Der Bund klärt die 5 Irrtümer zur Corona-Warn-App

GesundheitDer Bund klärt über das BMG aktuell in einer kurzen Videobotschaft über die fünf größten Irrtümer in Verbindung mit der Corona-Warn-App auf. So soll auch den Aluhut-Konspirationstheorien entgegen getreten werden.


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Seit einigen Tagen ist ja die Corona-Warn-App für Deutschland allgemein freigegeben. Die Verantwortlichen sehen in der Corona-Warn-App ein wichtiges Instrument, um Infektionsketten schneller zu durchbrechen.

Corona-Warn-App
(Quelle:  SAP / Deutsche Telekom)

Ich hatte im Blog_Beitrag Die (deutsche) Corona Warn-App des RKI ausführlich darüber berichtet und dort auch die Voraussetzungen sowie die Download-Links in die Stores von Apple und Google angegeben.

Die App konnte bereits vor Tagen einen Rekord bei den Downloads knacken (siehe 10 Millionen Downloads der Corona-Warn-App). Am 24.6.2020, als dieser Beitrag entstand, waren bereits 12,2 Millionen Downloads erfolgt. Die aktuellen Zahlen lassen sich jeweils auf dieser Webseite des Robert-Koch-Instituts nachschauen. Auf der Webseite finden sich auch einige Erklärungen über den Sinn und Zweck der App.

Irrtümer über die Corona-Warn-App

Wie bereits geschrieben, kann die Corona-Warn-App ein wichtiges Instrument darstellen, um Infektionsketten schneller zu durchbrechen. Die App schützt die Nutzer sowie deren Mitmenschen. Aber auch die Privatsphäre der Nutzer ist geschützt.

Mit dem Start der App gab es allerdings einige Irrtümer, die in dem in obigem Tweet eingebunden Video korrigiert werden sollen. Das Video wurde vom BMG (Bundesministerium für Gesundheit) veröffentlicht. Hier die Highlights:

  • Die App erhebt keine spezifischen Daten über den Nutzer (Name, Standort etc.)
  • Keine Überwachung der Nutzer durch den Staat, Behörden haben keinen Zugriff
  • Keine Verwendung der Daten für andere Zwecke, sondern nur zur Durchbrechung von Infektionsketten.
  • Die App kann auch nicht vor Menschen mit COVID-19-Erkrankung in der Nähe warnen. Es gibt nur einen Hinweis, wenn man sich in der Nähe eines nachweislich COVID-19-Infizierten aufgehalten hat.

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Aber schaut euch selbst das Video an. Einen weiteren Punkt kann ich noch anfügen: 5G oder die App sind nicht für Corona-Ausbrüche verantwortlich (ich denke da an dieses Thema #5GCoronavirus: In Großbritannien brennen Mobilfunkmasten).

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26 Antworten zu Der Bund klärt die 5 Irrtümer zur Corona-Warn-App


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  2. Jörn Walter sagt:

    Zitat: Die App kann auch nicht vor Menschen mit COVID-19-Erkrankung in der Nähe warnen. Es gibt nur einen Hinweis, wenn man sich in der Nähe eines nachweislich COVID-19-Infizierten aufgehalten hat.

    Aber genau das hätte ich erwartet. Was bringt es mir als Nutzer zu erfahren, das ich gestern Kontakt oder mich in der Nähe eines Infizierten aufgehalten hatte. Das ist für mich keine Warn-App.

    • Peter sagt:

      Wie soll das funktionieren? Das hieße doch im Umkehrschluss, jemand, der positiv getestet ist und davon weiß, gibt das in die App ein und läuft dann noch draußen herum, um andere vor sich selbst zu warnen? Oder irre ich mich hier?

    • oli sagt:

      “Aber genau das hätte ich erwartet. Was bringt es mir als Nutzer zu erfahren, das ich gestern Kontakt oder mich in der Nähe eines Infizierten aufgehalten hatte. Das ist für mich keine Warn-App.”

      Überleg nochmal genau, was du da forderst und welche Informationen und Informationswege dazu notwendig wären und welche gesellschaftlichen Auswirkungen das auf Corono-Patienten hätte.

      Ich bin jedenfalls froh, dass die App im Groben und Ganzen so designt wurde, wie es der CCC vorgegeben hat: https://www.ccc.de/de/updates/2020/contact-tracing-requirements

    • Gerold sagt:

      Es ist auch keine Warn-App sondern eine Informations-App.
      Die App informiert über Kontakte zu einer oder mehreren infizierten Personen bei denen eine Ansteckung möglich ist.

      Der Begriff “Warn-App” wird in anderen Ländern nicht benutzt.

      Dänemark: «Smittestop»-App smitte = Infektion
      Estland: «Apturi Covid»-App apturi = Stop
      Frankreich: «StopCovid»-App
      Italien: «Immuni»-App
      Österreich: «Stopp Corona»-App
      Polen: «ProteGO Safe»-App
      Schweiz: SwissCovid-App

    • FoxSayz sagt:

      1) Jemand der wissentlich Infiziert ist hat mit dem Hintern daheim zum bleiben.
      2) Die App hat nur eine Aufgabe: “Infektionsketten durchbrechen”

      Wenn die App dich warnt machst du genau ZWEI Dinge:
      a) Du hältst dich von anderen fern (Familie, alte Leute, Kollegen, etc)
      b) Du kannst dich kostenlos testen lassen.

      Das manche noch immer nicht verstehen, dass die App sich an soziale Menschen richtet.. sie ist kein persönlicher Schutzschild, das kann nur ein Mund-Nasen-Schutz und ein Visier.

      • ich sagt:

        Nur zur Info:
        Mund-Nasen-Schutz und ein Visier Dienen ebenso lediglich dem Schutz anderer.
        Damit reduziert man die Wahrscheinlichkeit einer Tröpfcheninfektion und die Verbreitung durch Aerosol, in Situationen, in denen man den Mindestabstand nicht einhalten kann.
        Viren werden durch „Alltagsmasken“ nicht aufgehalten.

  3. Jörn Walter sagt:

    eine warn-app hat rechtzeitig zu warnen und nicht im nachhinein zu informieren.

    • Maria Jana sagt:

      Was für eine unnötige Wortklauberei. Da sieht man was passiert, wenn jemand erst die Tastatur und dann (minimal) das Gehirn nutzt.

      Wie soll eine Warnung von Personen in der Nähe funktionieren ? Dazu müsste die App ganz anders arbeiten und funktionieren als sie es tut. Und was soll in der Warnung stehen ? Der Name des Gerätes wie z.B. Jacobs Iphone ? Oder die Rufnummer ? Und das z.B. auf einem Bahnsteig mit 200 anderen Personen ? Rennst du dann rum und fragst wer Jacob ist ? Völliger Blödsinn, abgesehen von Datenschutz und Akkuverbrauch.

      Oder sollten am besten alle COVID-19 Infizierten einen roten Coronaball auf den Klamotten tragen ? Ich hoffe nicht das diese Idee dahinter steht, sowas ähnliches gab es mal und das war alles andere als eine gute Idee.

    • aDude sagt:

      Damit man dann ein Instrument in die Hand bekommt, mit dem man dann gezielt Jagd auf Covid_19-Erkrankte machen kann? – So eine Art Scanner?

      Helfen würde da wahrscheinlich nur dieses spezielle Werkzeug, ist aber z. Z. nicht mehr erhältlich!
      Weiss aber nicht, ob diese Funktion tatsächlich enthalten ist. Dazu müsste man die Kommentare durchlesen, dort gibt es massenhaft tolle(!) Hinweise, wozu es fähig ist.
      Also, einfach mal die Kommentare durchlesen, vielleicht findet sich was. ;-)

      • Henry Barson sagt:

        > Damit man dann ein Instrument in die Hand bekommt, mit dem man dann gezielt Jagd auf Covid_19-Erkrankte machen kann? – So eine Art Scanner?

        Erinnert an die Vergleiche mit Pokemon Go zum Corona-App-Start in den sozialen Medien :3

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  5. Gerold sagt:

    Hat sich schon jemand gefragt wieso die Downloadzahlen der App nur insgesamt und nicht getrennt nach Android und iOS veröffentlicht werden?

    Kleiner Hinweis, die Downloads für iOS sind massiv höher als die von Android.

    Woher ich das weiss? Wurde am Donnerstag bei der Vorstellung der CoronaApp für die Schweiz bekanntgegeben, leider keine Zahlen, nur diese Aussage.

    • Gerold sagt:

      Korrektur zu meinem Beitrag:

      “Die Erfahrungen aus Deutschland zeigen, dass iPhone-Nutzer die dortige Tracing-App überproportional heruntergeladen haben”.
      Hab das falsch interpretiert da keine Zahlen genannt wurden, daher selber recherchiert.

      Die Downloadzahlen für Android und iOS sind etwa gleich, Android hat jedoch einen sehr viel höheren Markanteil als iOS.
      https://www.zdf.de/nachrichten/politik/corona-app-apple-nutzer-100.html

    • GPBurth sagt:

      Laut Google Play Store: “Installationen 5.000.000+”

      Ich weiß jetzt nicht, wo die nächste Anzeigestufe ist, aber das deutet auf “etwa die Hälfte” (genauer: oberhalb 40%, bis 80% bei 10 Millionen als nächstem Schritt) bei Android hin.

      Der Anteil wird aber tatsächlich deutlich niedriger liegen. Hat Apple die App bei ihren Geräten explizit beworben (oder gar wie damals das U2-Album automagisch installiert)?

  6. Ein Leser sagt:

    Hallo. Ich verstehe nicht warum man den Leser Jörn Walter so angeht und beleidigen muss. Natürlich ist das technisch umzusetzen, und zwar mittels der Bluetooth-Reichweite. Die Bluetooth Reichweite ist eine eigene Zelle im Radius von X. Mittels dieser ist eine Schnellwarnung möglich.

    • GPBurth sagt:

      Aber auch nur dann, wenn sich eine *bekannt* infizierte (und infektiöse!) Person in der Öffentlichkeit bewegt. Was sie ja gerade nicht soll…
      Da zudem der Hauptteil der Infektiosität vor Ausbruch der Symptome liegt (und damit in der Regel nochmals etliche Tage vor dem Nachweis, der Test braucht ja auch Zeit) hast Du beim Nachweis üblicherweise primär kaum- bis nicht-mehr-infizierte Personen. Die das aber die Tage vorher intensiv verbreitet haben. Da ist es doch sinnvoller, alle zu warnen, die in der Nähe *waren*.
      Eigentlich wäre sogar sinnvoll, eine zweite Ebene (also die Kontaktpersonen der Kontaktpersonen der Infizierten) ebenso in Quarantäne zu schicken, da die Zeit zwischen Ansteckung und Infektiosität so gering ist (in etwa, aus der Erinnerung: Tag 0: Infektion, Tag 4: Maximum der Infektiosität, Tag 5: Symptome und (im Idealfall) Test, Tag 6: frühest möglicher Termin für Ergebnis – da sind die meisten der “nächsten Generation” selber schon an Tag 2-3. Bei Verzögerung des Tests auch an Tag 4 oder 5. Also selber maximal infektiös.). Aber der Multiplikator wäre enorm.

  7. Michael sagt:

    Seit Jahren lese ich hier im Blog, und diese Art der Beschimpfung ist mir noch nie untergekommen. Jörn Walter hat es zurecht kommentiert. Eine Warnung geschieht bevor etwas passiert. Alles andere ist nur noch ein Hinweis darauf, das etwas geschehen ist. Aus diesem Grund bin auch ich der Meinung, das die App mehr verspricht als sie zu leisten imstande ist.

  8. oli sagt:

    Ich glaube Jörn Walter und eventuelle Unterstützer seiner Meinung haben nicht verstanden, was die App bewirken soll: Ähnlich wie einfache Stoffmasken im öffentlichen Raum schützt diese App unsere Mitmenschen und nicht uns selber. Das große Problem an Sars-Cov2 ist nunmal die Zeit, in der man infektiös ist, aber noch keine großartigen Symptome aufweist. Dieser Zeitraum bzw. die Kontakte, die man in der Zeit hatte, werden durch die App anonym rekonstruiert.

    Gewarnt werden hier also unsere Mitmenschen vor einem möglichen Kontakt mit einem Sars-Cov2-Infizierten (der Begriff “Warn-App” ist also korrekt), und das 2-3 Tage eher. Diese Zeitersparnis ist es, die einen sehr großen Effekt auf die Verbreitung eines deratigen Virusses haben kann. Wer sich mit Exponentialfunktionen auskennt, weiß, wovon ich rede.

    • FoxSayz sagt:

      Sehr guter Beitrag und korrekt. Ja, es sollen vor allem auch die versteckten Asymptomatiker gefunden werden.

      >Wer sich mit Exponentialfunktionen auskennt, weiß, wovon ich rede.

      Da reicht ein Blick in die USA: Seit drei Tagen ~40000 Fälle/Tag, die können die zweite Welle gar nicht mehr erwarten, so dass sie die erste nicht mal beenden.

      Wird hier auch noch kommen dank der Kinnmaskenträger, die überhaupt nichts kapieren.

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  10. Jörn Walter sagt:

    Hallo Zusammen, ich scheine wohl einen Doppelgänger zu haben. Wer benutzt denn hier meinen Namen?

    Ich finde die App gut gelungen. Die räumt einem Zeit (2-3 Tage) für eine frühzeitige Behandlung ein, die einem sonst gefehlt hätte.

  11. Thierry sagt:

    Der Bund klärt die 5 Irrtümer zur Corona-Warn-App… und ich empfehle alle, die gerne nackt im Netz herumspazieren, sich den ersten Irrtum aufklären zu lassen und zwar für alle Nutzer deren Privatsphäre egal ist. Mehr? https://www.security-insider.de/ein-drittel-der-deutschen-wuerde-sich-gerne-ueberwachen-lassen-a-938636/

    • Günter Born sagt:

      Ein bisschen viel Aluhut im obigen Kontext – imho.

    • oli sagt:

      Also entweder ist das ne nette Medienkompetenzübung oder du schreibst wirr. Oder ich verstehe den Zusammenhang der im Link dargestellten Informationen in Bezug auf die Corona-Warn-App nicht, da durch die Corona-Warn-App nunmal keine personenbezogenen Daten erhoben, gespeichert und/oder verarbeitet werden, geschweige denn irgendwelche, im Link erwähnten Social Credit/Rating Systeme aufgebaut.

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