Hafen von Nagoya nach Lockbit 3.0-Angriff wieder arbeitsfähig

Sicherheit (Pexels, allgemeine Nutzung)Es hat einfach etwas von "Wow"! War gerade in Sachen Überseehafen der Stadt Nagoya unterwegs. Die wurden am 4.7.2023 Opfer eines Ransomware-Angriffes von Lockbit 3.0. Zwei Tage nach diesem Angriff hat deren IT das befallene Terminalverwaltungssystem (NUTS) wieder in einen Arbeitsmodus zurückgeholt.


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Laut Ankündigung des Betreibers, der Nagoya Port Authority, sollte das in allen Containerterminals des Hafens Nagoya eingesetzte Terminalsystem (NUTS, steht für Nagoya United Terminal System), am 6. Juli (Donnerstag) um 8:30 Uhr Ortszeit wieder arbeiten. Wir haben dieses Datum und das Containerterminal läuft wieder, wie ich im Beitrag Hafen von Nagoya (Japan) Opfer von Lockbit 3.0 nachgetragen habe. Ich hatte es nicht geglaubt, aber es besser wissen können – wenn in Japan die Mannschaft sich zu etwas bekennt, dann läuft alles präzise wie ein Uhrwerk. Gratulation an die IT des Hafens von Nagoya.


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8 Antworten zu Hafen von Nagoya nach Lockbit 3.0-Angriff wieder arbeitsfähig

  1. Windowsnutzer1969 sagt:

    Tja, dort fahren ja auch die Züge auf die Sekunde pünktlich – ansonsten hat der Lokführer mächtig Ärger an der Backe. Wobei: Das tun sie in der Schweiz zu 90 – 95 % auch! Und hier – beim Trümmerhaufen DB: Oft fahren die Züge weder pünktlich, noch unpünktlich, da sie sehr oft gleich mal gar nicht fahren … Vor allem, wenn mal wieder (wie gestern) der böse Wind etwas stärker weht. Aber die Bahn und der ÖPNV sind ja "DAS Verkehrsmittel der Zukunft" (Muss man wohl wörtlich nehmen: "der Zukunft", also ein extrem dehnbarer Zeitraum … :-))

    • Basti sagt:

      Du weißt aber schon das es in Japan getrennte Schienennetze gibt? Nur deswegen können die eine solche Pünktlichkeit erreichen.

      Bei uns wir das Schienennetz für alles genutzt, nicht dediziert z.B. für Schnellzüge.

      • Windowsnutzer1969 sagt:

        Ja stimmt, deshalb ist Japan auch als "Extremfall" anzusehen.

        Allerdings sind die Schweizer wie bereits erwähnt (und viele andere Länder ebenso) auch topp, was die Pünktlichkeit betrifft – und dort gibt es eben KEIN getrenntes Schienennetz. Dafür haben sie einen extrem gut ausgeklügelten "Integralen Taktfahrplan". So was Ähnliches soll bei uns ja auch mal Einzug halten; war mal geplant schon bis 2030, wird aber jetzt wohl eher doch 2070 (!!) werden (>> https[:]//www1.wdr.de/nachrichten/deutschlandtakt-bahn-ausbau-verspaetung-100.html) Weiterhin hat die Schweiz ein perfekt gepflegtes Schienennetz, das dem Stand der Zeit entspricht. Und wie gesagt: Bei uns geht es nicht nur um Verspätungen, sondern darum, dass jeden Tag etliche Fernzüge (von der S-Bahn bei mir vor der Haustür will ich gar nicht erst sprechen …) gleich mal ganz ausfallen! Das gesamte Schienennetz ist alt, marode, extrem störanfällig und die Taktplanung unterirdisch rückständig! Hinzu kommt noch ständiger und immer schlimmer werdender Personalmangel seit Jahren.

        Und: Wir bekommen es ja nicht mal hin einen einfachen Bahnhof im festgelegten Zeitraum zu bauen (ich weiß wovon ich spreche, da ich 15 Km von Stuttgart 21 entfernt wohne und ständig persönlich davon betroffen/eingeschränkt bin). Auch der Berliner Flughafen war ja wohl zum Fremdschämen diesbzgl. und ist es übrigens bis heute, da nach wie vor eine einzige Fehlplanung, in gleich vielen Facetten. Das Gleiche wird uns übrigens bei Stuttgart 21 auch blühen. Von den ganzen Milliarden, die diese Fehlprojekte kosten und gekostet haben, redet man lieber mal gar nicht … Auf jeden Fall viel zu viel Geld für viel zu wenig Leistung!

        Aber hier geht es eigentlich ja auch um eine Hafen-IT. Passt aber trotzdem ins Gesamtbild von D inzwischen. Wenn wir einen Hafen hätten, dessen IT angegriffen worden wäre, dann … Ja, dann … Lassen wir's! Wir sind auf jeden Fall voll auf dem absteigenden Ast inzwischen angekommen – in gleich mehreren wichtigen Bereichen. Und um was kümmern wir uns seit zig Wochen? Um die natürlich wichtigste Sache der Welt: Nämlich, wie wir am schnellsten Heizungen aus den Kellern raus reißen …

    • Herr IngoW sagt:

      Welche Zukunft, hier fahren die Busse (asser Schüler-Busse) genau dreimal am Tag und das seit rund 50Jahren.
      So geht Zukunft.
      Es ändert sich einfach nichts , wenigstens gibt es DSL mit 100er Leitung und Glasfaser ist im Bau.
      Und wenn man in Urlaub will, auf keinen Fall mit der Bahn, man will ja noch was vom Urlaub haben.

  2. Foegi sagt:

    Haben wohl auch eine vernünftiges Backsystem für ein Desasterrecovery. Wäre generell interessant zu wissen ob in anderen Ländern im Bereich IT-Sicherheit der IT mehr Budget und Personal zur Verfügung gestellt wird als hierzulande. Wenn ich mich unter meinen IT-Kollegen umhöre muss man jede Optimierung oder Upgrade lang und breit begründen, weil in den Augen der Geschäftsleitung läuft ja alles tadellos.

    PS: Wie lange in Japan der Bau von BER wohl gedauert hätte?

    • R.S. sagt:

      2 – 3 Jahre.
      Der Bau des Flughafens Kansai dauerte 7 Jahre.
      Dabei muß man aber erwähnen, das der Flughafen auf einer 10,5 qkm künstlichen Insel gebaut wurde, die auch erst einmal aufgeschüttet werden musste.

      Und beim BER hats zu erheblichen Verzögerungen geführt, weil immer wieder irgendwelche Politiker Änderungen zum ursprünglichen Plan haben wollten. Und Pfusch gabs auch, weil sich die Baufirmen teilweise nicht an Bauvorschriften gehalten hatten. Das musste dann alles rausgerissen und neu gemcht werden, was in einem halbwegs fertigen Gebäude deutlich länger dauert, als wenn man das im Rohbau macht.

      Was die IT in Japan angeht:
      Die werden wohl ein funktionierenes Backupsystem haben.
      Und wenn die Ransomware, wie in 95% aller Fälle, über einen Emailanhang oder einen Link in einer Email rein kam, dann kann man das System aus dem Backup komplett neu aufsetzten und muß nur Daten von ein paar Stunden nachtragen.
      Das geht dann sehr schnell.

  3. Herr IngoW sagt:

    Ja es gibt doch noch fähige IT-Abteilungen.
    Und dort wird wohl auch Geld für sinnvolle Sachen ausgegeben.
    In Deutschen Firmen wird ja gerne Geld für Unsinn ausgegeben.(IT ist ja nicht so wichtig)

  4. Fred sagt:

    einerseits Hut ab, von dieser Leistung… andererseits, konnten die effektiv in dieser kurzen Zeit alles was am Netz ist bereinigen und auch überprüfen, dass da nicht doch noch irgendwo eine Backdoor ist oder sonst noch was schlummert?
    ich weiss ja nicht… naja, wenn da etwas übersehen wurde, werden wir bald wieder etwas von Nagoya lesen… trotz allem nochmals: Hut ab, dass sie deren System so schnell wieder zum Laufen kriegten. hätte ich niemals erwartet.

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