Home-Office-Hilfen in Zeiten der Corona-Krise

Sie finden sich plötzlich im ‘Home-Office’ statt im Firmenbüro wieder? Sie haben Tausende Fragen, von einer Übersicht über Software für das Home-Office über Arbeitstechniken für das Arbeiten von Zuhause bis hin zur IT-Sicherheit im eigenen Büro? Im Blog-Beitrag fasse ich einige Informationen zusammen, die mir die Tage unter die Augen gekommen sind und ggf. Hilfestellung in Sachen ‘Arbeiten im Home-Office’ geben können.


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Aktuell ruht ja das öffentliche Leben in Zeiten der Coronavirus-Pandemie. Arbeitnehmer, bei denen dies möglich ist, sollen im Home-Office arbeiten, um die Zahl der Kontakte mit möglichen Infizierten zu minimieren. Wer sich plötzlich im Home-Office statt im Büro der Firma zum Arbeiten wiederfindet, steht mitunter vor vielen Fragen und Problemen. Der Blog-Beitrag ist quasi ein kleines Wiki mit Verlinkungen zu Wissenswertem und Hilfestellung rund um das Home-Office. Ich setze damit eine Idee um, die ich bereits Anfang der Woche hatte.

Welche Software brauche ich?

In der Regel wird die Firmen-IT die Software-Ausstattung für die Mitarbeiter vorgeben und auch festlegen, welche Software im Home-Office einzusetzen ist. Wer aber noch Anregungen für die eine oder andere Funktionalität sucht, findet in nachfolgendem Tweet und dem verlinkten Artikel vielleicht Anregungen.

Die Zusammenstellung umfasst 50 digitale Anwendungen, sauber geordnet nach Themen, die vom Roten Kreuz angefertigt wurde. Eine handverlesene Liste an Kollaborationssoftware findet sich in diesem LinkedIn-Beitrag (da ist auch das Miro-Whiteboard aufgeführt, welches ich die Tage erwähnt hatte). Bleeping Computer hat in diesem Beitrag eine Liste an Diensten und Software angefertigt, die einem beim Arbeiten in Zeiten der Coronavirus-Pandemie unterstützen können. Es geht dort auch um Angebote von Herstellern, bestimmte Software übergangsweise kostenfrei nutzen zu können. Auch die Google G-Suite kann in Zeiten von Covid-19 eine Umgebungen zum Arbeiten sein. Die können immerhin auf 2 Milliarden Nutzer blicken, wie ich hier gelesen habe.

Für Videotelefonie kann man auf die Web-Variante von Skype setzen (ist kostenlos und läuft im Browser, erfordert lediglich eine Anmeldung an einem Microsoft-Konto).

Ergänzung: Wer auf die Schnelle ein VPN benötigt, kann zur Überbrückung möglicherweise mit der hier beschriebenen Lösung weiter kommen.

Remote-Lernen

Microsoft hat die Kollaborationslösung Teams für einen gewissen Zeit zur kostenlosen Nutzung freigegeben. Damit können auch Tutoren und Lehrer ggf. Kurse online geben. Aber wie setze ich auf die Schnelle eine Lösung mit Microsoft Teams zum Remote Learning um? Microsoft hat dazu einige Informationen veröffentlicht, die MSPower-User in diesem Artikel aufgreift.

PS: Montag, den 23.3. gibt es um 15:00 Uhr eine Live Question & Answers-Sitzung zum Thema Fernunterricht mit MS Teams – Info hier.

Sicherheit im Home-Office

In Zeiten, wo viele Leute plötzlich im Home-Office arbeiten, ist Sicherheit ein großes Thema. Cyber-Kriminelle sehen ein Feld für reiche Ernte, wenn die Leute mit schlecht ausgestatteten und gesicherten Geräten plötzlich remote arbeiten.


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Die Zahl der Phishing-Angriffe, die das Thema Covid-19 zum Thema haben, nimmt sprunghaft zu. Reuters adressiert dies in diesem englischsprachigen Beitrag. Hier muss jede Person, die im Home-Office arbeitet, verstärkt den Fokus auf sicheres Arbeiten legen. Nicht jede Mail gleich öffnen und auf Links klicken. Die Zahl der besuchten Webseiten reduzieren – und nicht ständig auf obskuren Seiten nach Covid-19-Informationen suchen. Der Leitspruch: Bleiben sie misstrauisch und vorsichtig. Stellen Sie auch sicher, dass die Arbeitsgeräte für das Home-Office frei von Trojanern und Malware sind sowie mit einem Virenschutz ausgestattet sind. Bei Windows 10 reicht der Defender, der bereits an Bord ist. Das US-CERT hat einen Sicherheitshinweis zum Thema Enterprise VPN Security veröffentlicht.

Bei Botfrei bin ich noch auf obigen Tweet gestoßen. Sicherheitsinfos zur Absicherung der Home Office-Umgebung. Vielleicht die Karte ausdrucken und als Gedankenstütze über den Monitor hängen.

Der Vollständigkeit halber binde ich auch noch den obigen Tweet ein, der auf einen Techcommunity-Artikel von Microsoft verweist. Das Thema ist eher für Administratoren von Interesse, die auf die Schnelle Arbeitsumgebungen für Home-Office für die Mitarbeiter der Firma bereitstellen.

Datenschutz in Zeiten der Covid-19-Krise

Welche Maßnahmen dürfen Arbeitgeber in Zeiten von Covid-19 treffen und was gilt bezüglich der Datenschutzauflagen.

Der in obigem Tweet verlinkte Artikel hat den Charme, dass er Stellungnahmen verschiedener europäischer Datenschutzbehörden wiedergibt – es hilft also auch Arbeitnehmern, die nicht in Deutschland beschäftigt sind.

Tipps zum Arbeiten im Home-Office

Zu diesem Thema tue ich mich persönlich schwer, arbeitet ich doch seit fast 27 Jahren ausschließlich im ‘Home-Office’. Aber ich weiß, dass sich manche Leute schwer mit den neuen Möglichkeiten tun. Ideal ist es, wenn man ein eigenes Zimmer als Büro nutzen kann. Andernfalls versuchen Sie eine Ecke in einem Schlafzimmer als Home-Office auszustatten, wo sie sich zum Arbeiten in Ruhe zurückziehen können.

Heise hat bereits vor einigen Tagen diesen Artikel zu Fragen rund um die Arbeit im Home-Office veröffentlicht. Ich persönlich kann zwar wenig damit anfangen, bin aber nicht das Maß aller Dinge. Ihr könnt den Artikel ja überfliegen, vielleicht ist was hilfreiches drin enthalten.

In obigem Tweet verweist Microsoft Deutschland auf einen Artikel, den Personalchefin Claudia Hartwich zum Arbeiten im Home-Office samt Teamwork verfasst hat. Fand ich eigentlich ganz interessant, die Tipps, die der Artikel enthält. Der Artikel ist übrigens die deutschsprachige Fassung dieses englischsprachigen Beitrags von Microsoft.

Wer es plakativer liebt, für den hält obiger Tweet ein Bild mit einigen Leitsätzen (leider in Englisch) bereit. Einfach ausdrucken und über den Schreibtisch hängen. Die PowerPoint-Präsentation zum Thema mit allen Folien gibt es hier.

PS: Für die Eltern mit Kids, die diese zwischen Home Office und Arbeiten im Haushalt bespaßen müssen, ist der Artikel von Bleeping Computer vielleicht hilfreich. Audible (Amazon) stellt für die Zeit, wo Schulen geschlossen sind,  eine Menge Hörstücke bereit. Hier ist das Angebot auf Deutsch – es reicht, die Seite im Browser zu öffnen und dann auf eines der Bücher zu klicken. Dann wird die Seite des Titels eingeblendet und mit Start Listening wird das Hörbuch abgespielt. In der Fußzeile des Browsers gibt es eine Kontrollleiste mit Steuerelementen.

Und für die Selbständigen und Kleinstfirmen, die wegen wegbrechender Aufträge in Schieflage geraten, können auf KfW-Notkredite hoffen. Auf dieser Sparkassenseite gibt es einige Informationen.

Ergänzung: Auf Xing gibt es diese Seite, auf der Mitglieder Hinweise zu diversen Themen rund um Home-Office geben. Vielleicht ist was für euch dabei.

Microsoft hat zudem eine Reihe von Artikeln im Umfeld des Home Office aufgesetzt:

How to quickly optimize Office 365 traffic for remote staff & reduce the load on your infrastructure

Take the Zero Trust Assessment

Die Open Source Business-Allianz hat hier eine Zusammenstellung von OpenSource-Tools für Home Office und Open-Schooling veröffentlicht. Ist aber etwas sperrig, das Angebot.


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16 Antworten zu Home-Office-Hilfen in Zeiten der Corona-Krise


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  2. Tobi sagt:

    Die Übersicht vom DRK ist wirklich spitze. Danke für den Tipp

  3. Chris sagt:

    Tja, bringt alles nix da anscheinend die Knotenpunkte der Telekom seit dem 19/20.03. unter der Last der zusätzlichen Internetnutzung ächtzen.

    Im Schnitt sehe ich dort 20-25% Paketverlust in den VPN Anbindungen zwischen unseren Standorten, selbst jetzt wo keiner arbeitet. Da der Paketverlust zu anderen Anbietern (von Versatel nach Vodafone und Plusnet) weiter bei 0% liegt, muss das Problem Telekomspezifisch sein.

    In der Nacht beruhigt sich der Paketverlust, steigt dann aber im laufe des Vormittags wieder an.

    Ich fürchte die ganzen Ausgangssperren, aber aber auch das verbieten von Gruppentreffen, wird das Problem bei der Telekom weiter erhöhen.

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  5. rollingstone sagt:

    Vielen Dank für die Tipps Herr Born, passen Sie gut auf sich auf, bleiben Sie gesund.

  6. Andreas B. SH sagt:

    Ich habe einen simplen Praxistipp für Textdateien (*.txt) als Notizblock, den ich mit SciTE realisiere (müsste entsprechend auch mit Notepad++ o.ä gehen):

    Die Syntax (Lexer) für diese Textdatei als Typ “*.ini” (bzw. Properties) festlegen (oder man speichert sie als *.ini). Dann setze ich vor die Überschriften/Stichworte eine öffnende eckige Klammer [. Das Hübsche ist, dass man dann dort den Text auf- und zuklappen kann (und unter “Ansicht” entsprechend auch alle auf oder zu).

    Das nutze ich oft, wenn ich schnell Kurznotizen und URLs für ein Projekt per copy-paste sammle und sie auf die Schnelle erstmal nicht lesen kann.

  7. Bernard sagt:

    Warum muss es Skype und Teams sein?

    Es gibt Telefon (leider hat man die ISDN-Qualität geopfert), es gibt Chat, es gibt E-Mail.

    Mir kann keiner erzählen, dass Telefon, Chat und E-Mail nicht ausreichend effektiv sind.

    Als man bei der NASA noch Rechenschieber verwendet hat, ist man zum Mond geflogen. Heute werden amerikanische Spionagesatelliten mit russischen Raketen ins All befördert…

    • Potrimpo sagt:

      Mir kann keiner erzählen, dass Briefe und allenfalls Telefon nicht ausreichend effektiv sind… Wozu braucht es Chat und E-Mail, früher ging es auch mit Rechenschieber und Postversand?

      Natürlich ist das individuell nach Arbeit unterschiedlich – da kann Chat, Mail, Telefon durchaus ausreichen. In anderen Bereichen reicht möglicherweise sogar Telefon allein aus, oder Mail, oder Chat, oder Snail-Mail. Und natürlich muss es nicht Skype und Teams sein, es gibt durchaus auch andere Kollaborationstools – in den von Günter genannten Links sind einige dabei.

      Dass es je nach Tätigkeit aber durchaus sinnvoll und effektiv ist, solltest Du nicht mit banalen Pauschalitäten abtun.

      Meine Frau kommt ohne Kollaborationstools nicht mehr aus. Dort wird Skype for Business, Teams, Webex und eine hauseigene Software eingesetzt – auch ohne Homeoffice.

      Und gerade angesichts der aktuellen Ereignisse bin ich froh, dass das Unternehmen meiner Frau derartige Tools einsetzt und sich nicht auf die “herkömmlichen” Kommunikationswege beschränkt, da es sich um eine Technologie-Firma handelt, die mit Hochdruck weltweit bei der Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie mitwirkt. Da kommt man mit Telefon, Chat und Email nicht wirklich weit.

      Einige Mitarbeiter müssen derzeit auf Homeoffice umstellen und haben dann natürlich die gleichen Werkzeuge zur Verfügung, und die sind auch notwendig und effektiv.

      Aber auch in meinem persönlichen (alten) Arbeitsbereich wäre ein derartiger Einsatz, falls denn eine Person ins Homeoffice ausweichen müsste, sinnvoll und effektiver als die von Dir vorgeschlagenen Alternativen.

      Regelmäßige Besprechungen, Datenabgleiche, Abstimmungen und Strategieentscheidungen, die sonst in (wechselnden) größeren und kleineren Gruppen unterschiedlicher Abteilungen vor Ort durchgeführt werden (müssen), lassen sich mit Deinen Vorschlägen nicht darstellen, jedenfalls nicht effektiv und so zeitnah, wie es erforderlich wäre.

      Fazit: Es kommt auf die Tätigkeit an – wie so oft im Leben. Einen Bäcker kann ich mir auch schlecht im Homeoffice vorstellen, da wären selbst Telefon, Chat und Email völlig überflüssig.

      • Bernard sagt:

        Tägliche Meetings? Dann kann deine Frau aber nur in einer Führungsposition sein.

        Ansonsten ist das Pensum gar nicht zu schaffen.

        Bei mir laufen reihenweise Leute ein und beschweren sich, dass das Internet bei Nutzung der Windows-Online-Tools total langsam ist.

        Tja…

        • Potrimpo sagt:

          Ich hatte tägliche Meetings, und ja, das war eine Führungsposition, meine Frau arbeitet schon seit längerem (auch ohne Homeoffice) innerhalb des Unternehmens mit kollaborativen Tools, da die Interaktion abteilungs- und unternehmesweltweit abläuft.

          Meine Frau ist u.a. für biochemische Analysen zuständig und steht in engem Kontakt zu Hardware- und Software-Entwicklung. Dabei geht es um HPLC, Spektroskopien, Bioinformatik, Qualitätskontrolle Laborverbrauchsmaterialien und – chemikalien, Molekulardiagnostik und einiges mehr. Da geht es mit herkömmlichen Kommunikationsverfahren nur sehr ineffizient.

    • Günter Born sagt:

      Ich plädiere an dieser Stelle dafür, jeden selbst entscheiden zu lassen, was er für sich als Lösung bevorzugt. Ich gebe Hinweise, nicht mehr und nicht weniger.

  8. LotharV sagt:

    Kann es sein, dass Teamviewer seit heute Nachmittag die Speitze gemacht hat?

    Ich bekomme auf drei verschiedenen Systemen, auch mit drei verschiedenen Internetzugängen, die auch störungsfrei funktionieren die Meldung:

    Nicht bereit. Bitte prüfen Sie Ihre Internetverbindung

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