Waterfox-Browser an System1 verkauft

Noch ein kleiner Infosplitter, den ich aus der Diskussion herausziehe. Blog-Leser 1ST1 hat darauf aufmerksam gemacht, dass der Waterfox-Browser an System1 verkauft wurde (danke dafür). Martin Brinkmann hat es auf ghacks.net hier vor einigen Tagen aufbereitet. System1 hat vor einiger Zeit auch die Suchmaschine Startpage über Privacy One Group Ltd. aufgekauft. System1 ist ein Werbeunternehmen, das versucht, “die Werbung besser und sicherer zu machen und dabei die Privatsphäre der Verbraucher zu respektieren”. Alex Kontos, Entwickler des Waterfox hat einen Blog-Beitrag zum Verkauf an System1 publiziert.


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31 Antworten zu Waterfox-Browser an System1 verkauft


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  2. Tom sagt:

    [Zitat]
    …“die Werbung besser und sicherer zu machen und dabei die Privatsphäre der Verbraucher zu respektieren”…
    [/Zitat]
    Besser kann man einen Widerspruch in sich nicht ausdrücken!
    https://de.wikipedia.org/wiki/Paradoxon

  3. Dat Bundesferkel sagt:

    “Wir verkaufen niemals ihre Daten” sind so die üblichen Aussagen, die man von Startpage, Duckduckgo und Co zu hören bekommt (oder WhatsApp seinerzeit).

    Man sieht jedes Mal auf’s Neue, was davon zu halten ist.

    Danke für die Info!

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  5. Reinsteckefuchs sagt:

    Jetzt werden die Nutzer dieser unsinnigen Firefox-Forks bald kleinlaut und still :)

    Mit etwas Eigeninitiative und einer gescheiten Konfiguration kann man auch im originalen Firefox wirklich alles Schnüffeln abstellen. Sagt jetzt bitte nicht “ja aber pale moon!”, alles besser als dieser legacy code voller Lücken, weil man ewiggestrig ist.

    Das musste gesagt werden.

    • 1ST1 sagt:

      Mir gehts bei Waterfox nicht um Schnüffelei, WF ist noch auf dem Stand von FF 56, das heißt die ganzen alten Addons laufen noch! Da sind einige Perlen dabei, die ich gelegentlich brauche, die es beim aktuellen Firefox nicht mehr gibt, oder keinen vergleichbaren Funktionsumfang mehr haben.

      • Reinsteckefuchs sagt:

        >”Die gute alte Zeit!”

        Gibt es auch neue Addons für, muss man etwas Zeit investieren. Ein Addon-Ökosystem lebt auch vom Wandel. Vim bindings und bessere Downloadmanger gibt es allemal. Es gibt nichts was so wichtig ist das ich dafür mit ungepatchten 56er versionen ins Netz gehen würde.

    • Steter Tropfen sagt:

      @Reinsteckefuchs
      Okay, Fanboy: Auf solche unbelegten Pauschalbehauptungen kann man argumentativ nichts antworten.
      Mach einfach auf deinem Rechner, was du willst. Aber maß dir nicht an, andere für blöd zu erklären. Die wissen durchaus, was sie tun. Vielleicht besser als du.

      • Reinsteckefuchs sagt:

        Da Leute hier zugeben auf ungepatcher Software von 2017-09-28 zu surfen, sie oben FF56, sehe ich mich da schon sehr wohl im Recht.

        https://github.com/search?q=firefox+exploit
        https://github.com/search?q=firefox+CVE

        Mein Gott, wacht endlich auf! Gibt dutzende CVEs mit Remote Code Exploitation auf Github. Nur weil ihr noch keine Seite angesurft habt wo die zum Einsatz kommen heisst es nicht Ihr seid sicher.

        Zitat: “Aber maß dir nicht an, andere für blöd zu erklären. Die wissen durchaus, was sie tun.”
        https://i.imgur.com/fKWrRlB.gif

        Jo, das habt Ihr mir eindrucksvoll eben bewiesen:
        Code von 2017, oh Backe. Die gleichen Profis wie im Heise-Forum!

        Lesen:
        https://www.bsi.bund.de/DE/Themen/ITGrundschutz/ITGrundschutzKompendium/bausteine/OPS/OPS_1_1_3_Patch-_und_%C3%84nderungsmanagement.html

        • Steter Tropfen sagt:

          Ich reiche mal pauschal sämtliche deiner Beleidigungen an dich zurück. Dazu noch: Du bist ein Ignorant, der sich an einzelnen vermeintlichen Fehlern festbeißt und diese allen, die nicht deiner Meinung sind, unterschiebt. So eine Tatsachen-Entstellung ist grundsätzlich unseriös, aber solange du es nur zum Selbstbetrug nutzt, bitteschön. Bloß missionieren sollte man auf die Tour nicht.

          Wenn du WOLLTEST, dann könntest du jedenfalls wissen, dass z.B. der PaleMoon-Browser regelmäßig mit Sicherheitsupdates versorgt und ständig am Code gearbeitet wird.
          Aber es zwingt dich sowieso keiner, solche Alternativen zu nutzen. Leute wie du sorgen allerdings dafür, dass es irgendwann keine mehr gibt und alle der Willkür eines Monopolisten auf Gedeih und Verderb ausgeliefert sind.

          • Reinsteckefuchs sagt:

            https://de.wikipedia.org/wiki/Argumentum_ad_hominem

            Beleidige mich ruhig weiter, habe ein dickes Fell. Mein Beitrag hatte Quellen, Fakten und Beweise in Gegensatz zu deinem.

            >Wenn du WOLLTEST, dann könntest du jedenfalls wissen, dass z.B. der PaleMoon-Browser regelmäßig mit Sicherheitsupdates versorgt und ständig am Code gearbeitet wird.

            https://blog.fefe.de/?ts=a22fdf3d

            — Zitat Fefe —
            >Zweitens: Ja, da gibt es Nachpatchen, aber Nachpatchen ist eine Lüge. Da werden nur Bugs gepatcht, von denen klar war, dass das ein Security-Bug war. Der Anteil der Security-Bugs, bei denen das von vorneherein klar und klar im Bugtracker markiert ist, liegt je nach Umfeld zwischen 0 und 50%.
            — Zitatende Fefe —

            (bevor du jetzt fragst wer “Fefe” ist: Sicherheitsforscher, Programmierer und führt Code Audits für u.a. Banken durch)

            Palemoon on Waterfox sind alter Gammelcode. Noch älter als ESR. Durch das beharren auf XUL werden auch niemals die Lücken geschlossen die in XUL enthalten sind, da Firefox XUL nicht mehr nutzt und auch deshalb keine Patches dafür nachliefern kann.

            Würdest du dich selbst an die hohen Standards halten, die du an andere stellst und recherchieren, dann müsstest du dich nicht vorführen lassen. Ich werde jetzt das Antworten unterlassen, da du keine höfliche Gesprächskultur einhalten möchtest und nicht auf belegte Fakten eingehst :)

          • macten sagt:

            @steter tropfen
            von welchen beleidigungen blubberst du eigentlich? ich sehe hier nur dich worte wie “blöd”, “ignorant”, “unseriös” benutzen

            gut das bald die klarnamenspflicht online kommt

          • Günter Born sagt:

            Leute, haltet bitte den Ball flach – sich persönlich anzugehen, bringt niemanden weiter. Danke!

          • Anonymous sagt:

            Dass Waterfox monatlich die neuen Security-Patches bekommt, ist aber hoffentlich bekannt…

            Beispiel: https://www.waterfox.net/blog/waterfox-2020.02-release/
            Direkt der erste Punkt des Changelogs.

  6. Blupp sagt:

    Und wieder ist es an der Zeit nach Alternativen umzusehen.
    Der Grund für die Nutzung des Waterfox ist vollständig entfallen.

    Danke für die Info, wünsche ein schönen Sonntag.

    • Caro sagt:

      Sehe ich nicht so: Die Hauptvorteile von WF – entfernte Telemetrie ggü. FF, die Möglichkeit alte Addons weiter zu nutzen, inkl. Designanpassungen – sind immer noch vorhanden.
      Die Hintergrundinfos zum Verkauf hat Alex in seinem Blog gut erläutert. Und Einnahmen über Suchmaschinenbetreiber gab es schon immer, bei jedem Browser.

      • Blupp sagt:

        Die Hintergrundinfos hat er erläutert und die sind durchaus nachvollziehbar, jedoch ist der Grund für die Nutzung des WF hier nicht aufgeführt. Es ist schlicht der Wille zur Unterstützung von Projekten engagierter Programmierer, natürlich auch über Einnamen durch die Suche. Dies fällt nun weg, da das Projekt nun von einem Unternehmen weitergeführt wird.

        Da es sich wohl um ein Unternehmen aus der Werbebranche handet, fehlt es hier einfach an Vertrauen in die Zukunft des WF. Heute und kurzfristig mag der WF noch ‘benutzbar’ sein. Ist er das in Zukunft auch? Entscheidungen und Aussagen von Unternehmen der Werbeindustrie gingen und gehen oft weit auseinander. Den WF unter diesen Bedingungen ohne kritische Hinterfragung weiterzunutzen wäre unangebracht.

        Kurz gesagt, die Werbeindustrie hat bisher noch immer jeden schamlos belogen und Daten abgezweigt. Ein solches Projekt nun der Werbeindustrie zu übergeben bedeutet Totalschaden. Das selbst dann, wenn diese Firma es ehrlich meinen sollte. / Bock zum Gärtner machen …

    • deoroller sagt:

      Die Alternative, ist dann wohl ein Comunity Projekt, das ständig ums Überleben kämpft und seine Nutzer von Heute auf Morgen wieder alleine lassen lassen kann, weil solche Projekte 1. vom Code eines größeren Open Source Projekts und 2. von einzelnen Personen abhängen, wo bereits ein Krankheitsfall eines Programmierers zu einer Krise des Projekts führen kann.

      • Blupp sagt:

        Warum nicht? Bei z.B. Microsoft ist man doch auch nicht besser bedient. EOL ist erreicht, entweder man wechselt zum nächsten Produnkt mit ständig kaputten Updates + Bespitzelung oder man orientiert sich neu.
        Diese Situation ist auch nicht besser. Was spricht dagegen kleine Projekte gezielt zu unterstützen? Eine gewisse Sorgfalt nuss man überall einhalten, keine Software ist wirklich sicher …

  7. Marco Himmel sagt:

    Schauen sie sich mal den bittube Browser an,der beruht auf dem Firefox inkusive Adblocker und VPN.Die Idee hinter dem bittube Unternehmen(Haben mehrere Produkte)ist das Internet von Werbung zu befreien.
    Wie das gehen soll?
    Surfer und Webseitenbetreiber bekommen je nach Verweilzeit eine Kryptowährung(auszahlbar in Euro)gutgeschrieben.Die Währung kann also auch nicht massenhaft auf den Markt geworfen werden,nur nach Nachfrage.Mehr Nachfrage heisst aber ein höherer Kurs.
    Das Unternehmen ist an der Börse dürfte also kein Scam sein.EIn Grossteil wurde auch von einem Berliner Unternehmen gekauft das seit Jahrne in Startups investiert.

    • Steter Tropfen sagt:

      Surfer kriegen auch was „gezahlt“? Oder müssen die das dann an die Seitenbetreiber auszahlen? Aber wo kommt der Gegenwert her? Für Kryptowährung bekommt man nichts zu essen. Gute Vorsätze schaffen noch kein Einkommen. Da sich jedes Unternehmen auch in der Realität irgendwie finanzieren muss, müssen also irgendwelche Geldgeber ihre Interessen dadurch umsetzen können.
      Für mich ist das nur ein Versuch, Kontrolle auszuüben. Da könnte ich auch gleich mit Chrome surfen (Google will ja auch einen Werbeblocker nach eigenem Gusto als Monopol durchsetzen).

      • Paul sagt:

        Der Wert kommt erst mal von den AKTIEN.

        Den Werbeblocker können sie auch abschalten.

        Wie oben schon steht können sie sich die Kryptowährung in Euro auszahlen lassen.

        Der Sinn ist das Seiten keine Werbung mehr brauchen um sich zu finanzieren.

        Als Surfer müssen sie garnichts,können anderen bittubern für ihre Arbeit dann ganz einfach spenden.Ein Bezahlsystem für Shops soll es ebenfalls geben.

  8. Dietmar sagt:

    Hmmm. Auf https://www.startpage.com/de/about-us.html hab ich noch nix von dem Verkauf gefunden (weder das Wort „Privacy“ noch „System“ darauf gefunden). Ist aber auch mit 2019 datiert.

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  10. deoroller sagt:

    Bei heise scheint man sich nicht um Waterfox zu interessieren.
    Sonst kamen im Forum immer welche daher und drohten mit dem Wechsel zu Waterfox, wenn Mozilla bei Firefox etwas neues einführte. Danach wurde es wieder still.

  11. Doelli sagt:

    Auszüge von Wikipedia bezgl. “Fefe”:

    “In einem Interview mit dem Medien-Branchendienst Meedia erläuterte von Leitner, dass er sich nicht als Nachrichtenquelle sehe und „keinen Anspruch auf Wahrheit oder vollständige Berichterstattung erhebe“.[6] Außerdem werden nach eigenen Angaben im Blog gelegentlich gezielte Falschmeldungen verbreitet, mit dem erklärten Ziel, die Medienkompetenz der Leser zu steigern.[7]”

    Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Fefes_Blog

    Persönliches Fazit: Nicht Alles glauben was der IT-Experte schreibt!

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