Smartscreen-Filter: Petzt der Edge die besuchten URLs?

Zum Wochenende machte eine Meldung die Runde, dass der Microsoft Edge-Browser die besuchten URLs samt einer ID an Microsoft meldet. Das geht eigentlich nicht mit dem Recht auf Privatsphäre zusammen.


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Ich hatte den Tweet von scriptjunkie bereits gestern auf Twitter gesehen, bin aber nicht dazu gekommen, darauf einzugehen.

Die Botschaft im Tweet: Der Edge-Browser sendet die komplette URL einer besuchten Webseite an Microsoft. Microsoft hat zwar einiges dokumentiert. Was aber nicht bekannt war: Mit den Daten wird auch die ID des Benutzerkontos mit übertragen.

Hintergrund ist, dass diese URL mit dem SmartScreen-Filter Microsofts auf Malware überprüft wird. Trotzdem schlägt das Thema momentan einige Wellen, so dass Seiten wie Bleeping Computer das aufgegriffen haben.

Prompt gibt es den Hinweis, dass diese Praxis bereits seit 2005 bekannt und dokumentiert sei.


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5 Antworten zu Smartscreen-Filter: Petzt der Edge die besuchten URLs?

  1. Christian sagt:

    Warum regt man sich denn so auf? Weil nun Microsoft ‘dabei erwischt’ wurde? Googles Chrome und Mozillas Firefox machen das ebenfalls seit Jahren. Sicher, das macht es nicht weniger schlimm. Aber sich auf Microsofts Browser einzuschießen und die anderen unerwähnt zu lassen, das sollte sich der Herr auf Twitter dann lieber ganz verkneifen…

    • Tanja sagt:

      “die anderen unerwähnt zu lassen”
      Hat er nicht:
      “Firefox, Chrome, and Safari do not send your browsing history to their cloud overlords like Edge does. They compare 4-byte URL hash prefixes with downloaded bad hash lists.”

  2. Steter Tropfen sagt:

    Ja, doch, ich erinnere mich: Dass der SmartScreen-Filter alle URLs zur Prüfung an MS sendet, wurde schon bei dessen Einführung bekanntgegeben. Das ist so bekannt wie dass MS bei Skype-Nachrichten die geposteten Links scannt.
    Gibt es tatsächlich noch jemanden, den das jetzt kalt erwischt?

    Machen doch alle anderen Anbieter solcher Segnungen auch. Deshalb schalte ich so was auch immer ab. Ich brauche keine Cyber-Mummy, ich kann ganz gut selbst auf mich aufpassen.

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  4. Martin sagt:

    Ich habe den SmartScreen-Filter (im IE) genau deshalb schon seit Jahren ausgeschaltet. Unter (ab?) Windows 8 prüft und sendet er auch Daten über Downloads, wenn diese mit anderen Browsern heruntergeladen wurden. Das klingt danach, als wäre er mit dem Defender verknüpft, oder macht der Defender das zusätzlich oder bei deaktiviertem SmartScreen dann selbst? Oder nicht, wenn zusätzlich eine andere Vireschutzlösung installiert ist. Zumindest wohl letzteres, weil dann der Echtzeitschutz des Defenders ja deaktiviert ist.

    https://www.com-magazin.de/news/sicherheit/sicherheitsbedenken-smartscreen-filter-17385.html

    Den Defender (unter Windows 7) habe ich ja auf wöchentliche “Schnellprüfung” eingestellt, aber E-Mails abgewählt. Da hatte ich früher leider auch “vollständige Prüfung” eingeschaltet und auch E-Mail Anlagen mit einbezogen. Aber da ich ja Eset als Virenschutzlösung habe, habe ich das zurückgestuft. Einen Eset-Vollscan lasse ich etwa einmal im Monat laufen, mit maximaler Scantiefe, was dann fast 7 Stunden dauert.

    • wufuc_MaD sagt:

      takeown /f “%WinDir%\System32\smartscreen.exe” /a
      icacls “%WinDir%\System32\smartscreen.exe” /grant:r Administrators:F /c
      taskkill /im smartscreen.exe /f
      del “%WinDir%\System32\smartscreen.exe” /s /f /q

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