Windows 10: App-Update-Splitter

Momentan schraubt Microsoft ja an diversen Stellen rund um Windows 10 und aktualisiert Apps und Anwendungen. Hier noch zwei kurze Infosplitter rund um das Thema.


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Paint könnte im Sommer renoviert werden …

In diesem Artikel spekuliert man bei  mspoweruser.com darüber, dass die Mal-Anwendung Paint in Windows 10 Version 1607 (Anniversary Update) modernisiert und als App angeboten werden könnte (deutscher Beitrag hier). Im Artikel wurden diverse Screenshots veröffentlicht.


(Quelle: MSPoweruser.com)

Ursprüngliche Quelle ist wohl Nutzer WalkingCat, der bei Twitter so was angedeutet  hat.

Zwischenzeitlich wird mir der Link aber als tot angezeigt. Das Vorgehen deckt sich aber mit den Hinweisen im Blog-Beitrag Erste Microsoft Centennial-Desktop-Apps im Store. Microsoft hebt eine Reihe Windows-Anwendungen über Centennial in den Windows Store. Für mich stellt sich aber die Frage nach dem Sinn des Ganzen. Denn es gab mal ein Projekt Paint.net von Microsoft und der Washington State University, was aber (m.W.) von Microsoft beendet wurde. Das Programm Paint.net bietet zwischenzeitlich ganz nette Funktionen.

Paint.net Filter

Ich hatte im Artikel Inside Nik Collection: Google Updater entfernen, Plugins standalone nutzen darauf hingewiesen, dass sogar Nik-Bildfilter verwendbar seien (siehe obigen Screenshot). Etwas, was Paint, auch als App, wohl kaum leisten wird. An dieser Stelle mein Verweis auf den recht aktuellen heise-Beitrag Bildbearbeitung: Crashkurs Paint.Net.


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Die Umstellung von Paint als App ist imho der Versuch Microsofts, die Centennial-Geschichte etwas zu pushen – was legitim ist. Jedenfalls ist es gut für Microsoft, wenn alles über den Windows Store laufen würde. Aber es gibt auch Stimmen, die diesen ganzen Universal Windows Platform (UWP) Ansatz kritisch sehen (siehe hier und hier).

Auch Sticky Notes bekommt ein Update

In diesem Beitrag berichtet mspoweruser.com, dass auch die App Sticky Notes in der neuesten Windows 10 Preview ein kleines Update erhalten habe. Die drei Pünktchen zum Zugriff auf das Menü sind von unten links nach oben rechts gewandert.

Ähnelt damit den Android-Apps, wo die drei Pünktchen genau an der gleichen Stelle auftauchen. Und das ist wieder einmal eine Stelle, an der ich mich ärgere. Ist zwar nur ein Fliegenschiss in der Geschichte – aber dieses ständige Herumgelumpe bei den Apps, wo ständig irgend etwas optisch verändert und umbenannt wird, ist einfach nur Mist. Spätestens an den Stellen, wo Dokumentation erforderlich wird, damit Anwender die Funktionen nutzen können, ist das kaum mehr möglich. Aber Hauptsache, man hat ein Update raus gehauen.

Ich schaue sehnsüchtig auf die Zeiten zurück, wo ich Nancy Cluts “Programming the Windows 95 User Interface” für Microsoft Press Deutschland übersetzt habe. Da gab es klare Gestaltungsregeln für die GUI und das war auch gut so. Stattdessen steuern wir (zumindest gefühlt) auf die Design Hell (siehe) zu. Ist zwar in Android und iOS auch nicht wirklich besser. Heißt aber nicht, dass man alles Schlechte in Windows-Apps nachholen muss. Aber vermutlich bin ich eh aus der “Welt gefallen” und weiß die neuen Features einfach nicht mehr zu würdigen.


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3 Antworten zu Windows 10: App-Update-Splitter


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  2. Ingo sagt:

    Die Umstellung von Paint dient aber eher nicht zum Pushen von “Project Centennial”. Die gezeigte Paint Preview App ist eine neu entwickelte UWP App und keine konvertierte App.

    Über Centennial konvertierte Win32 Programme bleiben weiterhin Win32 Programme und werden nur über den Store installiert und aktualisiert und laufen in einer Sandbox. Es sind aber auch dann keine UWP Apps.

  3. Pingback: Anonymous

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  5. Christian sagt:

    …ich lach’ mich kaputt! Sie haben die Pünktchen geschoben…wow!

    Tja, wenn sie nicht mehr wissen, was sie machen sollen, dann fangen sie
    einfach an, Dinge im Design herum zu schieben. Ich seh’s ja im Büro bei
    AutoCAD. Jahrelang waren z.B. die Koordinaten unten links angezeigt
    worden, doch habe ich diese nach einem Update zuerst gesucht und dann
    auf der rechten Seite unten entdeckt, wo sie wohl nun ein paar Jahre blei-
    ben, bis man sie dann wiederum nach oben links und noch ein paar
    Jahre später dann nach oben rechts verschiebt! Wetten?

    Und während man bis AutoCAD2014 die Menüs noch ansehen konnte,
    kann man ab ACAD2015 die Unterteilungen teils nicht mehr sehen, weil
    der Kontrast der Trennlinien quasi aufgehoben wurde. Egal ob dunkles
    oder helles Schema.
    Eine Reklamation nützte bisher nichts, auch bei Autodesk weiss man
    schliesslich besser, was für die Anwenderaugen gut ist und was nicht.

    Die Amis sind so was von schlimm sag ich Euch!
    Aber was sag ich da, das wisst ihr ja selber ;-)

    Schönes Wochenende
    Christian

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