Jahr 2020-Softwarefehler legt Hamburger Züge lahm

[English]Das Jahr 2020 hat für den Hamburger öffentlichen Nahverkehr schlecht begonnen. Deren Züge der Baureihe DT5 wurden durch einen Softwarefehler lahm gelegt. Die Zugführer konnten am Endbahnhof die Fahrzeuge nicht mehr wenden, weil die Software abstürzte.


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Die U-Bahn-Züge der Baureihe DT5 des Hersteller Alstom-Bombardier sind laut diesem Bericht des NDR seit 2012 im Einsatz. Zum Jahresstart 2020 gab es aber plötzlich ein Problem: Die Führer der Triebwagen konnten deren Computer plötzlich nicht mehr hochfahren, weil die Software das Jahr 2020 nicht kannte.

Beim Einfahren in den Endbahnhof mussten die Züge wenden, wenn sie die Fahrt fortsetzen wollten, was aber wegen des Software-Problems nicht mehr ging. Die Hamburger Bahn setzt in der Zwischenzeit auf Ersatzwagen. Golem hat hier einige zusätzliche Informationen zusammen getragen. Das Hamburger Abendblatt berichtete hier, dass 95 Züge ausgefallen seien.(DT5 am Hafen, Bildquelle: Hochbahn Hamburg)

Witz am Rande: Ein Fahrkartenautomat druckte zum Jahresbeginn bereits Tickets für das Jahr 2040. Die genaue Ursache ist unbekannt, es gab aber nach Weihnachten ein Software-Update. Der Hersteller Alstom-Bombardier ist wohl inzwischen dabei, ein Software-Update für die betroffenen Triebwagen der DT-5-Serie auszurollen. Laut t-online sind bereits 25 Fahrzeuge seit dem 2. Januar 2020 wieder im Einsatz. Ein weiterer Bericht mit Details findet sich hier.

PS: Danke an Ismail für den Kommentar vom 4.1.2020. Der obige Text steckte da aber schon als Artikelkonserve zur Veröffentlichung am Sonntag im Blog.

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9 Antworten zu Jahr 2020-Softwarefehler legt Hamburger Züge lahm

  1. Roland Moser sagt:

    Alstom-Bombardier hat noch andere Probleme mit seinen Zügen.
    In der Schweiz läuft das Zeug nicht richtig, und die Bundes-Irren wollen den Ramsch nicht zurück geben. So gesehen läuft es für Alstom-Bombardier ausgezeichnet und es ist gar kein Problem, weil Alstom-Bombardier wegen der nichtlaufenden Züge noch Rechnungen stellen kann, für „Reparaturen“ usw.

  2. Norbert sagt:

    Also beim Jahrtausendwechsel von 1999 auf 2000 hätte ich für sowas ja vollstes Verständnis gehabt. Aber von 2019 auf 2020??? Wie dilettantisch ist das denn, Alstom-Bombardier?

    • Günter Born sagt:

      Beispiel aus der analogen Welt: warum man in Verträgen nicht mit dem Datum Tag.Monat.20 arbeiten soll – die Datumsangabe 1.1.20 ließe sich leicht in 1.1.2000 bis 1.1.2010 vordatieren.

      Wo Menschen unterwegs sind, passieren Fehler.

    • Steter Tropfen sagt:

      Ein bisschen habe ich schon auf so etwas gewartet.
      Schon das ec-Karten-Debakel von 2010 vergessen? Als man in mehreren europäischen Ländern Anfang Januar nicht mehr bargeldlos zahlen konnte, weil die Karten als abgelaufen interpretiert wurden. Hing damit zusammen, dass die Jahreszahl nur einstellig (!) auf dem Magnetstreifen codiert war. Und 0 kommt nun mal vor 9…
      Wahrscheinlich hat der Programmierer damals seinen Job verloren. Nun wissen wir, wo er danach untergekommen ist.

  3. Janami25 sagt:

    Wie abhängig man von digitaler (Software) Steuerungstechnik ist und was daraus resultieren kann, sieht man hier. Hoffentlich passiert das nicht im KFZ Bereich, da wirds ja auch immer komplizierter (autonomer). Und wo Menschen etwas programmieren, gibt es immer Fehler.

  4. Christian59 sagt:

    „Wo Menschen unterwegs sind, passieren Fehler.“
    Ok, aber haben die Software für den Zugscomputer deutsche Menschen
    geschrieben oder wurde die irgendwo viele tausend km weiter weg
    ausgelagert entwickelt weil’s dort wieder mal günstiger war?

    Christian

    • woodpeaker sagt:

      Wenn ich mir anschaue welche geistigen Tiefflieger sich im deutschsprachigen Raum tummeln, bis hinein in die „geistigen“ Eliten, dann ist das weder ein Kriterium noch hat es eine Relevanz zu „ausgereifter“ Software.

      Also lass das besser – der Schuss geht definitiv nach hinten los!
      Von einem leichten Geschmäckle will ich mal absehen bei solchen Äußerungen.
      Stelle mir dann immer den Paradedeutschen vor:
      Kurze Hosen, weiße Storchenbeine in weißen Socken in offenen Schuhen (wobei das dann noch die mildere Variante ist – Steigerung wäre OHNE Socken und man kann die ungepflegten gelben Fußnägel begutachten), leicht gerötetes Gesicht mit Schweißauftrag und das Ganze in Richtung Adipositas und stets Herr der Situation vorzugeben.

    • Roland Moser sagt:

      Das sehe ich auch so.

      Kommt noch dazu, dass Alstom-Bombardier für die „Reparatur“ vermutlich noch Rechnung stellt, und diese auch bezahlt wird. In der Schweiz ist es zumindest so.

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