Nutzererfahrungen mit dem Aldi TALK LTE-Hotspot

Von Aldi Süd und Aldi Nord gibt es seit 2020 den sogenannten Aldi TALK Hotspot. Es handelt sich um einen mobilen LTE-Router, dem eine Aldi TALK SIM-Karte mit LTE-Anbindung und flexibel buchbarem Mobilvolumen beiliegt. Im Beitrag möchte ich kurz auf das Thema eingehen, weil ein Blog-Leser kürzlich seine Erfahrungen dazu hier im Blog hinterlassen hat.


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Der Aldi TALK LTE-Hotspot

Beim ALDI TALK Hotspot handelt es sich um einen mobilen LTE / WLAN Hotspot, der zur Not in die Hosentasche passt. Das Gerät kann über eine ALDI TALK Hotspot-SIM-Karte Internet bereitstellen. Dann spannt der Hotspot ein WLAN auf, über welches sich bis zu 15 Geräte mit dem WLAN Router verbinden können und Internet zur Verfügung haben.

Aldi TALK LTE-Hotspot

Der ALDI TALK Hotspot wird bei Aldi Süd und Aldi Nord auf dieser Webseite zum Preis von 39,99 Euro angeboten. Eine Kurzanleitung (PDF) gibt es hier. Nachfolgend sind die Tarifoption von der Produkt-Webseite aufgeführt.

Aldi TALK LTE-Hotspot Tarifoptionen

Doof findet ich, dass kein 30 Tage-Internettarif für 1 GByte angeboten wird. Im Router sollte man aber auch SIM-Karten anderer Anbieter einsetzen können.

Erfahrungen eines Blog-Lesers

Blog-Leser Andreas B. hat diesen LTE-Hotspot wohl im Einsatz und seine Erfahrungen vor einiger Zeit als Kommentar hier im Blog hinterlassen. Ich habe die Informationen mal herausgezogen und ein wenig aufbereitet.

Konfiguration des Hotspot

Der Aldi TALK LTE-Hotspot besitzt einen kleinen Webserver zur Konfigurierung des Geräts. Dazu schreibt Andreas folgendes:

  • Die Konfiguration und Infos des Hotspots sind als eine Webseite gestaltet. Soweit schön und gut, aber: deren URL ist "http", nicht "https".
  • Mein Standardbrowser Firefox mag das gar nicht und zickt manchmal rum. Dann quetscht er stur immer das "s" rein, und die Seite kann nicht aufgerufen werden.

Die Umwandlung der http- in einen https-Adresse passiert laut Andreas nicht immer. Aber wenn, dann ist das gleich eine Serie. Und das sei ganz schön nervig, meint Andreas.


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Das Problem mit dem Firefox wird im Web seit Jahren immer mal wieder diskutiert. In diesem Post gibt es den Tipp, den Cache mit dem Verlauf im Firefox zu löschen. Möglicherweise ist der Redirect von http auf https dann weg.

Erfahrungen mit Android-Tablet

Da der LTE-Hotspot ja Internet per WLAN bereitstellt, wollte Andreas das auch für sein Android LTE-Tablet nutzen. Dabei machte er eine ungute Erfahrung, was das genutzte Datenvolumen betrifft. Andreas schrieb dazu.

Ich dachte ja, ich könnte den Hotspot nun auch für mein Android-LTE-Tablett verwenden und machte eine ganz, ganz üble Erfahrung. Bisher lief es problemlos mit einer eigenen SIM-Karte. Aber über den Hotspot wurde der Traffic plötzlich richtig heftig.

Schuld ist die Google-App: Die saugt 2 bis 3mal pro Minute eine Zip-Datei namens "de-DE-v301-f25-[laufende Nummer].zip" nach

storage/emulated/0/Android/data/com.google.android.googlequicksearchbox/files/download_cache

Und dies ist anscheinend nur unnützer "News"-Müll plus Werbung.  Das lief so nonstop, bis fette 4 Gigabyte sinnlos verballert waren und ich endlich den Übeltäter identifiziert hatte.

Der Übeltäter wurde laut Andreas nur im Prüfprotokoll von ESET sichtbar, dass da laufend etwas reinkam! Und dass "Files" diese fetten Dateien dann nachher zum Bereinigen anzeigte. Sein Schluss war: Wenn der WLAN-Zugriff geöffnet ist, werden standardmäßig Daten gesaugt, was das Zeug hält. Auf dem Android LTE-Tablet dürften die Apps so eingestellt sein, dass sie keine Daten über LTE saugen, um das Mobilfunk-Datenvolumen zu schonen. Ist ja auch bei Windows 10/11 so, dass man Updates nicht über Mobiles-Internet herunterladen lassen kann. Sieht das Betriebssystem dagegen WLAN, wird sofort Datenvolumen für (sinnlose) Downloads gesaugt.

Wie schreibt Andreas: Soviel zum Thema "Öko" und gratis WLAN, liebe Digital Natives. Also habe ich die Google-App deaktiviert, danach war endlich Ruhe im Karton. Danke an dieser Stelle für die Hinweise von Andreas – vielleicht sind diese für Aldi TALK Hotspot-Nutzer von Interesse.


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15 Antworten zu Nutzererfahrungen mit dem Aldi TALK LTE-Hotspot

  1. Webster sagt:

    "Schuld ist die Google-App: Die saugt 2 bis 3mal pro Minute eine Zip-Datei namens "de-DE-v301-f25-[laufende Nummer].zip" nach
    storage/emulated/0/Android/data/com.google.android.googlequicksearchbox/files/download_cache
    Und dies ist anscheinend nur unnützer "News"-Müll plus Werbung. Das lief so nonstop, bis fette 4 Gigabyte sinnlos verballert waren und ich endlich den Übeltäter identifiziert hatte."

    Leider verfügt Android nicht über die Windows-Funktion "als getaktete Verbindung festlegen", das könnte den Datenhunger reduzieren.

    "Also habe ich die Google-App deaktiviert, danach war endlich Ruhe im Karton."

    Dann dürften wesentliche Google-Funktionen wie die Spracheingabe nicht mehr funktionieren, oder?

  2. RG sagt:

    Umleiten von http auf https könnte an kaputtem Zertifikat liegen oder fehlerhaftes HSTS seitens Router. Eventuell nach Firmware Update beim Hersteller fragen.

  3. Jackie sagt:

    Das Problem ist hier aber leider der Firefox. Firefox versucht wenn er einen Host nicht erreichen kann auch noch eine Verbindung per HTTPS aufzubauen und scheitert erst dann. Ich habe dieses Problem auch immer mal wieder bei Geräten im lokalen LAN die halt kein HTTPS anbieten. Ist dann halt ärgerlich wenn man nach einem Reboot des Geräts die F5 Taste malträtiert und dann feststellt das der Firefox mal wieder ein s reingebastelt hat :) Ich spreche meine Geräte intern gründsätzlich per DNS Namen an. Früher hat das mit dem Firefox gereicht wenn man Hostnamen eingibt der wurde dann mit der Suchdomain vervollständigt. Ja man kann dieses Verhalten auch heute wieder erwzingen aber auf dem Smartphone funktioniert das doch oft wieder nicht richtig. Also keine langen Domains für den internen Gebraucht verwenden und mit FQDN arbeiten… Hätte ich das mal früher gewusst :D

    Ich finde man muss hier bei diesem Hotspot die Kirche mal im Dorf lassen. Ich bekomme einen Hotspot für 40€, von diesen 40€ sind schon 10€ Guthaben, heißt das Gerät kostet also 30€. Dafür kann ich heute nichtmal zu zweit ins Kino gehen! Klar wäre HTTPS schöner gewesen, nur sehe ich in deisem Fall keinen großen Gewinn für die Sicherheit. Die Umsetzung ist ja auch immer so eine Sache, ein selbstsigniertes Zertifikat scheidet aus, den die Warnmeldungen im Browser wären damit auch nicht schön. Domains wie .lan oder .local sollte man ja auch nicht nutzen. Also bleibt nur eine gültige öffentliche Domain mit ordentlichem Zertifikat. Aber auch das ist gar nicht mal so gut.

    Ich nehme das Beispiel mal kurz auf und nehme an Aldi hat da so gemacht und die Domain aldi.hotspot registriert und ein ordentliches Zertifikat dafür. Damit das funktioniert muss ich auf dem Hotspot die DNS-Anfragen manipulieren, das wird dann spätestens mit DNS over HTTPS wieder zu Problemen führen, denn die gehen am DNS-Server des Hotspots vorbei. Habe ich den Hotspot vor einem anderen Router im Einsatz der die Namensauflösung selber macht geht das auch wieder nicht. Vorallem führt diese Konstellation mit dem Firefox auch wieder zu Problemen, habe ich jetzt mehrfach bei irgendwelchem TP-Link Geraffel gesehen.

    Ich finde es bei einem 30€ Hotspot absolut legitim nur HTTP anzubieten. Zumal es mir personlich immer noch lieber ist als irgendwelche DNS-Anfragen zu verbiegen! Ich finde die Situation zeigt doch eigentlich ganz gut wie kaputt unsere heutige IT eigentlich ist. Man kann das Problem eigentlich immer nur durch irgendwelche Manipulationen umgehen.

  4. nook sagt:

    GB: "Doof findet ich, dass kein 30 Tage-Internettarif für 1 GByte angeboten wird."

    Günter, schau mal diese Seite an https://www.alditalk.de/p/router-aldi-talk-hotspot-30030308A1

    Aldi spricht auch unbegrenzt mit dem Router ;-)

    • Zocker sagt:

      Die Fußnote 6 wird auf dieser Seite jedoch bei keinem Angebot genutzt. Ohnehin gehören die Fußnoten offenbar nicht zu dem Angebot. In Fußnote 7 ist von 3GB/4Wochen die Rede, was Paket S entspricht (die Fußnote spricht von "Internet-Flatrate S"). Während im Paket von 7,99€ die Rede ist, ist in der Fußnote von 6,99€ die Rede. Demnach bezieht sich das auf andere Angebote.

      Ich glaube in der Regel ist es sinnvoller sich einen freien LTE-Hotspot zu holen. Die bekommt man ebenfalls ab 40€, kann sich jedoch Anbieter und Netz defintiv selbst aussuchen. Außerhalb der EU schon fast Pflichtprogramm.

  5. Paulus sagt:

    Über viele Jahre mit besten Erfahrungen ALDI-Surfsticks 3G genutzt mit SIMs diverser Anbieter in verschiedenen Netzen; beim Hotspot vermute ich eine böse Falle:
    es gibt zum Hotspot explizit eine HOTSPOT-SIM, was bedeuten dürfte:
    – Funktion nur mit ALDI-Netz O2
    – Funktion NUR mit dieser SIM
    – Nutzung vorhandener ALDI-SIM ausgeschlossen; Aktivierung SURF-SIM nötig
    – Telefonieren ist ja auch ausgeschlossen

    Ja, früher war alles besser; 2022 wird´s logischerweise schlimmer!

    • Ralf Lindemann sagt:

      Günter hat leider nicht auf die ursprüngliche Kommentierung des erwähnten Blog-Lesers Andreas verlinkt.

      Andreas berichtet dort, dass er seinen neu gekauften Aldi-Hotspot mit der SIM-Karte aus seinem alten Aldi-Surfstick bestückt und betrieben hat. Technisch gesehen ist das kein Problem. Ich denke auch nicht, dass der Aldi-Hotspot einen SIM-lock hat. Man sollte aber im Hinterkopf haben, dass sich die (normale) Aldi-SIM-Karte von der Hotspot-SIM-Karte in einem wichtigen Punkt unterscheidet: Bei den normalen Aldi-SIM-Karten gibt es einen datenbasierten Basis-Tarif (0,24 EUR pro 1 MB). Bestückt man also den Hotspot mit einer normalen Aldi-SIM-Karte, ohne dass eine Internet-Flat gebucht ist, wird die Internetverbindung automatisch im teuren Basis-Tarif abgerechnet. Das ist eine Kostenfalle.

      Diese Kostenfalle gibt es bei der Hotspot-SIM-Karte so nicht, weil dort der teure Basis-Tarif nicht angeboten wird. – Lange Rede, kurzer Sinn: Man kann den Aldi-Hotspot auch mit einer anderen SIM-Karte bestücken. Man sollte sich im Vorfeld aber über die Konditionen informieren, damit man im Nachgang nicht eine böse Überraschung erlebt …

  6. Miademora sagt:

    Wie lange hält der Akku? Kennst sich jemand damit aus?

    • JG sagt:

      @Miademora
      Sieht aus wie das Teil von Alcatel (Alcatel LinkZone MW40V).
      https://geizhals.de/alcatel-linkzone-mw40v-schwarz-a1497859.html?hloc=at&hloc=de

    • Andreas B. SH sagt:

      Ja, ist Alcatel MW40V. – Dass der Akku im Betrieb recht warm wird (wie dort beschrieben) stimmt auch. – Nach vollständiger Aufladung mit Ladegerät während des Betriebs bisweilen Verbindungsabbruch und Gerät reagiert nicht mehr! Dann hilft bei mir nur Gehäuse öffnen, Akku kurz entnehmen und wieder einlegen.

      • JG sagt:

        @Andreas B. SH
        Als Wlan-Hotspot genügt sicherlich auch ein altes Smartphone

        Gut dass ich mir das Teil von Alcatel nicht gekauft habe. Wegen der Umts-Abschaltung wollte ich es mir kaufen, aber genau wegen dieser Bewertung habe ich sein gelassen. Dafür ist es kürzlich ein Lte-Stick von Huawei geworden. Leider läuft das Teil nicht mit der Software Mobile Partner. Die Einstellungen müssen über den Browser vorgenommen werden. Bis jetzt habe ich es noch nicht gechafft. Wird alles immer schwieriger.

      • Paulus sagt:

        Ja, dann sind …-Locks wohl überflüssig: das Ding macht ja so schon genug Ärger ("Dauer"haltbarkeit in Monaten ?) –

        ein wirklich wahrer "H O T"spot!

  7. Andreas B. SH sagt:

    Meine erste Vermutung über die Ursache des fatalen Datenverbrauchs beim Android-Tablet war anscheinend nicht ganz korrekt. Es ging später nämlich trotzdem schon wieder los!

    Bei der Suche im www fand ich: Manche haben im engl. Sprachraum scheints das gleiche Problem, nur dass die Dateien dann "en-US-…" heißen.
    Was mich fast in die Panik trieb, war, als ich auch noch las: Anscheinend ist der googlequicksearchbox-Cache ein Lieblings-Tummelplatz für Malware-Befall, bei sog. "Man in the disc".
    Aber das ist Gott sei Dank nicht die Ursache. Ich habe nur 2, 3 seriöse Apps via Playstore neu installiert und ansonsten fast alles, was ich niemals brauche, deaktiviert.

    Es scheint sich bei diesen Zip-Datein um Sprachpakete für den "Assistenten" zu handeln. (Also für Bedienung per Mikrofon.) Aber das nutze ich gar nicht und habe das Mikro keiner App erlaubt. – Genau das ist wohl die Ursache! Der Assistent ist ab Werk drauf und gibt keine Ruhe, bis er die lokalen Sprachdateien hat. Obwohl ich ihn nie angefasst habe und dafür auch keine Sprache ausgewählt habe. Es ist wohl ein ganz fieser Android-Bug, dass das Ding mit seinen Fehlversuchen, sich ungefragt im Hintergrund auf Lokalsprache zu komplettieren nicht aufhört und dabei ständig ins Leere läuft.

    Schließlich habe ich in den Einstellungen gesetzt:
    Assistenten-APP: "keine".

    Vielleicht kann das jemand verifizieren, der sich mit Android besser auskennt? Jedenfallls bin ich das Problem auf diese Art nun endlich losgeworden.

  8. Friedrich Hingst sagt:

    Kann man den Wfi Key ändern ?

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