Windows 10: Probleme mit der Zeitsynchronisation – Teil 2

In Teil 1 der Artikelreihe hatte ich Probleme mit der Zeitsynchronisation unter Windows aufbereitet, auf die mich Blog-Leser Andi hingewiesen hat. In Teil 2 stelle ich den Workaround von Andi vor, mit dem man eine Zeitsynchronisation unter Windows erzwingen kann.


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Stand war ja, dass Windows 10 (V1803 und V1809, was anderes wurde nicht getestet) Probleme mit der automatischen Zeitsynchronisation hat. Auf Sites mit einer Onlinezeit, wie zum Beispiel https://time.is/ erhält man aber eine ungenaue Zeit. Andererseits ist auch in Netzwerken eine Zeitsynchronisation nötig (siehe Abschnitt II in diesem Dokument).

Feststellen, ob man betroffen ist

In Teil 1 war das zwar bereits angerissen worden, Andi hat mir aber die Vorgehensweise, wie man das selbst testen kann, detaillierter aufgeschrieben. Wie kann ich nun feststellen, ob ich von diesem Problem betroffen bin? Dafür gibt es zwei Methoden.

Methode 1: Zeit verstellen und warten

Am einfachsten ist es, wenn man die Zeit unter Windows manuell verstellt.

1. Hierzu ein Rechtsklick auf die Uhr in der rechten unteren Ecke der Taskleiste ausführen und im Kontextmenü den Befehl Datum/Uhrzeit ändern wählen.

2. Achten Sie darauf, dass Uhrzeit automatisch festlegen in den Einstellungen eingeschaltet ist (obiger Teil der folgenden Abbildung).

Uhrzeit festlegen

3. Dann in der Einstellungen-Seite herunter blättern. In der Rubrik „Verwandte Einstellungen“ klicken Sie auf die Verknüpfung „Uhren für unterschiedliche Zeitzonen hinzufügen“.


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4. Im sich darauf öffnenden Fenster gehen Sie auf den Reiter „Datum und Uhrzeit“
und klicken auf die Schaltfläche „Datum und Uhrzeit ändern…“.

5. Anschließend verstellen Sie die Zeit für den geplanten Test. Es reichen ein paar Minuten. Das Ganze ist mit OK zu bestätigen.

Die Anzeige der Zeit sollte sich in der rechten unteren Ecke der Taskleiste geändert haben. Starten Sie den Rechner neu. Vorausgesetzt das System kann online gehen, sollte bei einer erfolgreichen automatischen Synchronisation nach dem Neustart die korrekte Zeit in der rechten Ecke der Taskleiste angezeigt werden. Trifft dies nicht zu, ist der Rechner vom Zeitsynchronisationsproblem betroffen.

Diese Fälle habe ich in Microsofts Answers-Foren über die Jahre immer wieder gelesen. Meist wurde der Austausch der BIOS-Batterie vorgeschlagen. Dann sorgt der interne Zeitgeber des Mainboard für die Zeitsynchronisation.

Test in der Eingabeaufforderung

Man kann auch eine zweite Methode zur Prüfung über die die Eingabeaufforderung durchführen. Dazu ruft man diese über den Befehl cmd im Suchfeld der Taskleiste auf. Im Fenster der Eingabeaufforderung gibt man folgenden Befehl ein (siehe auch Teil 1):

w32tm /query /status

ein. Falls in der Zeile „Letzte erfolgr. Synchronisierungszeit“ der Ausgabe nichts angegeben ist, oder in der Zeile Quelle steht Local CMOS Clock (siehe folgende Abbildung), dann hat der Computer nicht online, sondern mit seiner BIOS-Uhr synchronisiert.

Das ist ein Problem, da die BIOS-Uhr ebenfalls durch Windows zur Synchronisation benutzt wird. So fällt der Fehler nicht auf, bis die CMOS-Batterie entleert wird. Je leerer diese Knopfzelle im Laufe der Zeit wird, umso mehr sinkt die Spannung der Batterie und umso ungenauer wird dann die Uhr.

Es gibt zwei Ursachen

In Teil 1 hatte Andi ja bereits zwei Ursachen für dieses Uhrzeit-Synchronisationsproblem, welches bei schwacher CMOS-Batterie sichtbar wird, aufgezeigt.

Problem 1: Windows-Zeitgeber-Dienst

Erstes Problem: Der Windows-Zeitgeber-Dienst, der für die Zeitsynchronisation zuständig ist, kann beim Starttyp „Manuell“ nicht starten. Versucht man bei diesem Starttyp mit dem Befehl:

w32tm /query /status

eine Statusabfrage des Diensts, erscheint eine Fehlermeldung der Art:

Folgender Fehler ist aufgetreten: Der Dienst wurde nicht gestartet. (0x80070426)

Die gleiche Meldung erscheint auch bei deaktiviertem Dienst. Erst wenn der Dienst gestartet wurde, kann der Status abgefragt werden.

Andi schlägt als Notlösung vor jedem Runterfahren den Starttyp des Zeitgebers kontrollieren und gegebenenfalls auf Automatisch korrigieren vor. Reicht eine einmalige Änderung in Automatisch?

Laut Andi reicht das nicht, denn irgendwann wird der Starttyp in Manuell geändert. Wer oder was den Starttyp geändert hat, konnte Andi nicht herausgefinden. Er schreibt: In Verdacht habe ich das System und den Intelligenten Hintergrundübertragungsdienst. Der Intelligente Hintergrundübertragungsdienst ist ein Windows-Dienst, der die anderen Dienste überwacht und zu aktive Dienste reguliert. Das soll angeblich Energie sparen.

Ergebnis: Wer auch immer den Starttyp auf Manuell ändert, begeht beim Zeitgeber einen Fehler. Manuell stellt normalerweise kein Problem dar, weil normalerweise auch Dienste mit dem Starttyp Manuell bei Bedarf starten können. Nur beim Zeitgeber blockiert irgendetwas den Starttyp Manuell, wodurch der Zeitgeber dann ab dem nächsten Neustart nicht mehr gestartet werden kann.

Eine Dauerlösung für das Problem #1

Eine dauerhafte Lösung dieses Problems erfordert etwas Aufwand. Als erstes wird eine Batchdatei erstellt. Dazu muss der Windows-Editor Notepad aber mit administrativen Rechten laufen (Editor in der Suche eingeben und den Treffer für den Windows-Editor mit anwählen – Andi schrieb zwar, dass der Aufruf über Als Administrator ausführen erfolgen soll – das ist m.E. aber nicht erforderlich, es sei denn, die Batchdatei soll an Orten gespeichert werden, wo Administratorrechte benötigt werden). Im Windows-Editor sind dann folgende drei Zeilen einzugeben und jede einzelne Zeile mit Enter zu bestätigen:

sc config w32tm start= auto
net start w32time
exit

Achten Sie auf die Leerzeichen. Im Gegensatz zur Groß-und Kleinschreibung,
die hier irrelevant ist, kann ein fehlendes Leerzeichen dazu führen, dass die Batchdatei nicht ausgeführt wird. Der erste Befehl stellt den Starttyp auf Automatisch. Mit der zweiten Zeile wird der Zeitgeber gestartet und „exit“ beendet die Batchdatei.

Die Batchdatei speichern Sie jetzt irgendwo unter dem Namen Zeitsynchronisation.cmd. Die Dateinamenerweiterung wird benötigt, um die Batchdatei in der Aufgabenplanung ausführen zu können. Dass wird in diesem Forenbeitrag beim Post #32 erklärt. Wo die Batchdatei gespeichert wird, ist egal. Allerdings sollte man den Speicherort aufschreiben.

Als nächstes rufen Sie die Aufgabenplanung über die Suche (Befehl Aufgabenplanung) und den Kontextmenübefehl Als Administrator ausführen auf. Das ist erforderlich, da Anpassungen an der Aufgabenplanung administrative Rechte erfordern. In der Aufgabenplanung soll jetzt eine Aufgaben erstellt werden, die dem Computer sagen,
wann er welchen Dienst bzw. welches Programm er starten soll.

1. In der Baumstruktur der Aufgabenplanung klicken Sie sich in der linken Spalte zu „Time Synchronization“ durch (Aufgabenplanungsbibliothek-> Microsoft-> Windows-> Time Synchronization).

Aufgabe

In der mittleren Spalte sehen sie die Aufgabe „SynchronizeTime“, eine Aufgabe, die Microsoft erstellt hat, um den Zeitgeber beim Start des Rechners zu starten. Bei der Erstellung dieser Aufgabe hat Microsoft nicht beachtet, dass der Starttyp Manuell den Zeitgeber blockt. Daher ändert die Aufgabe vor dem Starten des Zeitgebers auch den Starttyp nicht in Automatisch.

Andi schreibt: Wie man der Aufgabe das Ändern des Starttyps hinzufügt, konnte ich nicht in Erfahrung bringen, deshalb der Umweg über die Batchdatei. Die Aufgabe „SynchronizeTime“ können Sie an dieser Stelle deaktivieren, indem Sie einen Rechtsklick auf „SynchronizeTime“, gefolgt von einem Linksklick auf „Deaktivieren“ ausführen. Jetzt erstellen Sie eine neue Aufgabe.

2. Dazu klicken Sie rechts im Aufgabenbereich unter Aktionen auf den Befehl Aufgabe erstellen… und tragen anschließend unter Name: Zeitsynchronisation, ohne die Endung .cmd, ein.

Aufgabe anlegen

Das Benutzerkonto wurde hier aus Datenschutzgründen im Beispiel geschwärzt und sollte so belassen werden, wie es ist.

3. Markieren Sie die Option auf „Unabhängig von der Benutzeranmeldung ausführen“ und setzen Sie einen Haken bei „Kennwort nicht speichern. Die Aufgabe …“.

4. Zudem ist die Option „Mit höchsten Privilegien ausführen“ zu markieren. Zudem ändern Sie bei „Konfigurieren für:“ die Konfiguration in Windows 10.

5. Wechseln Sie jetzt zur Registerkarte „Trigger“, und wählen Sie anschließend „Neu…“.
Bei „Aufgabe starten:“ suchen Sie „Beim Start“ aus und bestätigen dies über OK.

6. Wechseln Sie jetzt zur Registerkarte „Aktionen“ und klicken Sie danach auf „Neu…“.

7. Klicken Sie als nächstes auf „Durchsuchen…“, suchen Sie den Speicherort der Batchdatei, wählen die Batchdatei mit einem Linksklick aus, klicken auf „Öffnen“ und bestätigen mit OK.

Das Schwierigste an der Erstellung der Aufgabe war das Suchen der Batchdatei. Der Rest wird jetzt simpel.

Aufgabe Bedingungen

8. Gehen Sie zur Registerkarte „Bedingungen“ und markieren „Nur starten, wenn folgende Netzwerkverbindung verfügbar ist:“. Dort sollte ‘Alle Verbindungen’ oder eine Netzwerkverbindung eingestellt sein.

Aufgabe Einstellungen

9. Im letzten Schritt geht es zur Registerkarte „Einstellungen“, wo noch ein Häkchen bei der Option „Aufgabe so schnell wie möglich nach einem verpassten Start ausführen“ zu setzen ist.

Dann sind die Anpassungen über die OK-Schaltfläche zu bestätigen. Nachdem die Aufgabe erstellt wurde, sollte ihr Fenster so aussehen.

Aufgabe zur Zeitsynchronisation

Sie können die Aufgabenplanung beenden. Ob Problem 1 gelöst ist, können Sie überprüfen, indem Sie den Starttyp des Zeitgeber-Diensts auf Manuell ändern, den Rechner neu starten und dann in der Eingabeaufforderung nachschauen, ob die Zeit synchronisiert wird (siehe oben). Wenn der Starttyp Manuell noch immer blockiert wird, sollte die oben erwähnte Fehlermeldung bei der Statusabfrage in der Eingabeaufforderung erscheinen. Ist dies nicht der Fall, sollte die BIOS-Uhr als Quelle für die Synchronisation genannt werden.

Problem 2: Rechner senden symmetrisch aktive Pakete

Andi schreibt in seinem Text: Nachdem der Zeitgeber auch bei Manuell wieder starten konnte, wollte mein Rechner trotzdem beim Starten nicht automatisch synchronisieren. Da musste also noch etwas im Argen liegen.

Nach längerer Suche im Web und ausprobieren wurde ich auf dieser Webseite fündig. Bei w32time handelt es sich um den Zeitgeber. NTP-Server sind Zeitserver. Eine Erklärung für symmetrisch aktiv und client fand ich bei der RWTH. Auf Seite 6 werden verschiedene Modi erklärt. Die Erklärung der RWTH für den Client-Modus:

Client: Dieser Modus wird von Hosts verwendet, um synchronisiert zu werden. Es werden wiederholt Anfragen an Peers gesendet um synchronisiert zu werden.

So sollte es eigentlich sein. Der Computer, vorausgesetzt er ist online, sendet wiederholt Anfragen an den Zeitserver um synchronisiert zu werden.

Laut der Seite Meinberg senden betroffene w32time-Versionen standardmäßig aber
symmetrisch aktive Pakete. Die Erklärung der RWTH für den Modus Symmetrisch Aktiv:

Symmetrisch Aktiv: Der Host sendet wiederholt Nachrichten. Dieser Modus wird verwendet um andere Peers zu synchronisieren und um von Hosts synchronisiert zu werden.

Andi schreibt: Ich habe kein Netzwerk. Einen Host, von dem er synchronisiert werden könnte,  gibt es zwischen meinem Rechner (HP Pavilion 550-141ng) und dem Router (Speedport W723V) nicht. Also sendet der Rechner wiederholt Nachrichten, um andere Peers zu synchronisieren. Er verhält sich wie ein Zeitserver.

Das erklärt dann auch warum in der Eingabeaufforderung die BIOS-Uhr als Quelle angegeben wird. Weil Zeitserver eben nicht mit anderen Zeitservern, sondern mit ihrer eigenen Uhr synchronisieren. Bei Microsoft gibt es zu dem Thema ebenfalls einen englischsprachigen Artikel. Sinngemäß steht dort:

Symptome: Wenn Sie versuchen, Ihren Computer mit Microsoft Windows Server 2003 mit einem Network Time Protocol (NTP)-Server zu synchronisieren, auf dem Microsoft Windows nicht ausgeführt wird, ist die Synchronisierung möglicherweise nicht erfolgreich.

Der Microsoft-Beitrag geht zwar von einem anderen Betriebssystem aus. Aber das Symptom trifft auch auf meine Windows 10-Umgebung zu, denn die Synchronisierung ist nicht erfolgreich. Weiterhin steht im Artikel:

Ursache: Dieses Problem kann auftreten, wenn Ihr Computer Synchronisationsanforderungen im symmetrischen aktiven Modus sendet. Standardmäßig sind Windows Server 2003 Domänencontroller als Zeitserver konfiguriert und verwenden den symmetrischen Aktivmodus,
um Synchronisationsanforderungen zu senden. Einige NTP-Server, die nicht unter Windows laufen, reagieren nur auf Anfragen, die den Client-Modus verwenden.

Die Ursache ist ähnlich wie auf der Seite von Meinberg benannt. Einige Zeitserver reagieren nur auf Anfragen, die den Client-Modus verwenden. Der betroffene Computer sendet aber im symmetrisch aktiven Modus. Folge: es erfolgt keine Zeitsynchronisation.
Sowohl bei Meinberg als auch bei Microsoft steht die gleiche Lösung.

1. Als erstes ruft man eine administrative Eingabeaufforderung (Als Administrator ausführen) auf.

2. In die Eingabeaufforderung ist nun folgender Befehl einzugeben und mit Enter zu bestätigen.

w32tm /config /manualpeerlist:time.windows.com,0x8 /syncfromflags:MANUAL

Dieser Befehl zwingt den Zeitgeber dazu, keine symmetrisch aktiven Pakete,
sondern normale Client-Anfragen zu schicken.

3. Im Anschluss ist dieser Befehl in der Eingabeaufforderung einzugeben:

w32tm /config /update

Damit übernimmt der Zeitgeber die Änderung. Damit sind beide Probleme mit der Zeitsynchronisation gelöst. Zum Test startet man den Computer neu und gibt im Fenster einer Eingabeaufforderung folgenden Befehl ein:

w32tm /query /status

Und obwohl der Starttyp auf Manuell steht, wird trotzdem automatisch synchronisiert. in der nachfolgenden Ausgabe erscheint keine Fehlermeldung mehr.

Ausgabe Zeitsynchronisation

In der Ausgabe wird auch keine Local CMOS-Clock mehr als Quelle aufgeführt, sondern der Windows Zeitserver von Microsoft. Das Problem der fehlerhaften Zeitsynchronisation in Windows 10 ist damit behoben.

Anmerkung G. Born: Der Fehler dürfte nur in den seltenen Szenarien auffallen, wenn die CMOS-Batterie schwach wird und der Zeitgeber des BIOS falsche Zeiten liefert. Andi hat daher viel recherchiert und ich habe seine Hinweise von Andi etwas ausführlicher in Form eines zweiteiligen Artikels aufbereitet. An dieser Stelle mein Dank an Andi für die Hinweise und den Text für den Gastbeitrag.

Artikelreihe:
Windows 10: Probleme mit der Zeitsynchronisation – Teil 1
Windows 10: Probleme mit der Zeitsynchronisation – Teil 2

Ähnliche Artikel:
Windows 10: Eingabeaufforderung als Administrator öffnen
Windows 10 V1809: Zeitsynchronisation fehlt (vermeintlich) in Einstellungen


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20 Antworten zu Windows 10: Probleme mit der Zeitsynchronisation – Teil 2


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  2. Herr IngoW sagt:

    Danke für den Beitrag mit den sehr Ausführlichen Anweisungen zum Beheben des Problems.
    Hier wurde die Zeit auch nicht richtig synchronisiert, der “Windows-Zeitgeber” im Bereich “Dienste” stand auch auf “Manuell”.
    Das Problem ließ sich nach der Anleitung in Teil 1 Beheben.
    Nach einem Normalen Neustart und auch nach einem Kompletten Neustart (shift gedrückt halten und “Ein/Aus” klicken dann auf “neu starten”) ist alles erhalten geblieben.

  3. Gero sagt:

    Hallo
    Ich bin auch betroffen. Bei mir steht “Automatisch(Start durch Auslöser)”. Bei 2 Desktops und 1 Laptop.

    Und nun? Welcher Auslöser? Wo suchen?

    • Roland Moser sagt:

      Ich habe windows 10 pro.
      Und ich habe die Optionen Automatisch, automatisch (verzögerter Start), manuell und deaktiviert.

    • Rüdiger Feistel sagt:

      Hallo,

      für meinen PC und das Notebook habe ich eine ganz simple Lösung gefunden:

      Anstatt ptbtime1.ptb.de als Zeitserver einzutragen, verwende ich seine IP-Adresse 192.53.103.108 . Seitdem läuft’s.

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  5. 1ST1 sagt:

    An die Sache mit der Batterie glaube ich nicht wirklich. Wenn man lange genug sucht, findet man im Internet Schaltpläne mancher ältererer ATX-Mainboards und daraus geht hervor, dass die CR2032 Batterie nur ein Fallback ist, wenn der Rechner komplett vom Netz genommen wird. Solange er nämlich am Stromnetz angeschlossen ist, versorgt der 5VSB (SB = Standby) Anschluss des Netzteils die Echtzeituhr und das NVRAM. Was eher sein kann, ist dass der Quartz, der der Echtzeituhr den Takt vorgibt, verschleißt und somit langsammer schwingt, als im Neuzustand.

    • Ralph D. Kärner sagt:

      Du willst nicht wissen, wie viele meiner Kunden ihren Rechner an einer abschaltbaren Steckdose haben, die sie dann auch abschalten, wenn der Rechner herunter gefahren ist.

      • Roland Moser sagt:

        Ich mache das auch :-)
        Dort hängen auch der Drucker und der Subwoofer mit den Lautsprechern und die 3 Monitore dran.

        • Micha sagt:

          Dann freut mich das das die Boards ohne Zicken mitmachen.

          Bis jetzt habe ich bei hochpreisigen Motherboards häufig mit dem Kaltabschalten Probleme.

          Mein Intel 875PBZ Bonanza hat das gar nicht gemocht. Nach jedem einschalten der Steckdeosenleiste ging der PC für ungefähr 5 Sekunden an um dann den im Bios hinterlegten zustand zu wechseln.

          Möglichkeiten waren:
          Last State
          Stay Off
          Stay ON

          Mein ASUS Croshair Hearo VI hat damit auch Probleme.

          Nach dem “Stromausfall” Läuft der PC nach dem drücken der Einschalttaste für ungefähr 5 Sekunden an. Dann geht er wieder aus. Wartet ungefähr 5 Sekunden und startet danach normal.

          Manchen angeschlossenen USB Geräten und Erweiterungskarten tut das überhaupt nicht gut. Die bekommen dadurch einen Lockup und können den Bootvorgang fehlschlagen lassen oder sind in Windows nicht benutzbar. Der USB Hub im Bildschirm erkennt dann sporadisch die angeschlossene Tastatur nicht mehr.

          Bildschirm und PC bleiben also immer am Netz.

          Die einzige Ausnahme ist wenn ich im Urlaub bin.

          Drucker und Lautsprecher werden abgeschaltet.

          So sind dann alle Probleme gelöst und alles läuft wie es soll.

          • Roland Moser sagt:

            Im Bios kannst du vielleicht was einstellen, was mit Stromausfall zu tun hat. dann interpretiert das BIOS das vom Netz nehmen nicht mehr als Stromausfall.
            Problem hatte ich nur, wenn die CR2032 leer war, das hat man aber im Voraus gemerkt, weil dann nach dem Einschalten die Zeit nicht mehr gestimmt hat

      • 1ST1 sagt:

        Einigermaßen moderne Mainboards kommen auf einen Standby-Verbrauch von 1 Watt oder weniger. Also, who cares?

    • Herr IngoW sagt:

      Das Problem mit leeren Batterien auf Motherboards hatte ich schon oft, immer waren natürlich die Einstellungen des Motherboards auf Standart-Einstellungen zurückgesetzt.
      Das sind immer Geräte, die nach Gebrauch dann am Gerät oder über eine Steckdosenleiste ausgeschaltet wurden.
      Die Uhr des Motherboards wird auch auf das Herstellungs-Datum des Motherboards zurückgesetzt.
      Dann meldeten sich die Leute, das bei jedem einschalten des PCs die Uhr und das Datum falsch waren (dann gingen ja auch keine Update mehr). Das war auch bei älteren Betriebssystemen schon so.
      Dadurch wurde ja erst bemerkt das die Bios-Batterie leer war, es gibt ja sonst keine Anzeige dafür.

      • 1ST1 sagt:

        Mit so starker Zeitabweichung geht noch viel mehr nicht mehr. Eine Anmeldung des Rechners an einem Active Directory ist nicht mehr möglich, HTTPS/SSL-Zertifikate von Webseiten werden vom Browser nicht mehr anerkannt, usw.

  6. nhauke sagt:

    Hi,

    sollte der Zeitdienst in der Batch “sc config w32tm start= auto” nicht richtig “w32time” heissen?

    • Ralf sagt:

      Ja, sollte man oben im Text korrigieren. w32time ist der Name des Dienstes, w32tm das ausführbare Programm, um Befehle an den Dienst zu geben.

  7. 1ST1 sagt:

    Der Selbstversuch mit der Uhr verstellen und nach einem Neustart drauf hoffen, dass die Uhr wieder richtig geht, kann nur funktionieren, wenn die Zeitdifferenz zwischen dem PC und dem syncronisierten Zeitserver nicht allzu groß ist. Per Default werden soweit ich mich erinnere nur abweichende Zeiten innerhalb von 5 Minuten (300 Sekunden) korrigiert. Siehe Computer\HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\W32Time\Config -> MaxAllowedPhaseOffset -> 300 (Sekunden). Da gibts auch noch die Werte MaxNegPhaseCorrection und MaxPosPhaseCorrection, die per Default auf 0xffffffff stehen, näheres siehe hier: https://support.microsoft.com/en-us/help/816042/how-to-configure-an-authoritative-time-server-in-windows-server Außerdem kann man unter Computer\HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\W32Time\Parameters noch einen anderen NTP-Server vorgeben, z.B. den vom eigenen Internetprovider.

  8. Ralf sagt:

    So ganz kann ich den Ausführungen nicht folgen, irgendwie geht da einiges durcheinander.

    w32time ist der zuständige Dienst und der kann mit net start w32time oder sc start w32time auch dann gestartet werden, wenn der Dienst auf manuell steht. Nur deaktiviert verhindert das Starten.

    w32tm ist das Dienstprogramm, mit dem man auf diesen Dienst zugreifen kann. w32tm funktioniert nur dann, wenn der Dienst w32time gestartet ist. w32tm ist nicht dafür da, den Dienst zu starten. Und kann es auch nicht selbstständig, wenn man ein Kommando absetzt.

    In der Aufgabenplanung ist unter Windows/Time Synchronization eine Aufgabe Synchronisieren, die genau diesen Start mit sc start w32time übernimmt. Hier kann man den Status ablesen, ob diese Aufgabe erfolgreich ausgeführt wurde.

    In den Ereignisprotokollen stehen unter Anwendungs- und Dienstprotokolle/Microsoft/Windows/Time-Service/Operational alle Ereignisse. Hier kann man erkennen, ob es tatsächlich Probleme mit dem Service gibt.

    Auf den Systemen, die ich hier habe (die aber in keinem AD hängen), läuft standardmäßig die Synchronisation über die Mainboard-Batterie. Regelmäßig wird über die Aufgabenplanung die Synchronisierungs-Aufgabe gestartet, die die Zeitserver abfragt und die ggfs. die Zeit korrigiert.

    Meines Erachtens macht ein solches Vorgehen für ein normales Windows-System auch Sinn. Einmal täglich startet die Synchronisation den Dienst (daher manueller Start), kontrolliert und korrigiert die Systemzeit und in der Zwischenzeit sorgt das System über die Stromversorgung oder die Batterie selbst dafür, dass alles im ordnungsgemäßen Bereich bleibt. Nur ein Server, der Clients seine Dienste zur Verfügung stellt, sollte einen ständig laufenden Zeitdienst benötigen.

    Von daher würde ich vor den empfohlenen Änderungen erst einmal im Operational Protokoll schauen, ob nicht einmal täglich erfolgreich die Zeit synchronisiert wird.

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  10. Beide Artikel und die “Korrektur”-Vorschläge sind VÖLLIGER und schädlicher Blödsinn!
    Seit Windows 7 laufen Dienste wie W32Time NICHT mehr permanent, sondern werden bei Bedarf oder periodisch kurz gestartet, vollführen ihre Aufgaben und beenden sich wieder.
    Siehe beispielsweise https://www.pretentiousname.com/timesync/ für ein unschädliche Korrektur.

  11. Nobody Private sagt:

    Also ohne w32time auf Automatisch läuft nix, weder der Sync noch die w32tm Statusabfrage.
    Time.windows.com ging bei mir in keiner Variante, pool.ntp.org oder auch de.pool.ntp.org geht problemlos.
    Die Windowspanels beim Datum behaupten nach dem Booten es hätte ein Sync bei pool.ntp.org stattgefunden, w32tm dagegen es wurde nicht synchronisiert und zwar gegen Quelle: die CMOS-Uhr.
    W32time blieb auch nach einem Neustart auf auto, mal sehen wie es nach dem nächsten Patchday aussieht.
    System ist deutsches Win 10 pro v1803.

  12. Nobody Private sagt:

    Nach dem letzten Update von Windows (1.3.19) sagt w32tm jetzt korrekt das via pool.ntp.org synchronisiert wird.

  13. Peter sagt:

    bei mir will Win10PRO mit nichts synchronisieren.
    Ausserdem musste ich in der Batch
    sc config w32time start= auto
    schreiben. Wenn da w31tm steht wird ein Fehler ausgegeben – das sollte korrigiert werden

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