Firefox Monitor vorgestellt

Die Mozilla-Entwickler haben zum 25. September 2018 den Firefox Monitor freigegeben. Dieser Dienst soll den Benutzer benachrichtigen, wenn dessen Daten im Web geleaked werden.


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Nach einigen Monaten des Testens hat Mozilla Firefox Monitor veröffentlicht, einen kostenlosen Dienst, der Endbenutzer benachrichtigt, wenn ihre persönlichen Daten durch einen Datenverstoß gefährdet werden. Das Tool wurde im Rahmen einer Zusammenarbeit zwischen Mozilla und Troy Hunts “Have I Been Pwned” (HIBP) Website entwickelt.

Es gibt zwei Möglichkeiten, wie Firefox Monitor Benutzern nach einem Datenverstoß hilft. Zuerst scannt der Dienst die E-Mail-Adresse anhand der HIBP-Datenbank. Diese Datenbank von Troy Hunt enthält eine umfangreiche Sammlung von Datenschutzvorfällen. Dazu trägt der Nutzer unter monitor.firefox.com seine zu überwachende E-Mail-Adresse eingegeben.

Um die E-Mail-Adressen privat zu halten, werden die E-Mail-Informationen des Benutzers gehasht. Auf diese Weise stellt Mozilla sicher, dass die E-Mail-Adressen nicht an Dritte weitergegeben werden.

Darüber hinaus ermöglicht Firefox Monitor den Benutzern, sich für eine benachrichtigung anzumelden, falls ihre E-Mail-Adressen an zukünftigen Datenschutzverletzungen beteiligt sind. Für Firefox-Nutzer bietet die Zusammenarbeit zwischen Mozilla und HIBP auch Hinweise, wenn sie auf Websites zugreifen, die in der Vergangenheit durch einen Verstoß aufgefallen ist.

Die Details lassen sich in diesem Mozilla-Blog-Beitrag nachlesen. Ein deutschsprachiger Abriss findet sich bei heise.de. Eine ähnliche, aber kostenpflichtige Lösung mit zusätzlichem Support hatte ich kürzlich im Blog-Beitrag Angetestet: Der Avira Identity Scanner vorgestellt. (via)

Ergänzung: Mike Kuketz hat sich im Blog-Beitrag Firefox: Container vs. First-Party-Isolation mit einigen Privasphärenfunktionen des Firefox befasst.


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2 Antworten zu Firefox Monitor vorgestellt


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  2. nook sagt:

    + 2. Kuketz Ergänzung:

    “…Im Grunde genommen ist das eine brauchbare Idee. Allerdings halte ich die Umsetzung aus Datenschutzperspektive für äußerst fraglich….”
    https://www.kuketz-blog.de/firefox-monitor-have-i-been-pwned-integration/

  3. RUTZ-AhA sagt:

    Demnächst soll die Funktion in Firefox integriert werden, wie hier nach zu lesen ist [ganz unten]

    https://www.camp-firefox.de/node/3316

    Das ist aus meiner Sicht sinnvoller wegen dem sowieso vorhandenen Passwortmanagement.

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