Unboxing Pearl Touchlet Tablet PC X7G Teil 2

Pearl hat mir für einige Tage ein Testexemplar des Touchlet Tablet PC X7G zur Verfügung gestellt. Nachdem ich in Teil 1 kurz auf die technischen Daten eingegangen bin, geht es in diesem Beitrag um das Unboxing – also, was man in der Schachtel geliefert bekommt.


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Als ich die Box mit dem 7 Zoll Touchlet X7G in Händen hielt, freute ich mich bereits auf Android Honeycomb – steht doch unter “Tablet-PC” noch der kleine Satz “mit Android 3.0-Architektur”.

War aber Pustekuchen, wie ich beim Auspacken der Bedienungsanleitung feststellte. Dort war Android 2.3 aufgeführt, was auch nach dem Booten des Tablet PC bestätigt wurde. Android 3.0 Architektur bedeutet hier lediglich, dass das Tablet so ausgestattet ist, dass es sich aller “Voraussicht nach” auf Android 3.x hochrüsten lässt. Touchlet will irgendwann eine entsprechende Firmware anbieten – und mit den Vorgängermodellen wie X2, X3 gab es durchaus mehrere Updates. [Anmerkung: Da ich momentan sogar Honeycomb 3.2 auf einem uralten Eee PC 701G zu Testzwecken fahre, bin ich zuversichtlich, dass das machbar ist – kenne aber die Entwicklerkapazitäten des Herstellers Touchlet nicht.] Nachfolgend ist die geöffnete Box mit dem Tablet zu sehen.

Neben dem Tablet PC enthält die Box noch eine Bedienungsanleitung, zwei kurze USB-Adapterkabel und ein Netzteil. Ein USB-Adapterkabel dient zum Anschluss (per USB-Verlängerungskabel) an den PC, während das zweite USB-Adapterkabel eine USB-Buchse aufweist. An dieser lassen sich USB-Sticks oder andere Geräte anschließen.


(Boxinhalt: Touchlet X7G, Kurzanleitung, Netzteil, miniUSB-to-USB-Buchse für USB-Geräte, miniUSB-to-USB-Stecker für PC-Verbindung)

Nachfolgend habe ich die beiden Pearl Tablet PCs Touchlet X4 (Unten) und Touchlet X7G (oben) im Vergleich abgebildet. Die Gehäuse sind von der Größe identisch. Das Touchlet X7G (oben) weist größere Kantenradien auf. Ist wohl Geschmacksache, welche Form einem besser gefällt.


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(Touchlet X7G oben, Touchlet X4 unten)

Das Touchlet X7G besitzt aber ein stabileres Gehäuse mit metallisierter Gehäuserückseite (siehe nachfolgendes Foto).

Von der Haptik gefällt mir das Touchlet X7G wesentlich besser als das Touchlet X4 – das Ganze fühlt sich, durch das metallisierte Gehäuse, wertiger und stabiler an.

Was eventuell stören könnte: Die Anordnung der miniUSB-Buchse am unteren Gehäuserand. Dies ist wegen der angebotenen Dockingstation (siehe unten) erforderlich, ist aber hinderlich, wenn das Tablet per Hand schräg auf einer Tischplatte gehalten wird. Von daher kam mir das Tablet trotz der ca. 400 Gramm mit der Zeit etwas schwer vor. Aber dies sind subjektive Eindrücke meinerseits.

Hier noch die Anordnung der Bedienelemente, wie diese im Handbuch [7] auf Seite 13 angegeben sind.


(Quelle: Touchlet X7G-Handbuch)

Am linken Gehäuserand findet sich die Linse der Frontkamera. Zudem befinden sich drei Bedientasten an der rechten Vorderseite des Displays.

Am oberen Rand (vorheriges Foto) ist ein Wippschalter zum Anpassen der Lautstärke angebracht, während sich die miniUSB-Buchse am unteren Gehäuserand befindet. In diese Buchse kommen dann bei Bedarf jeweils eines der USB-Adapterkabel.

Die in obigem Foto sichtbaren Aussparungen neben der USB-Buchse sind für die optional von Pearl zum Preis von 19,90 Euro verfügbare Dockstation vorgesehen. Dieser bietet neben einer Halterung für das Touchlet eine USB-Durchschleifung, einen HDMI-Anschluss und einen Netzteilanschluss. [Anmerkung: Gemäß meinen Ausführungen in Teil 3 dürfte die Dockingstation zum Anschluss von Peripherie ziemlich notwendig sein.]

Die linke Gehäuseseite weist nur das Abdeckgitter des Lautsprechers auf.

An der rechten Seite finden sich eine 3,5 mm-Klinkenbuchse für den Kopfhörer, die Buchse für den Netzteilanschluss sowie eine Klappe, hinter der sich der micoSD-Kartenslot und die microHDMI-Buchse verstecken.

Unschön ist die Anordnung der microHDMI Buchse hinter der Abdeckklappe am rechten Rand. Ein microHDMI/HDMI-Adapter konnte durch den Gehäuserand nicht vollständig eingeschoben werden, so dass der Anschluss eine wackelige Angelegenheit ist.

Im obigen Foto ist auch noch die Ein-/Ausschalttaste sowie das Loch für die Reset-Taste zu erkennen. Den Schiebeschalter des Touchlet X4, mit dem man ein hängendes Android zwangsweise abschalten konnte, gibt es nicht mehr.

Die Zuordnung der Anschlusselemente sowie das Einschieben der microSD-Speicherkarte ist in folgender Skizze aus dem Bedienhandbuch zu erkennen.


(Quelle: Touchlet X7G-Handbuch)

Ist das Netzteil mit dem Touchlet X7G verbunden, und lädt das Gerät, wird dies durch eine rote Leuchtanzeige an der Display-Vorderseite signalisiert. Zum Einschalten des Geräts ist die Ein/Aus-Taste für einige Sekunden zu drücken. Sobald das Display leuchtet, kann die Taste losgelassen werden. Dann bootet das Touchlet X7G. Ausschalten erfolgt auf die gleiche Weise, es muss lediglich im Menü zum Herunterfahren die Option Ausschalten im Display bestätigt werden. Das bei manchen Android-Versionen angebotene Menü zum Aktivieren des Flugmodus, zum Neustarten etc. gibt es nicht. Ein unbenutztes Touchlet X7G geht in den Ruhemodus und wird durch Antippen der Ein-/Ausschalttaste reaktiviert.

Unter [8] findet sich noch ein kurzes Video, in dem ein Benutzer das Touchlet Tablet PC X7G mit einem 7 Zoll Odys Loox vergleicht. Hier muss jedoch darauf verwiesen werden, dass das im Video gezeigte Odys Loox mit einem resistiven Display ausgestattet ist (entspricht dem im Amazon-Werbeblock links gezeigten Gerät) – was in meinen Augen nicht allzu sinnvoll ist. Bei den besseren Geräten mit kapazitivem Display der Odys Loox-Baureihe liegt der Preis auch höher.

Unter [9] findet sich noch eine kurze Vorstellung bei smartdroid.de, die ich aber als recht “eigenwillig” interpretiere. Zudem fliegen bei YouTube noch Videos herum, die wohl auf der IFA gedreht wurden, aber ziemlichen Unsinn über das Gerät verbreiten (so wird das Lautsprechergitter als SD-Karten-Slot und der microSD-Card-Slot als SIM-Slot bezeichnet) – fairerweise muss man zugestehen, dass beim Drehen solcher Kurzvideos schnell mal Fehler passieren können – lässt aber den Umkehrschluss zu, dass die von vielen Bloggern auf die Schnelle eingestellten “Messe-“Videos solcher “ersten Blicke auf Entwicklungsmuster” aus Sicht eines späteren Gerätebesitzers ziemlicher Humbug sind.

[Nachtrag: Bei PC Welt ist nun auch ein Review auf das Touchlet X7G erschienen [10]. Ist etwas eigenwillig zusammen geschrieben (insbesondere der Vergleich mit 400 Euro Honeycomb-Tablets finde ich wenig hilfreich), aber ich wollte die Information nicht vorenthalten. Interessant ist der Hinweis auf ein neues Update (PX8771_12_110594.zip), welches WLAN-Übertragungsprobleme beheben soll – werde ich gleich mal testen.]

Ähnliche Artikel:
a: 7 Zoll Pearl Touchlet Tablet PC X7G Teil 1
b: Unboxing Pearl Touchlet Tablet PC X7G Teil 2
c: Hands-on Pearl Touchlet Tablet PC X7G Teil 3
d: Hands-on Pearl Touchlet Tablet PC X7G Teil 4
e: FAQ Pearl Touchlet Tablet PC X7G

Links:
1: Pearl Produktseite
2: Diskussionsthread bei Android-hilfe.de
3: Diskussion zur Liefersituation bei AndroidPit.de
4: Diskussionsthread zum Gerät bei AndroidPit.de
5: Kurzvorstellung bei Mobiflip.de
6: Kurzvorstellung bei news4mobilde.de
7: Kurzanleitung als PDF-Datei
8: Video Vergleich Touchlet X7G mit Odys Loox
9: Etwas eigenwilliges hands-on bei smartdroid.de
10: Testbericht bei PC-Welt


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2 Responses to Unboxing Pearl Touchlet Tablet PC X7G Teil 2

  1. Pingback: Touchlet X7G: Kindle, Probleme ohne Ende « Borns IT- und Windows-Blog

  2. Günter Born sagt:

    Update: Zwischenzeitlich sind einige weitere Artikel zum Touchlet X7G veröffentlicht worden. In Ergänzung zu obiger Linkliste hier noch einige Artikel:

    a: Touchlet X7G: Kindle, Probleme ohne Ende
    b: UTMS-Anbindung für Pearl Touchlet X7G Tablet
    c: Projekt: Mobiler Hotspot/UMTS-Router Teil I
    d: Projekt: Mobiler Hotspot/UMTS-Router Teil II

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