AVM will FRITZ!OS 7.50 schrittweise ab Dez. 2022 ausrollen

AVM hat zum Dezember 2022 mit dem Rollout seiner neuen FRITZ!OS 7.50 Firmware begonnen. Laut Ankündigung soll diese Version über 150 neue Funktionen und Verbesserungen erhalten. Das Update wird aber in gestufter Form ausgerollt.


Anzeige

Startschuss zum 1.12.2022

Der Startschuss für das Rollout von FRITZ!OS 7.50 soll laut AVM ab dem 1. Dezember 2022 erfolgen, wobei die FRITZ!Box 7590 dieses Update zuerst erhalten soll. Ich habe auf meiner FRITZ!Box 7590 mal gerade geschaut, dort wird FRITZ!OS 7.29 als aktuell angezeigt und kein Update bei der Suche gefunden.

AVM gibt an, dass alle weiteren aktuellen FRITZ!Box-Modelle, FRITZ!Repeater und Powerline-Produkte das Update auf die neue Firmware schrittweise erhalten. Bezüglich der Frage, was aktuell ist, hält sich AVM bedeckt, aber heise hat hier folgende Modelle aufgeführt.

  • DSL: 7590 (AX), 7583, 7530 (AX), 7520, 7510
  • Kabel (Cable): 6690, 6591, 6660
  • Glasfaser (Fiber): 5590, 5530
  • Mobilfunk: 6890 LTE, 6850 5G, 6850 LTE, 6820 LTE
  • Ethernet: 4060, 4040

Anwender erhalten FRITZ!OS 7.50, sofern für ein Gerät verfügbar, über die Option Update starten der Benutzeroberfläche der fritz.box oder automatisch bei aktivierter Auto-Update-Funktion. Die FRITZ!Apps sind bereits auf die Neuheiten von FRITZ!OS vorbereitet.

Dieses Rollout gilt natürlich nur für ungebrandete FRITZ!Box-Modelle des Herstellers AVM. Fritz!Boxen von Internetanbietern wie Vodafone erhalten die Firmware eventuell verzögert über die betreffenden Anbieter.

Zahlreiche Neuerungen und Änderungen

Die FRITZ!OS 7.50 Firmware ist ein großes Update, welches in der Labor-Version länger getestet wurden. AVM hat über 150 neue Funktionen und Verbesserungen in die Firmware integriert. Die neue Firmware bringt laut Hersteller mit dem dynamischen Smart Repeating mehr Leistung ins WLAN Mesh des FRITZ!-Heimnetzes. Anwender, die einen FRITZ!Repeater oder eine FRITZ!Box als Mesh Repeater einsetzen, sollen damit von höheren Datendurchsätzen und mehr Stabilität bei ihren WLAN-Verbindungen profitieren. Mit der neuen FRITZ!OS-Version werden die beiden Frequenzbänder (2,4 und 5 GHz) noch dynamischer für die optimale Verbindung zwischen FRITZ!Box am Anschluss und Mesh Repeater eingesetzt.

Einfacher und schneller: VPN-Verbindungen mit WireGuard

Der Hersteller wirbt damit, dass die Unterstützung des VPN-Verfahrens WireGuard neu integriert wurde. Dadurch lassen sich sichere Verbindungen aus dem Internet ins FRITZ!Box-Heimnetz – etwa fürs Arbeiten im Home-Office oder für den Zugang von unterwegs ins heimische Netz einfacher einrichten. Mit dem neuen WireGuard-Assistent auf der FRITZ!Box lassen sich auf Smartphones, Notebooks oder PCs im Handumdrehen verschlüsselte Verbindungen mit der WireGuard-App per QR-Code oder Software aufbauen, schreibt AVM. Auch das bisherige VPN-Verfahren der FRITZ!Box, IPSec, wurde von der AVM-Entwicklung aktualisiert und unterstützt jetzt sowohl IPv4- und IPv6-Verbindungen.

Neues bei FRITZ!Fon

Das FRITZ!Fon erhält einen neuen Terminkalender und lernt das Sprechen. Mit dem neuen Klingelton Sprache kann FRITZ!Fon jetzt mit Ansagen wie „Anruf von Claudia" oder „Abfahrt zum Bahnhof" über im Telefonbuch hinterlegte Anrufer oder Kalendereinträge informieren. Komfortabler wird es auch beim Umgang mit unerwünschten Anrufern, da das Telefonbuch als Positivliste genutzt werden kann. Nicht im Telefonbuch enthaltene Anrufer lassen sich darüber pauschal sperren oder auf einen Anrufbeantworter umleiten. Auch die Nutzung von Online-Telefonbüchern wurde verbessert.

Smart-Home

Mit FRITZ!OS 7.50 sollen sich über sogenannten Szenarien nun verschiedene Aktionen im Smart Home gleichzeitig ausführen lassen. So sollen sich zum Beispiel mit dem Szenario "Nach Hause kommen" mit einem Knopfdruck alle Heizkörperregler auf die Komforttemperatur einstellen und gleichzeitig alle LED-Lampen und Steckdosen, das WLAN bzw. das Gast-WLAN sowie der Anrufbeantworter anschalten lassen. Die neuen Routinen sorgen dafür, dass Geräte, Szenarien und Vorlagen durch eine Wenn-Dann-Verknüpfung automatisiert gestartet werden. Erreicht zum Beispiel die gemessene Luftfeuchtigkeit des FRITZ!DECT 440 einen bestimmten Wert, wird das vorher eingerichtete Szenario "Lüftung" mit einer Steckdose FRITZ!DECT 200 und einem angeschlossenen Luftbefeuchter angewendet.

Faire Bandbreitenverteilung im Heimnetz und mehr Sicherheit

Wenn verschiedene Anwendungen zur gleichen Zeit die Internetbandbreite verwenden (z.B. Serien streamen, im Internet surfen, online spielen, Videokonferenzen im Home-Office etc.), versucht Mit FRITZ!OS 7.50 bei der FRITZ!Box an DSL-Anschlüssen die Datenpakete noch besser und gerechter auf alle Geräte im Heim- und Gastnetz zu verteilen. Jeder Anwender hat so automatisch die optimale Bandbreite, verspricht AVM. Das Update optimiert außerdem die Nutzung von USB-Speichermedien und bringt viele Verbesserungen im Bereich Sicherheit wie eine zusätzliche Sicherung gegen potenzielle Ausfälle von DNS-Servern im Internet.


Anzeige

Weiterhin gibt AVM an, dass FRITZ!OS 7.50 auch das Design der Benutzeroberfläche fritz.box verfeinert und für eine bessere Lesbarkeit sorgt. Wer sich innerhalb des Menüs schnell über die Bedienung der FRITZ!-Produkte informieren möchte, erhält mit der neuen Online-Hilfe inklusive Schlagwortsuche direkt Tipps und Anleitungen. Weitere Infos über alle Neuerungen und Verbesserungen finden sich unter avm.de/fritzos.


Cookies blockieren entzieht uns die Finanzierung: Cookie-Einstellungen

Dieser Beitrag wurde unter Software, Update abgelegt und mit , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

29 Antworten zu AVM will FRITZ!OS 7.50 schrittweise ab Dez. 2022 ausrollen

  1. Anonymous sagt:

    Die 7490 solle auch noch was bekommen da es für diese Box auch Betas dieser Version gab/gibt

  2. Anonymous sagt:

    Hinweis:
    Für Wireguard ist laut AVM Hilfe zwingend ein MyFritz Konto erforderlich

  3. Tobias sagt:

    Weiß jemand ob es die neuen Firmwares auch als direkten Download gibt? Ich habe auf https://download.avm.de/fritzbox/ nachgesehen, aber da ist noch nichts.

    Ich frage, weil ich aktuell auf einem Labor Build bin (da das VPN mit Android 13 nicht mehr funktioniert hat, weil veraltete Security) und ich möchte mit 7.50 wieder auf die Stable-Build zurück – und da ich nicht weiß ob das automatisch passiert möchte ich die 7.50 per Hand einspielen.

  4. Herr IngoW sagt:

    Laut dem Fritz!-Labor, https://avm.de/fritz-labor/ , wird die "FRITZ!Box 7590" als erste aktualisiert.

  5. R.S. sagt:

    Meine 7590 hat das Update 7.50 schon bekommen.
    Die 7590 hat es aber nicht automatisch gezogen, ich musste die Suche nach dem Update manuell starten.
    Und letzte Woche gabs noch ein Update für den älteren Repeater 1750E von 7.29 auf 7.30.
    Das Changelog sagt: "Wartungsupdate mit Vorbereitung auf kommende Mesh-Funktionen der FRITZ!Box".

    Bisher läuft alles problemlos.

  6. Anonymous sagt:

    Wer Repeater und andere Peripherie einsetzt, sollte auf Auto-Aktualisierung verzichten und erst hochpatchen, wenn für alle Wald- und Wiesen-AVM-Produkte die Firmware auf (fast) gleichem Stand ist.
    Könnte sonst passieren, daß bspw. Repeater nicht mehr funktionieren.

    • Singlethreaded sagt:

      Bei mir läuft an der 7590 eine per LAN-Kabel angeschlosse 7580. Beide bilden ein Mesh. Ich glaube da kann ich lange warten bis für die 7580 ein Update kommt. Es wird ja gemunkelt, dass die 7580 auf der Version 7.29 bleiben wird.

      Entsprechend habe ich das Update auf der 7590 auch installiert und bisher keine Probleme festgestellt.

    • Luzifer sagt:

      Funktioniert alles einwandfrei… 7590 v7.50; 1750E v7.30; 2400 v7.29; 7580 v7.29; mehrere 301, nen 100, nen 440; nen C5 und nen C6, welches nach Update automatisch ebenfalls ein Update gezogen hat.
      TR.369 ist nach Update automatisch an, stellt man halt wieder ab und gut ist.

      Sollte es tatsächlich Probleme geben machst an den Geräten nen Factory Reset und konfigurierst neu (Probleme sind meistens nämlich verkonfiguriert!)

  7. Stefan sagt:

    Zitat "Dadurch lassen sich sichere Verbindungen aus dem Internet ins FRITZ!Box-Heimnetz – etwa fürs Arbeiten im Home-Office oder für den Zugang von unterwegs ins heimische Netz einfacher einrichten."

    Kurze Frage dazu, bleiben bestehende eingerichtete VPN Tunnel über das bisher übliche Verfahren bestehen oder ist man gezwungen umzusteigen?

    Beste Grüße

  8. Jürgen sagt:

    Meine 7590 hat seit gestern 7.50, der Repeater 2400 ist noch bei 7.29. Läuft bisher problemlos zusammen. Meine C6 Telefone haben seit gestern 4.89. Das Update geht erst, wenn mindestens 7.39 auf der Fritzbox ist.
    Bisher hatte meine Fritzbox nur IPv4 aktiviert. Bei 7.50 ist standardmäßig auch IPv6 aktiv. Das führte u.a. dazu, dass trotz Pi.hole als DNS-Server in meinem Netz wieder viel Werbung durchkam, eben über IPv6. Nachdem ich in der Fritzbox bei den IPv6-Einstellungen das Pi.hole mit seiner IPv6 Adresse auch als internen DNS-Server eingebunden habe, ist dieses Schlupfloch für Werbung wieder zu und alles wie vorher.
    Mal sehen, wann die Repeater versorgt werden. Ich denke, dass das nicht mehr lange dauert.

  9. Stephan sagt:

    Dumm nur für die Miet Boxen und die Leute die seit dem letzen Android Update keine VPN mehr herstellen können.
    Die müssen weiterhin warten, bis der Provider das Update freigibt.

    • R.S. sagt:

      Ein Grund mehr, warum man keine Mietboxen nehmen sollte.
      Und problematisch wirds, wenn durch das Update Sicherheitslücken gestopft werden und der Provider sich teilweise Monate Zeit lässt, bevor er das Update freigibt.
      Über die Laufzeit gerechnet sind die Mietboxen eh teurer, als eine gleiche Kaufbox.

      • Herr IngoW sagt:

        Und die Mietboxen sind auch meist in der Software/Firmware kastriert, also manche Einstellungen sind nicht vorhanden.

        • Hitomi sagt:

          Jedes Kind weiß doch, dass man mit der Recovery-ROM wieder die Original-Firmware aufspielen kann.

          Und wie man legal die Zugangsdaten aus dem Fritzbox-Backup entschlüsselt ist mittlerweile auch lange bekannt (JS tool).

          Häufiger Grund: WLAN-Funktion wird vom Provider gegen Abzock-Aufpreis freigeschaltet.

          Nicht das man das auch legal mit einem Switch+Access-point lösen könnte.

          • Bernd B. sagt:

            Da lebt das Kind mW leider ein wenig in der Vergangenheit.
            Ab Firmware 7.x hat AVM es sehr erschwert bis verunmöglicht, Geräte zu debranden. Ich habe jedenfalls vor 1/2 Jahr erfolglos zig Anleitungen bei einer 7530AX von 1&1 probiert, auch der Tenor der Threads war immer "ab 7.x geht das nicht mehr".

            Wenn Sie aber eine funktionale Anleitung haben hülfen sie Manchem. Verlinken Sie sie bitte?

  10. Luzifer sagt:

    @Bernd B.
    da hilft im allgeimen ein "downgrade", dann debranden und dann kannst auch ganz normal wieder updaten. Tricky ist da nur ein bisserl die Box zu überreden ne ältere Firmware zu installieren, aber auch dafür liefert google die Antwort.

  11. Kaltenegger sagt:

    hab ne 7590 ax als miet router bis jetzt nix da ich hab vor 5 minuten probiert das neue update aufzuspielen der router sagt aber das update ist nicht kompatibel mit meiner box oder auch das avm das nicht freigegeben hätte? bin da bissle überfragt die haben doch gesagt das der rollout ab 1.12 freigegeben ist oder nicht? ps bin grade auf die beta 7.39

  12. cvgelieu sagt:

    Dass nach zwei Wochen das Upgrade noch nicht für andere Fritten als die 7590 freigegeben ist, heißt wohl, dass AVM da doch noch einige Probleme hat. Mit meiner 7590 AX hatte ich schon bei den beiden letzten offiziellen Firmware-Updates das Problem, dass beim Rosa Riesen plötzlich der Downstream unter dem Upstream lag und lediglich ISDN-Geschwindigkeiten erreichte. Das ließ sich dann nur händisch damit korrigieren, dass die "alte" DSL-Version eingestellt wurde. Andererseits sind viele Sachen in der 7.50 ja wohl mehr technische Spielereien, nach der Ankündigung ist die beste Sache ja das geänderte VPN. Aber irgendwo will man ja auch die anderen Sachen ausprobieren… Ich schätze mal, dass es in diesem Jahr nichts mehr mit 7.50 für andere Geräte als die klassische 7590 wird.

  13. Albert Michel sagt:

    Dadurch das die Firmware 7590 und 7590AX nicht gleich sind:
    7590 Firmware 7.50
    7590AX Firmware 7.31
    ist ein Einspielen einer Konfigurationsdatei von 7590 nach 7590AX nicht möglich.
    Echt Super, dass das neue AVM Flagschiff einen älteren Firmwarestand als meine betagte 7590 (von 2018) hat. AVM sagt nichts wann die aktuelle Firmware 7.50 für 7590AX verfügbar ist. Nun sitze ich auf meiner neuen 7590AX und müsste alles per Hand eintragen.

    • T Sommer sagt:

      im exportfile steht doch eine Firmware-Versionsnummer. Versuch mal, ob man die "downgraden" kann

      FirmwareVersion=154.07.50

      Hab das noch nie getestet – würde aber auch nicht alles übernehmen, ich habe das schon Überraschungen bei Vodafone Kabelboxen erlebt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Hinweis: Bitte beachtet die Regeln zum Kommentieren im Blog (Erstkommentare und Verlinktes landet in der Moderation, gebe ich alle paar Stunden frei, SEO-Posts/SPAM lösche ich rigoros). Kommentare abseits des Themas bitte unter Diskussion.