Cortana-Suche in Windows 10 V1803 nicht mehr deaktivierbar?

Zum Wochenende gab es erste Meldungen, dass man im kommenden Windows 10 Spring Creators Update (Version 1803) die Suche über die Sprachassistentin Cortana nicht mehr deaktivieren können soll.


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Nach dem Willen Microsofts soll Cortana die Suche über das Suchfeld des Startmenüs unterstützen. Aber einige Anwender wollen das nicht und deaktivieren Cortana für die Suche.

Nun berichtet ghacks.net in diesem Artikel, dass die Gruppenrichtlinien zum Blockieren der Cortana-Suche ab Windows 10 Pro V1803 nicht mehr funktionieren. Die Kollegen von deskmodder.de haben sich in diesem Artikel des Themas angenommen und einen Workaround gefunden.

Ergänzung: MVP-Kollege Mark Heitbrink machte ich auf Facebook darauf aufmerksam, dass man in der Firewall die .exe von Cortane bei den ausgehenden Regeln blockieren kann, und so Ruhe vor der Suche im Web habe. Möglicherweise eine Option – aber der springende Punkt ist, dass Microsoft mit den Administratoren in Punkto Windows 10 Pro Katz und Maus spielt und die Gruppenrichtlinien immer mal wieder verwürfelt.


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17 Kommentare zu Cortana-Suche in Windows 10 V1803 nicht mehr deaktivierbar?

  1. JohnRipper sagt:

    Das ist doch alles ätzend.

  2. Wolfgang sagt:

    Noch ein Grund mehr, sich von Windows abzuwenden!

  3. janil sagt:

    Also Deskmodder bemühen und schon mal in die Materie reinlesen.

    • Wolfgang sagt:

      Also ehrlich, da hab ich Wichtigeres zu tun, als Windows ständig die Dummheiten abzugewöhnen…

      • Gaga sagt:

        Das sehe ich exakt genau so!
        Es ist gelinde gesagt eine Frechheit, die User ständig mit neuen Gängelbändern zu versorgen. Wir haben weiß Gott besseres zu tun als ständig in der Registry oder sonst wo rum zu fummeln. Langsam aber sich weiß ich nicht mehr wie das weiter gehen soll. Windows 10 kommt für mich, und sei es nur privat, nicht infrage! Alles auf Apple umstellen und Windows 7 SP1 pur in einer VM laufen lassen (für die Werkzeuge die man braucht)?

        Es wird immer brutaler im Kampf um die Datenhoheit.

        Heute erst gelesen: Städtebund empfiehlt, Kommunen sollen Daten ihrer Bürger verkaufen um Geld in die klammen Kassen zu spülen. Ich bin sprachlos!

        • Legostein sagt:

          Als Nutzer von Windows 7 Pro kann ich (noch, wenn auch bereits mit abnehmender Tendenz) von den umfangreichen Konfigurationsmöglichkeiten u.a. mit den Gruppenrichtlinien Gebrauch machen. Ein Umstieg auf Windows 10 wird freilich mit jedem Upgrade uninteressanter, zumal MS die Pro-Variante stetig in eine Home-Version verkrüppelt. “Gespielt” mit dem Betriebssystem habe ich mich intensiv zu DOS-Zeiten. Heute würde ich, wäre ich W10 Nutzer, nicht mehr mit dabei mitspielen, künstlich eingezogene Hürden etc. wieder zu umgehen und darauf zu warten, ob beim nächsten Upgrade nicht wieder alles anders wird.

          Derzeitig angedachte Strategie ab Supportende für W7: Für Internet & Co. ein (welches?) Linux, sonst W7 und nur dann, wenn keines von beiden (mehr) geht, W10 in einer virtuellen Maschine.

          • Anonymous sagt:

            Ich würde dir sehr empfehlen, nicht bis Toresschluss zu warten und dich schon jetzt mit Alternativen beschäftigen (Linux oder macOS), nicht erst im Januar 2020!

            Wer Windows 10 bewusst nicht will, weiß warum und kann auch jetzt bereits handeln. MS wird das Steuer nicht mehr herum reißen, im Gegenteil wie man sieht.

            Linux kommt noch nicht für alles in Frage und macOS ist durch die Hardware sehr teuer.

            Meine Lösung trotzdem Umstieg auf ein Macbook Pro 16GB + VMware Fusion (Pro) mit einer VM für Linux (Mint oder Ubuntu LTS) und einer mit Windows 7 Pro 32Bit. Sollte sich Windows 10 irgendwann für irgendeine Software mal nicht mehr vermeiden lassen, wird diese auch in eine VM gesperrt die nie das Internet sehen wird und falls tatsächlich nicht vermeidbar, nur über im Router hinterlegte Whitelist.

            Alternativ Dell XPS mind. 16GB mit Ubuntu (direkt von Dell) + VMware Workstation und der/den Windows VMs.

          • Wolfgang sagt:

            @Legostein,
            ich kann LinuxMint nur empfehlen. Ist einerseits nicht so einem “Schleuderkurs” wie Ubuntu selbst unterworfen (Mark Shuttlewoth hat ständig neue Ideen, die dann in Sackgassen enden; z.B. Mir, Wayland etc.). Anderseits wird Ubuntu als “Unterbau” benutzt, sodaß der Großteil der Ubuntu-Tipps auch für Mint gelten. Das größte Problem ist die Auswahl der Oberfläche :-)) Mein Favorit ist Cinnamon (oder bei Gefallen auch Mate) für ‘normale’ Rechner und für leistungsschwache Rechner XFCE. Besonders Cinnamon ist für Windows-Umsteiger zu empfehlen.

  4. nn23 sagt:

    Linux ist für Multimedia Anwendungen nicht wirklich ideal. Multimonitor Support ist (gelinde gesagt” schwierig, einfaches Umschalten von Lautsprecher auf Kopfhörer geht nicht, usw. usw.).

    Für einen 1 Monitor Surf-PC OK, aber als ernst uz nehmende Alternative imo leider nicht geeignet.

    Eine durchweg gangbare Alternative ist dafür aber Windows Server 2016!
    Das hat mindestens die nächsten 10 Jahre Support.
    Software läuft da quasi alles drauf, was unter Windows 10 auch läuft.
    Ist dann ewig die 1607, aber das ist ja auch gut so xD

    Und ja, es gibt bei ebay auch legale Lizenzen!
    Und ja der Handel mit gebrauchten Lizenzen ist in DE auf vollkommen legal!

    Lizenzen bei ebay ~120€ für augenscheinlich echte keys.
    Kaufen, bei MS überprüfen lassen, und wenn die nicht OK ist, ebay Fall aufmachen / Geld zurück holen.

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  6. Paul Brusewitz sagt:

    @Gaga

    Das ist doch ein uralter Hut. Du kannst in jedem Bürgeramt der Weitergabe deiner Daten widersprechen. Habe ich schon vor 10 Jahren oder so gemacht. Dann hatte ich das Ganze vergessen und als das Thema mal wieder aufkam erneut gemacht. Da hieß es dann nur: “Haben Sie doch schon vor Jahren gemacht, den Widerspruch. Ist sicher gespeichert und wir halten uns auch dran.”

    Gruß P.B.

    • Markus W sagt:

      Die DSGVO regelt ganz klar: datenschutzfreundliche Voreinstellung.
      Das hieße auf die Kommunen bezogen: Der Bürger hat erstmal den defaultwert “ich verbiete die datenweitergabe” anstatt das man widersprechen muss.
      Oder gelten für den Staat da wieder Ausnahmen?

  7. algorithmutation sagt:

    Mit einem Eingriff in die Registry kann man auch ohne die Blockierung durch Firewalls Ruhe haben. Es ist im Vergleich zur früheren Methode allerdings ein zweiter Wert nötig, damit das auch funktioniert.

    Unter:
    HKEY_CURRENT_USER\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Search

    Muss sowohl “BingSearchEnabled” als auch “CortanaConsent” mit dem “dword=0” gesetzt werden. Ich füge einmal das Script für eine REG-Datei an.:

    Windows Registry Editor Version 5.00

    [HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Search]
    „BingSearchEnabled“=dword:00000000
    „CortanaConsent“=dword:00000000

  8. Günter Born sagt:

    Danke für die Ergänzung – geht aber am Kern vorbei: Als Admin, der möglicherweise viele Tausend Systeme verwalten soll, wird man nicht individuell in der Registrierung herumfummeln wollen. Die Schlenker Microsofts zeigen daher eindrücklich, wohin die Reise geht – Admins sitzen zusehens auf einem heißen Stuhl. Viel Spaß bei der Abdichtung der Systeme in Sachen Privatsphäre und DSGVO.

    • wufuc_MaD sagt:

      genau so siehts aus! und das neben vereinbarungen die die bundesregierung direkt mit microsoft trifft (zwangsupgrade, bundesclient u.s.w.). finnland hat auch spezielle abkommen mit microsoft. es geht also, und ist demzufolge sonnenklar was da auf uns zukommen “soll”, und was genau ist (begabteren) it-fachleuten ebenfalls klar, und sei es der telekom-techniker.

      was registry eingriffe angeht (gpedt lassen wir mal weg, da eh viele home-versionen in unternehmen genutzt werden), die können mit jedem unerwünschten und unbemerkten update unwirksam werden. außerdem gibts da noch den kleinen aber feinen unterschied zw. regedt32 und regedit (us-english – deutsch), wo wir wieder beim thema wären. die 100 jahr-feier der wundervollen wirtschaftlichen beziehungen unter den besten freunden ever…

      ausspähung, unter freunden, das geht garnicht! ^^

      spionage ist nach haager landkriegsordnung ausdrücklich erlaubt, sind nicht außerdem immernoch alle us-flugzeugträger im trockendock? ist die “hybride kriegsführung” nicht doch etwas bequemer, wenn auch zermürbender?!

    • Cmd.Data sagt:

      Wenn der Firmenchef einen Admin zur Nutzung von Windows 10 Pro ZWINGT, kann man ihn doch vor Gericht nicht wegen der DSGVO verklagen!

  9. algorithmutation sagt:

    Ich habe Ihren Einwand durchaus verstanden und stehe auf ähnlichem Kriegsfuss mit den Richtlinien von Windows 10, daher bewerten Sie meinen Nachtrag bitte nicht als ein Besämpftigungsversuch! Nur für die Unternehmen, die mit Windows 10 Home arbeiten könnte es dennoch hilfreich sein.

    Es gibt die Möglichkeit die Gruppenrichtlinien unter Windows 10 Home freizuschlaten. Dafür einfach folgenes Script in einer BAT-Datei mit Administratoren Rechten ausführen:

    @echo off
    pushd “%~dp0″
    dir /b C:\Windows\servicing\Packages\Microsoft-Windows-GroupPolicy-ClientExtensions-Package~3*.mum >Files.txt
    dir /b C:\Windows\servicing\Packages\Microsoft-Windows-GroupPolicy-ClientTools-Package~3*.mum >>Files.txt
    echo Installing Group Policy Editor…
    for /f %%i in (‘findstr /i . Files.txt 2^>nul’) do dism /online /norestart /add-package:”C:\Windows\servicing\Packages\%%i”
    echo.
    echo Installation complete.
    echo.
    pause

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