KB4018385 zurückgezogen & weitere Patchday-Probleme

Windows Update[English]Zum Wochenabschluss noch ein kleiner Sammelbeitrag, in dem ich einige Hinweise zu Problemen im Umfeld des Microsoft Juli 2018-Patchday thematisiere. Microsoft hat beim .NET-Framework Update KB4340558 den Installationsfehler 0x80092004 als bekannt eingestanden. Zudem wurde Update KB4018385 zurückgezogen.


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Office 2016 Update KB4018385 zurückgezogen

Ich hatte im Beitrag Microsoft Office Patchday (3. Juli 2018) auf dieses nicht sicherheitsrelevante Update KB4018385 hingewiesen, welches für Office 2016 am Office-Patchday (1. Dienstag im Monat) freigegeben wurde.

Update KB4018385

Nun der Hinweis, dass das Update KB4018385 für Microsoft Office 2016 zurückgezogen wurde. Im KB-Beitrag findet sich die Info aus obigem Screenshot (danke an den Blog-Leser für den Hinweis). Ergänzung: Grund für den Rückzug ist der Umstand, dass Office 2016 beim Arbeiten mit Charts (Diagrammen) abstützt (siehe). Woody Leonhard hat die ganze Geschichte mit Historie bei Computer World zusammen getragen.

KB4338818 macht Probleme mit Exchange Server 2010

Update KB44338818 (Monthly Quality Rollup for Windows 7 SP1 and Windows Server 2008 R2 SP1) vom 10 Juli 2018 bringt diverse Fixes, u.a. wird die Lazy Floating Point (FP) State Restore (CVE-2018-3665) Sicherheitslücke in Intel Prozessoren geschlossen.  Ich hatte im Blog-Beitrag Patchday: Updates für Windows 7/8.1/Server Juli 2018 darüber berichtet.

Blog-Leser Michael Uray weist in diesem Kommentar (danke dafür) auf Probleme beim Exchange Server 2010 hin (danke für den Hinweis). Das Problem ist bei reddit.com hier ausgiebig beschrieben.

We look after several small business clients and this morning 3x different clients reported mail flow issues (all are running single-server installs of Exchange 2010 SP3 on Windows Server 2008 R2 Std, or similarly set up SBS 2011). They all have Windows Updates set to Automatic, and all installed the latest updates successfully last night. However this morning at different times between 9-11am they each stopped getting inbound email, and we could see it queuing at their scrubbing provider. After investigation it seems that the Exchange Transport service is not responding. On one of the servers we actually saw errors in the event log saying the server had timed out connecting to itself (exchange transport), but on the other two there were no errors. If we try to stop the service, it just hangs at ‘stopping’ for over 30min so we reboot the server and after the reboot everything was normal again and mail started flowing again.

Nach dem Patchday 10. Juli 2018 machen einige Clients bzgl. des Mail-Austauschs mit einem Exchange Server 2010 SP1 (läuft auf Windows Server 2008 R2 Standard) Probleme. Die Clients bekommen keine Mails mehr. Mehrere Nutzer bestätigen das, und ein Administrator schreibt, dass er die Updates KB4338818 und KB4340556 (sowie KB4338420, hat bei einem Nutzer geholfen) deinstalliert bzw. zur Installation blockiert habe. Im Verlauf des Thread kristallisert sich Update KB4338818 als Problem heraus:

Throwing some more into the mix. On the machines with the update, there was an indication that it could no longer find the Microsoft Exchange Transport and that you couldn’t just restart the service. According to https://support.microsoft.com/en-ie/help/4338818/windows-7-update-kb4338818 there is some adjustments to DNS, which as we know must be working for Exchange to function well. There is also mention of the network interface changes.

Bei heise.de gibt es diesen Kommentar, der ebenfalls auf Probleme beim Exchange Server 2010 hinweist und KB4338818 als Ursache vermutet. Seit dem Patchday wird die Kommunikation mit dem Exchange Server 2010 unterbrochen. Ein Neustart bringt nur für eine gewisse Zeit Abhilfe. In einem Kommentarnachtrag wird das Update KB4338818 als Ursache dann bestätigt.


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Ergänzung: Beachtet auch den Beitrag IIS-Webserver streikt nach Update KB44338818.

.NET Update KB4340558 Installationsbug bestätigt

Microsoft hat den Installationsfehler 0x80092004 beim .Net Framework-Update KB4340558 eingestanden und eine Passage in den Known Issues hinzugefügt. Mir erscheint aber die Begründung von Microsoft nicht wirklich stimmig. Details zum Vorgang finden sich im Nachtrag zum Blog-Beitrag .Net Framework-Update KB4340558 fehlerhaft (Error 0x80092004)? – (danke an acvolker für den Hinweis)

Update KB4135048 für MSSQL killt Reporting Service

Michael Müller schreibt in diesem Kommentar, dass das Update KB4135048 (Cumulative Update 1 for SQL Server 2016 SP2, habe ich im Blog nicht thematisiert) mit Problemen behaftet ist.

Ich habe auch noch etwas. Sollte auch nicht installiert werden.
Es gab zu den OS Updates auch ein MSSQL Update 2016 KB4135048
Dieses killt den Reporting Service.

Michael weist auf diesen MSDN-Foreneintrag hin, in dem das Problem beschrieben ist. Das Fehlerbild:

nach Installation des SP2 Kumulatives Update (KB4135048) für SQL Server 2016 funktionieren die Reporting Services nicht mehr.

– man kann nicht mehr auf die Webportal-URL zugreifen
– im Ereignisprotokoll steht, das die Anwendung
Microsoft.ReportingServices.Portal.WebHost.exe
fehlerhaft ist
– der Server produziert Log-Files ohne Inhalt (0 KB), aber davon sehr viele (von Freitagmorgen bis Montagmittag 17.000 Stück).

Server-Neustart nützt nichts; durch das Stoppen des Dienstes “SQL Server Reporting Services” hört zwar das Erstellen dieser Log-Files auf, aber es löst natürlich das Problem nicht …

Auch dieser englischsprachige MSDN-Forenbeitrag thematisiert den gleichen Fehler. Nachtrag: Aktuell sieht es mir so aus, als ob Microsoft mit den Juli 2018-Updates kein ‘glückliches Händchen’ gezeigt hat. Mir ist über ungenannte Quellen eine interne Information zugegangen, dass man die Juli 2018 Update (zumindest für Windows Server 2008 R2) wegen Qualitätsmängel nicht ausrollen sollte.

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19 Kommentare zu KB4018385 zurückgezogen & weitere Patchday-Probleme

  1. JohnRipper sagt:

    Sag mal…

    Nach dem Patchday brauch nochmal MS vier Wochen zum aufräumen der Bugs.

    Früher habe ich die Updates immer am Ende der Patchwoche (also heute) freigegeben mit dem Ziel am Sonntag abend.
    Zwischenzeitlich bin ich auf zwei Wochen gegangen, weil die Bugs ja auch so sind, dass sie nicht immer auf allen Clients auftreten und ein kurzer Test nicht wirklich Sicherheit bringt.

    Zum heulen…

  2. Robert Richter sagt:

    Anscheinend wurde das Monthly Rollup für Windows 2008 R2 KB4338818 zurückgezogen. Hatte es am Dienstag auf einem Test-Server installiert und wenn ich jetzt mit Windows Update suche, ist es weg!

    Wollte es nämlich gerade auf meine Production-Server einspielen.

    Auch gut, dann habe ich Wochenende :) !

    • Robert Richter sagt:

      Zu früh gefreut, wenn man das ‘alte’ KB4284842 unter optionale Updates ausblendet, taucht KB4338818 wieder auf.

      Es scheint Einiges bei MS verkehrt zu laufen :( !

  3. suzi space sagt:

    Hier Null-komma-null Problemo mit juli-updato. Weder win7, noch w8.1. Nix, auch nicht .net-framework. Alles tutti, problemlos und schnell installiert. Fehlerfrei.
    comisch, aber sowas von…
    aluhütchen?
    :P

    • Günter Born sagt:

      Es ist immer schön, wenn Updates installierbar sind. Ist aber kein Hinweis, dass es bei anderen Nutzern so ist! Die beiden .NET Framework Beiträge (DE/EN) zum Installationsfehler sind binnen weniger Stunden um die 10.000 Mal abgerufen worden. Da steckt wohl kaum Langeweile oder ‘Aluhütchen’ der Betroffenen dahinter. Und da es meist Admins sind, gehe ich davon aus, dass die meist wissen, was sie tun …

      • suzi space sagt:

        Hab auch an keiner Stelle behauptet, dass “es ein Hinweis” sei, dass es bei anderen Nutzern so sei! Lediglich, nachlesbar, und absichtlich etwas provokant, von meinereiner geschroben. Ist halt viel Gekreische unterwegs, durchaus auch hier.
        Dass es bei der Bedienung einer dermaßen riesigen, heterogenen Hardwarebasis irgendwann zu Problemen kommt, kommen muss, liegt, denke ich, auch in der Natur der Sache. Sprich, ist nicht ganz vermeidbar. Das Ausmaß, dass es inzwischen oft teils annehmen will, schon.

        • Günter Born sagt:

          Ich wäre ja geneigt, das Argument “riesige Hardwarebasis” anzunehmen. Die zwei Pferdefüße an dieser Argumentation:

          a) Wer betroffen ist, dem nützt das wenig, und bei n>10 Maschinen oder bei Privatnutzern ohne Kenntnisse wird das übel!
          b) Bei den MS Surfaces hat Microsoft die Hardwarebasis unter Kontrolle – da zieht das obige Argument nicht mehr. Trotzdem gibt es da dickere Pannen.

          Mein Schluss: Es ist ein Mix an ‘das Zeugs ist so komplex geworden, dass beherrscht man nicht’ und ‘aus Kostengründen hat man in Redmond vor Jahren die Testabteilungen geschlachtet, die Entwickler sind ihre eigenen Tester’. Wenn dann Funktionen, die niemand braucht, im Credo ‘Windows as a service’, alle 6 Monate was neues, rausgedrückt werden, läuft dies deutlich dem entgegen, was ich von einem Anbieter, der will, dass seine Produkte überall eingesetzt werden, erwarte. Und daher benenne ich das auch deutlich – würde es nicht als Gekreische ansehen wollen – aber wir haben wohl unterschiedliche Sichtweisen.

        • Michael Uray sagt:

          Viel Gekreische musst ich mir (berechtigterweise) anhören, da unser Exchange Server nach dem letzten Update auf einmal keine E-Mails verschickt hat.

          Es hat mich nun mehrere Tage beschäftigt, dieses Problem einzugrenzen und eine Lösung zu finden, zwei Tage davon auch am Samstag und Sonntag, damit unsere Leute am Montag wieder normal arbeiten können.
          Ich denke es ist verständlich, dass die Admins dann auch hier irgendwo ihren Unmut zum Ausdruck bringen.

          Die Sache mit der Hardware mag teilweise stimmen, hier in diesem Fall (zumindest bei mir) aber nicht, da unser Server virtualisiert auf einem Hyper-V läuft.

          Vor etwa einem halben Jahr hatte ich bei mir Zuhause nach den Windows Updates einen Bluescreen.
          So etwas hatte ich nach Updates schon ein paar Mal, doch nach einem weiteren Neustart waren diese dann meist wieder verschwunden.
          Dieses eine Mal kam er nach dem Booten immer wieder und ich musst dabei dann feststellen, dass es inzwischen gar nicht mehr so einfach ist, in den abgesicherten Modus vom Windows zu kommen.
          Früher einmal war dies durch das Drücken einer Taste möglich, doch diese Funktion hat Microsoft nun anscheinend entfernt, wie so manche andere auch.
          Es hat mich mehrere Stunden gekostet bis ich das Problem lokalisieren konnte und den Rechner wieder zum Laufen bekam und das dann auch nur über diverse Tricks die ein erneutes Update verhinderten.
          Ein normaler Anwender hätte das selbst nie mehr richten können.
          Zugegeben, in diesem Fall mag das Hardware Argument greifen.

          Auf Updates kann man ja praktisch auch keinen Einfluss mehr nehmen als normaler Windows 10 Nutzer.
          Abgesehen von den W10 Neustarts, welche ohne Rücksicht auf Verluste (offene, nicht gespeicherte Dateien) durchgeführt werden und auch nicht (zumindest nicht ohne weitere Tricks) verhindert werden können.

          Ich muss sagen, ich war (und bin) mit Windows 7 sehr zufrieden und bin Zuhause nur auf Windows 10 umgestiegen, damit ich mich damit auch auskenne, wenn ich damit konfrontiert werde.
          In Summe überwiegen für mich aber eher die Nachteile von W10 als die Vorteile und ich würde eigentlich lieber auf W7 arbeiten.
          W7 hat aber leider ein Ablaufdatum welches bald schlagend wird und auf neuer Hardware läuft es teilweise schon gar nicht mehr.

          Mein persönlicher Eindruck ist es, dass bis zu Windows 7 meist alles besser wurde mit jeder neuen Version (Vista einmal ausgenommen) und seitdem geht es eher in die andere Richtung.
          Bei Windows 7 wurden dann sogar schon einzelne Funktionen (z.B. Aufwärts Button im Explorer) entfernt, wo ich mir gedacht habe:
          Warum tut ihr so etwas weg, macht es doch zum ein/ausschalten!
          Man konnte sogar im Internet eine Software kaufen, welche diesen Butten beim Explorer nachgerüstet hat, Bedarf war also irgendwo vorhanden.

          Irgendwie zeigt mir das, dass MS mit aller Gewalt ihr Konzept durchdrückt und als Anwender / Admin hat man ja doch eigentlich keine Wahl. All unserer Software läuft nur auf Windows und nicht auf einem Mac, oder auf Linux, oder auf einem anderen System. Man ist also gefangen, mit wenig Chancen auszubrechen.

          Ich frage mich immer wieder, ob dies eigentlich an mir liegt, da ich schon so lange (über 20J) dabei bin und andere Bedienkonzepte gewohnt bin, oder ob einfach wirklich vieles schlechter wird.
          Nun arbeite ich doch schon seit ca. 2 Jahren mit W10 und ich habe meine Meinung dazu noch nicht geändert.
          Werde ich schon alt?

          • KJ sagt:

            Ich gehöre (s.w.u.) wahrscheinlich auch schon zum “alten” Eisen und sehe das genau so. Ich glaube das die “Jüngern” mit den Fixfertig-Geräten (iOS, Android usw.) einfach aufgehört haben zu konfigurieren bzw. es so nehmen wie es kommt, weil sie es ja nicht anders gewohnt sind.
            Gefühlt geht es nur mehr ums kurzfristige Geldmachen und den kopflosen “Will Haben” Effekt und nicht mehr um Qualität….
            Meine Meinung, vielleicht liege ich auch komplett Falsch….

  4. KJ sagt:

    Danke an Günter –
    dein Blog hat mein WE zumindest halb gerettet.

    Bin auch, auf einem Server 2012, in die Exchange 2010 Falle getappt – inkl. schalfloser Nächte.

    Bei mir hat das Deinstallieren von KB4338830 (Pendant zu KB4338818 auf Server 2008) alleine nichts gebracht. Erst mit der zusätzlichen Deinstallation von KB 4338820 ist jetzt seit ca. 10h Ruhe.

    Eine Besonderheit bei mir:
    Ich habe heute bevor ich KB4338820 Deinstalliert habe, blöderweise auch KB4284855 (von Juni) rausgeschmissen und nach der Deinstallation von KB4338820 wieder installieren lassen. Keine Ahnung ob das auch etwas bewirkt hat.

    Sitze immer noch auf Nadeln, aber bin guter Dinge das es jetzt doch passt.

    Ich hoffe da gibt es jetzt ein paar hochrote Köpfe bei MS. Die eigenen noch supportierten Produkte mit einem Update abzuschießen ist doch der größte Hammer und Exchange ist ja, wenn im Einsatz, ein total unwichtiges Produkt in einer Firma zur heutigen Zeit. Mir graut jetzt schon vor der Windows 10 Migration im nächsten Jahr….

    P.S.: Wer Sarkasmus findet, darf ihn gerne behalten :-).

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  6. Joe_Gerhard sagt:

    Auch von hier danke, wollte heute eine größere Menge Maschinen updaten.
    KB44338818 etc. wird nicht mehr angeboten unter Win7/64! Es reduziert sich auf die Office Angebote, das verdammte KB2952664 und das Tool zum Entfernen böswilliger Software.
    Wieder ein Monat wo Microsoft auf allen wichtigen Felder versagt, sowohl bei Win10 als auch bei 7 und 2008R2 .
    Es nimmt kein Ende :-( , langsam weiß ich nicht mehr wie das weitergehen soll, wie ich langfristig einen sicheren und zuverlässigen Betrieb aufrechterhalten soll, denn wohin soll ich migrieren mit 200 Usern?

    • Michael Uray sagt:

      Ja, so gibt es jedes Monat wieder eine neue Überraschung…
      Am besten ist es wohl, bei neuen Updates immer etwas zu warten.

      Allzu lange sollte man die Updates dann aber auch wieder nicht hinauszögern, da diese bei der Veröffentlichung ja sicher gleich von so einigen “bösen” Menschen analysiert werden, und die entsprechenden Exploits lassen dann meist nicht lange auf sich warten.
      Gerade bei Servern welche direkt Ports ins Internet geöffnet haben sollten diese eher früher als später eingespielt werden, doch damit handelt man sich eben wieder leichter Probleme ein.
      Schwierige Sache.

      Ich frage mich, lässt hier die Qualität von MS stark nach, oder ist inzwischen schon alles so komplex miteinander verflochten, dass sich gewisse Dinge einfach nicht mehr absehen lassen?
      Ich vermute einmal, MS hat diese Updates vor der Veröffentlichung auch auf einem Exchange Server getestet. Entweder lief der Test nie über die 6 Std. hinaus, oder aber es tritt nur bei bestimmten Konstellationen auf, welche es in ihrer Testumgebung nicht gab.

      • KJ sagt:

        @Michael

        Vom Gefühl her: Da dieser Fehler im exakt gleichen 6h Takt auftritt, glaube ich eher an sehr sehr schlampige Programmierung. Da läuft irgendwo ein Timer oder ähnliches über und das wird nicht abgefangen und damit wird dann eine Funktionalität blockiert auf die der Exchange aufsetzt. Von der Datenmenge hängt es auf jeden Fall nicht ab.

        Die Qualität bzw. das Management der Softwareentwicklung bei MS geht sehr stark zurück. Dafür bauen sie lieber alle halbe Jahre irgendwelche Zwangsfunktionalitätsupdates ein, die im Firmenumfeld enorm wichtig sind (ich denk jetzt grad nur an n 3DPaint).

        Sorry, so unlustig wie das das letzte halbe Jahr war, hatte ich noch nie und ich bin schon seit ca. 27 Jahren in der EDV tätig.

        • Günter Born sagt:

          Zum letzten Satz: Kann doch gar nicht sein – hier im Blog wird mir bzgl. diverser Beiträge Panikmache vorgeworfen und ich bekomme immer wieder Nutzerrückmeldungen, die behaupten, kein Aluhütchen zu tragen und bei denen alles klappt. Irgend etwas machen wir wohl falsch ;-).

          • KJ sagt:

            Vielleicht fallen wir noch unter die Sparte derer, die ihr System beherrschen und konfigurieren (anpassen) wollen… und die anderen sind rein MS gesteuert? Nur so eine Idee… ohne jetzt Böses zu wollen.

            Übrigens ist es genau das, was mir im Moment trotz Enterprise massive Kopfzschmerzen bei Windows 10 schafft.

  7. Uwe sagt:

    Hallo Herr Born, ich finde es super, das Sie in Sachen MS und Updates und W10 Klartext schreiben! Das Ganze ist ein einziges Risiko geworden! Ich weiß mich hier gut aufgehoben, auch bei Administrator.de. Wo ich regelrecht geflohen bin, war drwindows. Dort herrscht die totale MS und W10 Glorifizierung und jede MS Kritik wird aus dem Forum geknallt. Fehler sind dort generell beim User zu suchen und MS macht diese nie. Scheint so, das dort Leute sich tummeln, die glänzende Augen bekommen, wenn sie updaten und neu installieren dürfen. Uwe

  8. Frank sagt:

    Hallo zusammen, ich kann noch ein weiteres Problemchen mit den Updates KB4338818 und KB4338823 beitragen. Eingespielt auf zwei Windows 2008 R2 Servern mit Microsoft Forefront UAG 2010 (dienen zum Web-Publishing sowie als DirectAccess-Gateways). Danach kam es wiederholt dazu, dass die Systeme nach einer Betriebszeit von > 12 Stunden nicht mehr per Netzwerk erreichbar waren, weder PING noch sonstwas. Ein Reboot half wiederum für ca. 12 bis 15 Stunden, danach dasselbe Problem.
    Das Deinstallieren beider Updates hat das Problem auf beiden Servern zuverlässig behoben. Der Fehler ist reproduzierbar.
    Ein fast identisch konfiguriertes Testsystem hatte den Fehler nicht gezeigt. Wesentlicher Unterschied ist, dass die produktiven Server das Windows-eigene NLB nutzen. Könnte mir vorstellen, dass es eine Unverträglichkeit vom Windows NLB mit den beiden Updates gibt. Hat eventuell jemand etwas ähnliches beobachtet?

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