Windows 10 Creators Update: Getaktete Verbindung blockt nicht alle Updates

Microsoft scheint eine Änderung im Creators Update zu planen, so dass ab Windows 10 Version 1703 bestimmte Updates u.U. auch über getaktete Verbindungen herunterladen können. Hier ein paar Informationen.


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Wer unter Windows 10 über Mobilfunkverbindungen ins Internet geht, hat das Problem, dass Updates, Telemetriedaten und sonstige Online-Übertragungen das Datenvolumen verbrauchen. Ich hatte auf dieses Problem u.a. im Blog-Beitrag Windows 10: Die Update-Problemzonen hingewiesen.

Das Volumenproblem beim Mobilfunk

Das führt in Firmen oder bei manchen Anwendern dazu, dass die Maschinen mit Windows 10 nach kurzer Zeit offline sind oder nur noch mit gedrosselter Geschwindigkeit ins Internet gehen, weil das Datenvolumen aufgebraucht ist. Das Problem trat vor allem mit der RTM-Version von Windows 10 auf. Dann hat Microsoft eine Änderung in Form getakteter Verbindungen eingeführt.

Getaktete Verbindungen konfigurieren

Die Lösung: Man geht in die Einstellungen-App auf Netzwerk und Internet, wählt den WiFi-Zugang an und stellt diesen auf den Modus getaktete Verbindung. Auch eine LAN-Verbindung lässt sich spätestens ab dem Creators Update auch so einstellen.

Ethernet-Status

Dazu klickt man auf die Unterkategorie WLAN oder Ethernet und dann bei WLAN auf xxx Verbunden, gesichert bzw. bei LAN auf Netzwerk verbunden (siehe obiger Screenshot). In beiden Fällen gelangt zu einer Seite, auf der sich die Option Als getaktete Verbindung festlegen einstellen lässt.

Getaktete Verbindung

Dann bleiben wenigstens die Updates weg, so dachte ich jedenfalls bisher … Aber das scheint nicht so zu sein.

Auch bei getakteten Verbindungen kommen Updates

WinSuperSite ist jetzt beim Windows 10 Creators Update eine Änderung aufgefallen, deren Brisanz ich momentan noch nicht final abschätzen kann. Die folgende Option wird in der Build 15058 angezeigt.

Update Status

Geht man in der Einstellungen-App auf den Update-Status (siehe obiger Screenshot), blendet Windows 10 einen neuen Text ein.


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Einstellungen aktualisieren

Updates werden automatisch heruntergeladen und installiert, außer bei getakteten Verbindungen (für die Gebühren anfallen können). In diesem Fall werden nur die Updates automatisch heruntergeladen, die zur weiteren reibungslosen Ausführung von Windows erforderlich sind.

Es können Updates über getaktete Verbindungen kommen, wenn diese für die weitere reibungslose Ausführung von Windows erforderlich sind. Das ist natürlich ein weites Feld, man kann sich alles darunter vorstellen. Microsoft präzisiert das leider auch nicht – schaut also so aus, als ob da die nächste Baustelle eröffnet wurde.

In der aktuellen Version von Windows 10 Anniversary Update hat sich übrigens noch nichts geändert. Nachtrag: Zwischenzeitlich hat Microsoft reagiert und folgendes Statement nachgeschoben: „We don’t plan to send large updates over metered connections, but could use this for critical fixes if needed in the future.“( Quelle). Das Ganze soll also eine Ausnahme bleiben.

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3 Kommentare zu Windows 10 Creators Update: Getaktete Verbindung blockt nicht alle Updates

  1. Ralph sagt:

    Ich würde fast mein linkes Ei darauf verwetten, dass „Feature Updates“ definitiv von Microsoft als „für die reibungslose Ausführung notwendig“ definiert werden. Man muss schon blind sein, um nicht zu erkennen, welches Ziel Microsoft verfolgt. Da wurde die GPO genutzt, um Telemetrie und anderes abzuschalten, und schwupps wurde das beim Win 10 Pro dann mal verhindert. Dann hat man die Verbindungen (zur Not mit Hilfe von Eingriffen in die Registry) als getaktet festgelegt, damit das laufende System auch laufen blieb, und schwupps werden im nächsten Feature Update dann Maßnahmen geschaffen, dass uns auch das nicht mehr vor Gängelei und Bevormundung schützt. Na, was kommt als nächstes?

  2. Andreas B. sagt:

    Ja, das ist es: „zur weiteren reibungslosen Ausführung von Windows erforderlich“ kann alles und nichts bedeuten (zumal im MS-Sprech); „nur sicherheitsrelevante Updates“ wäre die Ansage gewesen, die man sich hier gewünscht hätte.

    Ich hab zwar sogar schon die beiden Win 10 Feature-Upgrades via Mobilverbindung durchziehen können, aber es war wirklich verdammt knapp und mega-stressig. (Saß die ganze Zeit auf der Stuhlkante und hoffte, dass es keinen Verbindungsabriss gibt und das Restvolumen reicht.) Aber das geht natürlich nur mit guter Planung! – Wenn die jetzt dazwischenfunken und zum falschen Zeitpunkt einen Megadownload schicken, der gar nicht ins Restvolumen passt wird’s richtig gruselig.

  3. Ja das wird wieder extrem stressig bei einigen Geräten die unter ständigen Platzmangel leiden, da hilft nur Programme deinstallieren und Auslagerungsdatei verkleinern.
    Vielleicht klappts auch mal das Windows Speicherkarten als echten Datenträger erkennt und darauf auslagert.

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