Tipp: MS Windows und Office ISO-Download-Tool

Heute noch ein kleiner Tipp für Nutzer von Microsoft Windows oder Microsoft Office, die auf der Suche nach einem ISO-Download für diese Software sind. Ein für Endanwender mit OEM-Versionen mitunter schwieriges Unterfangen. Mit dem Windows ISO-Downloader steht jetzt ein Tool bereit, welches die Downloads von ISO-Installationsabbildern für diverse Windows- und Office-Versionen von Microsofts Servern ermöglicht bzw. stark erleichtert.


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Artikel zum Herunterladen der ISO-Installationsabbilder für Windows 7, Windows 8.1 und Windows 10 gibt es hier im Blog ja einige (siehe Linkliste am Artikelende). Problem bei diesen Ansätzen: Zwischenzeitlich sind die Seiten verschwunden und/oder der Download ist nicht mehr möglich (z.B. von Digitalriver seit 2.2015)  bzw. wurde bei OEM-Keys schon immer verweigert. Bei OEM-Versionen von Windows ist die Argumentation seitens Microsoft, dass der OEM für die Installationsmedien zuständig ist. Um das klarzustellen: Es geht nicht um Cracks, sondern um den reinen Download, denn zur Aktivierung der Windows- oder Office-Installation  ist ein legaler Produkt-Key erforderlich. Lediglich MSDN-Abonnenten haben Zugriff auf die ISO-Installationsabbilder aktueller Microsoft-Produkte. Ob das wirklich kundenfreundlich von Microsoft ist, für Endanwender keine ISO-Installationsabbilder (aller aktuellen Produkte) zum Download bereitzustellen, steht auf einem anderen Blatt.

Jan Krohn (heidoc.net) bringt den ISO Downloader

Nun bin ich bei den bloggenden Kollegen von deskmodder.de in einem Beitrag von moinmoin auf das Windows und Office ISO Download Tool von Jan Krohn aufmerksam geworden. Jan ist für mich kein Unbekannter, hat er doch jahrelang auf heidoc.net seine direkten Download-Link-Listen für Microsoft ISO-Installationsdateien gepflegt (siehe auch seinen Kommentar hier im Blog). Irgendwann wurden die Server bei Digital River abgeschaltet und Downloads bei Microsoft abgestellt, so dass die Seiten nun funktionslos sind.

Mittlerweile lebt Jan in Kambodscha und hat seine heidoc.net-Seiten auf die englische Sprache umgestellt. Aber er ist seiner Passion treu geblieben und hat Mitte Mai 2016 die erste Version seines Windows ISO Downloaders freigegeben. Zwischenzeitlich liegt die Version 2.0 vor, die die ISO-Installationsabbilder von Windows 7, 8.1 und 10 sowie die ISO-Installationsabbilder von Office 2007 und 2010 direkt von den Microsoft-Servern herunter laden kann.

ISO-Downloader

Über eine einfache Oberfläche lässt sich die gewünschte ISO-Variante per Optionsfeld auswählen. Dann wird man durch die Schritte zur Auswahl der z.B. passenden TechBench-Version (Edition, Sprache, 32/64 Bit) geführt.

Das Tool gibt es kostenfrei auf der heidoc.net-Seite https://www.heidoc.net/joomla/technology-science/microsoft/67-microsoft-windows-iso-download-tool zum Download. Die .exe braucht nicht installiert zu werden und ist nur ca. 300 kByte groß, erfordert aber .NET Framework 4.6.1. Voraussetzung ist zudem, dass der Internet Explorer 11 vorhanden ist. Insgesamt eine Klasse-Arbeit, die Jan da geleistet hat und die Endanwendern den Download überhaupt ermöglicht bzw. stark erleichtert. Bleibt aus meiner Sicht zu hoffen, dass Microsoft dem nicht einen Riegel vorschiebt und Jan Krohn Zeit findet, das Tool bei Bedarf anzupassen.

Ergänzung: Das Tool von Jan Krohn gibt es wieder und die diversen ISO von Windows 7 auch. Zudem verweise ich auf meinen Artikel Adguard: Windows ISOs, VMs, Evals, Sprachpakete wo ich eine weitere Möglichkeit zum Herunterladen von ISOs beschreibe.

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23 Kommentare zu Tipp: MS Windows und Office ISO-Download-Tool

  1. Hansi sagt:

    Wir hatten doch weiter unten die Diskussion über NO.STORE.NO.SPY Windows ISOs und das schwirrt mir immer noch im Kopf herum. Wäre halt genial, wenn man das von einer seriösen Quelle bekommen könnte.

    Ich habe mich gerade gefragt, könnte man nicht so ein NO.STORE.NO.SPY ISO nehmen, die Binaries mit den Originalen vergleichen und nachsehen, ob überhaupt veränderte Binaries dabei sind. Wenn die Binaries identisch wären und nichts neues dazukommt, wäre das ja dann ausreichend sicher. Im besten Fall wären nur Differenzen in irgendwelchen Config-Files zu finden, und da könnte man mögliche Manipulationen wahrscheinlich erkennnen.

    Ich glaube, ein reguläres NO.STORE.NO.SPY Image aus einer seriösen Quelle hätte auch für die breite Masse und für Firmen ein hohes Potential, Windows 10 ist datenschutzrechtlich eine echte Katastrophe (LTSB ausgenommen, das man aber als Privatanwender praktisch nicht bekommt).

    • Tim sagt:

      „Ich glaube, ein reguläres NO.STORE.NO.SPY Image aus einer seriösen Quelle hätte auch für die breite Masse und für Firmen ein hohes Potential“

      Vielleicht nicht unbedingt die breite Masse, aber Firmen (und man selber) können sich ja durchaus per Sysprep (Systemvorbereitung) eigene Datenträger zu installationszwecken erstellen. Das ist schon länger kein Problem. Auch wenns mit 10 wohl größere Änderungen an Sysprep gegeben haben soll, ich selbst habs da noch nicht machen müssen.

      Aus eigener Erfahrung bis 7 wars jedenfalls größtenteils Problemlos möglich. Kostete halt etwas Zeit und Anfangs Einarbeitung und Fummelei nach dem: „was geht wie und was nicht.“ Aber wenn man da am Ball bleibt, sind auch Updates nach einer Installaton kein Thema mehr, weil man eben ein aktuelles selbst gepflegtes installationsmedium besitzt, welches zum Teil auch schon benötigte Programme vorinstalliert enthalten kann.

      Nebenbei:

      Der Witz an einem regulären NO.STORE.NO.SPY Windows 10 wäre, das man am Ende sowas wie Windows 7 hat… Schaut man mal, was schon IT Unis in Deutschland von Win10 halten und empfehlen abzuschalten… da bleibt dann nicht mehr viel.

  2. Nils sagt:

    Selbst wenn so ein NO.STORE.NO.SPY Image aus einer seriösen Quelle stammen würde, wäre es für Firmen uninteressant, weil es mit Sicherheit nicht legal wäre.

    • Hansi sagt:

      Sorry, aber selbstgebaute ISOs sind sicher legal (in der Verwendung), wenn man sie mit einem legalen Key verwendet. Nur MS würde das wohl so sehen, daß das Weglassen von Paketen illegal wäre. MS könnte höchstens das Verbreiten von solchen ISOs untersagen, selbst das wäre aber moralisch fragwürdig, da ja MS selbst ISOs anbietet. MS könnte nichts tun, wenn nur die Anleitung zum Erstellen oder z.B. eine Konfiguration für Tools wie NTlite verbreitet würde, mit der dann jeder seine NO.STORE.NO.SPY ISO erstellen und verwenden kann. Würde NO.STORE.NO.SPY zu einem Massenphänomen, würde MS wohl „Inetegritätschecks“ in MS Update einbauen, damit Cortana&Co schön weiter zwangsinstalliert blieben. Die breite Masse wird aber sowieso Windows 10 YES.SPY verwenden, mangels Information und Interesse an einem sauberen Windows.

      • Tim sagt:

        „Würde NO.STORE.NO.SPY zu einem Massenphänomen“

        …dann würde ich mir kräftig an den Kopf schlagen, weil es logischer wäre, dann weiterhin auf Windows 7 zu verweilen und nicht halbseiden zu 10 zu wechseln und damit dann doch murrend und unglücklich zu unterstützen.

        Microsoft geht allein von Nutzerzahlen aus. Ob das glückliche oder unglückliche Windows 10 Nutzer sind, interessiert niemanden. Würde allerdings niemand 10 nutzen, oder der Nutzerkreis kleiner werden, wäre es ganz schnell wieder weg vom Fenster. Ein NO.STORE.NO.SPY Windows hilft also niemandem wirklich, denn solange jemand Win10 nutzt, kann Microsoft alles wieder mit dem nächsten Update aktivieren und noch fester verankern…

        • Hansi sagt:

          Was ist verkehrt daran, bei „Windows 7 zu verweilen“? Genau darum geht es doch. Ich hätte gerne ein schnelles schlankes Windows im Win2K Style, ich brauche keinen Store, kein Cortana&Co, keine sonstige Spyware, keine Kacheln etc.

          MS könnte das locker anbieten, sie wollen aber die größte Datenkrake aller Zeiten werden, die weltweit alles protokolliert, was sich auf den Rechnern der Anwender abspielt. Natürlich läuft das „freiwillig“ über Anwendungen wie z.B. Cortana, gleichzeitig funkt die User Experience jeden Tastendruck nachhause (früher nannte man das Keylogger, aber Windows ist halt keine gewöhnliche Malware), und zum Schutz des Anwenders kann der Store beliebig die Platte nach (nicht-MS-)Malware durchsuchen. Egal wie possitiv das gemeint sein mag und wie schön es dem User „verkauft“ wird, diese Unmenge an Daten wird eher früher als später dann auch genutzt werden, von Marketing, Banken, Versicherungen, NSA&Co. Mit einem Store braucht man, zumindest die USA, keinen Staatstrojaner mehr, der Store kann alles, was benötigt wird, und das Beste, der Store-User stimmt dem mittels EULAs zu, sobald er den Store nutzt.

          Ich rechne zwar damit, daß Windows 7 im Jahr 2020 nochmal eine Supportverlängerung bekommen wird (so wie bei XP damals), aber irgendwann wird Windows 7 nicht mehr unterstützt werden, dann wird man entweder auf Win10 oder Linux umsteigen müssen.

          • Jepp W2k war ein echt Cooles System, wenn Microsoft ein solches System ohne jeglichen Schnick Schnack wieder Anbieten würde, würde ich auch so einiges dafür Bezahlen.

            Geht das eigentlich noch aus einer Server Version eine Workstation zu basteln oder ist mittlerweile selbst im Windows Server 2012 der Store mit Cortana angekommen?
            Den Server 2003 hatte ich auch lange auf meinem PC als Workstation da liefen auch diverse Spiele noch drauf.

  3. Nobody sagt:

    Möglicherweise funktioniert auch noch die Variante, die hier gezeigt wird.
    Grüße

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  5. Wolfgang Schneider sagt:

    Habe es mal zum testen ausgeführt, Günter, auf einer Maschine mit
    aktiviertem Windows 10. Danach zum testen, die ISO geöffnet und Setup
    angestoßen. Das ist gekommen.

    http://tinyurl.com/nss465j

  6. Tim sagt:

    Sieht aus wie die bequeme Umsetzung des sogenannten Techbench Hack per Browser Konsole, oder?

    Mal schauen wie lange MS das jetzt noch durchgehen lässt, wenn nun schon „Programme“ dafür entstehen… bisher haben sie bei Microsoft ja nen Auge zugedrückt.
    Wäre doch ärgerlich, auch wenn man es ja nun nicht jeden Tag braucht… ist aber halt so ein schöner Notnagel, der leider immer bekannter wird, obwohl schon älter.

    https://twitter.com/wzornet/status/668378372486078468

  7. Wolfgang Schneider sagt:

    Uff, habe die ISO jetzt auf einen Stick (Rufus) kopiert. Neustart und
    Win 10 war bereit zum Installieren. Alles im grünen Bereich. Bin bis zu
    Benutzerdefiniert gekommen.
    http://tinyurl.com/nss465j

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  9. Hendrik Wiekenberg sagt:

    Schade das man damit kein Office 2016 heruntergeladen kann.

  10. Dieter Schmitz sagt:

    Ein tolles Programm! Vielen Dank.

    Was noch fehlt, ist die Überprüfung nach dem Download mittels sha1sum.

  11. Sicherlich ganz Interessant für diejenigen die über kein Windows Installationsmedium verfügen, ich hatte es irgendwann leid irgendwelche ISOs x-mal runter zu laden und hab die Isos mittlerweile auf meinem Server liegen.

    • Thomas Bauer sagt:

      Hab ich auch. Trotzdem kommen manchmal „upgedatete“ ISO’s von MS und dann ist es schon praktisch wenn man sich die eben mal downloaden kann. Erspart am Ende einiges an Arbeit. Außerdem sind die von seröser Quelle was sicher für den produktiven Einsatz im Firmenumfeld ausschlaggebend ist.

      • Ich lade eh nur aus Seriösen Quellen, woher soll man auch wissen ob da nicht irgendwer ganz zufällig einen Backdoor mit eingebaut hat oder irgendetwas anderes, was dort eigentlich nicht hingehört.
        Es ist doch gar nicht nötig sich irgendwo was einzufangen, OS ISO Dateien gibt wie Sand am mehr aus Offiziellen Quellen, um Basteln kann man sich mit Diversen Tools mittlerweile fast alles wenn man ein bisschen zeit hat.

        • Thomas Bauer sagt:

          Quellen? Wie viele Quellen gibts denn außer MS die für einen Admin als Seriös gelten? Ich wäre da vorsichtig. Außerdem schwebt da immer die Schuld und Kostenfrage wie ein Damokles Schwert über den Admin. Ist das überhaupt versicherbar?

  12. Pingback: Microsoft Office Basic 2007 ISO Image

  13. Tipp: Im TechBench-Programm hat Microsoft die April 2016-Version seiner Windows 10 Version 1511 ISO eingestellt.

    Quelle

  14. Johannes sagt:

    Hallo,

    hat jemand eine Idee, woher ich die ISO für Windows Server 2012 (nicht R2) etc. bekomme. Habe die Testversion bei Microsoft gefunden, die kann ich aber mit dem regulären Produkt-Key nicht registrieren und aktivieren.

    Gruß Johannes

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