TVPeCee MMS-894.mira: DLNA mit dem HDMI-Stick – Teil 3

HDMIDer in Teil 1 und Teil 2 vorgestellte Miracast-HDMI-Empfänger TVPeCee MMS-894.mira von Pearl kann sowohl als DLNA- als auch als Miracast-Empfänger verwendet werden. In diesem Artikel gehe ich auf die DLNA-Funktionen ein.


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Anschluss suchen …

Sobald der TVPeCee MMS-894.mira HDMI-Stick seine Zugangsparameter (IP-Adresse und WiFi-Name) auf dem Bildschirm anzeigt, ist er quasi zum DLNA-Streaming bereit.

Der HDMI-Stick hat einen eigenen WiFi-Hotspot aufgespannt, über den Sie mit WLAN-fähigen Geräten Verbindung aufnehmen können. In Android gehen Sie in der App Einstellungen zur Kategorie WLAN.

Dort sollte der Eintrag MMS894-D126 auftauchen. Falls nicht, prüfen Sie, ob WLAN eingeschaltet ist und lassen dann nach einem Netzwerk suchen. Taucht der  HDMI-Stick immer noch nicht auf, überprüfen Sie, ob dieser am TV-Gerät als betriebsbereit aufgeführt ist.

Nachfolgend ist noch die Palette der Drahtlosnetzwerke unter Windows 8 zu sehen, die Sie über das WLAN-Symbol in der Taskleiste einblenden können. Es reicht ebenfalls, den MMS894-D126 als WiFi-Hotspot anzuwählen und die Verbinden-Schaltfläche zu betätigen.

Die WLAN-Verbindung zum MMS894-D126 ist im Werksauslieferungszustand ungesichert (man kann aber einen WPA-Schlüssel eintragen oder den HDMI-Stick in ein eigenes  WLAN einbuchen lassen – siehe auch Teil 6). Hat die Verbindungsaufnahme geklappt – das Netzwerk wird als verbunden angezeigt, können Sie sowohl auf die Konfigurationsseite zugreifen als auch mit dem DLNA-Streaming beginnen.


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Die Konfigurierungsseite ansehen

Zum Zugriff auf die Konfigurierung öffnen Sie einen Browser und geben die am TV-Gerät angezeigte IP-Adresse (meist 192.168.59.254) im Adressfeld ein. Der Browser sollte dann die nachfolgende Konfigurationsseite anzeigen. Deren Gestaltung hängt etwas vom verwendeten Betriebssystem ab, unter dem der Browser läuft.

Unter Android wird Ihnen ein Link auf den Google Play Store bereitgestellt, unter dem es die App Incredible Virtual Remote geben soll. Bei Anwahl des Eintrags versucht der Browser Verbindung zum Play Store aufzunehmen, wird aber möglicherweise scheitern. Denn es besteht ja keine WLAN-Verbindung zum Router mit dem Internetanschluss (nur wenn eine 3G-Verbindung für den Internetzugang aktiv ist, ließe sich die App direkt herunterladen). Bei Bedarf könnten Sie die Android-Home-Taste wählen, zur App-Einstellungen gehen, die WLAN-Verbindung auf den Router umschalten, zum Browser wechseln und dann den Play Store abrufen. Aber die App wird nicht unbedingt gebraucht.

Ein zweiter Eintrag Download For Android ermöglicht Ihnen die Android-App AirFun.apk vom HDMI-Stick per Browser in den Ordner Download der micro-SD-Karte des Android-Geräts herunterzuladen. Anschließend können Sie diese App in einem Dateimanager installieren.

Voraussetzung ist, dass die Installation aus unbekannten Quellen in Android zugelassen ist. Die Schritte zur APK-Installation habe ich z.B. in der Artikelfolge Android x86: Apps installieren beschrieben. Aber im Prinzip brauchen Sie diesen Schritt nicht – denn jede beliebige DLNA-App kann für das Streaming verwendet werden.

In der Konfigurationsseite finden Sie zudem Schaltflächen, um die Einstellungsseite einzusehen und die Fernsteuerung aufzurufen. Beides brauchen wir jetzt aber nicht – ich in gehe einem separaten Beitrag (Teil 6) noch kurz darauf ein.

DLNA-Streaming unter Android verwenden

Die dringendere Frage ist daher: Wie funktioniert es jetzt mit dem DLAN-Streaming von Android, Windows oder anderen Plattformen. In meiner Artikelreihe DLNA im hands-on-Experiment hatte ich ja die grundlegende Vorgehensweise bereits beschrieben. Unter Android setze ich gerne die App Skifta ein (siehe den Artikel DLNA-Streaming unter Android), weil diese eine aufgeräumte Benutzeroberfläche aufweist und eigentlich recht zuverlässig funktioniert.

Was man noch wissen sollte: Startet man den MMS-894.mira HDMI-Stick, geht dieser nach dem Booten automatisch in den sogenannten AirFun-Modus, in dem der DLNA-Empfänger auf eingehende Streams wartet.

Also braucht man nur einen DLNA-Server als Medienquelle zu starten (kann Skifta, UPnP, AirFun etc. sein). Bei Skifta sind nach dem Start die Medienquelle und dann der Player auszuwählen. In nachfolgendem Screenshot ist das simvalley SP-140 Android-Smartphone als Medienquelle zum Testen aufgeführt.

Wählt man den Schritt 2 an, tauchen die im Netzwerk gefundenen DLNA-Empfänger (Player) auf. Neben dem DLNA-Player des simvalley SP-140 und einer AirPlay-App (airpin140@1) taucht auch der MMS894-D125 auf. Wählt man dieses Gerät an, sind Wiedergaben auf dem HDMI-Stick möglich.

Dann wählt man im Skifta-App-Fenster den Punkt 3 zum Abspielen der Medienquelle, und selektiert den gewünschten Medienordner mit Musik, Videos oder Fotos, um anschließend eine Datei zur Wiedergabe auszuwählen.

Im Skifta-Fenster sollte dann das Playerfenster zur Wiedergabesteuerung eingeblendet werden.

Wird die Wiedergabe gestartet, sollte das Ganze nach einer Latenzzeit von ca. 1 Sekunde auf dem TV-Gerät bzw. Flachbildschirm zu sehen sein.

Das klappt mit Skifta für Videos, Musik und Fotos – wobei das Video in obigem Foto erkennbar um 90 Grad gekippt auf dem Bildschirm angezeigt wird (liegt wohl am Video).

Bei dem obigen Foto erfolgt die Wiedergabe aber in korrekter Ausrichtung am Bildschirm. Klappt also wie erwartet.

Wie sieht es bei Windows und iOS aus?

Nächste spannende Frage war natürlich, wie es mit der DLNA-Wiedergabe unter Windows und iOS ausschaut. Bei iOS bin ich bei einem ersten Schnelltest auf dem iPad gescheitert. Ich konnte zwar eine Verbindung mit dem MMS-894.mira aufnehmen und dann die App Skifta aufrufen (siehe auch DLNA unter iOS nutzen). Da aber kein UPnP-DLNA-Server mehr im Netzwerk erreichbar war, ließ sich keine Medienquelle mehr auswählen. Durch das iOS-Silo-Dateisystem kann man auch nicht einfach auf entsprechende Quellen zurückgreifen. Ich habe es dann abgebrochen – wer noch basteln will: Mit anderen iOS-Apps oder nach einer Anmeldung an der Skifta-Webseite lässt sich möglicherweise was drehen. Update: Wie es funktioniert, habe ich im Nachtragsartikel TVPeCee MMS-894.mira: DLNA mit iOS Nachtrag beschrieben.

Bei meinem WeTab Tablet PC mit Windows 8.1 (RTM) hatte ich auch einige Probleme. Ich konnte zwar eine Verbindung mit dem vom MMS-894.mira aufgespannten Hotspot aufbauen. Aber der im Artikel DLNA-Streaming in Windows 8.1 für Apps freigeben angesprochene Hack funktionierte zuerst nicht. Der HDMI-Stick wurde unter Geräte nicht gefunden (möglicherweise hätte ein Neustart das Problem behoben). Ich habe dann aber den inakustik DLNA-HDMI-Stick zum Kreuztest an den Flachbildschirm angeschlossen und das WeTab-Tablet mit meinem WLAN verbunden (der inakustik DLNA-HDMI-Stick ist so eingerichtet, dass er sich mit dem WLAN verbindet). Anschließend wurde der inakustik DLNA-HDMI-Stick durch Windows 8.1 (Preview) erkannt.

Im Windows Media Player tauchte der HDMI-Stick zuerst auch nicht auf, obwohl ich die Medienstreaming-Optionen freigegeben hatte (dort war der MMS-894.mira sogar als Gerät aufgeführt).

Update: Windows funktioniert doch – Ich habe jetzt noch einen weiteren Test durchgeführt und gemischte Ergebnisse erhalten.

  • Ein erster Testdurchlauf wurde unter Windows 7 mit dem Windows Media Player als DLNA-Quelle gemacht. Bilder ließen sich vorgeblich zwar streamen, wurden auf dem Flachbildschirm aber nicht angezeigt. Bei MP3-Musik- und MP4-Videodateien kam ein Fehler, dass das Format nicht unterstützt würde. Nachtrag: Auch unter Windows 7 läuft das DLNA-Streaming mit dem MMS-894.mira.
  • Dann habe ich nochmals den WMP 12 auf dem WeTab Tablet PC unter Windows 8.1 angeworfen. Dort konnte ich dann mit PlayTo Fotos, MP3-Dateien und MP4-Videos auf den TVPeCee streamen. Der Stick wurde aber als nicht “Windows zertifiziert” aufgeführt.
  • Im Nachgang ist es mir sogar gelungen, den Stick in der Liste der Wiedergabegeräte zu finden (wurde auch als nicht zertifiziert angezeigt). Im Anschluss konnte ich mit der Video-App sogar über Geräte -> Wiedergeben lokal abgespielte Videos auf den HDMI-Stick streamen.
  • Weiterhin konnte ich über die Musik-App lokal abgespielte MP3-Musikstücke per DLNA auf den TVPeCee übertragen und an einem Flachbildschirm ausgeben. Die Fotos-App unterstützt das Streamen über DLNA aber nicht.
  • Dann habe ich den HDMI-Stick (wie in Teil 6) beschrieben, in mein WLAN-Netzwerk eingebunden. Dadurch hatte ich sowohl Internetzugang als auch Zugriff auf den HDMI-Stick. Jetzt konnte ich von der Windows 8-App YouTube DJ Videos aus dem Internet auf den TVPeCee streamen.

Unter dem Strich: Unter Windows 8.1 funktioniert es – Windows 8 habe ich nicht mehr probiert. Unter Windows 7 gab es beim ersten Test mit dem Pearl TVPeCee MMS-894.mira noch Probleme – es ergab sich das gleiche Verhalten, wie ich es für den inakustik DLNA-HDMI-Stick in der Artikelreihe DLNA im hands-on-Experiment beschrieben habe. Bei einem zweiten Test mit Windows 7 und dem WMP konnte ich erfolgreich Fotos, MP3-Dateien und MP4-Videos zum HDMI-Stick streamen. Ich habe das Ganze in einem Nachtrag in Teil 8 beschrieben.

Nach ersten Problemchen bei der Inbetriebnahme unter Windows 7 und Windows 8.1 hat mir das Streamen eigentlich sehr gut gefallen – und unter Android klappt es mit Skifta eh super. Ich habe daher in Teil 8 noch einen separaten Artikel als Nachtrag zum Thema MMS-894.mira in Verbindung mit Windows nachgeschoben – wird vielleicht den einen oder anderen Leser interessieren.

Der HDMI-Stick kann aus Windows 7 auch über die mitgelieferte Windows-Anwendung AirFunMirrorOP angesprochen werden. Ich habe dort aber den Test abgebrochen, da diese Anwendung Administratorberechtigungen zur Ausführung erforderte, was ich nicht zugelassen habe.

Ab Teil 4 beschreibe ich noch das Streamen per Miracast-Standard. Dort habe ich ein Google Nexus 4 erfolgreich einsetzen können. Und in Teil 6 gehe ich noch auf die (im Handbuch nicht dokumentierte) Möglichkeit ein, den HDMI-Stick zu konfigurieren und in ein lokales WLAN einzubinden. Jeden Tag wird ein neuer Artikel zum öffentlichen Zugriff freigeschaltet.

Artikelreihe:
i: TVPeCee HDMI-Stick Miracast/WiFi Direct/DLNA MMS-894.mira – Teil 1
ii: TVPeCee MMS-894.mira: Der HDMI-Stick im Hands-on – Teil 2
iii: TVPeCee MMS-894.mira: DLNA mit dem HDMI-Stick – Teil  3
iv: TVPeCee MMS-894.mira: Miracast mit dem HDMI-Stick – Teil 4
iv-a: TVPeCee MMS-894.mira: Miracast mit dem HDMI-Stick – Teil 5
v: TVPeCee MMS-894.mira: Den HDMI-Stick konfigurieren – Teil 6
vi: TVPeCee MMS-894.mira: DLNA mit iOS Nachtrag – Teil  7
vi: TVPeCee MMS-894.mira: DLNA mit Windows Nachtrag – Teil  8

Ähnliche Artikel:
a1: Miracast bei Windows 8.1
a2: Neues Spielzeug: Google Nexus 4
a3: DLNA im hands-on-Experiment
a4: Android x86: Apps installieren Teil 1
a5: Android x86: Apps installieren Teil 2
a6: DLNA-Streaming unter Android
a7: DLNA unter iOS nutzen
a8: DLNA-Streaming in Windows 8.1 für Apps freigeben

Links:
1: Pearl MMS-894.mira-Produktseite
2: Pearl MMS-894.mira-Bedienhandbuch
3: USB-Netzteil mit 1000 mA Ladestrom (€ 4,90)
4: Mini-USB-WLAN-Stick “WS-300XS”


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Über Günter Born

IT-Autor, Blogger borncity.de
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2 Antworten auf TVPeCee MMS-894.mira: DLNA mit dem HDMI-Stick – Teil 3

  1. Karl Lautenschläger sagt:

    Ich komme über Punkt 6 der Anleitung zum Wireless TV Stick “bestbeams” nicht hinweg. Es verbindet nicht automatisch, sondern wird ein Sicherheitsschlüssel gefordert, den ich nicht kenne.
    Was muss ich tun um weiterzukommen?
    Für Ihre Hilfe wäre ich Ihnen sehr dankbar.

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