Google Chrome blockt ab 15. Februar nervige Werbung

Google macht Ernst und will im Chrome-Browser Werbung, die nicht den Better Ads Standards entspricht, ab dem 15. Februar 2018 blockieren.


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Zum Hintergrund

Google hat einen Adblocker für den Google Chrome-Browser entwickelt, der alle ‘schlechten’ Werbeanzeigen aus besuchten Webseiten rausfiltert. Was sich unter schlechten Werbeanzeigen verbirgt, wurde vor der Koalition ‘für bessere Werbeanzeigen’ (better ads standards) im März 2017 in diesem Dokument festgelegt. Zu den inkriminierten Werbeformen gehören (neben Popups und Layern, nach meiner Interpretation) auch Anzeigen mit Videos und Ton, die ohne Nutzeraktion abgespielt werden.


(Quelle: Better Ads Standard)

Im Blog-Beitrag Google Chrome bekommt 2018 einen Adblocker hatte ich erwähnt, dass Google ab 2018 im Chrome-Browser solche Werbeanzeigen in Webseiten ausblenden wird.

Google nennt Termine

Nun hat Google das Ganze in diesem Blog-Beitrag konkretisiert. Die Koalition für Better Ads hat gerade das „Better Ads Experience Program“ angekündigt. Dieses Programm bietet Richtlinien für Unternehmen wie Google, wie sie die Better Ads Standards nutzen können, um die Erfahrung der Nutzer mit Anzeigen im Web zu verbessern.

  • Wie bereits durch Google im Sommer angekündigt, werden die Ansätze im Chrome zur Unterstützung der Better Ads Standards Anfang 2018 umgesetzt.
  • Verstöße gegen die Standards werden über den Ad Experience Report an Websites gemeldet, und Website-Inhaber können ihre Website zur erneuten Überprüfung einreichen, sobald die Verstöße behoben sind.

Ab dem 15. Februar 2018 wird Chrome in Übereinstimmung mit den Richtlinien der Better Ads Standards-Koalition alle Anzeigen von Websites entfernen, die im Ad Experience Report für mehr als 30 Tage den Status „fehlerhaft“ haben.

Interessant ist (wenn mir kein Fehler unterlaufen ist), dass dieses Datum nicht mit dem Release einer neuen Chrome-Version korrespondiert. Bin gespannt, wie Google das umsetzt. Mit dem Ad-Filter muss Google wohl die Reißleine ziehen, um den Gebrauch von Werbeblockern, die alles filtern, einzudämmen.

Ich sage es mal so: Wenn der neue Filter im Google Chrome funktioniert und Google in Adsense selbst die Richtlinien des Better Ads Standards einhält, wird dieser Ansatz von mir sofort begrüßt. Wäre eine coole Sache, wenn wir Webseitenbetreiber Werbung ausrollen könnten, die nicht durch Autoplay-Videos nervt. Zumindest würde es mir den Job erleichtern, und ich müsste nicht mehr, mehr oder weniger erfolglos irgendwelchen Werbeanbietern hinterherhecheln, um diese Werbung im Dashboard zu blocken.


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6 Antworten zu Google Chrome blockt ab 15. Februar nervige Werbung

  1. der_Puritaner sagt:

    Da bin ich aber auch mal gespannt obwohl ich mir schwer überlegen muss ob ich Google Chrom Einzug auf auf meinen Rechner lasse.

    Wollen die dann die Pösen Webseiten mit dem Grauen an Werbung alle Nase lang auch überprüfen?

  2. Herr IngoW sagt:

    Wenn das funktionieren sollte werden die anderen doch sicher auch nachziehen.
    Aber andererseits, das Google sowas machen will ist schon interessant wo sie doch hauptsächlich von Werbung leben, oder wollen sie nur noch mehr Nutzer auf den „Google-Chrom“ locken um sie noch besser auszuspionieren/Profile erstellen usw. und dann die Sachen zu Geld machen.

    • Günter Born sagt:

      Nach meiner Einschätzung geht es Google nicht darum, die Leute auf Chrome zu locken, die kommen eh. Ich gehe davon aus, dass die Funktion auch in Chrome-Clones Einzug hält.

      Es geht Google imho wirklich um das Thema Werbung – wenn die nervt, nutzen die Leute andere Blocker und dann gibt es Kahlschlag. Reagiert Google nicht, wird das deren Geschäftsmodell nachhaltig schädigen. Für mich ist es interessant, wie deren Adsense-Programm das umsetzt. Ich hatte es ja in obigem Text anklingen lassen: Was die Chrome-Entwickler machen, läuft ggf. konträr zu dem, was mir von Adsense vor die Füße gekippt wird. Obwohl die sich in letzter Zeit auch bewegen.

      Jeder Schritt von Google, der die Akzeptanz für Werbung hebt, kann mir als Publisher nur Recht sein – ist aber noch viel zu tun. Bin noch nicht dazu gekommen, aber hier im Blog habe ich ich ads.txt für einen anderen Werbepartner rein genommen, während Google Adsense da noch nichts von hören lässt. Diese Textdatei legt fest, mit welchen Werbepartnern ich als Blog-Betreiber zusammen arbeiten möchte.

      • Jo als Publisher ist es natürlich fraglich immer Wichtig, wie werden die das wohl machen, welche Rahmenbedingungen müssen eingehalten und gegeben sein.

        Ich freue mich aber schon für die Seiten mit der grauenhaften automatischen Video oder Musik Wiedergabe Chip.de macht ja so etwas auch, außer der alltägliche Lacher im Büro wenn wieder jemand auf so eine Seite klickt ist es eher nervig.

      • Herr IngoW sagt:

        Ich hoffe das es so klappt wie von den Publishern erhofft sonst wäre das ganze wohl sinnlos. Und die die mit Auto-Video/Audio und irgendwelche von der Seite/Unten oder Oben auftauchenden Zeugs (das den halben bis 3/4 Bildschirm abdeckt) nerven werden hoffentlich blockiert und gewöhnen sich daran.

  3. Dieter Schmitz sagt:

    Wird Springer jetzt Google vor Gericht zerren? Nach all dem Adblock Plus-Theater?

    Vermutlich nicht. Bei Google dürfte Springer chancenlos sein.

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