Spam-Welle: Arbeiten von zu Hause für 6.000 Euro?

Von Blog-Leser Malte bin ich auf eine Spam-Welle aufmerksam gemacht worden, die wohl in die Postfächer schwappt. Es wird quasi “Heimarbeit” mit bis zu 6.000 Euro Verdienst angepriesen. Hier ein paar Informationen.


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Die Mail stammt angeblich von einem Boris (Name kann wechseln), Personalleiter einer großen, internationalen Firma, der händeringend nach Mitarbeitern sucht. Das Angebot klingt verlockend: Arbeiten von zu Hause aus, Vergütung 3.000 bis 6.000 Euro.

Spam-Mail

Nachfolgend eine weitere Textvariante der Spam-Mail vom Absender advertising(AT)bangingfatelvis(Dot)com (wobei dieser sowie die Ansprache in der Mail wechseln können).


Lieber user,

Wir suchen nach Mitarbeitern, die von zu Hause aus arbeiten wollen.

Mein Name ist Boris und ich bin der Personalleiter einer großen, internationalen Firma.

Den größten Teil der Arbeit können Sie von zu Hause, das heißt, egal wo erledigen.


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Bezahlung ist 3000 €-6000 €

Falls Sie an diesem Angebot Interesse haben, besuchen Sie bitte unsere Seite

Mit freundlichen Grüßen!

Personalabteilung


Hier kann nur eindringlich davor gewarnt werden, den Link anzuklicken. Entweder landet man auf einer Seite, wo man sich registrieren soll. Oder die verlinkte Seite gehört zu einem kompromittierten (WordPress) Web-Auftritt und kann alles mögliche, von Malware bis hin zu Exploit-Kits enthalten. Hier ist ein Fall, wo Malware hinter dem Link lauerte, dokumentiert. Aber auch Versuche zur Geldwäsche oder ähnliches laufen über diese Schiene (siehe auch hier). Und hier wird ein Fall thematisiert, wo sich eine Anmeldung an einer Flirtline hinter dem Link versteckt. Also nochmals: Finger weg und den gesunden Menschenverstand walten lassen. Niemand schiebt 3.000 bis 6.000 Euro für ein bisschen Heimarbeit raus.

Mit ist zwar klar, dass der typische Leser meines Blogs solche Mails als Spam ignoriert und löscht. Da über Google auch Gelegenheitsleser im Blog unterwegs sind, habe ich die Info erneut aufgenommen. Vielleicht bewahrt es den einen oder anderen Internet-Nutzer vor einer Dummheit.


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18 Antworten zu Spam-Welle: Arbeiten von zu Hause für 6.000 Euro?


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  2. deo sagt:

    Um so eine Mail zu bekommen, müsste ich erst mal Spamfilter deaktivieren.

  3. woodpeaker sagt:

    Bin da eigentlich recht mitleidlos und drücke es mal so aus:

    Wer es bis jetzt noch nicht kapiert hat, dass man solche Seiten nicht besucht, dem ist dann auch nicht mehr zu helfen und der hat es dann nicht anders verdient.

    • Dekre sagt:

      hätte es nicht besser formulieren können. Neue Masche läuft wohl über linkedin.com.
      Grüße

    • Blupp sagt:

      Bei Menschen die schon etwas länger im Netz unterwegs sind und es eigentlich wissen sollten ist diese Meinung zumindest ein wenig zu nachzuvollziehen. Jedoch kennt sich leider nicht jeder mit der Materie gut aus und nicht jeder hat selbst Schuld an seiner Unkenntnis.
      Wäre es möglich, dass ein Mensch in diesem Moment erstmalig einen PC einschaltet? Ich glaube das passiert viele tausend mal je Woche, oder noch viel öfter. Die sind dann sicher auch alle selber Schuld?!
      Es ist schon wichtig, dass an vielen Stellen im Netz vor solchen Maschen gewarnt wird, engstirnige Kommentare erscheinen da eher kontraproduktiv.

      • woodpeaker sagt:

        Das ist das Problem in der heutigen Gesellschaft.

        Dummheit in jeglicher Form wird toleriert und entschuldigt, anstatt den Leuten erst mal Sachkenntnis abzuverlangen.
        Dadurch wird die Menscheit nicht klüger!

        Nur weil man das Geld hat sich ein Auto zu kaufen kann man damit auch nicht sofort am Verkehr teilnehmen. Es ist ein Führerschein (Sachkunde) vonnöten.
        Und so verhält es sich mit dem Internet.
        Man sollte schon wissen was man macht. Zumindest in den Grundzügen.
        DAS ist doch einer der Gründe, warum eine Spam- , Botnetz- , Trojanerwelle nach der anderen über unsere Köpfe rollt.
        Und wenn wir da nicht standhaft dagegenhalten, dann ziehen uns die DAUs in den viruellen Abgrund.

        • Blupp sagt:

          Für die Belange um das Auto gibt es die StVO und die StVZO in denen das alles geregelt ist. Für das Internet ist das nicht geregelt, womit der Vergleich Auto & PC hinkt ;-)
          Schön wäre es schon wenn sich jeder informieren und lernen würde. Aber wir sind ja ein freies Land, jeder hat auch das Recht dumm zu bleiben…
          Was du schreibst ist sicher wünschenswert, nur nicht durchsetzbar. In einem hast du aber meine absolute Zustimmung, die Menschheit ist nicht klug, was nicht nur im Internet deutlich zu sehen ist…

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  5. User sagt:

    @woodpeaker
    Es gibt auch Leute die aus einer Notlage heraus auf so etwas klicken oder weil sie z.B. einen Job suchen, oder Leute die es einfach nicht wissen.
    Ich finde es bodenlos diese dann als Ideoten dar zu stellen.

    • Das ist ja auch die Intension dieses Blog-Beitrags. Ich schrieb ja, dass reguläre Blog-Leser damit umzugehen wissen. Aber ich stelle auch fest, dass Google die Artikel findet, wenn jemand die Suchbegriffe eingibt – und dann hat der Suchende die Chance, etwas Hintergrundinfos zu bekommen.

      • Andreas B. sagt:

        @User, @woodpeaker …
        Um es mal etwas zu illustrieren: Bspw. schicken die Jobcenter massenhaft Leute, die eigentlich nur ganz verzweifelt irgendeinen Helfer-Job suchen und (mangels Reichtums) noch nie groß was am PC gemacht haben, in dubiose “Computerkurse”, wo suboptimale Dozenten ihnen schmalspurmäßig “eMail beibringen” und sie bedrängen, sich gleich auf diesem Weg zu bewerben. – Und den Rest kann man sich dann ja unschwer denken, … wenn im Betreff etwa steht: “Jobangebot” oder “Re: Ihre Bewerbung”.

        • Dekre sagt:

          Das ist das Problem!
          Zumal die Finanzverwaltung zwangsweise jeden Bürger verpflichtet seine Steuererklärungen Online einzureichen. Aber das dahinter stehende Problem ist ein anderes.

    • woodpeaker sagt:

      Das mag deine Sicht der Dinge sein, wobei ich dir dann auch eine Rechenschwäche unterstellen muss.
      Alleine die angepriesenen Verdienstmöglichkeiten liegen außerhalb der Realität!
      Leute die einen seriösen Job suchen werden solche Angebote schon zu taxieren wissen.
      Und Leute die es einfach nicht wissen – hmm! – ist eigentlich wie mit dem Auto fahren.
      Wenn man es nicht kann, dann soll man es lassen oder sich erst die Sachkunde aneignen bevor man an den Start geht, und nicht, als klassisches Beispiel, nach einem Unfall dem Auto die Schuld geben, nur weil man selbst zu blöd ist zu fahren.

  6. Olaf Siegfried sagt:

    werde leider zugespamt (unitymedia Mailbox) bekomme das kaum noch in den Griff im Thunderbird Spamfilter eingeschaltet, trotzdem jeden Tag locker 5 x solche Mails Wie kann ich das abstellen? Habe im Postfach(UM) schon eine Regel erstellt, aber die Schlagworte sind immer wieder anders.

    Danke Gruss Olaf

  7. Nobody sagt:

    Auf solche zweifelhaften Angebote fallen wir natürlich nicht rein. ;-)
    Grüße

    • Dekre sagt:

      Tja, das ist das Problem. Ich denke aber, dass ich meine Familie darauf getrimmt habe. Der Einbruch kommt nicht nur über die offene Balkontür im 10. Stock. :)
      Aus gegebenem Anlass fällt mir ein – Oft gibt es auch die Info “shockwave Player ist als – hier neu zu installieren” und das gleiche mit Flash-Player.

    • IngoW sagt:

      Ich finde die “tolle” Google-Werbung auch grottig.

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