Windows Update-Fehler durch fehlenden Edge-Browser

Windows[English]Ich kippe nochmals einen Informationssplitter hier in den Blog ein, den ich durchaus schon mal in Beiträgen zu Patchday-Problemen mit fehlgeschlagenen Windows Update-Installationen mit angerissen habe. Es kann zu Fehlern bei der Windows-Update-Installation kommen, wenn der Microsoft Edge-Browser nicht auf dem System installiert ist. Ein Blog-Leser hat sich Anfang Februar 2024 gemeldet und erneut einen solchen Fall bestätigt.


Anzeige

Windows Nov. 2023-Update-Fehler 0x800f0922

Ich habe mal ein wenig im Blog gesucht, weil ich das Thema "Update-Probleme bei fehlendem Edge" noch im Hinterkopf habe. Bei den Updates von November 2023 gab es unter Windows 11 22H2 und 23H2 das Problem, dass die Installation des Updates KB5032190 bei manchen Nutzern mit dem Fehlercode 0x800f0922 scheiterte. Das ist ein generischer Fehler, der Fehlercode 0x800f0922 steht für CBS_E_INSTALLERS_FAILED ("Fehler bei der Verarbeitung erweiterter Installationsprogramme und generischer Befehle.").

Das kann durchaus sehr viele Ursachen haben. Im Blog-Beitrag Windows: Patchday-Nachlese November 2023 hatte ich aber erwähnt, dass mir Fälle bekannt seien, wo dieser Update-Installationsfehler auf einen fehlenden Edge-Browser in Windows zurückzuführen sei. Ich hatte seinerzeit sowohl auf einen älteren Blog-Beitrag von deskmodder.de verwiesen, der als eine der Ursachen für den Installationsfehler einen deinstallierten Edge-Browser angibt. Bei Dr. Windows gibt es diesen Beitrag, wo der Fehler 0x800f0922 bei der Installation der Windows 10 22H2-Updates KB5032189 (Preview vom 26. Oktober 2023) gemeldet wird. Auch dort war der Microsoft Edge der Übeltäter.

Kommt natürlich super, da Microsoft auf Druck des EU Digital Service Act (DSA) die Deinstallation des Microsoft Edge-Browsers unter Windows für europäische Nutzer zulässt.

Eine Leserbestätigung

Anfang Februar 2024 hat sich ein Blog-Leser gemeldet, der bereits im Oktober 2023 seit dem Patchday einen der Windows 10-Pro Update-Fehler hatte. Der Fehler zog sich durch die folgenden Monate. Der Leser schrieb dazu:

Der Updatefehler bei Win 10 (seit Patchday Oktober 2023) hatte mich lange und intensiv ohne Erfolg beschäftigt. Ich habe es dann hinter Fritzbox und mit Eset einfach ausgesessen, weil MS ja vielleicht doch eine Lösung bietet.

Merkwürdigerweise wurden alle Monatsupdates mit Verzögerung im Verlauf als installiert angezeigt. Lediglich das neueste Update wurde immer bei 98 / 99% abgebrochen und länglich zurückgefahren. Aussetzen war ausgegraut. Zum Glück war Neustart und Herunterfahren ohne Update möglich.

Der Leser hatte eine Windows 10-Rechner nach einer Anleitung von heise konfiguriert und in diesem Kontext auch den Microsoft Edge-Browser entfernt und den Firefox verwendet. Der Leser hatte vorher bereits mit Windows 10 Firewall Control Free Edition diverses blockiert. Ein testweise komplettes Abschalten der Firewall Control Free Edition brachte nichts bezüglich des Installationsfehlers. Dann hat der Leser versuchsweise den Microsoft Edge-Browser wieder installiert. Nachdem die Firewall "für Verbindungen geöffnet wurde", konnte Windows 10 das blockierte Update sofort problemlos installiert werden. Vielleicht hilft es mal jemandem weiter.


Cookies blockieren entzieht uns die Finanzierung: Cookie-Einstellungen

Dieser Beitrag wurde unter Problemlösung, Update, Windows, Windows 10 abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

27 Antworten zu Windows Update-Fehler durch fehlenden Edge-Browser

  1. Luzifer sagt:

    naja ich kann verstehen wenn man den Edge nicht nutzt, jeder hat da seine eigene Vorlieben, aber wieso runterschmeißen? Einfach nicht nutzen, der frisst kein Brot und das Entfernen bringt nur Probleme wie sich ja wieder zeigt. Die Zeiten wo man Plattenplatz grundsätzlich zu wenig hatte sind auch längst vorbei. Sicherheitslücken sind irrelevant wenn man den nicht nutzt.
    Kann mir einer mal nen sinnigen Grund nennen warum man den entfernt?

    • Tom sagt:

      Da ging mir auch durch den Kopf. Was es bringen soll, den Edge zu entfernen außer Probleme. Gut, manche mögen noch mit Security oder Telemetrie argumentieren. Aber da die Edge WebView Runtime ohnehin tief im System verankert ist und sich noch schwieriger entfernen lässt, weiß ich nicht, ob das Entfernen vom Edge ohnehin irgendetwas in Punkto Security und Telemetrie ändert.

    • Hobbyperte sagt:

      Die Fragen ob das Sinn macht oder nicht, ob Festplatten heutzutage groß genug sind oder nicht, stellen sich meiner Ansicht nach gar nicht. Die EU "versucht" mittlerweile seit Jahrzehnten MS beizubringen, das man es den Nutzern eines Betriebssystem überlassen soll, welche Software sie sich für einen Zweck (Internet, Office, Büro-Kommunikation, Grafik, Video …) Installieren. Dazu gehört auch die Freiheit etwas entfernen zu können, das man nicht nutzen will !!

      Die Abhängigkeit eines Installierten Edge ist mir schon letzten Herbst begegnet, ich meine es wäre Oktober gewesen. Welches Update das war ist mir nicht mehr präsent. Die Re-Installation von Edge löste das Problem. Und so verrückt das ist, das anschließende System-Backup (Festplatten-Image) war nicht größer, als das vorherige.

      Trotzdem mag ich dieses überflüssige Microsoft-Zeug nicht auf meinem System! Aber das erledigt sich nächstes Jahr sowieso, dann wird man mit neuen, ganz anderen Problemen zu kämpfen haben. *lach*

      • DeeKay sagt:

        Warum sollte MS das machen?
        Die TV Anbieter installieren doch auch ihre eigene Software (Custom Android usw.) auf dem Smart TV. Hier würde ich auch sehr gerne lieber selber entscheiden können was und wen ich mir ans Netzwerk hänge.
        Aber sind wir doch ehrlich. Den Otto-Normal-Verbraucher ists doch recht, dass sein 400 € OEM Notebook gleich mit einem schönen Browser mitgeliefert kommt.

    • AR sagt:

      Der durch die ständigen Edgeupdates verursachte Datentransfer ist nicht unerheblich. Hier wird weltweit Energie auf unsere Kosten verbrannt und Traffic genutzt, den man anderweitig nutzen könnte während an jeder anderen Ecke wg. CO2 rumgeheuchelt wird. Ohne solche überflüssigen Zwangsextras würde Windows schneller und effizienter sein und ein alter PC könnte länger genutzt werden. Ums anders zu sagen. Ich muss meinen PC zuhause bald austauschen, da er noch eine Festplatte hat. Und das nur wegen den Updates. Denn die Updates und Datentransfers von Microsoft jeden morgen brauchen mittlerweile 5-10 Minuten. Alles andere startet und läuft normal und ist kein Austauschgrund. Der PC könnte noch Jahre genutzt werden.

      • Daniel sagt:

        Da stimme ich dir voll zu. Es gibt auch PC Nutzer die haben eben kein unbegrenztes Datenvolumen und kommen an sich gut damit klar, nur Microsoft meint eben vollen Zugriff auf die Internetverbindung haben zu müssen und herunter zu laden was ihnen einfällt.

    • Ärgere das Böse! sagt:

      Wieso muss er auf dem System sein, wenn ich ihn nicht will?

      Microsoft Edge hat den Rekord inne, dass er der meistinsallierte Browser ist, der im Verhältnis dazu am Wenigsten bemutzt wird. Sollte zu denken geben.

    • Ärgere das Böse! sagt:

      Dieser Müll wird mit Win 11 mitinstalliert, und lässt sich teilweise nicht deinstallieren. Die Liste ist älter.
      Vielleicht kannst Du mir plausibilisieren, wieso ich den ganzen Müll zwangsinstalliert erhalte, und dann teilweise nicht mal deinstallieren kann.

      3D-Viewer

      Audiorekorder

      Camo Studio
      Cortana

      Dev Home

      Filme & TV

      Kalender
      Kamera
      Karten
      Kurznotizen

      Linkedin

      Outlook

      Medienwiedergabe
      Microsoft 365 (Office)
      Microsoft Clipchamp
      Microsoft Edge
      Microsoft Teams
      Mixed Reality Portal

      Nachrichten

      OneDrive
      OneNote

      Paint
      Paint 3D

      Remotehilfe

      Skype
      Smartphone Link
      Snipping Tool
      Solitaire & Casual Games
      Spotify

      To Do

      Uhr

      Wetter
      WhatsApp
      Windows Fotoanzeige
      Windows Sandbox
      Windows Sicherung

      X Box
      X Box Console Companion
      X Box Game Bar

    • Jens1976 sagt:

      Das Problem beim Edge ist, das der IMMER im Hintergrund läuft und so Ressourcen frißt. Egal ob man ihn nutzt oder nicht. Aus dem Grund hab ich den auch runtergeworfen, seitdem das offiziell ohne irgendwelche Tricks möglich ist.
      Ich habe allerdings auch keine Probleme gehabt, Updates zu installieren. Mag eventuell da dran liegen, das ich die nicht über das Windows Update installiere, sondern über die MSU.

  2. Fritz sagt:

    Kann mir mal jemand die folgende Beobachtung bestätigen oder ggf auch widerlegen?

    Ich spiele gerade ein wenig mit Proxmox und habe zu diesem Zweck auch eine Windows-10-VM erstellt. Soll mal mit firmenspezifischen Anpassungen als Vorlage zum Ausrollen dienen – aber so weit bin ich noch nicht.

    Jedenfalls habe ich die Vanilla Windows-10-22H2-x64 von Microsoft installiert und anschließend auf den Patchstand 2024-02 gebracht.

    In diesem kann man ja ein paar mehr Programme installieren, ich habe insbesondere das 3D-Zeug, Cortana und das X-Box-Geraffel installiert, was auch so angezeigt wurden.

    Anschließend habe ich einen neuen Benutzer angelegt – und alles war wieder da?

    Ich weiß natürlich, daß die zugehörigen Daten noch in der *.wim liegen, aber wieso liegen sie noch im Dateisystem und werden einem neu angelegten (lokalen) Benutzer gleich wieder übergestülpt. Wenn ich keine X-Box habe, habe ich sie auch nicht als anderer Benutzer!

    Vermutlich ist es mit Edge das gleiche, schon mit dem IE wurden viele der zugrundeliegenden Bibliotheken im System verankert und für alles mögliche mit HTTP und HTML-Rendering verwendet, vermutlich wird auch beim Deinstallieren des Edge nur das Icon in der Oberfläche entfernt, die Bibliotheken liegen nicht nur auf der Platte, sondern sind mit all ihren Bugs auch weiter im System aktiv.

    Aber warum X-Box oder Cortana?

    • R.S. sagt:

      Das Verhalten kenn ich bei Windows 10 auch.
      Anscheinend wird da nichts wirklich deinstalliert, sondern nur ein paar Einstellungen für den aktuellen Benutzer entfernt.

    • Matthias G. sagt:

      Such mal bei Google nach "deskmodder windows 10 vorinstallierte apps deinstallieren" bzw direkt bei deskmodder.de. Da ist die Deinstallation der vorinstallierten Apps per Powershell gut beschrieben.

      • Fritz sagt:

        Danke für den Hinweis. Den Weg über Powershell versuche ich noch – ich will das Image sowieso noch mal wegwerfen und neu machen.

        Bisher hatte ich den ebenfalls bei Deskmodder direkt im Block oben drüber beschriebenen Weg "Windows 10 Apps über die Einstellungen deinstallieren" versucht. Wie gesagt, seit einer Weile ist ja auch dieser Button bei X-Box und Cortana nicht mehr ausgegraut – letztere wird ja vom MS selbst als "depreciated" bezeichnet.

        Letztendlich will ich auf dem "offiziell von Microsoft vorgegeben" Weg bleiben, das Image soll ja mal als Basis etlicher VMs dienen – da kann ich keine zusätzlichen Überraschungen brauchen.

    • McAlex777 sagt:

      Hallo,

      um die Apps bei alle Usern dauerhaft zu entfernen sind 2 Befehle per Powershell nötig.

      https://www.minitool.com/news/delete-disable-xbox-windows-11.html

      get-appxprovisionedpackage –online | where-object {$_.packagename –like "*xboxapp*"} | remove-appxprovisionedpackage –online

      get-appxpackage -allusers *xboxapp* | Remove-AppxPackage

      Anbei ein Beispiel-Script gür Windows10/11:

      https://paste.debian.net/1307917/

    • Tox sagt:

      Da kann ich vielleicht weiterhelfen. Apps unter Windows werden nicht wirklich deinstalliert, sondern lediglich die Registrierung für den jeweiligen Benutzer aufgehoben. Die eigentlichen App-Daten sind nach der "Deinstallation" aber noch vorhanden (deswegen ist auch bspw. die Deinstallation ohne Adminrechte möglich, da nur die Registrierung für den jeweiligen User entfernt wird). Die Apps an sich liegen meines Wissens nach unter "C:\Program Files\WindowsApps" (ist ein verstecktes Verzeichnis und kann mit Standardrechten nicht geöffnet werden), daher ist der einzige Weg, diese loszuwerden, mit dem Powershell-Befehl "Get-AppxPackage" in Verbindung mit "Remove-AppxPackage". Aus dem genannten Verzeichnis bitte nichts eigenhändig löschen oder frickeln, das kann im schlimmsten Fall die gesamte Windows Installation bricken (spreche da aus Erfahrung an einigen Testaufbauten ;)).

    • Foegi sagt:

      Für das habe ich ein PS Script erstellt welches mir die install.wim von den AppxPackages bereinigt, die aktuellen Sicherheitsupdates und Treiber integriert und einige Standard-Registry Einstellungen setzt.

      Kannst ja mal hier anschauen:
      https://pastebin.com/Ym3RDDYm
      Bitte nicht einfach 1:1 übernehmen sondern anschauen was du davon gebrauchen kannst und für dich Sinn macht.

      • Fritz sagt:

        Danke Dir dafür und Dank auch allen Vorrednern.

        Ich werde mir auf alle Fälle die Dokumentation zu den AppXPackage-Powershellfunktionen noch mal gründlich zu Gemüte führen.

        Das ist auch gleich Anlaß die VMware-Templates (das für Windows 10 bzw. Server habe ich vor einem Jahr erstellt und seitdem eigentlich nur noch ausgerollt) noch mal zu überarbeiten.

        Für Proxmox jetzt war es einfach ein guter Anlaß, "von Null" zu beginnen und gleich nur die passenden Treiber und Guest-Agents für Qemu statt VMware oder Hyper-V zu integrieren.

        Dafür ist das Script ein sehr guter Denkansatz.

    • Jens1976 sagt:

      Du kannst die install.wim von Windows 10 bereits im Vorfeld beliebig anpassen. DISM und Powershell sind Deine Freunde. Wenn Du dann gleich noch ein paar Reg-Einträge integrierst, bleiben die Apps auch weg und werden nicht nachinstalliert. Das aktuelle Net Framework 4.8.1 kann man auf dieseweise ebenfalls gleich mit integrieren. Ich erstelle für meine Firma die Images monatlich neu mit integrierten Updates, die alle so angepasst worden sind, das die überflüssigen Apps raus sind und auch bleiben, die aktuellen Updates integriert sind, Net Framework 4.8.1 integriert ist, Winget integriert ist, Firefox integriert ist. Wenn man diesen Vorgang über eine Batch automatisiert, reicht ein Doppelklick und man kann den Monitor aus machen…

  3. Martin sagt:

    So entstehen Verschwörungstheorien.
    Wer Edge auf die von Microsoft vorgesehene Weise deinstalliert, sobald diese offiziell angekündigt wurde, und anschließend solche Probleme hat, darf zu Recht meckern.
    Bisher war die Deinstallation von Edge nicht vorgesehen. Das darf man kritisieren, aber wenn man ihn halt trotzdem aus dem System entfernt, wie und womit auch immer, der bringt das System in einen inkonsistenten Zustand. Alle bisherigen Deinstallationen fallen zwangsläufig in diese Kategorie.
    Wenn dann Probleme auftreten, ist man einfach nur selbst schuld.

  4. Nosuke sagt:

    Nachdem die Firewall "für Verbindungen geöffnet wurde", konnte Windows 10 das blockierte Update sofort problemlos installiert werden. Vielleicht hilft es mal jemandem weiter.

    Das wage ich anzuzweifeln, da ich den Edge seit letztem Jahr restlos entfernt habe und meine Firewall die nicht relevanten Verbindungen blockiert. Update ging ohne Probleme. Nun ist die Frage eher, hat dieser Nutzer eventuell anders deinstalliert?

  5. Starmanager sagt:

    Der Edge Browser und das neue Outlook sind das erste was ich deinstalliere wenn der Rechner ankommt. Der Edge Browser sendet alles nach Hause. Im Intune kann man einen Bruchteil sehen was da alles geht. Die anderen Uebeltaeter von HP werden auch sofort deinstalliert. Der Rechner funktioniert auch mit Firefox und Betterbird einwandfrei. Leider muss man nach jedem Update Zyklus alle Programme und Dienste kontrollieren um die Datenkraken wieder zu enfernen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Hinweis: Bitte beachtet die Regeln zum Kommentieren im Blog (Erstkommentare und Verlinktes landet in der Moderation, gebe ich alle paar Stunden frei, SEO-Posts/SPAM lösche ich rigoros). Kommentare abseits des Themas bitte unter Diskussion.