Windows meldet "Metadata Staging"-Error (0x80070490) im DeviceSetupManager (Dez. 2023)

Windows[English]Kurze Information für Windows-Nutzer bzw. Administratoren, die in der Ereignisanzeige über "Metadata Staging"-Fehlereinträge des DeviceSetupManager stoßen. Dieser tritt unter Windows wohl seit Ende November 2023 auf, weil ein MetaData-Server von Microsoft seit diesem Zeitpunkt nicht mehr erreichbar ist. Nachdem mich bereits zwei Blog-Leser auf das Thema angesprochen haben, bereite ich es in einem Blog-Beitrag auf.


Anzeige

"Metadata Staging"-Fehler 0x80070490

Volker S. hat sich zum 9. Dezember 2023 per Mail gemeldet und meinte, dass das Thema für den Blog bzw. die Leserschaft von Interesse sei. Unter dem Betreff "Ereignisanzeige: hunderte Einträge Fehler: DeviceSetupManager" schrieb er mir folgendes:

Ich finde seit dem 7.12.23  15:26 Uhr in der Ereignisanzeige hunderte dieser Fehlermeldungen (0x80070490):

Fehler 131: DeviceSetupManager

Wenn man die Meldungen öffnet, ist folgender Kauderwelsch zu lesen:

"Metadata staging failed" Error

Ich habe nachgesehen, auf meinem System werden die Einträge im Zweig Benutzerdefinierte Ansichten/Administrative Ereignisse angezeigt. Der erste Ereigniseintrag stammt vom 7. Dezember 2023. Volker schrieb mir dazu, dass er keine Änderungen am Verhalten seines PC, Abstürze etc. bemerkt habe. Da er nichts installiert- oder an seiner Konfiguration geändert habe, fragt er, ob andere Leser noch dieses Problem haben? Er benutzt Windows 10 22H2, Build 19045.3758.

MetaData-Server nicht erreichbar

Ich hatte im Dezember 2016 den Blog-Beitrag Windows Update führt zu "Metadata staging failed"-Fehler veröffentlicht, wo der Metadata Staging Failed-Fehler, seinerzeit verursacht durch ein Windows-Update, im DeviceSetupManager behandelt wurde. Jan Neddenien ist anhand der Begriffe auf den alte Blog-Beitrag gestoßen, weil er entsprechende Fehlermeldungen in seinem Windows erhielt.

Jan schrieb, dass seit Ende November 2023 die DeviceSetupManager-Fehler und Warnungen in Zusammenhang mit dem MetaData-Staging erneut auftreten. Unter anderem ständen auch die schönen Druckersymbole unter "Geräte und Drucker" auf einmal nicht mehr zur Verfügung. Das sei auf älteren aber auch auf neu installierten Systemen der Fall und habe somit nichts mit irgendwelchen Windows-Updates tun (wie im Beitrag aus 2016 beschrieben).

Jan gibt an, dass der Fehler schlicht und einfach damit zusammenhänge, dass der oder die MetaData-Server seitens Microsoft nicht mehr erreichbar sind oder nicht mehr funktionieren. Den Registry-Eintrag "DeviceMetadataServiceURL" anzupassen, wie ich in obigem Blog-Beitrag vorgeschlagen hatte, bringe da auch nichts, schrieb Jan.

Fehlereinträge unterdrücken

Der Vorschlag von Jan ist, die Protokollierung der ständigen Warnungen und Fehler im Ereignisprotokoll zu deaktivieren. Dazu gibt es zwei Möglichkeit:

  • entweder die DeviceSetupManager-Protokollierung deaktivieren
  • oder das MetaData-Staging komplett deaktivieren

Der letztgenannte Ansatz hätte auch den Vorteil, dass das System nicht durch die erfolglosen Versuche den MetaData-Server zu erreichen ausgebremst wird. Denn bei Microsoft scheint sich niemand für den nicht erreichbaren MetaData-Server zu interessieren. Die DeviceSetupManger-Protokollierung lässt sich mit folgender .reg-Anweisung deaktivieren:

[HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion\WINEVT\Channels\Microsoft-Windows-DeviceSetupManager/Admin]
"Enabled"=dword:00000000

Um das MetaData-Staging zu deaktivieren, ist folgende .reg-Anweisung erforderlich:


Anzeige

[HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Device Metadata]
"PreventDeviceMetadataFromNetwork"=dword:00000001

Das MetaData-Staging lässt sich komplett per Policies mit folgender reg-Anweisung deaktivieren:

[HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Policies\Microsoft\Windows\Device Metadata]
"PreventDeviceMetadataFromNetwork"=dword:00000001

Einfach die Anweisung in einer .reg-Datei speichern und diese als Administrator per Regeditor importieren. Danke an die Leser für die Hinweise.

Ergänzung: Im Feburar 2024 gab es Korrekturen, siehe Microsoft will sein Metadaten-Server-Problem mit den Februar 2024-Updates behoben haben.


Cookies blockieren entzieht uns die Finanzierung: Cookie-Einstellungen

Dieser Beitrag wurde unter Problemlösung, Windows abgelegt und mit , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

11 Antworten zu Windows meldet "Metadata Staging"-Error (0x80070490) im DeviceSetupManager (Dez. 2023)

  1. Marina Schnell sagt:

    Hallo Günter,

    Nach der vorgezogenen (sobald Verfügbar) Installation des 2023-11 Kumulatives Update für Windows 11 Version 22H2 für x64-basierte Systeme (KB5032288) ist dieser Fehler im EventLog das erste mal bei mir aufgetreten.

    Dieses KU war bei mir auch im Verhalten sehr ungewöhnlich, da das System 2 Stunden für die Installation gebraucht hat.

    Vielleicht ist der Lenovo Laptop P50 auch schon zu alt (4 Jahre) ;-)

    Ich habe mich mit der Einstellung in der Systemsteuerung: Geräteinstallationseinstellung ändern und Settings auf Nein
    beholfen.

    Das hat die gleiche Auswirkung, nur dass die nun von mir ausgeführte Reg Datei (Tipp) vielleicht eleganter ist (Policie)

    Marina

  2. Kopfschüttler sagt:

    Dieses Problem ist vermutlich verknüpft mit dem aktuellen MS-Update-Fail bzgl. Umettikettierung vorhander Drucker in HP-Modelle. Offenbar hat MS deshalb die Server-Endpunkte gekappt, um das Problem nicht gänzlich überkochen zu lassen.

    Update-Issue: Printer names and icons might be changed and HP Smart app automatically installs

    Infos dazu unter:Printer names and icons might be changed and HP Smart app automatically installs

  3. Ralf Lindemann sagt:

    Danke für den Hinweis. Aufgefallen war es mir nicht, aber ja, entsprechende Fehler und Warnungen werden hier neuerdings auch protokolliert. Ein großes Problem scheint es nicht zu sein, aber du hast schon recht: "entweder Microsoft fixt das Zeugs, oder man schaltet das Ganze ab."

  4. Pau1 sagt:

    Microsoft kann das!
    Server nicht erreichbar, also versuchen wir es gleich noch mal.
    Sind ja nicht unsere Ressourcen. Wozu warten
    Das sind halt die Profis, zumindest in der Rechts- und Marketing Abteilung.

    BTW.
    Es wäre nicht das erste Mal, das MS einen Server einfach mal umbenennt. Einfach so. Weil der neue Name hübscher ist.
    Vielleicht findet Google mit Hilfe der alten URL die neue?

  5. Windowsnutzer1969 sagt:

    Danke fürs Ansprechen dieses Themas. Hatte mich bereits vorletzte Woche schon einige Stunden mit diesem vermeintlichen "Problem" beschäftigt, bin aber nicht weitergekommen und habe es darum seither ignoriert, da eben auch keine größeren Auswirkungen feststellbar. Außer, dass eben jede Menge Einträge im Ereignisprotokoll stattfanden. Dachte mal wieder, dass es wohl an mir liegen muss, da es über die diversen Suchmaschinen nur alte bis uralte Artikel-Suchergebnisse (u. a. auch den o. g. Artikel von "hier") zu diesem Thema gab. Mal sehen, ob sich MS dann doch mal (zeitnah) dazu herablässt den Fehler zu beheben!? Oder ob es auch in diesem Fall so läuft, wie mit dem LSA-Defender-Fehler, der seit März 2023 existiert und für den sich MS wohl auch nicht (mehr) zu interessieren scheint …

  6. Sansor sagt:

    Hier scheint dieses Problem seit 1. Dezember auf, und nicht nur bei Windows 10 22H2, sondern auch auf Windows 2019 Server.
    Außer der Fehlermeldung selbst ist allerdings kein Problem auszumachen.

  7. Christoph Rohrmoser sagt:

    War bei mir auch gerade, 78 Einträge und die SSD hat (vermutlich deshalb?) 40 GB geschrieben, was mich besonders ärgert. Kann das sein? Zumindest zeitlich passt es zusammen.

  8. Christoph Rohrmoser sagt:

    Ergänzung:
    genau dasselbe bei mir auch schon 3 Tage vorher: Zur gleichen Zeit, als das Metadatenserverproblem auftrat, hat die SSD 80 GB geschrieben. Habe mich schon gewundert, woher das kommt.
    Schaut bitte nach, ob das bei euch so der Fall war!
    Windows ist überhaupt ruinös für SSDs. Bei meinem Notebook wurden wegen einer hängenden Updateschleife larifari 500 GB geschrieben!

  9. Christoph Rohrmoser sagt:

    Ich habe es nochmals überprüft:
    Da der PC erst seit 17.12.23 in Betrieb ist: Fast jeden Tag seitdem einmal 40-80 Fehlermeldungen zu dem Metadaten-Problem, und es stimmt genau mit den Sprüngen in der SSD-Aktivität überein. Insgesamt hat dieser Unfug über 150 GB Schreib- und Lesevolumen auf der SSD verursacht. Aber nicht immer gleich viel, manchmal ist es nur wenig, manchmal viel.

    Sollte man nicht, wenn das Problem behoben ist, den Registry-Eintrag wieder auf 0 setzen? Immerhin ist er dafür zuständig, dass Windows-Gerätetreiber gesucht werden können.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Hinweis: Bitte beachtet die Regeln zum Kommentieren im Blog (Erstkommentare und Verlinktes landet in der Moderation, gebe ich alle paar Stunden frei, SEO-Posts/SPAM lösche ich rigoros). Kommentare abseits des Themas bitte unter Diskussion.