Info-Splitter zum Microsoft Store und Windows-Apps

Noch einige kurze Info-Splitter rund um den Microsoft Store für Windows 8.1 bis Windows 10. Bei der Store-App hat man scheinbar nach einem Update wieder die ‘alte Darstellung’ zurückgerollt – und bezüglich der Zahl der im Store verfügbaren Windows-Apps sind wohl auch ‘Bremsspuren’ sichtbar geworden. Alles nichts weltbewegendes, aber die Informationen, die mir die Tage unter die Augen gekommen sind, möchte ich euch nicht vorenthalten.


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Microsoft bei Apps mit dem Store gescheitert?

Ich erinnere mich, dass in Windows 8 Zeiten alles, was sich irgendwie als App schreiben ließ, von Microsoft in den Store gekehrt wurde. Dann gab es große Aufräumaktionen, bei denen viele Apps wieder aus dem Store rausgeflogen wurden. Aber so richtig eine Übersicht, wie erfolgreich der App-Ansatz samt Store für Microsoft ist, gab es imho nicht. Microsoft veröffentlicht auch keine Zahlen, wie viele Apps da wann im Store waren.

Jetzt ist über einen Umweg bekannt geworden, dass der Store wohl unter App-Schwund leidet. MS Power User berichtete kürzlich in diesem Artikel über das Thema. Hintergrund ist wohl eine Klage von Gewerkschaftern gegen Microsoft. In der Sache ging es darum, dass externe Firmen, wie die Zeitarbeitsfirma Lionbridge Technologies Inc., auch die Aufgabe von App-Tests für Microsoft übernahm. Allerdings wurden die App-Tester bei Lionbridge bald (mangels Arbeit) entlassen.

Im Rahmen des Freedom of Information Act wurden nun Dokumente der NLRB-Klage öffentlich. Microsoft-Dokumente, die durch einen Rechtsstreit mit entlassenen Zeitarbeitern, die App-Tester waren, erstellt wurden, zeigten einen massiven Rückgang der Anzahl der Apps im Store zwischen 2014 und 2016. Die betreffende Zeile lautet:

The number of apps in its Windows Store had dwindled to 13 percent of the 1.1 million offered in 2014, the company said, and it needed less bug testing from Lionbridge, according to a January 2017 memo obtained via a FOIA request.

Waren es 2014 noch 1,1 Millionen Apps für Windows 8, sank die Zahl 2016 (da war Windows 10 ein Jahr auf dem Markt) auf 13%. Ergo gab es auch weniger Bedarf an App-Testern. Das Interessante ist aber, dass die Zahl der Apps im Store wohl dramatisch gefallen ist. Sprich: So richtig erfolgreich scheint der App-Ansatz mit dem Microsoft-Store (zumindest bis 2017) nicht gewesen zu sein.

Store-App bringt alte Ansicht zurück

Ich gestehe, ich verfolge die Irrungen und Wirrungen im Store nicht mehr wirklich. Die Tage ist mir aber dieser Beitrag bei deskmodder.de aufgefallen. Microsoft hat wohl eine neue Store-App freigegeben, die man bei deskmodder.de als Web-Wrapper bezeichnet (ich hätte jetzt auf PWA getippt). Da diese Fassung aber wohl langsam war (es wurden unnötige Anzeigeelemente mitgeladen) hat Microsoft (nach Nutzerbeschwerden) wieder die alte App (möglicherweise nur für bestimmte Nutzer?) für den Store bereitgestellt. Nichts weltbewegendes, aber auch nichts, wo ich ‘solide Handwerksarbeit’ konstatieren würde.

Microsoft will PWAs – Video

Zum Abschluss noch ein Schnipsel: UWP-Apps sind ja von vorgestern – Microsoft will Progressive Web Apps (PWAs) unterstützen. MS Power User weist hier auf ein Video hin, wo Microsoft Developer Evangelist Aaron Gustafson erklärt, warum Microsoft an Progressive Web Apps (PWAs) interessiert ist. Zum Thema PWA hatte ich vor einiger Zeit schon mal einen Beitrag Windows 10 Apps: Können PWAs es reißen? mit interessanten Innenansichten von Microsoft.

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1 Antwort zu Info-Splitter zum Microsoft Store und Windows-Apps


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  2. Ralf sagt:

    Am schlimmsten finde ich dabei, wie der Windows-Store zig Tausende Meldungen in das Ereignisprotokoll Microsoft-Windows-Store/Operational schreibt. Für Apps, die man doch nie verwendet. Ist eine ziemliche Überraschung, wenn man mit FullEventLogView sich das Ereignisprotokoll anschaut, wo Meldungen aller Protokolle zusammen angezeigt werden. Da kommen für 4 Tage Laufzeit von je ca. 10 Stunden knapp 64000 Einträge zusammen. Als ob man in dem Wust an Meldungen überhaupt noch etwas an Fehlern und Ungereimtheiten erkennen könnte. Und dann wundert man sich (nicht), warum die normale Ereignisanzeige immer so grottenlangsam ist.

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