Windows 8.1: Mail-App erfordert plötzlich Anmeldung

[English]Kurze Info für Windows 8.1-Besitzer, die die Mail-App verwenden. Wie es ausschaut, braucht die mitgelieferte Mail-App jetzt plötzlich eine Anmeldung am Microsoft-Konto. Hier ein paar Hinweise. Ergänzung: Und die Auflösung der Ursache.


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Mir war nur bekannt, dass die Mail-App auch unter einem lokalen Benutzerkonto mit Fremd-Mail-Konten funktioniert. Jetzt scheint sich aber was geändert zu haben. Die Information ging mir per Mail von Blog-Leser Martin Feuerstein zu (danke dafür), der im Familienkreis nachfolgende Beobachtung machte.

Mail-App fordert Konto

ich bekam gerade einen Anruf aus der Familie, dass bei der Windows Mail-App eine Anmeldeanfrage (siehe obiges Foto) erscheint…

Die Mail-App braucht offenbar plötzlich zwingend ein Microsoft-Konto, sonst funktioniert sie nicht mehr. Martin schreibt dazu:

Der betroffene Laptop läuft mit Windows 8.1, bisher war dort ein Exchange-E-Mail-Account eingerichtet. Scheinbar setzt die App nun zwangsläufig einen Microsoft-Account voraus und mag keine selbst-gehosteten Mailserver mehr.

„Selbstverständlich“ ist ein lokales Benutzerkonto eingerichtet. Hab nun einen Link zum OWA auf dem Desktop angelegt, damit ist dem DAU geholfen. Trotzdem nicht schön von Microsoft.

An dieser Stelle mein Dank an Martin für den Hinweis. Vielleicht hilft es dem einen oder anderen Betroffen.

PS: Momentan merke ich an meinem Blog, dass wohl Aufräumen bei Apps für Windows 8 und Windows 8.1 angesagt ist. Es brechen plötzlich ungewöhnlich viele Links zu App-Seiten im Store. Ich bekomme das mit, weil ein Plug-In zyklisch alle ausgehenden Links des Blogs überprüft.

Ergänzung: Problem identifiziert und gelöst

Kurz nach Veröffentlichung des Artikels (englischsprachige Fassung) meldete sich ein Microsoft-Produktmanager für die Mail App und schrieb, dass die lokale Anmeldung nach wie vor funktionieren müsse. Er stellte einige gezielte Fragen, die ich an den Blog-Leser Martin Feuerstein weiterleitete. Kürzlich erreichte mich die Antwort von Martin:

ich hatte gerade Zeit, mir den Laptop nochmal anzuschauen. Und nunja, das Rätsel ist gelöst. Ich hab komplett verdrängt, dort tatsächlich mal ein MS-Konto eingerichtet zu haben, damit die App überhaupt nutzbar ist – dieses wollte also die Anmeldung haben. Nachdem ich dann das Microsoft-Konto angemeldet habe, musste ich das Kennwort für den Exchange-Server nochmal eingeben und schon gings wieder.

Entfernen lässt sich – ohne Tricks – das MS-Konto aus der Mail-App auch nicht, da sonst alle Konten gelöscht werden und die Mail-App gar nicht mehr nutzbar ist. Mit den richtigen Suchbegriffen in der Suchmaschine der Wahl wäre ich schneller darauf gekommen. Nicht, dass es in den MS-Foren nicht schon 6 Jahre alte Einträge zum Thema gegeben hätte ;-)

MS Answers-Forenbeitrag hier und hier. Hier wird noch eine Gruppenrichtlinie beschrieben, womit sich die App auch ohne MS-Konto nutzen lassen soll. Da Win 8.1 Home, gibt es keine MMC-Konsole, also über die Registry, sh. hier. Damit ist zwar kein Microsoft-Konto erforderlich, zwingend ist nun die Anmeldung mit einem „Arbeitsplatz-Konto“, sprich: Exchange.

Danke an Martin für die Rückmeldung.


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13 Kommentare zu Windows 8.1: Mail-App erfordert plötzlich Anmeldung

  1. Wolfgang sagt:

    Wenn ich mir so die Probleme mit M$-Produkten ansehe, die so seit ca. Jänner hier immer wieder aufschlagen, und wenn ich mir das Windows-Update-Chaos zu Gemüte führe, bin ich ehrlich froh, schon frühzeitig zu LinuxMint gewechselt zu haben. So bleibt mir das Theater mit ‘WaaS’ [soll denn das sein? – Aha: ‘Windows as a Service’; nur wo ist das Service geblieben??? :-)] erspart. Ich will damit nicht sagen, daß bei Linux alles problemlos verläuft (insbesonders weil, ja wieder einmal M$ SMBv1 für Win10 abgedreht hat), aber im Großen und Ganzen halten sich die Probleme in Grenzen. Ich benutze nur mehr einen Win7-Rechner. Und wenn seine Zeit gekommen ist, wird auch er das Zeitliche segnen.

    Microsoft – RIP!

    • anthropos sagt:

      Ich verweise darauf, dass dieser Ihr Eindruck subjektiv ist, soll heißen: ich bekomme davon nichts mit, weder bei Rechnern im Bekanntenkreis noch an den eigenen.

      Ich hausiere mit meinem eigenen Eindruck jedoch nicht wie Sie, was Sie letztlich überführt als zwielichtig und genauso unverlässlich wie irgendein Vertreter. Ein Linux-Freund eben, der aus der Wahl des Betriebsystems eine Pseudo-Religion macht und nicht müde wird, für ein System zu werben, das sich einfach nicht durchsetzen kann (zumindest nicht so wie diese “Linux-Freunde” es propagieren).

      • wufuc_MaD sagt:

        was ist falsch daran? bei dieser kurve die diese firma hingelegt hat?! die angst in den leute ist leicht zu spüren, bei ihren “ignite” vorträgen über windows analytics. bei diesem blogpost über die mailapp in win8.1 rieche ich sie ebenfalls. diese firma wird sich noch mehr erlauben! es wurde bereits mehr abgerissen als je wieder aufgebaut werden kann. umsonst

      • Wolfgang sagt:

        Warum sind Sie gleich so aggressiv, Herr/Frau anthropos?
        Nicht nur Sie sprechen aus Erfahrung. Ich auch. Und meine Erfahrungen zeigen mir, daß viele der hier immer wieder angesprochenen Probleme in MEINEM Bekanntenkreis sehr wohl auftreten. Da wohl IHR Bekanntenkreis und mein Bekanntenkreis eine Nullmenge als Schnittmenge ergeben, ist Ihre Aussage, daß Sie nichts von den Probleme mitbekämen, wohl zumindest genauso irrelevant, wie sie es meiner Aussage unterstellen.
        Für mich ist Linux keine Pseudo-Religion, wie es für Sie offensichtlich Windows ist, sondern eine schlichte Notwendigkeit. Ich habe Rechner, um damit zu arbeiten. Und nicht, um zweimal im Jahr ein fröhliches Rätselraten zu veranstalten, was jetzt ein neues “Feature” sei und was ein bloßer “Bug” ist. (Ja ich kenne den alten IT-Spruch: No, it’s not a bug. It’s a feature.) Oder ob eine Maschine nicht vielleicht schon zu “alt” für dieses, ach so moderne Windows ist. Erzählen Sie das einmal Menschen, die sich nichts Besseres leisten können und auf geschenkte Gäule angewiesen sind (z.B. wegen Hartz IV – falls Sie davon schon gehört haben sollten.). Natürlich setze ich dann Linux ein. – Und diese Leute danken es mir, daß sie damit Anschluß an die sogenannte “Moderne” gefunden haben.
        Warten Sie’s ab: Auch für Windows-Fanboys gilt: “Wer zuletzt lacht, lacht am Besten”!!!
        So, und jetzt Emotions-Knopf auf “AUS”.

        • hüb sagt:

          naja, die “Alternative” hat deswegen so einen riesigen Marktanteil – seit Jahren/-zehnten – weil es keine so wirkliche ist. Und wohl nie sein wird. Die Messen sind lange gelesen. Linux hatte seine Chance(n). Aber nie genutzt, um auf dem Desktop wirklich anzukommen.
          Lieber blieb man bei zu verquast und verkruschtelt, hielt das Gebastel als Quasi-Voraussetzung hoch (terminal!), etc., alles Dinge, die viele abschreck(t)en.
          Dazu kommen gefühlt eine Fantastilliarde Distris, absurd.
          Signifikante Mengen an Nutzern werden sich nie dorthin bewegen, es wird bei einem unerheblichen Anteil bleiben, leider. Es sei denn, linux veränderte sich, vor allem was Strategien angeht, grundsätzlich. zB. mit dem mac-Ansatz – leicht angepasst, reduzierte Hardwarebasis, dafür 7-11 Distris, die systematisch entwickeln.
          Allein, dies wird nie passieren…

          • Wolfgang sagt:

            Und wann haben Sie Ihre letzten Linux-Erfahrungen gemacht, Herr/Frau hüb?
            Das Problem liegt eher darin, dass Otto Normalverbraucher nix anderes kennt als Windows und eventuell noch Apple.

          • hüb sagt:

            Erst gestern noch “herrlein” wgang.
            kenn mich mit linux schon sehr gut aus, weil viel genutzt. Und nü? ;)
            Und nein, das Problem liegt schon zunächst bei linux, eine wirkliche Alternative sähe anders aus – und würde anders auftreten.
            Aber man kann sich die Realität nat. auch zurechtlügen…

    • Martin Feuerstein sagt:

      Wie alt ist der Beitrag bei Deskmodder.de? Finde da leider keine Angabe? Funktioniert das heute noch?

      Hab nicht regelmäßig Zugriff auf den betroffenen Computer so dass ich das nicht mal eben überprüfen könnte, zuvor hatte das auch ohne irgendeinen Reg-Schlüssel funktioniert.

  2. anthropos sagt:

    Leider wird Microsoft die Kundenbindung weiter vorantreiben. Kann ich verstehen, aber schön wird es dennoch nicht dadurch; der Markt bewegt sich in eine Richtung, die nicht mehr angenehm ist.

    • Wolfgang sagt:

      Auch dagegen kann man angehen!
      Man muß es nur rechtzeitig tun, und nicht nachher (oder schon im Vorhinein) jammern. Alternativen gibt es ja, man muß sich nur darum bemühen…
      Wenn man aber zu bequem (oder zu ‘kommod’, wie wir in Österreich sagen) ist, dann darf man sich nicht wundern. ….

  3. Die Microsoft Mail App ist auch keine echte Alternative zu einem Richtigen Mail Client wie Thunderbird oder Meinetwegen auch Outlook, es scheitert ja schon in der App ein Backup der Emails zu erstellen.

    Die Mail App ist was für Normalos (Daus wollte ich jetzt nicht sagen) die mit einem Mail Client nicht umgehen können.

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