Windows: Edge 123.0.2420.65-Update vom März 2024 bringt ungewollt Copilot-App; keine "Spionage-Funktion"

Edge[English]Ein "verunglücktes" Update des Microsoft Edge-Browser von Ende März 2024 führte dazu, dass die Copilot-App unter Windows 10/11 und Server installiert wurde. Das war so nicht gewollt, lässt Microsoft verlauten und betont, dass diese App "keine Spionage-Funktionen" ausführe – eine bemerkenswerte Aussage. Man will das mit dem nächsten Update korrigieren.


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Dass Microsoft seine Prozesse nicht im Griff hat und für jeden Dreck, der im täglichen Update-Wahnsinn so auf die Systeme der Anwender gespült wird oder in der Cloud passiert, ist inzwischen hinlänglich bekannt. Dass Microsoft Software ausrollt, die einfach nur funktionier und das tut, was der Anwender benötigt bzw. erwartet, läuft inzwischen unter Fake News.

Edge installs Copilot

Bereits am 15. April 2024 hatte mich ein Blog-Leser über obigen Tweet auf ein Problem im Zusammenhang mit dem Microsoft Edge hingewiesen – auf seinem Windows Server 2022 tauchte plötzlich eine App "Microsoft Copilot" mit einer Größe von 8 KB auf (aus privaten Gründen hatte ich aber keinen Kopf, dem Thema nachzugehen).

Edge 123.0.2420.65 installiert AI-App

Es ist eine bemerkenswerte Meldung, die Microsoft am 16. April 2024 im Windows 11 Release Health Statusbereich veröffentlicht hat, und die obigen Sachverhalt aufklärt. Unter dem Titel Edge updates might cause Microsoft Copilot app to show up in Installed apps heißt, es, dass Updates des Edge-Browsers auf die Version 123.0.2420.65 (am 28. März 2024) und später veröffentlicht wurden, möglicherweise fälschlicherweise ein neues Paket (MSIX) mit dem Namen "Microsoft Chat-Anbieter für Copilot in Windows" auf Windows-Systemen installieren. Betroffen von diesem Malheur seien:

  • Client: Windows 11 Version 21H2 – 23H2, Windows Windows 10 Version 22H2
  • Server: Windows Server 2022

Dieser Fehler könnte dazu führen, dass die Microsoft Copilot-App im Menü Einstellungen unter "Installierte Apps" angezeigt wird, heißt es von Microsoft. Ich habe mal bei Microsoft nachgesehen, auf dieser Microsoft-Seite ist der Edge 123.0.2420.65 in den Release Notes des Stable Channel mit "Bug-Fixes" aufgeführt. Aber einige Administratoren dürften wohl aufgemerkt haben, dass die Microsoft Copilot-App auf einem Windows Server 2022 im Edge auftaucht.

Es war ein Fehler, keine "Spionagefunktion"

Im Support-Beitrag schreibt Microsoft nun, dass da installierte Paket dazu dient, "einige Windows-Geräte für die zukünftige Aktivierung von Windows Copilot vorzubereiten" und nicht für alle Geräte gedacht sei. Obwohl die im Rahmen dieser Ausgabe installierte Komponente dazu führen kann, dass die Microsoft Copilot-App als Teil der installierten Apps angezeigt wird, werde Microsoft Copilot durch diese Komponente nicht vollständig installiert oder aktiviert.

Oder in kurz: Es ist ein Fehler passiert und man hat mit dem Edge unfertigen Code auf die Windows-Systeme der Anwender gekippt. Doof, dass das jetzt aufgefallen ist – das wird erst zu einem späteren Zeitpunkt kommen.

In diesem Kontext betont Microsoft, dass der Microsoft Chat-Anbieter für Copilot in Windows keinen Code oder Prozess ausführt und keine Geräte- oder Umgebungsdaten erfasst, analysiert oder überträgt. Es gibt also keine Spionagefunktionen (jedenfalls nicht zum jetzigen Zeitpunkt). Kann man auch auf Deutsch übersetzen: "Leute, wir wissen eigentlich nicht so genau, was wir im Entwicklungsprozess so tun und was dann irgendwie auf eure Systeme gekippt wird. Aber wir können euch schon jetzt versichern, dass dass alles keine Spionagefunktionen sind."


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Ich sage es mal so: Bei einem PKW wäre der Hersteller längst überall raus gekickt worden, wenn der so agiert. Bei Microsoft ist alles alternativlos und überhaupt, der Hersteller "versichert doch, dass alles ok ist".

Lange Rede kurzer Sinn, es tut Microsoft furchtbar sorry. Im Rahmen der bevorstehenden Behebung dieses Problems wird der Chat-Anbieter für Copilot laut Microsoft in der Windows-Komponente von Geräten entfernt, auf denen Microsoft Copilot nicht aktiviert oder installiert werden soll. Dazu gehören die meisten Windows Server-Geräte. Dazu arbeitet Microsoft an einer Lösung und will in einer der nächsten Versionen von Microsoft Edge ein Update bereitstellen.

Also: Alles wird gut, gehen sie weiter, es gibt nichts zu sehen. Mir fällt in diesem Zusammenhang der Kommentar Kommentar: Die gefährliche Beißhemmung des BSI gegenüber Microsoft von Jürgen Schmidt auf heise ein. Geht dort zwar um Cloud-Sicherheit, aber auch dort hat Microsoft gepatzt und operiert im Modus "denn sie wissen nicht, was sie tun".

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46 Antworten zu Windows: Edge 123.0.2420.65-Update vom März 2024 bringt ungewollt Copilot-App; keine "Spionage-Funktion"

  1. michael sagt:

    Die M$ Cloud muss man als Honeypot der NSA, CIA etc. verstehen, welche nun sehr trivial Wirtschaftsspionage betreiben können – wofür die Ausspionierten noch dankend Geld bezahlen – ROFL. Wenn China und Co in der MS Cloud Daten abgreifen, dann die NSA, CIA schon 3 mal. Schon gleich auch per CLOUD Act.

    Gut – aber was hat die deutsche Wirtschaft schon viel auszuspionieren? Überwiegend gibt es dort wenig zu holen was mit Hirn zu tun haben könnte. Dazu sind wir bei den USA hinten drin und da wird das BSI – der NSA-Pudel – wenig den Mund aufmachen dürfen, ansonsten können Beamte nun auch ohne richterliche Entscheidung schnell arbeitslos werden.

    • Bernd B. sagt:

      Ja, in den USA 'geht gerade die Post ab' was Überwachung angeht. Aktuell ist ein Gesetz in der Mache, das quasi jedes Gewerbe verpflichtet auf Aufforderung hin für die NSA zu spionieren.

      Gefunden über blog. fefe. de/?ts=98e1534b

  2. Fritz sagt:

    Das Copilot-Icon hatte ich auch gesehen und einfach achselzuckend abgeschaltet, da ja die Diskussion über KI im Browser schon länger lief.
    Allerdings hatte mich schon gewundert, daß man entgegen der Forderung der EU und den eigenen Beteuerungen (auch hier im Blog nachzulesen) ihn trotzdem ausgerollt hat. Ob es wirklich ein dummer Fehler war oder ein dreister Test, wie die EU reagieren wird, kann ich natürlich nicht unterscheiden.

  3. Ricardo sagt:

    Tja dem oben geschriebenen gibt es eigentlich nichts hinzuzufügen.
    (Drum heißt er ja auch Ätsch ;-))
    Habe eben in den Systemsteuerung nachgesehen, aber keinen Eintrag gefunden.
    Allerdings ist jetzt bei Edge tatsächlich ein Button zum Deinstallieren aufgetaucht.
    Hat das jemand schon ausprobiert? Geht das glatt oder korrumpiert man damit sein
    System und ev. die Updatefunktion (so wie es bei manchen bisher war)?
    Und was ist eigentlich aus dem Screenshot mit der Windows 11 Beglückung geworden, die angeblich ab April kommen sollte? Hat da jemand etwas entdeckt.
    Bei meinem Laptop Win10 Pro 22H2 habe ich in den Gruppenrichtlinien die Updates
    genau für diese Version konfiguriert. Seither keine Hinweise beim Update selbst mehr bekommen, dass ich zu den Glücklichen gehöre, die auf Win 11 umsteigen dürfen.
    Aber auch keine Screenshots beim Neustart/Einloggen.

    • Ricardo sagt:

      P.S. unter Einstellungen / Apps & Features erscheint der CoPilot nun doch
      mit Datum 29.03.2024. Ließe sich jedoch ebenfalls deinstallieren und
      ist nur mit 8KB angegeben.

    • Luzifer sagt:

      Das läßt sich ganz einfach unterbinden: TPM deaktievieren und du siehst nix mehr von W11 Beglückung… Und wenn du denkst TPM dient deiner Sicherheit bist du eh falsch gewickelt ;-P wirst du aber noch früh genug merken!

      • Andyt sagt:

        Mmmh, machst du das auch bei deinem Smartphone? Tablet auch in Verwendung, wenn ja, wie sieht es dort aus? Äh, Konsole? …

        Ansonsten schon mal von Rootkit gehört? Bla Bla nicht 100% Sicherheit und so, aber Abhilfe / Verbesserungsvorschläge dagegen?

      • Fritz sagt:

        Nicht ganz. Ich habe hier für Tests (Besucher-WLAN und Windows Updates) auch einige VMs, die nicht Domänenmitglied sind. Dort prangt jetzt ein schönes Popup "Dieser Computer erfüllt nicht die Mindestanforderungen für Windows 11". Auch Nerv, nur anders.

    • C.Waldt sagt:

      Also…. Hab unter Windows 10 2021 Ltsc den Ätsch-Browser ganz normal deinstalliert und das letzte Update lief ohne Zucken und Murren durch.
      Damit war wohl auch die "versehentliche Dreingabe" des Copilot obsolet.

      —Grüße—-

      • Andyt sagt:

        LTSC war schon immer eine Ausnahme (weltweit). Da ist der Edge eigentlich nicht "vorgesehen". Somit gab es da bereits ohne EU eine Deinstallation.

        Zurück zu Windows 11 – da habe ich es einmal probiert und der Edge war weg. Unabhängig dazu, WebView2 bleibt weiterhin vorhanden. Somit kann der Edge* doch noch unter Prozesse auftauchen, da Dritthersteller WebView2 nutzen um http und ähnliches zu rendern. Immerhin besser als mit WebView, wo IE dahinter steht. Alternativ gibt es Chromium, das ebenso gerne mitkommt und dann genutzt wird. Ergänzend: im Gegensatz zu Chromium basierten Dritthersteller, hat WebView2 Unterstützung für Kerberos, Windows Hello und nutzt die Zertifizierungstellen vom System…

  4. Anonymous sagt:

    Und die EU spielt munter mit im Spiel:

    Von der Chatkontrolle sollen vor allem durchgängig verschlüsselte Messenger-Dienste wie WhatsApp, Signal und Threema betroffen sein. Dies geht aus jetzt geleakten Dokumenten der belgischen Ratspräsidentschaft hervor

    https://www.heise.de/news/Chatkontrolle-Verschluesselte-Messenger-Dienste-sollen-prioritaer-gescannt-werden-9688673.html

    • Luzifer sagt:

      Es geht der EU ja auch nicht darum der NSA Microsoft und so weiter auf die Fiunger zu klopfen… die wollen nur ein Stück ab haben vom Kuchen!

  5. Hobbyperte sagt:

    "Bei einem PKW wäre der Hersteller längst überall raus gekickt worden, wenn der so agiert."

    Nö, jedenfalls die etablierten Markenhersteller agieren ähnlich chaotisch, arrogant, ignorant und liefern Software aus, die man nur als undurchdacht, nicht intuitiv, unübersichtlich, bis hin zu fehlerhaft und katastrophal bezeichnen kann! Wobei zu beobachten ist, das nach einem "Facelift" / Modellwechsel, schon das direkt zurückliegende Modell keine Updates mehr bekommt, nicht mal zur Fehlerbereinigung.

    Erinnert euch an die kürzliche Meldung, das Hersteller künftig nur noch Fahrzeuge auf dem EU-Markt verkaufen dürfen, die gegen Hacking bis hin zur Fernsteuerung von außen gesichert sind. Den ganzen "alten" Schrott auf den Straßen, könnten Hacker dann trotzdem noch fernsteuern (Bremsen, Gas geben, Lenken …) Der Gesetzgeber geht wohl auch davon aus, das insbesondere Elektrofahrzeuge sowieso nicht länger als ca. acht Jahre auf den Straßen sein werden … *lg*

    Warum? Na wegen der Haltbarkeit und der Austauschpreise der Akkus. Das trocknet dann auch den unerwünschten Gebrauchtwagenmarkt endgültig aus. Auto fahren können künftig nur noch Menschen, die sich einen (fast) Neuwagen leisten können.

    So einfach kriegt man die Leute in den vielerorts nicht vorhandenen ÖPNV, so viel also zu den laut GG geforderten "gleichwertigen Lebensverhältnissen in Stadt und Land" …

    Was Microsoft betrifft wird dann eben das ungeschriebene Gesetz des Kapitalismus zum Tragen kommen, dass nämlich zu groß und zu erfolgreich gewordene Unternehmen, unter der Last ihre inneren Struktur und der nach außen wirksamen Arroganz und Ignoranz, irgendwann kollabieren. Gilt in ähnlicher Weise auch für Reformunfähige politische Systeme (Länder). Es ist somit immer nur eine Frage der Zeit, steter Tropfen höhlt den Stein …

    • Luzifer sagt:

      nicht nur das die bescheißen den Staat und den Käufer… Abgasskandal schon vergessen? Ganz aktuell der neue Verbrauchswerte Skandal!

      Naja also mein Dodge Challenger, mein Dogde Charger und mein Pontiac Grand Am Police haben alle solche Probleme nicht, sind halt Klassiker ohne die Ganze Scheiße und kann man alles noch selber warten. Der Ällteste hat Oldtimer Status der Jüngste auch schon 10 Jahre auf dem Buckel.
      Und die laufen und laufen und laufen bis ich sie dem Schrottplatz zuführe oder (wahrscheinlich eher) es keinen Sprit mehr zu kaufen gibt.

    • 1ST1 sagt:

      Frag doch mal bitte einen Fahrer der ersten Tesla S, oder auch Fahrer von schon älteren Hypriden wie GM/Opel Ampera/Volt, Toyota Prius usw. wieviel Akkukapazität die in den letzten 10 Jahren verloren haben. Ich nehme mal die Antwort vorweg, unter 5% – ich hab solche Leute nämlich schon gefragt.

      Andersrum, die Autohersteller garantieren bei aktuellen Autos 3000 Ladezyklen, nachdem der Akku 5% Reichweite verloren haben soll. Bei einem Auto mit einer Akkureichweite von 400 km und mehr, sind das 3000 x 400 = 1,2 Millionen Kilometer oder mehr, nachdenen der Akuu nur noch 380 km statt 400 schafft. Bei einer Fahrleistung von 20.000 km im Jahr, und das ist schon überdurchsnittlich viel, dafür musst du jeden Arbeitstag 100 km weit fahren, und das über 60 Jahre, hätte der Akku halt nur noch 95% der ursprünglichen Reichweite.

      Und jetzt komm mir nochmal mit Akkuangst. Kein Verbrennerfahrzeug schafft 1,2 Millionen Kilometer ohne diverse Austauschmotoren gesehen zu haben.

      • Luzifer sagt:

        Tja, komisch ich hatte in der Firma nen Streetscooter… für die Lastfahrten die ich da so habe sollte das reichen… tja hatte in 6 Jahren zwei mal Akkutausch notwendig da am Arsch! NeinDanke!
        Jetzt fährt wieder ein kleiner Diesellaster.

        Auch sonst so Reparturen mal eben 4 Woche Dauer…und nicht in der Werkstatt um die Ecke.

        • 1ST1 sagt:

          Streetscooter sehe ich jetzt mal nicht als einen Hersteller der bei der Akkutechnik das feinste und beste nimmst, die Dinger waren doch eher so gebaut, dass sie schnell verfügbar und billig waren.

      • C.Waldt sagt:

        3000 volle Aufladungen … wow… als Dampfer sehe ich schon zu, dass ich meine Lithium-Ionen (Marken) Akkus nach 300 Aufladungen tausche.
        Ich bin mal gespannt, wenn einzelne E-Autos mit den Akkus in diesen Kilometerbereich vorstoßen.

        —Grüße—

  6. bytemaster sagt:

    Versehen hier, gravierende Lücke dort, Masterkey auch noch irgendwo unter die Leute gebracht – und die Fanboys werden es trotzdem schön reden….

    • Luzifer sagt:

      XZ Lücke hier, glibc Lücke da, HDLC Lücke im Kernel und die Jehovas werden es trotzdem schön reden!
      ;-P Also wer im Glashaus sitzt sollte nicht mit Steinen werfen!

      • 1ST1 sagt:

        putty und Konsorten nicht vergessen, wird zwar hauptsächlich unter Windows verwendet, aber auch unter Linux verfügbar und auch Opensource und wo jeder alle Fehler finden kann. Muss man sich mal reinziehen, wenn man aus dem öffentlichen Schlüssel wieder den privaten Schlüssel mit 60 Iterationen wieder zurückrechnen kann, das ist doch der feuchte Traum aller Geheimdienste in Ost, West, Nord und Süd. 10 Jahre lang war der Fehler im von jedem einsehbaren Code. Gratuliere zu der Leistung, liebe Gemeinde!

        • Andyt sagt:

          Putty mag womöglich hauptsächlich unter Windows genutzt werden. SSH, wofür man das eigentlich nutzt, ist aber eher ein Linux-Dienst (gut, gibt es seit geraumer Zeit auch unter Windows Server), aber die dort vorhandene Lücke ist noch immer nicht überall behoben. Kann man dann zwar wieder auf die eine oder andere Distribution abschieben…

          …OpenSSL ist da auch nicht gerade berühmt. Gut, wird auch für Anwendungen unter Windows genutzt.

          Selbst wenn es in der "Grundlage" behoben ist, bis es dann endlich überall (Software, die dies integriert haben) ankommt. Das kann dauern. Wenn man davon überhaupt etwas mitbekommt – also dass das eigentlich notwendig wäre. Selten ist das wirklich gut (und überschaubar) dokumentiert. Wie war das noch mit der Log4J-Lücke.

          In so mancher fertiger Anwendung (egal ob Linux, Windows oder Mac) ist das immer noch vorhanden. Wie eben auch OpenSSL-Lücken nach wie vor nutzbar sind.

          Schafft sogesehen nicht nur Microsoft. Ist das jetzt ein Freischein für MS? Nein, aber nur darauf hinschmeißen hilft auch nicht. EU Vorhaben, wie bei der Nachhaltigkeit, nur eben für Sicherheit könnte da etwas bringen. Man muss nur die Kritiken bei OpenSource irgendwie besser lösen… …

          • 1ST1 sagt:

            Nein, ein Freifahrschein ist das nicht, aber man werfe halt den ersten Stein im Glashaus, und dann sehen wir weiter. Gibt hier Zeitgenossen, die können prima auf Microsoft eindreschen, teils immer wieder die selben Phrasen, aber wenn dann aufgezeigt ist, dass ihre Philosophie keinen Millimeter besser ist, werden ruckzuck die Scheuklappen aufgesetzt. Muss ein gutes Gefühl sein, sich auf diese Weise die eigene Welt schönzureden/tippen.

      • bytemaster sagt:

        naja, alle entdeckt und schnell behoben. Wie war das nochmal bei MS? Und wie viele Lücken sind bei dem Defect by Design Müll von MS noch unbekannt, aber evtl schon ausgenutzt?

        Als Fanboy hab ich dich bisher übrigens eher nicht gesehen, spannend, dass du direkt getriggert bist. Oder ist das Gelaber Teil deiner Ausbildung zum (ziemlich dümmlichen) Trolltrainee?

        • Luzifer sagt:

          Ich weise nur immer wieder darauf hin das jede Software ihre Lücken hat egal ob Windows Linux oder IOS/MacOS…
          und schnell gelöst ja mag sein, allerdings war die eine Lücke 7 Jahre bevor sie "bekannt gemacht" wurde, obwohl Open Source. Spricht jetzt auch nicht gerade dafür.

          Ist halt alles von Menschen programmiert und Menschen machen Fehler… wer ohne Fehler ist werfe den ersten Stein ;-P

          Lücken korrelieren nunmal mit der Verbreitung des Systems!

          • bytemaster sagt:

            Ok, also doch nur Troll :-)

            Menschen machen Fehler, wohl wahr. Die Frage ist, wie man damit umgeht, und das ist bei MS leider (<– das ist ernst gemeint) unter aller Kanone.

  7. Starmanager sagt:

    Jede Woche neue Updates von Edge und Co. Langsam nervt es. Und wenn Microsoft sagt AUSVERSEHEN dann ist es mal wieder mit voller Absicht passiert.

    • 1ST1 sagt:

      Bezüglich der Edge-Updates bedanke dich bitte vor allem bei Google. Edge erbt diese Sicherheitslücken und Updates (meistens) nur von dort. Erst gestern gab es ein neues Chrome-Update, und zuvor am Montag. Und jedes Mal fett viele CVE-Nummern, die dann mit meist 1-2 Tage Verzug auch bei Edge verteilt werden müssen. Diese Chromium-Engine ist das neue Flash.

      • bytemaster sagt:

        Du sagst also, dass MS wissentlich schlechten Code übernimmt und das ganze dann auf seine Kunden ohne weitere Kontrolle loslässt. MS ist also deiner Meinung nach der unprofessionellste Dilletantenladen, den es auf dieser Welt gibt. Gut zu wissen!

        • 1ST1 sagt:

          Nein, es zeigt nur, dass sie Google zu sehr vertrauen und den Code vorher keinem Review unterziehen. Und Google legt scheinbar selbst keinen Wert auf ordentliches Code-Review, sonst würden sich da nicht so viele Fehler einschleichen. Eine schlechte Kombination. Mir zeigt das eigentlich, dass Edge auf die falsche Engine setzt, Firefox ist viel fehlerfreier. Ein Edge auf Firefox-Basis säre mal eine interessante Variante.

          Das selbe Problem haben übrigens die anderen Chromium-Browser auch, egal ob Ungoogled, Opera, Vivaldi, und wie die alle so heißen.

          • bytemaster sagt:

            Was heißt Vertrauen? Das ist unprofessionell – spästestens, wenn es mehrfach vokommt.

            Und der Umgang damit st absolut dilletantisch.

            Also nochmal danke für die Bestätigung deiner Sicht auf MS.

            • 1ST1 sagt:

              Soweit sind wir garnicht auseinander. Nur während du ein halbleeres Glas siehst, sehe ich ein Halbvolles.

              • bytemaster sagt:

                Da stimme ich dir sogar zu.

                Ich denke, dass sich das Glas, was die Produktqualität von MS angeht, weiter leeren wird.

                Wo siehst Du die Möglichkeiten, dass es sich füllt? Bessere QA? Besseres Produktmanagement? Eingehen auf Kundenwünsche? Fixes und Stabilisierung statt überhastete Features? Verbesserung der Konsistenz in den GUIs?

    • Andyt sagt:

      Da bin ich mir nicht immer so sicher. Ich glaub die Nutzung / Umstieg auf Chromium hat da eher einiges verschlimmbessert. Mit den "eigenen Schwächen" bei Microsoft kommt leider das aktuelle Ergebnis raus…

      Vielleicht treibt Google auch absichtlich ein böses Spiel mit MS. Wäre nicht das erste Mal, dass bösartiger Code eingepflegt wird um was anders negativ zu beeinflussen.

      Selbst Vivaldi hat in diese Richtung schon Argumente fallen gelassen. Da ist es durchaus gut mit Firefox eine unabhängige Engine zu haben (die auch eigene Probleme haben…).

  8. 1ST1 sagt:

    Zum Ausgangsthema. Ja, mit dem Verteilen der Copilot-Appx – in wirklichkeit sind es nämlich 2 verschiedene, die ich bei uns in der Softwareinventur gefunden habe, bin ich auch nicht einverstanden. Das Ding ist meines Wissens in der EU noch garnicht freigegeben und verstößt in seinem finalen Funktionsumfang wahrscheinlich gegen die DSGVO und ist daher so weit ich das weiß für die EU noch garnicht freigegeben.

    Ob in dem 8kB Paket, "gigantisch groß", schon eine gigantische Spionage-Engine untergebracht ist, mag ich dann auch gleich mal hinterfragen, meiner Ansicht nach ist das nur ein Dummy. Offensichtlich haben manche hier vergessen, wie wenig /winzig 8 kB. eigentlich 8 kB. sind, erinnert sich hier noch an Computer, die nur 8 kB RAM hatten, das liegt über 40 Jahre zurück, um euch mal die Dimension zu nennen. Commodore VC-20, Sinclair ZX-81 und manche Typenradschreibmaschinen hatten "so viel" RAM.

    Über 8 kB Aufregen, mehr als das Icon und ein Dummyeintrag wird das in heutiger Zeit nicht sein, Remove-AppxPackage -name "*Copilot*" an der Powershell oder über das zentrale Deployment-Tool, und das Ding ist vorerst von der Platte geputzt. Ist halt nur wieder lästiger Extraaufwand, oder man ignoriert es, oder man macht – wie weiter oben zu lesen – ein Fass auf, wir haben ja sonst nichts zu tun…

    • Luzifer sagt:

      ich habe meine "Heim Computer Karriere" mit dem VC 20 angefangen, also ja… 8kB da kann man schon einiges mit anfangen… das das heutige Progger nicht mehr verstehen ist klar, man hat ja alles im Überfluss!
      Wenn du aber schon auf 8kB rumhackst dann schau dir da die Demoszene an, die zeigen dir was 8kB alles kann!
      Zur Spionage reichen ein paar Zeilen Code!

      (PS ich habe die Teile sogar noch ;-P und die sind funktionsfähig!)

    • js sagt:

      Völlig Wumpe wie groß.
      Das Problem ist, dass GENERELL der Edge Updater für die Installation irgendeiner anderen App benutzt wird.
      Immerhin pfuschen Sie dabei und erzeugen die passende Aufmerksamkeit.
      Wenn Du solche Glitches dauernd als Fingerübungen für Dein Systemmanagement haben möchtest, prima.
      Ich nicht.
      Ich baue lieber Sachen auf, anstatt Marotten zu bekämpfen.

  9. Robert Glöckner sagt:

    Endlich zeigt sich, dass die extended stable – aktuell V122.x – von Vorteil ist. Bezüglich Updatefrequenz hat sie nur bedingt geholfen…
    dann hoffen wir, dass mit der nächsten Version V124.x der 'Fehler' beseitigt ist

  10. Kleisterscheibe sagt:

    "Das war so nicht gewollt, lässt Microsoft verlauten und betont, dass diese App "keine Spionage-Funktionen" ausführe – eine bemerkenswerte Aussage. Man will das mit dem nächsten Update korrigieren. "

    Heißt das jetzt das es nicht gewollt war das ohne Spionage-Funktionen auszuliefern? Hört sich irgendwie so an. :-)

  11. Herr IngoW sagt:

    Hier ist inzwischen die "Version 123.0.2420.97 (Offizielles Build) (64-Bit)" am Start.
    Habe von dem geschriebenen bis jetzt noch nix gesehen.

  12. McAlex777 sagt:

    Windows CoPilot wahrt den Datenschutz dergestalt, das die US-Regierung deren Nutzung auf Regierungs PCs untersagt, worauf Microsoft eine eigene Version für Regierungen ankündigte. Damit ist ist dazu alles notwendige gesagt.

  13. Seita sagt:

    Und ich kann den Edge immer noch nicht deinstallieren.
    Weder auf meinem Win 10 noch auf dem Win 11 Rechnern?!

  14. Thorky sagt:

    Sind damit diese Anzeigen gemeint? Oben beim Edge-Start und unten im Add-On-Fenster.
    https://i.postimg.cc/MHzVWrcF/AI-im-Edge-720p.jpg

    Habe ich zunächst deaktiviert gelassen und inzwischen deinstalliert.

  15. Indy sagt:

    Ich weiß, es ist ein altes Thema, aber die CoPilot App ist bei mir weiterhin vorhanden. Sowohl unter Windows 10, als auch unter Windows 11.

    So viel zu dem Thema: Wird wieder entfernt ;)

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