy Note 7 ist ja ausgiebig berichtet worden. Samsung ruft die Geräte weltweit zurück und tauscht diese, wegen der defekten Akkus. Und damit ist alles gut?

Akku-Brände bei ausgetauschten Note 7 und auch bei iPhones

Ich hatte es bereits in einem Artikel (siehe Linkliste) anklingen lassen. Auch ausgetauschte Galaxy Note 7-Geräte, also mit neuen Akkus, scheinen Brände auszulösen (siehe auch diesen Golem.de-Artikel). Schlagzeilen machte ein Fall, wo ein bereits ausgetauschtes Note 7 einen Brandalarm samt Evakuierung in einem Flugzeug auslöste. Samsung untersucht den Fall, wie man diesem ZDNet-Artikel entnehmen kann. Nachtrag: Und Golem berichtet hier sogar von zwei Fällen mit neuen Note 7. Ist zwar etwas reißerisch, dieser Chip.de-Artikel, aber Note 7-Geräte werden überall verbannt. US-Provider gehen nun dazu über, dass Kunden ihre Note 7-Geräte gegen Smartphones anderer Hersteller austauschen dürfen, wie u.a. heise.de hier berichtet.

Also nur ein Samsung-Problem? Nach den Note 7-Bränden stehen auch andere Hersteller im Fokus. Und bei Apple gibt es wohl ähnliche Effekte. Dieser englischsprachige Artikel berichtet von einem iPhone 6, welches in der Ukraine mit dem Apple-Ladegerät Schaden nahm und aufgeplatzt ist (hier der Original-Artikel). Und auf Reddit.com gibt es einen Bericht über ein heiß gelaufenes iPhone 7 (mit verlinkten Fotos). Das Thema wird hier und hier sowie bei Chip aufgegriffen.

Es scheint sich bei den iPhones um Einzelfälle zu handeln. Aber für mich wirft das die Frage auf, ob die steigenden Kapazitäten der Smartphone-Akkus das Risiko für solche Brände und Überhitzungen steigern. Es wird auch vermutet, dass bereits Stöße zu einer Schädigung des Akkus mit entsprechenden Folgen führen können. Das andere Thema ist die Handhabung der Akku-Aufladung. Bei den Microsoft Surfaces sieht man an zahlreichen Akku-Firmware-Updates, dass das Ganze irgendwie langsam an “Voodoo” grenzt und ein funktionierendes Akku-Management zum Glückspiel wird. Aber möglicherweise höre ich die Flöhe husten. Unschön ist das Ganze auf jeden Fall. Oder wie seht ihr das?

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12 Responses to Sicherheitsrisiko Smartphone-Akku?

  1. Tim sagt:

    “Also nur ein Samsung-Problem?”

    Nö, nur überzüchtete und unterschätzte Akkus.

    Man muss nicht direkt zu einem Messer greifen wie hier,

    aber wie chemisch reaktionsfreudig Akkus sein können, sieht man damit schön.
    Einmal unglücklich und hart fallen, kann halt reichen, mit Pech.

  2. Ralf sagt:

    Und man darf auch ruhig mal daran erinnern, dass diese Millionen (Milliarden ?) Akkus auch eine riesen Umweltsauerei sind. Allein dadurch, dass diese inzwischen überwiegend fest verbaut sind. Und mit dem Akku nach zwei/drei Jahren auch gleich das ganze Gerät auf den Müll wandert. Wie viel wird davon wohl fachgerecht entsorgt?

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  4. deo sagt:

    Es wird verkauft, koste es, was es wolle. Austauschbare Batterien wird es erst wieder geben, wenn der Gesetzgeber es fordert. Dass die Ladegeräte ab 2017 einheitlich sein müssen, ist da nur lächerlich. Das gefährdet nicht den Smartphone Absatz.

  5. Dekre sagt:

    Klarstellung – Das Samsung mit dem Flugzeug hat kein Brand ausgelöst, ZDF und andere berichteten ausführlich, war aber trotzdem gefährlich

    Das mit den Akkus & Batterien – ZDF hatte dann auch eine guten Forscher aus unserem Land parat der das Ganze mal aufdröselte für Leute die nicht wissen, was da so passiert. Und er hat Recht!
    Es wundert mich nicht, dass das passiert und es wird noch öfters passieren. Das deshalb, weil die Leute Entwickler, Produzenten und Nutzer wichtige physikalische Gesetze entweder nicht beherrschen oder nicht wahrhaben wollen. Man kann sich auch mit dem Lebenslauf und den Erfindungen von Herrn Luigi Galvani beschäftigen. Dann wäre man wissender und die Leute würden bedachter mit ihren technischen Geräten umgehen.

    Ein weitaus nicht mal 1 cm dickes Gerät soll ein Energiespeicher beinhalten der das ganze Gerät versorgen soll? – Blödsinn! Da alle dieses unsachgemäß in Kleidungsstücken transportieren und sich dann klassisch draufsetzen, ist es wohl bisher noch ein Wunder das solche Intelligenznutzer sich noch nicht Ihren A… verbrannt haben. Oder ist das was anders?

  6. David Teichfloh sagt:

    Das Problem liegt tatsächlich an den stromhungigen, grossen Display und der hohen Leistung der Geräte selbst. Man sollte nicht vergessen, dass es sich hier um zwar kleine, aber doch leistungsfähige Computer handelt, der viel Strom braucht. Dennoch sollen die Gerät handlich bleiben, sie dürfen also nicht dicker werden.
    Das Problem gab es schon einmal – bei Laptops. Da verwendete man eine dünnere Trennung zwischen den beiden Polen (im Akku, das ist eine Folie). Da sich die Akku-Materialen beim Laden/entladen ausdehnen/zusammenziehen, ist dort recht viel mechanische Bewegung – das muss die Trenn-Folie aushalten. Wenn zu dünn, kommt es zu einem Kurzschluss und damit zur Überhitzung oder gar zum Brand. Genau wie beschrieben.
    Ich würde das für eine Fehlkonstruktion halten (den Akku).
    Mal sehen, was dabei raus kommt (bei den Laptops wurden die Akkus getauscht – einige 10tausend!!)

    Gruss,
    David

  7. Thomas Bauer sagt:

    Was die Akkugröße betrifft sind ja in Tablet meist wesentlich größere Akkus verbaut und ein Tablet dürfte auch energiehungrig sein. Ich glaube viele Akku Probleme sind dem Sparwahn der Konzerne geschuldet und womöglich durch großflächige Gerätetests und bessere Qualitätskontrollen in den Griff zu bekommen. Gibts eigentlich auch schon brennende Elektoautos mit Akkus?

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  9. Dieter Schmitz sagt:

    “explodierenden”?

    Wo explodiert da etwas? Es brennt.

    Bei einer Explosion gibt es anschliessend viele kleine Einzeilteile.

    Die sind hier aber nicht zu sehen!

  10. Max Mustermann sagt:

    “Quelle: Baidu”
    Ach Born, was ist das denn für eine Quellenangabe? Dann kann man ja auch gleich “Quelle Twitter” oder “Google” oder gar “Internet” schreiben.

    • Man sollte zwar keine Leserschelte betreiben. Aber bei manchem Kommentar bleibt mir die Spucke weg.

      Der Link zur Quelle wäre selbstverständlich aktiviert worden, wenn dieser nicht irgendwann gebrochen wäre. Aber so ist nun Mal dieses Inderned – eben funktionierte der Link noch und dann ist das Linkziel weg.

      Und jetzt gehe ich den Sack Reis aufheben, der im Inderned umgefallen ist …

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