Edge 102.0.1245.30 ff.: "Hardware-erzwungener Stackschutz" verhindert Start

Edge[English]Die Freigabe des Microsoft Edge 102.0.1245.30 führt bei manchen Nutzern zu Startproblemen, die auch bei den Nachfolgeversionen m.W. nicht behoben sind. Ein Blog-Leser hat vermutlich die Ursache gefunden – es kann an der Option  "Hardware-erzwungener Stackschutz" liegen, die auf Systemen mit AMD-CPU zu Problemen führt. Allerdings liegen mir auch Berichte vor, dass Intel-Rechner betroffen sind.


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Seit der Microsoft Edge 102.0.1245.30 freigegeben wurde, melden sich einzelne Nutzer, bei denen der Browser nicht mehr starten will. Ich hatte das Thema im Blog-Beitrag Microsoft Edge 102.0.1245.30 ff. öffnet sich nicht aufgegriffen. Der Bericht ging auf einen Thread im Microsoft Answers-Forum zurück, wo Edge-Startprobleme mit Dell-Rechnern (mit Intel CPU) bemängelt wurden. Dort hieß es, dass es nur einzelne Modelle beträfe, wobei anderen Nutzer verschiedene Rechner von Dell, HP ProBook G8, aber auch Lenovo ThinkPads genannt haben. Im Blog hatte sich Dietmar in diesem Kommentar gemeldet und berichtet ebenfalls von nicht startenden Edge-Browser-Instanzen.

Eine Nutzermeldung

Im Blog-Beitrag Microsoft Edge 102.0.1245.30 ff. öffnet sich nicht hat sich dann Michael Heinrich mit zusätzlichen Informationen in folgendem Kommentar gemeldet.

Wie in diesem Microsoft Forum schon geschrieben, habe ich bei uns das Problem über das Event Log unter Microsoft-Windows-Security-Mitigations/Kernel Mode mit dem Event 12 gefunden.

Bei uns versucht unser VMware DEM Profilmanager eine nicht signierte DLL mit zu laden.

Process '\Device\HarddiskVolume4\Program Files (x86)\Microsoft\Edge\Application\msedge.exe' 
(PID 15792) was blocked from loading the non-Microsoft-signed binary 
'\Program Files\Immidio\Flex Profiles\FlexHook64.dll'

Ich denke bei anderen sind es dann auch andere nicht signierte DLLs welche hier das Problem haben.

Update: Die TeamViewer tv_x64.dll ist auch dabei.

Im Microsoft Forum hat Michael Heinrich noch detaillierte Auszüge aus den Event-Logs gepostet und zeigt, dass dort DLLs blockiert werden. Michael Heinrich vermutet, dass sich scheinbar etwas am Edge oder Windows in einem Update zum Thema Exploit-Schutz verändert hat, da an der VMware-Anwendung nichts geändert wurde, und es nicht alle Clients betrifft. Er beschreibt hier im Blog als Woraround, den Edge einmal über diese Weg zu öffnen:

"C:\Program Files (x86)\Microsoft\Edge\Application\102.0.1245.39\msedge.exe"

Danach funktioniert es temporär (kurzfristig) auch erst einmal wieder über ProgramFiles.

Option "Hardware-erzwungener Stackschutz"

In einem Update zu seinen Kommentaren gibt Michael Heinrich an, dass weitere Tests gezeigt haben, das evtl. nur der Punkt:

"Hardware-erzwungener Stackschutz" aktivieren -> Status "Aus"

im Windows Exploit-Schutz gesetzt werden muss. Das Problem ließ sich bei ihm so reproduzierbar im Wechsel erzeugen und umgehen. Weiterhin vermutet er, dass das Problem scheinbar nur AMD Geräte der neuesten Generation betrifft. Das steht aber konträr zu den Benutzermeldungen in diesem Thread im Microsoft Answers-Forum, wo auch Intel-Systeme betroffen sind. Ich habe den Thread auf Microsoft Answers jetzt mal an die Moderatoren von Microsoft eskaliert und gebeten, die Produktgruppe über das Problem zu informieren.


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2 Antworten zu Edge 102.0.1245.30 ff.: "Hardware-erzwungener Stackschutz" verhindert Start

  1. Michael Heinrich sagt:

    Mit Gewissheit kann ich nun sagen das dies in unserem Fall am laden der Usersettings beim starten von msedge.exe lag.
    Der VMware DEM hat zwei Möglichkeiten Usersettings als Profilmanager zu laden: Einmal bei der Anmeldung des Users oder beim starten der Anwendung.
    Diese Möglichkeiten steuert man in der VMware DEM Console je nach Anwendung.
    Hierbei hatten wir als Trigger gesetzt, das die Profildaten mit dem starten der Anwendung "C:\Program Files (x86)\Microsoft\Edge\Application\msedge.exe" importiert werden (Funktion: DirectFlex).
    Die mit dieser Funktion über den Edge geladene DLL vom VMware hat den "Hardware-erzwungener Stackschutz" ausgelöst und die Anwendung EDGE wieder geschlossen.
    Es liegt in der Funktion der Sache, das natürlich über diesen Weg (je nach Anwender auch größere) Daten nachgeladen werden.
    Scheinbar wird genau das in der aktuellen Edge/Windows Version als "suspicious" angesehen.
    Ich muss sagen das die DirectFlex Funktion von VMware bis jetzt immer sehr zuverlässig funktioniert hat. Wir haben nun als Workaround auf das laden der Einstellungen bei der Anmeldung umgestellt, damit gab es für den "Hardware-erzwungener Stackschutz" nichts mehr zu meckern.
    Ich vermute in den anderen Fällen, das eben auch andere Anwendungen welche direkt mit der msedge.exe geladen werden den gleichen Effekt auslösen.

    Vielen Dank an Günter Born für die Eskalation auf der MS Community Seite!

  2. Anonymous sagt:

    Haben im Unternehmen ca ~1000 Clients mit Windows 10. Von dem Startproblem waren etwa ~80 Clients betroffen. Alle Clients werden mit einer Intel CPU betrieben. Thinkpad Notebooks von L* bis X1, etc.
    Als Workaround wurde Edge 102 auf den betroffenen Clients deinstalliert und Edge 101 installiert.

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