Offener Brief an Microsoft – Teil 3

Die Zufriedenheit mit Windows, speziell Windows 10 und Microsofts Ansatz von Windows as a service sowie den bereitgestellten Updates ist sowohl bei Konsumenten als auch bei IT-Profis katastrophal – so zumindest das Ergebnis einer kleinen Umfrage. Nun hat Woody Leonhard auf ComputerWorld einen offenen Brief von Susan Bradley (Patch Lady) an Microsofts Verantwortliche veröffentlicht. Hier einige Informationen und der Brieftext.


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Worum geht es genau?

Ich denke, wer nicht mit Scheuklappen durch die Welt läuft, bekommt zumindest mit, dass es mit Windows und dessen Updates, aber besonders im Windows 10-Umfeld, nicht wirklich rund läuft. Auch die ‘bei mir klappt alles’-Fraktion sollte inzwischen mitbekommen haben, dass es bei anderen alles andere als mit Windows 10 klappt.

In Teil 1 und Teil 2 dieser Artikelreihe habe ich über die Ergebnisse zweier Umfragen hinsichtlich der Zufriedenheit von Privatanwendern (Konsumenten) und IT-Profis (Consultant Patcher) mit Windows sowie speziell Windows 10 und den durch Microsoft bereitgestellten Updates berichtet. Die Umfrage erfüllt keinen Anforderungen an statistisch repräsentative Benutzergruppen, sondern hatte das Ziel, mal ein Stimmungsbild aus den genannten Gruppen zu bekommen. Mit Teilnehmerzahlen von >800 (Konsumenten) und >1.100 (IT-Profis) ist der Stichprobenumfang genügend groß, um Tendenzen und Stimmungen ableiten zu können.

Die Ergebnisse der Umfragen sind eine heftige Klatsche für Microsoft. Oder hart ausgedrückt: Microsoft entwickelt Windows 10 an den Bedürfnissen des Markts vorbei und trifft mit seinen Vorstellungen bezüglich Windows as a service nicht das, was die Leute brauchen. Die Update-Qualität ist im Keller, die Unzufriedenheit mit Microsoft ist sowohl bei Konsumenten als auch bei IT-Profis extrem hoch.

Der offene Brief an Microsoft

Nachdem die Ergebnisse vorliegen, hat Susan Bradley, anlässlich des dritten ‘Geburtstags’ von Windows 10, einen offenen Brief an Microsofts Führungsriege: Satya Nadella, Carlos Picoto und Mr. Scott Guthrie verfasst. Woody Leonhard hat es übernommen, diesen offenen Brief im Artikel An open letter to Microsoft management re: Windows updating auf ComputerWorld zu veröffentlichen. Hier ist der englischsprachige Text des offenen Briefes in Auszügen.

From: Susan Bradley
To: Mr. Satya Nadella, Mr. Carlos Picoto and Mr. Scott Guthrie

Dear Sirs:

Today, as Windows 10 turns three years old, I am writing to you to ensure that you are aware of the dissatisfaction your customers have with the updates released for Windows desktops and servers in recent months. The quality of updates released in the month of July, in particular, has placed customers in a quandary: install updates and face issues with applications, or don’t install updates and leave machines subject to attack.

In the month of July 2018 alone there are 47 knowledge base bulletinswith known issues. Some of these were stop issues, but most concerning were the .Net side effects with your own software:  SharePoint, BizTalk and even Exchange servers were impacted by these July 10 updates.

Im obigen Teil geht Susan Bradley auf das Update-Desaster im July 2018 ein, wo zahlreiche Updates für Probleme sorgten, zurückgezogen wurden, oder Maschinen generell funktionsuntüchtig machten. Ich hatte hier im Blog eine ganze Reihe an Beiträgen zu diesen Themen. Im weiteren Verlauf des offenen Briefes geht sie auf ihre Funktion als Moderatorin der patchmanagement.org-Community und die in Teil 1 sowie Teil 2 zitierten Ergebnisse der Umfragen ein.

I am a moderator on a community listserve that focuses on the topic of patch management, patchmanagement.org. Recently many of the participants on the listserve have expressed their concerns and dissatisfaction with the quality of updates as well as the timing of updates.

I recently asked the list members to answer several questions about patching on Windows 7 to Windows 10. The full results of this unscientific survey can be read here. I urge you to take the time to read the responses. It showcases that your customers who are in charge of patching and maintaining systems are not happy with the quality of updates and the cadence of feature releases, and feel that it cannot go on as is.

Die Details der Umfragen habe ich hier gekürzt, da diese in Teil 1 und Teil 2 nachzulesen sind. Im Text fordert Bradley die Microsoft-Verantwortlichen auf, sich die Zeit zu nehmen und die Ergebnisse der Umfragen zu Gemüte zu führen. Bradley zeigt konkret auf, dass das Windows Insider Programm was für ‘zum hinter den Spiegel stecken’ ist, da dieses die Bugs und Probleme nicht aufdeckt.

Anschließend weist sie deutlich darauf hin, dass die Frequenz der Funktionsupdates (2 Mal im Jahr) bei Windows 10 zu einer ‘Patch-Müdigkeit’ bei den Betroffenen führe.

I am disturbed when I see users and consultants talk about taking drastic measures to take back control of updating and rebooting. Some are disabling Windows Update as a drastic measure to ensure that updates do not reboot systems when they are not wanted. It’s clear that your team also acknowledge that unexpected updates are problematic. But your customers deserve better than “promising” results. They deserve a stable platform that reboots only when they want it to. The operating system needs to do a better job of communicating to the end user and especially to the patching administrator when a machine will receive an update. The addition of the Windows Update for Business settings that often conflict with other group policy settings cause confusion, not clarity.

While it’s commendable that you’ve listened to feedback and made changes to Windows update during these three years, the fact is that these changes in each version release have caused confusion, and in some cases behavior that was not expected at all. Dual scan is one such change that caused confusion, and as a side effect caused administrators to have updates installed when they did not want them. The lack of clear communication regarding update changes leads to this confusion. Administrators are having to follow various blogs and sites and even Twitter channels to be able to understand the changes. The lack of basic documentation of Windows update error codes, the fact that it took several feature releases to make changes to the unreadable Windows update log, the fact that it took several feature releases before acknowledging the problem of symbol publishing showcases that the changes in Windows updating have had a major impact in the servicing and handling of Windows 10. I personally know of several large enterprises that are not on the current Semi Annual channel release of 1803 and are in fact several feature releases behind. The constant change and churn is not helping firms in their deployment strategies.


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Sie erwähnt Beobachtungen, dass Administratoren und Consultants drastische Maßnahmen wie das Deaktivieren von Updates unternähmen, um von diesem Desaster verschont zu bleiben. Ihrer Ansicht nach haben Nutzer und Administratoren stabile Maschinen verdient, die nur dann booten, wenn die Admins dies wollen. Mit nebulösen Versprechen sei es nicht gedient. In weiteren Abschnitten geht sie auch auf den Umstand ein, dass Verbesserungen in der Kommunikation (Stichwort Spectre/Meltdown) bei der Verteilung von Updates erforderlich seien. Häufig seien Angaben in den KB-Artikeln zu Updates schlicht falsch oder fehlen. Der offene Brief mündet in dem Wunsch, dass man Microsoft-Software wünscht/erwartet, auf der man in der Tat alle Updates und Patches sofort und ohne Vorbehalte installieren können muss. Aktuell ist man weit von diesem Zustand entfernt, das Vertrauen in Microsofts Update-Fähigkeiten ist am Boden.

Die übliche Microsoft-Floskel ‘wir hören auf ihr Feedback’ bekommt nun die Nagelprobe. Wird Microsoft etwas ändern, um aus diesem Schlamassel heraus zu kommen. Ich denke, in Redmond ist die ‘Kacke sprichwörtlich am Dampfen’. Ob man sich allerdings auf sinnvolles besinnt – oder doch eher noch einen Zahn zulegt, wird man sehen müssen. Ich findet es jedenfalls beeindruckend, was Susan Bradley da vorgelegt hat und wünsche ihr im Sinne von uns allen wirklich Erfolg. Und wenn ihr als Admins das unterstützen möchtet, tragt die Probleme an eure Microsoft-Vertreter weiter und teilt die Informationen hier bzw. bei ComputerWorld. Eine #MeToo-Debatte wird es kaum werden – aber vielleicht bewegt sich ja was beim alten Tanker Microsoft.

Ergänzung: Der Tanker fährt ungerührt weiter – hier ist die Antwort Microsofts.

Artikelreihe
Windows-Update Zufriedenheitsumfrage Privatnutzer – Teil 1
Windows-Update Zufriedenheitsumfrage bei IT-Profis  – Teil 2
Offener Brief an Microsoft – Teil 3

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22 Kommentare zu Offener Brief an Microsoft – Teil 3

  1. Robert sagt:

    Es ist schon kein gutes Zeichen, wenn Admins, Entwickler und Anwender erheblich Zeit und Energie darauf verwenden, die neuen Aktualisierungen, Features, Fund Funktionen des Herstellers einzudämmen. Nun müssen sie auch regelmäßig dafür sorgen, dass trotz dieser ausgerollten Versuchsballons nicht alles zum Erliegen kommt. So schafft man bestimmt eine loyale Nutzerschaft.

  2. Michael Ba sagt:

    Es ist halt nun mal nicht so einfach, wenn nicht gar unmöglich, die unzähligen Systeme weltweit reibungslos zu patchen. Dahingehend ist die Kritik an Microsoft oft ein wenig überzogen.

    Meistens liegen die auftretenden Probleme ursächlich an den fehlerbehafteten Systemen der Nutzer. Da wird auf Teufel komm raus übertaktet und jeder Schrott installiert.
    Von Pflege und Wartung in Selbstverantwortung keine Spur. Ich weiß, wovon ich schreibe, denn ich betreue in meinem Familien- und Freundeskreis sehr viele Rechner und sehe dann das Elend. Die machen das ja nicht aus Böswilligkeit, sondern vielmehr aus Ahnungslosigkeit und Fahrlässigkeit.

    Ich bin ja nun seit Windows 3.x Nutzer der Betriebssysteme des Softwareriesen aus dem Amiland und bin im Großen und Ganzen nicht unzufrieden. Klar gab es hier und da mal kleine Problemchen, aber an und für sich war das immer eine runde Sache.
    Windows ME war ein Schuss in den Ofen, aber selbst mit Vista hatte ich irgendwann später ein solides und gut laufendes System.

    Bei Windows 10 bin ich etwas zwiegespalten. Auf der einen Seite habe ich mit dem Build 1709 ein fast perfektes Betriebssystem. Läuft jedenfalls, wie es soll.
    Auch mit den Updates, die Fehler beheben und Sicherheitslücken stopfen, hatte ich so gut wie nie Probleme.
    Andererseits finde ich, dass die Sache mit diesen halbjährlichen “Funktionsupdates”, die bisher für mich nichts weltverbesserndes dargestellt haben, eine Katastrophe ist.
    Die laufen eine zeit lang als Insiderversion durch, werden von Freiwilligen auf Herz und Nieren getestet und am Ende kommt dann ein Unfall wie diese Build 1803 heraus. Kann ich einfach nicht nachvollziehen.
    Sollen sie den Usern dieses Featuregedöns doch nur optional zur Verfügung stellen. Ein Angebot, dass man nicht annehmen muss, wenn man es nicht haben will. Wo wäre das denn ein Problem?
    Aber nein, da zwingt man es den Usern auf und die rennen dann fluchend und kotzend in die Foren oder zu ihren fachlich versierten Bekannten und heulen zurecht herum, weil ihre Kiste nach einem dieser Feautureunfälle den Dienst verweigert.
    Nur Kenner und Fachleute wissen, wie man diese Zwangsgeschichten verhindern kann. Das kann es doch nicht sein.

    • Karl Wester-Ebbinghaus (al Qamar) sagt:

      Das Problem ist das changes unter der Haube eben in diesen Feature Updates enthalten sind die meisten sich aber nur mit den oberflächlichen Dingen der releases beschäftigen. Wenn du einen 1607 / 2016 server mit 1809 vergleichst sind da gravierende Vorteile systemisch betrachtet. Auch diese sieht Susan. Es ist jedoch nicht genügend Kommunikation vorhanden. Und in der Tat ist man gezwungen aus mehreren Blogs, auch von Microsoft, Informationen zu aggregieren.

      Es wäre Microsofts Aufgabe dies in einem fact sheet mit DOs and DONTs zu tun.

    • Cmd.Data sagt:

      In Firmen wird auf Teufel komm raus übertaktet???

      Sicher ist es richtig, dass im privaten Bereich zu viel Schrott installiert wird.

      Dazu zähle ich auch CCleaner, denn die meisten Privatpersonen wissen gar nicht, was sie mit diesem Tool anstellen. Wer das installiert hat, ist eh mit Vorsicht zu geniessen…

      (Auch dem, der unzählige Task-/Suchleisten im Browser installiert hat, kann man meist nich helfen. Die machen den Unfug nach Bereinigung des Systems immer wieder. Die wollen gar nicht, dass der Rechner frei von so Mist ist.)

      Aber auf Firmenumgebungen trifft dies meist nicht zu, eher schon hat man diese Probleme bei kleinen Firmen, wo der altgediente Mitarbeiter sauer ist, dass der junge IT-Mitarbeiter die Selbstinstallation untersagt und er dann zum Chef läuft, “weil früher durfte ich alles installieren…”

      • Michael Ba sagt:

        Nicht in Firmen wird übertaktet. Ich meinte die Privatnutzer. Da bin ich mit meinem Beitrag wohl offensichtlich im falschen Bereich gelandet. Sorry.

        Hier sollte der ursprünglich hin:
        https://www.borncity.com/blog/2018/07/30/windows-update-zufriedenheitsumfrage-privatnutzer-teil-1/

      • Karl Wester-Ebbinghaus (al Qamar) sagt:

        Ich kenne viele Firmen die sehr schlecht gepflegte Systeme haben. Alte Java Instanzen. Fehlende C++, MS XML, 3rd party Tools (VPN, AV etc.) und andere Updates. Von Treibern und Bios Updates mal ganz zu schweigen obwohl es zentrale Management Tools gibt.

        In den meisten Firmen ist ein Client jahrelang irgendwie im Einsatz ohne Maintenance. Da muss man sich nicht wundern wenn Upgrades schon in Phase 1 fehl schlagen.

    • @Michael Ba

      Ohne auf deine schon längere Erfahrung eingehen zu wollen:

      Die updates von MS sind bescheidener geworden, mangelnde Qualität, eher rätselhafte Abbrüche, inkompatibilitäten mit eigenen Anwendungen, rigoroses Rücksetzen von Einstellungen etc. und viele Dinge hätte MS im Vorfeld und besserer Zusammenarbeit mit OEMs und Herstellern ausmerzen können.
      Letztes Beispiel: Es scheitert an Intel, Toshiba, Seagate Platten & SSD’s….. darf MS nicht passieren zumal eigene Geräte damit ausgestattet sind.

      Das bezeichne ich mal klar als Schlamperei, früher ™ lief das tatsächlich mal besser und ist auf einem ziemlich desaströsen Niveau gelandet.

      Ich bin froh aus dem Zirkus aussteigen zu können, bin es nach erfüllter Lebensarbeitszeit (komplett mit MS) auch.

  3. Karl Wester-Ebbinghaus (al Qamar) sagt:

    Was mich persönlich als “Consultant” ankotzt ist, das Microsoft, wie Susan schreibt nicht in der Lage ist ein Ökosystem von Apps, Treibern und Abhängigkeiten zu kontrollieren. Dies ist auch kaum möglich. Was jedoch möglich wäre, deren Upgrades und Patches mit den eigenen Produkten zu testen. Dies passiert offensichtlich nicht. So würde man Probleme wie mit den Juli
    Net Updates früher erkennen. Es ist offensichtlich das die net Leute bei Microsoft sich weder mit den Office guys noch anderen Entwicklern abstimmen.

    Und ich frage mich wie die ihr Azure patchen. Azure und der MS Campus muss doch als Testgelände reichen.

    Dualscan ist so ein Trauerspiel. Im Grunde muss man nach vorne denken um aus dem beta Stadium von Windows 10 zu kommen (bis 1703)

  4. Picard87 sagt:

    Lieber Herr Born, ich kann mich Ihrer Kritik und ihrer eher kritischen Sichtweise auf Microsoft, Updates und Windows 10 nur anschließen. Ich nutze Win 7 und Win 10 auf zwei Laptops parallel und mir fällt immer wieder auf, dass Win 7 einfach ein “Arbeits-OS” ist – hier bekomme ich Dinge fertig, ohne abgelenkt zu werden. Win 10 möchte Spiele installieren, Cortana will dauernd etwas und von vielen doppelten Menüs will ich gar nicht reden… Hier geteilt und bei ComputerWorld!
    Vielen Dank übrigens auch für viele Insights durch Ihren Blog!

    • Karl Wester-Ebbinghaus (al Qamar) sagt:

      Spiele werden nicht automatisch installiert. Es gibt Mittel und Wege. Auch um cortana zum Schweigen zu bringen
      Admx 1803 v2 Templates.

      Es gibt Probleme mit Windows 10. Aber zum arbeiten ist es alle mal tauglich.

      Günter hat m.m.N. leider alte Hardware und daher ist es dann eine doppelte Qual mit Windows 10.

      Ich habe heute in nur 35 Minuten ein Upgrade gemacht inkl Download und Anmeldezeit.

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  6. Christian59 sagt:

    Lieber Günther

    Besten Dank für die umfangreiche Umsetzung des Artikels ins Deutsche und
    auch in mehrere Teile.

    Ich staune immer wieder, woher Sie die Zeit nehmen, so viele Artikel und
    Kommentare innert kürzester Frist zu schreiben.

    Aber ich glaube sowieso, dass der Tag bei Ihnen 24 Stunden hat und wenn das
    nicht reicht, Sie noch die Nacht dazu nehmen, nicht wahr? ;-)

    Beste Grüsse und Danke!
    Christian

  7. Sherlock sagt:

    > Auch die ‘bei mir klappt alles’-Fraktion sollte inzwischen mitbekommen haben,
    > dass es bei anderen alles andere als mit Windows 10 klappt.

    Inzwischen? Es war bei Windows doch schon immer so. Wann immer Upgrades anstanden, explodierte der Traffic in den Supportforen schon immer in schwindelnde Höhen und man kann nicht sagen, mit Win 10 sei er nun höher als früher. Solange Windows ein offenes System bleibt, wird es wohl auch immer so sein. Das Upgrade/Update, das auf allen mit Malware/Crapware verseuchten, unsachgemäß verbastelten Systemen funktioniert, wird es nie geben.
    Ich gehöre auch zu der Fraktion, die mit allen Windows-Versionen recht problemlos zurecht kam, mit Win 10 hat sich da nichts geändert. Diesen Upgrade-Zirkus im Schweinsgalopp halte ich für schlecht, allerdings ist niemand gezwungen, ihn mitzumachen. Man kann auch bei der installierten Version bis zu ihrem Supportende bleiben.
    Was den Traffic in den MS-Answers-Foren angeht: leider ist dort eine unfähige, unwissende, unprofessionelle Laien-Moderation tätig, die viele User vertreibt. Das könnte das Ergebnis verfälschen.

    • Karl Wester-Ebbinghaus (al Qamar) sagt:

      Wohl war und automatischen Antworten aus der retorte. Manchmal gibt der bot auch die gleiche Antwort 2 mal obwohl der User schreibt dies habe nicht zur Lösung geführt.

      • Sherlock sagt:

        In der Tat erinnert das an Bots. Das Deutsch scheint auch aus einem Übersetzungs-Bot zu stammen. Hinzu kommen sinnlose, irrsinnige Sperrungen von Threads, willkürliches Löschen von Beiträgen. Weiterhin will man es verbieten, Leuten von schädlichen, unvorteilhaften Arbeitsweisen abzuraten. Sowas kann zu kontroversen Diskussionen führen, die man nicht haben will. Die überwältigende Mehrheit der User nimmt das zwar dankbar an, das zählt aber nicht. Die Perversion eines Windows-Forums.

  8. Robert sagt:

    @Michael Ba
    “Die machen das ja nicht aus Böswilligkeit, sondern vielmehr aus Ahnungslosigkeit und Fahrlässigkeit.”
    Ebendieses ist aber der Fehler des Lieferanten, wenn sie keine Leitplanken schaffen um so etwas zu verhindern. Andere Geräte, allen voran Mrd. Smartphones/Tables/TV-Zuspieler etc. schaffen das auch, keine Schulung nötig, d.h. die Technik gibt es. Da reicht eine Begründung mit dem Fingerzeit auf einen alten Vergaser etc. als Mrd-$ Konzern nicht aus für Mitleid.

  9. Ben sagt:

    Tja, wer ein ordentliches Windows ohne Feature-Upgrade-Gezeter haben möchte (mit einer ordentlich langen Restsupportdauer), installiert sich eben Windows 8.1. Dann ist Ruhe im Karton :-)

    Oder Linux…

  10. techee sagt:

    Ja die letzten Monate unter Microsoft und seinem Update Chaos waren schon schlimm. Aber so richtig fing es doch erst an, als man die Meltdown/Spectre Fixes in den Kernel einbaute. Vielleicht hat man sich durch die notwendigen, aber sehr tiefen Eingriffe in den Kernel ein unstabiles System gebastelt. Updates die jetzt z.b. für Net Framework gebaut werden müssen ja mit dem geänderten Speichermanangement umgehen können

    • Sherlock sagt:

      Alle Updates haben hier auf allen Geräten problemlos funktioniert. Bei der überwältigenden Mehrheit der User war es ebenso. Alles läuft auch weiterhin stabil. Bleibt der übliche kleine Rest von Leuten mit inkompatibler Software/Hardware und vermurksten Systemen, die natürlich wie immer fluchen.
      Zudem mache ich Updates mit Verstand: Von MS als fehlerhaft bezeichnete, zurück genommene Updates lasse ich schon immer aus und installiere erst die berichtigten Versionen. Unerwünschte Updates installiere ich überhaupt nicht. Ich kann mich gar nicht mehr erinnern, wann ich jemals mit Windows ein Update/Upgrade-Problem hatte. Sollte es mal passieren, wäre es trivial: in 90 Sekunden wäre das System wieder in Ordnung.

      • techee sagt:

        Einmal mehr vermischen wir hier in den Kommentaren Erfahrungen aus dem privaten und unternehmens- Umfeld. Zu hause habe ich an meiner Windows Kiste auch nie Probleme. Wenn aber im Job mit hunderten Clients oder mehr hantiert, bekommt ein minimaler prozentsatz an betroffenen Rechnern schon eine ganz andere Wirkung.

        • Karl Wester-Ebbinghaus (al Qamar) sagt:

          Absolut. Oftmals hat sich aber auch herausgestellt das die wenigen Problemfälle doch vermurkst waren durch Anwender, alte Treiber oder eben auch mal defekte Hardware.

          Ich habe bei einem Kunden mal monatelang Troubleshooting betrieben. Alle fluchten über Windows 10 am Ende waren alle Geräte mit defekten SSDs von Dell. versehen. Seit Mai laufen alle problemfrei auf 1803.

          1809 ist für Dezember eingeplant.

        • Sherlock sagt:

          War aber auch vor Win 10 ebenso. Unternehmen kann man nur raten, den Upgrade-Zirkus von Win 10 nicht mitzumachen. Upgrade nur dann, wenn der Support endet.

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