Linux kann vorerst keinen Intel Turbo Boost Max 3.0-Mode

Noch eine kleine Info, die im Umfeld der letzte Woche stattgefundenen Computex 2016 bekannt wurde. Wer die neuen Prozessoren der Intel Broadwell-E-Familie kauft, kann unter Linux (vorerst) keinen Intel Turbo Boost Max 3.0-Mode verwenden.


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In den, auf der Computex 2016 vorgestellten, neuen Prozessoren der Intel Broadwell-E (Extreme-) Familie werkeln bis zu zehn Kerne für Desktop-PCs. Weiterhin können die CPUs in einem Turbo-Modus von 3 GHz auf bis zu 3,5 GHz hochgetaktet werden. Im Turbo Boost Max 3.0-Modus kann ein einzelner Kern sogar noch höher takten. heise.de hat vorige Woche den Artikel Intel Core i7-6950X: Zehn Kerne für Desktop-PCs zu der neuen CPU-Generation veröffentlicht, der auch auf den neuen Turbo Boost Max 3.0-Modus eingeht.

Nur für Windows – bisher nicht für Linux

Die Prozessoren haben aber einen Nachteil: Gegenüber ZDNet.com hat Intel auf der Computex 2016 eingeräumt, dass der Turbo Boost Max 3.0-Modus vorerst nicht unter Linux, sondern nur unter Windows unterstützt werde. Die mit 15% angegebene Geschwindigkeitssteigerung durch den Modus lässt sich in Linux also nicht nutzen. Details finden sich in diesem ZDNet.com-Artikel.


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4 Responses to Linux kann vorerst keinen Intel Turbo Boost Max 3.0-Mode

  1. Tim sagt:

    Bleibt die Frage im Raum, ob man diese 15% Leistungssteigerung bei 10 Kernen überhaupt bemerkt, oder obs eher nur so für Messergebnisse taugt.

    Nur für Windows muss nebenbei wahrscheinlich noch weiter eingeschränkt werden, denn angeblich gilt für kommende CPUs ja Win10 only.

    http://www.itespresso.de/2016/01/18/microsoft-unterstuetzt-fuer-systeme-mit-neuen-cpus-kuenftig-nur-noch-windows-10/

    • Ingo sagt:

      Bei einer CPU, die Mitte 2016 vorgestellt wurde, dürften zumindest im Windows Umfeld ja nun wirklich ältere Versionen als 10 schlicht irrelevant sein, oder?

      • Dieter Schmitz sagt:

        Windows-Cheerleader sind einfach unerträglich.

        Nein, es könnte auch Personen geben, die Windows 8.1 installieren möchte.

        Nicht jedem passt es, dass Microsoft im grossen Stil Daten abgreift.

        Aber der Facebook-Generation ist das ja egal. Die haben nichts zu verbergen… Und eine unglaubliche Wegwerf-Mentalität.

  2. Hella sagt:

    Es wird Zeit für nichtenglische, nichtamerikanische und wirklich freie, offene Hardware- (!) und Software- Alternativen zu dem bisher Vorhandenen.

    Die aggressive (und freie Software offenbar diskriminierende) Produktpolitik der “etablierten” Konzerne hat schon unverkennbar etwas von Unterdrückungsabsicht und Kriegserklärung gegen die freiheitsliebenden und nicht zur Unterwerfung bereiten Privatnutzer und kleinen Firmen.
    Die Weltbevölkerung sollte also gegenhalten, wenn sie nicht versklavt werden will und mit Alternativprodukten ihrerseits dafür sorgen, daß den internationalen Weltmachtsfantasten die Bäume nicht in den Himmel wachsen …

    Der Weg wird zwar anfangs etwas steining werden – das beginnt schon bei der Herstellung freier entwicklungsplattformen und Produktionsstätten für wirklich freie und offene HARDware – denn ohne quelloffene Hardware ist auch die opensource-Software nur halb so wertvoll und sicher, wie sie es sein könnte – aber es ist nicht unmöglich, dies zu erreichen – vor allem dann, wenn sich alle von den “Etablierten” über den Tisch gezogenen und Ausgespitzelten weltweit zusammentun – das ist nämlich fast die ganze Weltbevölkerung …

    Wir sollten uns von dem “alternativlos” – Gelaber nicht beeindrucken lassen und die NOT-wendigen Alternativen schaffen!

    Es wird Zeit, daß diese aggressiven Geschäftspraktiken humanitäre Konkurrenz bekommen, dann werden auch diese Großkonzerne wieder zur Vernunft und Fairneß zurückfinden – oder untergehen!

    Auf Softwareebene ist mit GNU/Linux der Anfang gemacht – nun muß dasselbe auf der Hardwareebene folgen, wenn wir nicht in Sklaverei enden wollen!

    Hella(95)

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