Windows 7: In 6 Monaten läuft der Support aus

win7[English]Kurze Meldung zum Sonntag: Wir haben den 14. Juli 2019, das heißt konkret, es sind noch genau 6 Monate bis zum 14. Januar 2020. An diesem Tag gibt es zum letzten Mal Updates für Windows 7 und Windows Server 2008 / R2 – das Betriebssystem hat sein End of Life erreicht. Was tun? Wie schaut die Situation bei euch aus?


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Windows-Verteilung im Überblick

An dieser Stelle möchte ich einen Blick auf die Marktanteile der Desktop-Betriebssysteme und der Verteilung zwischen den Windows Versionen werfen. Netmarketshare.com weist für Ende Juli 2019 die folgenden Marktanteile für Desktop-Betriebssysteme aus:

  • Windows: 88,33 %
  • macOS: 9,15 %
  • Linux: 2,0%
  • Chrome OS: 0,40%

Geht man in die Verteilung der Windows-Versionen auf dem Desktop, ergibt sich laut netmarketshare.com folgendes Bild:

Betriebssystemverteilung Ende Juni 2019

  • Windows 10: 45,79 % (44,10 %)
  • Windows 7: 35,38% (36, 43 %)
  • Windows 8.1: 4,51 % (4,22 %)

Die in Klammern gestellten Zahlen stammen von Ende April 2019 (siehe den Artikel vom Mai 2019). Das Ganze zeigt, dass Windows 10 in den letzten Monaten nicht wirklich groß zulegen konnte und Windows 7 noch auf über einem Drittel aller Desktop-Systeme läuft. Überraschend ist, dass Windows 8.1 sogar noch minimal zulegen konnte. Das lässt die Botschaft zu, dass sich die Leute massiv dem Umstieg auf Windows 10 verweigern.

Bricht in Firmen und Behörden das Chaos aus?

Die obige Grafik zeigt, dass sowohl die Nutzerschaft als auch Microsoft ein massives Problem haben. Nur noch 6 Monate Zeit zum Umstieg und noch über 1/3 der Maschinen laufen immer noch auf Windows 7 – keine gute Situation.

Die FDP hatte im April 2019 verlauten lassen, dass man ‘in deutschen Behörden’ mit einem Chaos rechne. Hintergrund ist, dass die Berliner Verwaltung alle ihre Rechner bis Ende November 2019 auf Windows 10 umgestellt haben will. Bei knapp 78.000 Rechnern seit diese Frist faktisch nicht zu schaffen, so die FDP. Heise hatte hier einen Artikel zu diesem Sachverhalt veröffentlicht. Im November 2018 hatte ich im Artikel Unternehmen auf Windows 10-Migration kaum vorbereitet auf ‘gewisse Probleme’ bezüglich des Umstiegs auf Windows 10 hingewiesen.

Generell laviert die IT-Landschaft in Firmen und Behörden schon in eine fatale Abhängigkeit von Microsoft und setzt den Datenschutz aufs Spiel. MS Power User stellt sich hier die Frage, ob 2020 die Wahlmaschinen in den USA wohl mit einem ungepatchten Windows 7 weiter laufen.


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Ich hatte letzten Dezember den Beitrag BSI-Einstufung: Windows 10 ist ein ‘Datenschutz-Unfall’ publiziert, wo das BSI hart mit Windows 10 ins Gericht geht. Auch kommunale IT-Dienstleister befürchten mit Windows 10 und Office 365 einem Verlust der Datensouveränität. Sie sehen handfeste Probleme im Hinblick auf den Einsatz dieser Produkte in der kommunalen Verwaltung. Ich hatte im Artikel Privacy: Microsoft steht mit Windows 10/Office 365 unter Druck auf diese Problematik hingewiesen.

Extended Support für Firmen bis 2023

Für Firmen hat Microsoft ja einen Verlängerung des Supports bis Januar 2023 angekündigt. Das ganze Programm ist nur für zahlende Unternehmen gedacht, die Windows 7 Professional und Windows 7 Enterprise verwenden (Windows 7 Ultimate fällt schon raus). Und die Unternehmen erhalten die ‘Windows 7 Extended Security Updates (ESU)’ nur, wenn sie einen Volumenlizenzvertrag (mit Software Assurance erhalten einen Rabatt) abgeschlossen haben. Ich hatte im Blog-Beitrag Windows 7 kriegt Extended Support bis Januar 2023 darüber berichtet.

(Quelle: ZDnet)

Die Preise sind auch ganz happig, wie ich im Blog-Beitrag Windows 7: Preise für Extended Security Updates bis 2023 ausgeführt habe. Auch der Beitrag Office365 an Schulen unzulässig – Microsoft-Lizenzkosten für Bund steigen von vor einiger Woche zeigt die Probleme auf – für den Bund steigen die Lizenzkosten sprunghaft an.

Wie regelt ihr das so?

Knapp umschrieben würde ich das Ganze als ‘bescheidene Situation’ bezeichnen. Keiner will wirklich Windows 10, aber Windows 7 fällt aus dem Support. Wenn es nicht noch einen großen Trick gibt, die Sicherheitsupdates für die Kunden des ‘Windows 7 Extended Security Updates (ESU)’-Programms auch auf anderen Clients zu installieren, muss man sich was einfallen lassen.

Hier geht die Überlegung dahin, kastrierte und gehärtete Windows 7-VMs unter Linux als Host laufen zu lassen. So ganz bin ich da aber noch nicht durch. Ein Umstieg auf macOS kommt für mich nicht in Frage. Und ob ich mir Windows 8.1 als Zwischenlösung bis 2023 antue, weiß ich nicht. Ich könnte noch Windows 10 Enterprise LTSC nutzen, aber irgendwie wird es Zeit, aus der reinen Abhängigkeit von Microsoft heraus zu kommen.

Wie geht ihr das Ende von Windows 7 und Server 2008 / R2 im Privatumfeld und in Firmen an? Seit ihr bei der Migration auf Windows 10? Ist dieser Schritt schon vollzogen? Setzt ihr auf die LTSC-Version von Windows 10 Enterprise, oder kommt jetzt Linux zum Zug?

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52 Antworten zu Windows 7: In 6 Monaten läuft der Support aus

  1. Andreas sagt:

    Auch ich bin kein Freund von Windows 10, vor allem wegen des häufigen Update-Zwangs auf neuere Versionen.

    Ich habe das in einer VM mit W10 Enterprise (probeweise) und auf meinem privaten Notebook mit W10 Professional (zu neu für ältere Windows OS) bereits hinter mir. Einzelne Einstellungen werden eben doch nicht übernommen (z.B. eigene Erweiterungen des Explorer-Kontextmenüs) und müssen händisch nachgerüstet werden. Dazu kommen noch die möglichen “Unfälle” im Zuge der Updates aufgrund von Fehlern seitens MS. Von denen war ich bisher zum Glück nicht betroffen, aber die Systeme sind auch nur sparsam mit Software bestückt und nicht weit entfernt von der Standardkonfiguration eingerichtet (allerdings durch W10 Privacy etwas weniger “mitteilungsfreudig”).

    Auf dem Desktop-Rechner hab ich keine Wahl auf ein anderes OS umzusteigen, da ich vollständig im Home Office als Entwickler für Windows-Software arbeite und somit auf die Windows-Plattform angewiesen bin. Das System wird vom Chef bezahlt, und der verlangt von mir auch die Installation der MS Office Suite (Word, Excel, Powerpoint, Outlook). Ich meine hier im Blog gelesen zu haben, dass die Enterprise LTSC Versionen die Installation von Office nicht unterstützen. Gilt das noch?

    Wenn ja, dann kommt Enterprise LTSC für mich also nicht in Frage. Ich würde dann wie auf dem Notebook die Professional-Variante von W10 wählen.

    Das Notebook ist mein Privatgerät. Ein Apple-Gerät kommt für mich nicht in Frage. Nach einigen negativen Erfahrungen mit Ubuntu vor einigen Jahren habe ich auf Linux auch keine Lust. Wirklich Schade, ich hätte gerne eine Alternative für Windows.

    • simsoo sagt:

      Office 2016 und 2019 werden von LTSC unterstützt nur Office 365 offiziell nicht …
      Wir verwenden hier LTSB 2016 und LTSC 2019 jeweils mit Office 2016 …

      • Klaus sagt:

        Vorsicht! Laut Microsoft wird offiziell unter LTSB 2016 nur Office 2016 unterstützt und unter LTSC 2019 Office 2019. Läuft trotzdem beides unter beiden (zumindest bis jetzt…). Was auch problemlos funktioniert, ist das In Place Upgrade von LTSB auf LTSC.

        Wo wir mehr Probleme haben, sind unsere Terminalserver (Windows Server 2016 mit derzeit Office 2010). Dort lässt sich Office 2019 nicht mal installieren, es wird Windows Server 2019 benötigt. Für eine Anwendung, welche beim nächsten Update eine neuere Office-Version voraussetzt, planen wir gerade den Umstieg, d.h. alles neu installieren.

        An Andreas: Mit W10 Enterprise hast du zumindest bei den September-Releases theoretisch ein Jahr länger Ruhe vor den Updates, wenn LTSC nicht in Frage kommt (wegen der 30 Monate Support).

  2. Hans Thölen sagt:

    Dieses stümperhafte ” Windows 10 as a Service ” kommt auf meinen PC niemals
    drauf. Linux ist für mich keine Alternative. Auch sonst ist noch kein für mich
    akzeptables Betriebssystem auf dem Markt. Da ich jetzt 80 Jahre alt bin sieht es
    so aus, daß ich meine restliche Lebenszeit weiter mit Windows 7 Home Premium
    arbeiten werde, ob gepatcht oder ungepatcht. Vielleicht tut sich ja doch noch was
    mit Windows 7 nach Januar 2020. Hoffen wir das Beste.

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  4. RUTZ-AhA sagt:

    Ich werde sehr wahrscheinlich auf Linux Mint im Dualboot umsteigen.
    Habe ich schon getestet, klappt alles so, wie ich mir das vorstelle.
    Von Linux kann ich ohne Neustart auf Win7 zugreifen, was will ich mehr.

    • David Teichfloh sagt:

      Privat: Genau das werde ich auch tun.
      Fürs Netz brauche ich ohnehin nur Surfen und EMail. Nur ein einziges Win-Programm (außer W7 selbst) will auf seine Server zugreifen – dafür hab ich schon eine Alternative.
      Ansonsten LibreOffice…

      Dienstlich wird mir W10 und Office vorgegeben…

    • Steter Tropfen sagt:

      Von Linux ohne Neustart auf Windows zugreifen? Wie geht das denn??? Windows-Programme ohne Neustart unter Linux laufen lassen?
      Bisher kenne ich nur Wine und habe es als komplett untauglich verworfen.
      Habe ich da in meinen jahrelangen Überlegungen zum Ende von Windows 7 etwas verschlafen?

  5. Phadda sagt:

    Da LTSC nicht O365 kompt. ist (https://support.microsoft.com/de-de/help/4462769/updates-to-office-365-system-requirements) bzw umgedreht, ist LTSC an sich in der Kombi schon gestorben.
    Es steht und fällt alles mit einem richtigen Lifecycle Mgmt, wenn dies immer noch nicht im Business Umfeld in der IT integriert ist, dann ist eh schon der Ansatz gestorben, überhaupt mit SaaS umzugehen bzw. generell mit Betriebssysteme. Das Ende eines OS wird früh genug vom Anbieter bekannt gegeben, somit kann dann auch ein Lifecycle eingeplant werden. Und wer schon dabei ist, kann dies auch mal gleich auf Hardware ausweiten, denn auch die Hardware unterliegt einem Lifecycle und ist dann mal End of Life.

  6. RedOne sagt:

    nicht vergessen in 6 Monaten plus 1 Monat = 7 Monaten

    haben wahrscheinlich viele User den gleichen Stand wie heute,
    denn sie warten immer ca. 1 Monat bevor sie updaten.

    Hinweis: Südkoreas Regierung gibt Linux den Vorzug warum nicht wir?
    Hinweis: VW (Volkswagen) hat seine Diesel-Kunden betrogen!
    Trotzdem kauft man in Deutschland noch VW-Diesel.

    Die ganze Telemetrie-Geschichte in Windows ist wahrscheinlich nur aufgebauscht,
    sonst würden doch massenhaft Leute auf Linux wechseln oder?
    Oder gilt hier eher: was der Bauer nicht kennt, das …

    Übrigens gibt in es Deutschland einen Linux-Onlineshop.de:
    da kann man fixfertig mit Linux vorinstallierte PC’s kaufen,
    man muss also nicht alles selber machen.

    Meine Erfahrung mit Windows 10 V1803 als User ist was das updaten angeht OK,
    denn 10 Monate lang hat das Update bisher immer geklappt.
    Negativ in den 10 Monaten war einzig das Excel 2016 zweimal abgestürzt ist
    und dabei u.a. alte Dateien nun als Kopie ein neueres Datum haben,
    was etwas irritierend ist.

    • Hans Thölen sagt:

      Von meinen alten Freunden in Deutschland bekomme ich immer wieder
      E – Mails, daß Windows 10 Version 1803 die einzige Version ist, welche
      normal funktioniert. Leider fällt diese Version am 19. November 2019
      aus dem Support. Alles was nach Version 1803 gekommen ist, das ist das
      Teufelswerk eines Herrn Nadella und funktioniert nur fehlerhaft.

  7. Willy B. sagt:

    Ich hab den Umstieg auf LINUX Mint schon vor 3 Jahren geschaft, aktuell ist Mint 19.1.
    Falls ich doch mal ein Windows benötige verwende ich Windows 8.1,
    das neben Windows 7 und (ja auch) ein Windows 10 1903 auf der SSD liegt.
    Unter Win10 die Telemetrie mit O&O ShutUp10 abgestellt.
    Die Telemetrie in Win7 und Win8.1 wie bei https://www.askwoody.com/forums/topic/2000012-neutralize-telemetry-sustain-win-7-8-1-monthly-rollup-model/ beschrieben mit w10tel.cmd deaktiviert.
    Die Windowsversionen brauche ich, um im Bekanntenkreis bei Problemen mit Windows zu helfen (auch dort traut man sich nicht an Linux ran).

    Zu Windows-Zeiten hatte ich nur portable Applikationen verwendet.
    Alle Programme, die ich verwende, können auch direkt vom USB-Stick auf jedem Windows-Rechner gestartet werden.
    Viele der Programme gibt es auch unter Linux, was mir den Umstieg erleichterte.
    z.B. als Officelösung nutze ich LibreOffice, als Mediaplayer VLC, Bildbearbeitung RAWTherapee und GIMP, Audiobearbeitung mit Audacity, für E-Mail verwende ich Thunderbird und zum Browsen den Firefox.
    Als Dateimanager verwende ich seit DOS Zeiten Zwei-Fenster-Dateimanager.
    Was unter DOS der NortonCommander NC bzw. VolkovCommander VC war ist seit Win3.1 der TotalCommander TC bzw. damals noch WindowsCommander WC.
    Unter Linux verwende ich in der Shell den MidnightCommander MC bzw. in der GUI den DoubleCoammander.

    Wenn man sich einmal mit einer Linux Distribution beschäftigt hat, findet man sich auch schnell in anderen Linux Distributionen zurecht.
    Mein altes Notebook ACER TravelMate mit einem Celereon M aus dem Jahr 2005 hab ich mit Linux Emmabuntüs neues Leben eingehaucht, parallel ist noch SLITAZ installiert.

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  9. Administratoor sagt:

    Wer seine 2008er Server zu Azure in die Cloud verschiebt erhält längeren Support (3 Jahre Updates). O-Ton Microsoft: “Sicherheitsupdates – ohne zusätzliche Kosten. Erfahren Sie, wie Sie Ihre Windows Server 2008- und 2008 R2-Workloads zu Azure migrieren”.
    Gerüchteweise gilt das dann auch für die noch “on premise” laufenden 2008(R2)er Server bei einer Hybrid Konfiguration der Azure Kunden. Kann das jemand bestätigen oder widerlegen?

  10. DavidXanatos sagt:

    Naja SaaS also “Software as a S***tpile” ist wirklich eine Katastrophe. Am besten fährt man noch mit abgedrehten Auto updates, testet alles in einer VM vor der Installation und hat eine 2te HDD im Laptop mit Win2Go und Acronis TrueImage als Custom Recovery eingerichtet.

    Da ich zu Jahres Anfang ein neues Dienst-Laptop bekommen habe führt da an Windows 10 leider kein einfacher weg vorbei, 7 da drauf zu murksen würde afaik noch mit viel Verrenkungen gehen aber da der Support bald ausläuft ist das eher nicht so ziel führend.

    Und naja, mit einem eigenem Privacy Tool samt Firewall (PrivateWin10) und eigenem Update Manager (WuMgr), dann noch OpenShellMenu und WinAeroTweaker ist das ganze schon recht nahe an Windows 7.

    Windows 10 kenne ich schon seid dem ersten Release aus Tests in VM’s und ich muss sagen, während die ersten Windows 10’s wirklich nur verschlimmbesserungen waren mit Telemetrie und Werbung und ohne irgendwelchen mehr-wert.
    Sind da inzwischen schon paar nützliche sachen dazugekommen: WSL ist ja schon mal was feines, WinKey+V ist auch sehr praktisch geht auch ganz ohne cloud. Und das windows ohne 3rd party tools auf mehreren monitoren taskleisten anzeigen kan ist auch nicht schlecht.

    Ob das die ganzen verschlechterungen aufwiegt ist ne andere frage. Mit dem Monitor panel von Win 7 konte man mehrere monitore pixel genau zu einander ausrichten, mit dem neuem von Win 10 geht das irgendwie einfahc nicht da ist kan 100 pixel zu viel oder zuwenig murks…
    VPN’s machen in dem letzten win 10 wieder probleme,… und die ganzen update katastrophen…

    Zudem hat inzwischen MSFT zumindest bei den enterpeise/education die Werbung aus dem Start Menu soweit ich das sehe rausgeworfen, und das sie cortana endlich wieder von der suche trenne wollen ist auch ein schritt in die richtige richtung.

    Aber ob das bis 2020 noch nenenswert besser wird wage ich zu bezweifeln, vor allem lassen sie es bei den uwangs updates und der telemetrie nicht locker was ja die 2 grösten probleme/katastrophen sind.

  11. Gerd sagt:

    Erstaunlich, dass W10 jetzt schon W7 überholt hat. Wer würde einen gut erhaltenen Gebrauchtwagen gegen eine nagelneue Rostlaube mit vorprogrammiertem Motorschaden eintauschen?

    Zur Frage: Vor einiger Zeit hatte ich hier den Wechsel von W7 auf Linux angekündigt. Status Laptop: erfolgreich vollzogen (Linux Mint); Status Haupt-Arbeitsrechner: hakt noch an allen Enden. Meine Branche und die dafür verfügbare Expertensoftware gehören zur Windows-Welt. Das macht es schwierig.

    Da ich mit vertraulichen Kundendaten zu tun habe und rechtlich Anforderungen unterliegen, die weit über die DSGVO hinausgehen, bliebe W10 für mich selbst dann ein absolutes No-Go, wenn mir meine eigenen Daten wurscht wären.

    Weiterhin angestrebte Lösung: Linux komplett, auch auf dem Hauptrechner.
    Behelfslösung: Linux als Basis, Win7 nach dem EoS übergangsweise in einer Sandbox, die täglich zurückgesetzt wird und in der ausschließlich die Expertensoftware läuft, bis ich adäquaten Ersatz für Linux gefunden habe. Das schafft Luft und vermeidet einen Datenschutzgau.

  12. Sven Fischer sagt:

    Ich nutze hier schon seit vielen Jahren, privat/Gewerbe, Debian Linux als “Haupt-Arbeitssystem”. Daneben noch einen PC mit Win7. Das Win7 nehme ich nur für Software, welche es fürs Debian nicht gibt (Corel Draw, Starmoney etc.) sowie zum zocken.
    Um in Win10 einzusteigen, habe ich noch einen Lenovo T410 stehen.
    Ansonsten erledige ich alle meine alltäglichen Tätigkeiten auf dem Linux.

    Ich sehe das locker, das Win7 werde ich mal in der nächsten Zeit auf Win10 umstellen. Evtl. gleich auf aktueller Hardware. Mein Geraffel ist aus 2011 (CPU i5-2500 etc.), da ist ein Upgrade wieder mal angebracht. Das Win7 in ne VM stecken, ist bei mir sinnlos, da ich zum Zocken “echte” 3D Hardware brauche.

    Grüße

    • Bolko sagt:

      Linux eignet sich ganz hervorragend zum Spielen.
      Früher war das ein Problem, weil Wine noch kein DirectX konnte, doch seitdem hat sich viel getan.

      1. Wine kann heute DirectX
      2. AMD hat die Vulcan-Schnittstelle als Konkurrenz zu DirectX entwickelt und NVidia hat ebenfalls Vulcan in die Treiber eingebaut
      3. Die Spiele-Platform “Steam” wollte mit der Steam-Box eine Art Spielkonsole auf Linux Basis verkaufen. und hat deshalb viel Arbeit in die Kompatibilität zwischen Spielen, Betriebssystem und Treibern investiert
      4. “Proton” setzt dem ganzen die Krone auf.

      Heute laufen tausende Spiele auf Linux, auch AAA-Titel mit 3D-Beschleunigung, was früher nur mit DirectX unter Windows ging.

      Schau mal in die Kompatibilitätsliste, wie viele Spiele mit Proton gut, sehr gut oder gar besser als unter Windows funktionieren. Sortier die Liste mal oben rechts nach “ProtonDB rating” und da findest du dann zig Spiele mit Platinum-Status und Gold-Status, also Spiele, die gar keine Probleme mit Linux machen.
      https://www.protondb.com/explore

      Wer also behauptet weiterhin, dass sich Linux nicht zum zocken eignet?

      • Phadda sagt:

        Da muss ich mal gleich mit OT werden…
        Ich bin immer noch der Meinung das es nicht zum zocken geeignet ist. 1000te sind nicht alle und somit erreichst auch nicht alle und wenn man sich die Kommentare durchliest musst schon wissen was man da manchmal wieder manuell drehen muss, das mal ein Game evtl klappt. Die Fragementierung der HW Plattform ist halt die Basis des Chaos ;-)
        Gefühlt ist alles außerhalb der Steam Welt schon ein Problemkind, schon ein aktuelles Blizzard Game gefunden? Ich nicht … Von Wargaming fehlt sogar World of Tanks… Also so ganz Massentauglich ist es nicht und die Zocker von heute sind imho verwöhnter und nicht mehr Frickelbedürftig wie es noch zu Quake Zeiten war :-)

  13. Robert sagt:

    Ich bin vor gut einem Jahr mit allen Maschinen hier (6Stck) auf Linux Mint umgestiegen (jetzt Mint 19.1 Tessa LTS) im DualBoot mit Windows 7 und krieg so langsam mit der Zeit den Durchblick an Linux. das meiste klappt, ist ja eh fast nur Internet und Firefox ist Firefox, da oder da. Und vor allem hab ich erst mal Ruhe bis April 2023. Windows 10 werde ich auf alle Fälle keines kriegen.
    Mal ne Frage an Euch, nutzen diejenigen die auf Linux im DualBoot umsteigen ein Antivirenprogramm für Linux. Ich hab gehört wenn man Interbanking macht wäre das Pflicht wenn mal was passieren sollte.

  14. Ralf S. sagt:

    Ich als reiner Endanwender bin von Win 10 im betrieblichen Bereich inzwischen so sehr genervt, dass ich privat niemals auf Win 10 umstellen werde! Auf Linux umzustellen traue ich mich einfach (noch) nicht; wobei ich damit schon sehr sympathisiere… Ich werde auf beiden Rechnern (Desktop und Laptop) weiterhin Win 7 verwenden. Allerdings werde ich ab Januar 2020 den Desktop-PC nur noch für Bankangelegenheiten, Schriftverkehr und sonstige “wichtige” Dinge verwenden, und das Laptop zum reinen Surfrechner umfunktionieren. Und das so lange, bis es eine attraktive Alternative zu Win 10 gibt – oder bis die Virenschutz-/Firewallsoftwarehersteller Win 7 nicht mehr unterstützen… Aber vielleicht gibt sich MS ja doch noch nen Ruck und unterstützt alle Win 7-Versionen nochmals ein Jahr länger?! Ich glaube mich zu erinnern, dass das doch bei XP damals auch kurzfristig so gemacht wurde, als bekannt wurde, dass überproportional viele Anwender nicht auf Vista upgraden wollen. Oder irre ich mich da?

  15. Christian sagt:

    Was aktuell immer unter den Tisch fällt, man kann sich auch noch 3 weitere Jahre mit Win 8.1 erkaufen. Einfach Win 10 kaufen und dank Downgraderecht Win 8.1 installieren.

    Die Frage die dann nur jeder für sich beantworten muss, will ich in 3 Jahren noch einmal eine Umstellung anstoßen. Andererseits erspart man sich mit Win 8.1 so noch ein paar Win 10 Zwangsupgrades innerhalb des Zeitraums.

    Ich hab hier bereits vor 3 Jahren alles auf Win 10 Pro umgestellt, von daher blicke ich relativ entspannt in die nächsten 6 Monate.

    • Micha sagt:

      Der Vorgang ist leider nicht ganz Trivial.
      Ein downgrade von Windows 8.1 Pro auf Windows 7 Pro durchzusetzen hat mich damals aber einen ganzen Nachmittag an Zeit gekostet.
      Habe damals über 2 Stunden mit dem Microsoft Support Telefoniert bis dieser gemerkt hatte das ich es ernst meine. Das war im Frühjahr 2017.

  16. Blupp sagt:

    “Wie schaut die Situation bei euch aus?”
    Hier 5 PCs alle mit Linux Mint, davon 2 im Dualboot mit Windows 7, praktisch wird 7 auf diesen Rechnern nicht mehr benötigt – Zeit zum entsorgen. Weiterhin 2 PC mit Windows 7 auf denen es auch nach Supportende benötigt wird, ein Umstieg für die beiden auf Windows10 kommt nicht in Frage, sind beide aber auch nicht im Netzwerk.

    Mit dem Umstieg hab ich vor 18 Monaten begonnen und das war gut so, es war einiges neu zu programmieren bzw. zu portieren und manches Problem brauchte auch seine Zeit.

    Kunden schauen natürlich und einige sind ebenfalls umgestiegen, Tendenz zunehmend.

    Kurzer Gedanke zum Abschluss einer Ära:
    Mit DOS 2.x angefangen und mit Windows aufgewachsen habe ich Windows gemocht.
    Mit den Änderungen ab Windows 8, aber auch schon davor, was letztlich in dem NoGo10 mündete, zeigt Microsoft deutlich, dass man Kunden die selber denken nicht haben will. Das was es an Verbesserungen an 10 bisher gegeben hat erfolgte nur durch massivem Druck von außen. Microsoft scheint nicht wirklich an Transparenz interessiert zu sein. Darauf gibts nur eine Antwort: Tschüß Microsoft, es war mal eine schöne Zeit, nach einer Übergangszeit ist jedes Linux leichter handhabbar als Windows10. Rückkehr undenkbar.
    /Nachruf – Ende

  17. nook sagt:

    MX Linux läuft hier seit gut 1,5 Jahren ohne ein einziges Problem.
    Das hatte mein WIN7 allerdings auch gemacht.

    Banking über Hibiskus (chipTan) auf der Linux Basis. Besser geht nur noch persönlich vor Ort am Schalter, wenn da nicht Windows PC`s stehen würden.

    Die restliche Software wurde komplett aus der Paketverwaltung ersetzt.
    Mir fehlt nichts, und ein unlösbarer Schritt war es mitnichten.

  18. DavidXanatos sagt:

    Windows gegen ein Linux zu tauschen… davon habe ich auch schon mal geträumt.
    Ah wäre das schön… naja leider nur in der Theorie…

    Leider, LEIDER ist da das leidige Thema der leidigen Expertensoftware, z.b. SolidWorks ein CAD Programm welches es nur für Windows gibt und das ohne ordentlich Graphikleistung also z.b. in einer VM nur über alle maßen bescheiden läuft.

    Ich müsste mir da eine KVM Installation mit GPU passthrough hinstellen, vor allem lustig am Laptop mit Nvidia quatro + Intel integrated, ob das geht k.a. zumindest hypothetisch könnte es gehen. Aber wen die Quatro in der falschen IOMMU Gruppe hängt oder sonst was hinkt, k.a. da können zig Sachen zum deal breaker werden, GPU passthrough ist ja momentan alles außer benutzerfreundlich. IOMMU passende firmware, die karte in den richtigen slot stecken, und und und … und am laptop alles besonders be***issen.

    Was mir noch an Linux den Spaas verdirbt ist das fehlen an System naher Software um dem System beim arbeiten zu zu schauen und es manuell zu kontrollieren was da gerade passiert. Ich meine damit Tools wie Process Hacker, Process Explorer, SysInternal Tools, TaskInfo…
    Ich weiß ein paar der Sachen kann man irgendwie am ende über die Kommandozeile machen aber soweit ich das sehe nicht alles und das was geht ist maximal umständlich.

    Soweit ich das sehe gibt es für Linux nicht einmal eine gute Application Firewall, also etwas womit ich sicherstellen könnte das windows Anwendungen die gerade in wine laufen nicht nahause telefonieren. Da gibtes zwar was in der frühen alpha phase: https://github.com/evilsocket/opensnitch
    Aber das es für Linux scheinbar keine vernünftigen Firewalls in den repos gibt ist wirklich ein massives Armutszeugnis.

    Und die File Manager für Linux fühlen sich auch alle ziemlich käsig an…

    Meine Zusamenfassung zu Linux: Linux ist ein Betriebssystem für alte Omas die auch mit einem Mac zufrieden wären und nur ein Webbrowser brauchen, so wie für Kommandozeilen fetischisten die sich vor Mäusen fürchten.

    • Bolko sagt:

      Firewall:
      ufw mit gufw (GUI), benutzt iptables
      (ist bei ubuntu dabei)
      oder
      firewalld (wird von Fedora, CentOS und RHEL benutzt)
      oder
      PeerGuardian Linux

      • DavidXanatos sagt:

        ufw und firewalld sind keine application firewalls sprich sie verhindern nicht das Anwendungen ausgehende Verbindungen herstellen. Außer der ganze port oder target host ist gesperrt.
        Was Käse ist.
        Ich will z.b. das Firefox auf microsoft.com drauf kann, aber das in wine laufende office nicht.
        Oder ich will das ein anderes Tool nicht auf seine Hersteller-Seite kommt aber mein Webbrowser schon.

        Keine der genannten Firewalls soweit ich das weiß hat diese grundlegende Funktionalität.

        Und PeerGuardian ist keine Firewall sondern eine Ip blacklist.

        Die gehen alle davon aus das der Benutzer aller auf seinem System laufender Software uneingeschränkt vertraut. Was vielleicht bei echter Open Source Software ok wäre, aber in der Realität benutzt mal immer irgend ein Murks den andere kompiliert haben. Vor allem wen man aus der Windows Welt kommt und noch ein paar dutzend Tools mittels Wine weiter am laufen halten muss.

  19. Henry Barson sagt:

    Einige wenige Steuerbüchsen in der Produktion sind laut Hersteller nur mit mindestens fünfstelligem Aufwand auf Windows 10 Kompatibilität zu bringen, deshalb laufen hier in einem eigenen VLAN Maschinenen-Steuerungen unter MS-DOS 6.22, Windows NT 4.0, Windows 2000, XP und diverse 7er. Selbst eine niegelnagelneue Anlage, die dieses Jahr in Betrieb genommen wurde (Anschaffungskosten ca. 140.000 Euro) hat als Steuerbüchse “nur” Windows 7, ist schon ein Jammer irgendwie, zumal das nur deswegen mit Windows 7 kommt, weil der Hersteller des BUS-Systems zwar schon Windows 10 Treiber herausgibt, diese vom ihm selbst aber noch nicht als für Windows “zertifiziert” wurde, weil man angeblich noch keine Zeit hatte und w10-1511, mit der man es ursprümglich machen wollte, dann schon wieder nicht mehr aktuell war.

  20. Michael sagt:

    Als Privat-Anwender: Meine 2 Laptops arbeiten seit zwei Jahren mit Linux Mint und Windows 7 im Dual-Boot völlig problemlos. Online wird alles mit Linux gemacht, Windows 7 bis zum Supportende auch noch, dann nur noch offline für bestimmte Programme und Spiele.

    Da die neueren Linux-Versionen ja auch NTFS-Laufwerke lesen und schreiben können ist das alles kein Problem mehr. Firefox, Thunderbird, VLC usw. gibt es für Linux, Office ist Star-Office, das es ebenfalls für Linux gibt, mehr brauche ich nicht.

    Oben wurde nach einer AV-Lösung für Linux gefragt; hier lesen:
    https://www.heise.de/tipps-tricks/Virenschutz-unter-Linux-3885535.html

    Mein weg war von CP/M über MS-DOS bis hin zu Windows 7 – und das ist für mich das endgültige Ende der MS-Fahnenstange. Bei meiner “besseren Hälfte” bedarf es noch einiger Überzeugungsarbeit .. aber das wird schon.

    Allen Privat-Anwendern kann ich nur den Umstieg auf Linux empfehlen! Mit ein wenig Einarbeitung und Dual-Boot ist das wirklich einfach. Bei Firmen, Behörden und auch Arztpraxen sehe allerdings große Probleme.

  21. Stefan sagt:

    Ich habe vor ca. 1,5 Jahren damit angefangen von Win 7 auf Linux (Debian) auf dem Desktop umzusteigen. Auf meinem “Homeserver” lief schon lange ein Debian (nur Konsole). Daher habe ich einfach mal Debian auf dem Desktop probiert.
    Zunächst wurde auf meinem älteren Thinkpad T410 mit einer extra Festplatte Debian (Gnome) installiert und dann schrittweise nach Anwendungen (“Sonderanwendungen”) gesucht die ich bisher unter Windows benutzt habe.
    Weiterhin habe ich geprüft/getestet ob die diverse externe Hardware (Drucker, Scanner, UMTS-Stick…) mit Linux funktioniert.
    Nach den erfolgreichen Versuchen habe ich auch meinen Haupt-PC (auch ältere Hardware) umgestellt, allerdings mit Dualboot falls die ein oder andere Anwendung (Win-Software, aber auch nur ein Todo) vergessen wurde.
    Ich habe für alles Ersatz gefunden, teilweise benutze ich aber auch WINE für ganz spezielle Anwendungen. bzw. für iTunes (Sync von Ipad, Ipod) habe ich eine Win7 VM (ohne regelmäßige Updates) im Einsatz (alle paar Wochen). Sollte ich mal Win 10 benutze, dann nur als VM für einen bestimmten Einsatz. Das ganze Auto-Update, Telemetrie Gedöns will ich nicht und auch keine Lust an Win 10 immer rumzuschrauben damit man das unter Kontrolle bekommt.

  22. Martin sagt:

    Ich werde entweder auch einfach weiterhin auf Windows 7 bleiben, denn Browser und Winamp sind ihn ihren eigenen Sandboxen. Zum Problem könnten aber Softwareupgrades (z. B. die Antiviruslösung) werden, wenn die dann nicht mehr auf Windows 7 laufen.

    Das könnte eine gute Lösung sein:
    https://www.tutonaut.de/anleitung-laufendes-windows-system-mit-disk2vhd-als-virtuelle-maschine-archivieren/

    Das bisherige Windows 7, einschließlich des Datenlaufwerks D (ich habe die meisten Daten auf einem separaten Laufwerk, auf das Windows bestimmte Daten automatisch ablegt) als bootfähige VHD speichern und das dann unter Windows 10 mit einem VHD-Player laufen lassen.

    Würde das so funktionieren?. Eventuell müsste ich da nochmal den Arbeitsspeicher von 12 auf 18 GB aufrüsten. Und ich hoffe dass auch mein uralter Laserdrucker und der ebenso uralte Scanner dann weiter nutzbar sind. Für die gab es unter Windows 7 schon keine Teriber mehr, aber sie laufen mit den Vista-Treibern.

  23. Steter Tropfen sagt:

    Wie ich neulich wieder sehen konnte, hat mein Hausarzt in seinem Praxiszentrum noch alles mit Win7 laufen. Dabei überstolpert der sich sonst immer mit neuer Praxis-Software (die dann nicht richtig funktioniert), Online-Terminvereinbarung (mit Google-Captcha und Registrierung bei einem Drittanbieter) und sonstigen Modekram.
    Meine Zahnärztin wird vermutlich im Januar vom Supportende völlig kalt erwischt werden.
    – Es sei denn, M$ legt gerade mit den verseuchten Updates wieder die Lunte zu einem Zwangsupdate, und wenn die Rechner im Januar nach ein, zwei Tagen „Updates werden installiert. Schalten Sie nicht aus.“ wieder ansprechbar sind, grinst alle der Win10-Startscreen an.

    Bei mir persönlich bleibt Win7 die Arbeitsoberfläche. Alles, was ins Netz muss, zieht nächstes Jahr in die virtuelle Maschine und läuft mit Win8.1 weiter. Die Kleinrechner migrieren ggf. direkt auf Win8.1 – wenn man nicht viel am Rechner macht, reicht das.

    Linux bringt’s einfach nicht, das wurde all die Jahre nicht wirklich besser: Hardwareunterstützung wacklig, Softwareangebot mag für Gamer und Späteinsteiger ausreichen, Bedienbarkeit schwach, Zukunftsperspektiven diffus. Verstaubt bei mir als Kuriosität in einer virtuellen Maschine. Das aktuelle Mint wird sowieso nicht länger unterstützt als Win8.1

    • Bolko sagt:

      Wenn die Mint-Unterstützung für die aktuelle Version ausläuft, dann kann man ganz einfach auf die nächste Version upgraden. Ist bei Debian und ubuntu doch ganz genauso. Die Programm bleiben dabei erhalten.
      Da erscheint dann in der Aktualisierungsliste ein Mint-Upgrade, klickst du auf übernehmen und das wars auch schon. Einfacher gehts nicht.
      Früher gab es mal Gerüchte, das so ein Dist-Upgrade bei Mint angeblich nicht ginge oder nicht unterstützt würde, aber das ist falsch.
      Habe ich schon mehrmals gemacht und es hat immer funktioniert. Das wurde nur mal falsch interpretiert, weil der Mint-Maintainer empfohlen hatte, vorher einen Backup zu machen. Ist doch ein guter Tipp, aber das heißt nicht, dass so ein Upgrade deshalb fehlschlägt.

      Was ist an der Bedienbarkeit von Cinnamon denn auszusetzen?

      Wer Mint wegen des Cinnamon-Desktops mag und kontinuierliche Aktualisierungen haben möchte, der kann auch Manjaro Cinnamon benutzen.

      • Steter Tropfen sagt:

        Cinnamon habe ich mehrmals wieder verworfen. Mate ist im Aussehen dem klassischen Windows ähnlicher, aber eben auch kaum anpassbarer als Cinnamon. – Versuch mal in Mint nur mit Tastatur durchs Startmenü zu navigieren: eine herbe Enttäuschung. Da kann man sich gleich den Win10-Starbildschirm antun.

        Das Update von Mint 18.1 auf 18.2 jedenfalls verlief damals haarig: Hinterher war das Vorschausymbol für Bild- oder Videodateien durch ein allgemeines Dateisymbol ersetzt, und alle Fenster waren zu weißen, unbeschrifteten Kästen mutiert – mein angeblich so gut anpassbares Theme wurde nicht mehr unterstützt. Die Transparenzeinstellungen für Leisten waren zurückgesetzt und und und…
        Man rechnet nicht damit, dass bei einem so kleinen Versionssprung elementare Veränderungen an der Fensterdarstellung vorgenommen werden – und schon gar nicht, dass mit einem Update vorhandene Fähigkeiten wegfallen: der Tab zur Farbanpassung ist ersatzlos wegrationalisiert worden.
        Seitdem sind die Fenster strikt grau, bei Mint 19 noch kontrastärmer – bei so einer Oberfläche freundet man sich zähneknirschend mit Windows 8 an.

        • Bernard sagt:

          Ja, was die Oberfläche angeht, kann ich dir voll zustimmen.

          Es wird immer gesagt, Linux sei so vielfältig anpassbar.

          Das gilt aber leider nicht für Cinnamon oder Gnome (bei Ubuntu). Dabei würde ich liebend gerne diese Oberflächen systemweit auf MEINEN Bedarf anpassen…

  24. ID sagt:

    Ich werde bei Win7 bleiben. Punkt.

    Wenn ich W10 installieren sollte, dann nur als Surf-PC ohne privaten Daten.

  25. Martin Feuerstein sagt:

    Bei uns gibts demnaechst den “grossen Knall” (davon kriegen die Nutzer aber abgesehen vom Standardhintergrundbild und Windows-Design nicht viel mit, dank Open-Shell, gp-Pack PaT von Mark Heitbrink und noch ein paar Skripts/Reg-Eintraegen, die per Gruppenrichtlinien ausgerollt werden). Parallel dazu gibts neue RD-Hosts fuer die ThinClient-Benutzer. Abgesehen vom Design (vorher: auf Win2000-Optik festgebacken, nachher: Standard-Win10/Server2016-Optik) aendert sich funktional nix. Bei den Anwendungen wollen noch ein paar Spezialfaelle getestet werden, insbesondere dadurch, dass Oracle-Java nicht mehr ohne extra Lizenz verwendet werden darf (was aber nix mit der Win10-Umstellung zu tun hat).

  26. Wolfgang sagt:

    Werde zumindest auch noch in 2020 bei WINDOWS 7 bleiben. Vielleicht bewegt sich ja auch noch was bei MS bzgl. der Updateversorgung. Die Tatsache, dass noch gut 1/3 aller Desktop-PCs mit WINDOWS 7 unterwegs sind, darunter viele Behörden und Firmen, lässt mich hoffen, dass MS aus globalen Daten-Sicherheitsüberlegungen auch dem privaten User vlt. doch “Security-Updates” kostenfrei zur Verfügung stellt, auch nach dem angekündigten Januar 2020-Termin. Meine Erfahrungen mit WINDOWS 10 waren keine guten: Hatte während einer Probephase um die Jahreswende 2017/18 mit WINDOOF 10 drei teure FP.-Crashes. Stichwort: “sicheres Entfernen von Datenträgern.” Die Standardeinstellung von WINDOOF 10 war “Bessere Leistung” und eben nicht “Sicheres Entfernen”. Mich (ok. Binsenweisheit) störte außerdem die Kachel-Optik, die “uniforme” und fade Universal-Optik, das Wissen ausspioniert zu werden und wie das zu verhindern ist, und das Bibbern, ob denn das nächste Feature-Update denn funzt oder deine Kiste lahmlegt. Ich versteh ohnehin dieses fahrige, hetzige Microsoft-Update-Programm nicht. Die schießen sich doch selber ins Knie mit ihrem viel zu ehrgeizigen Plan zweimal im Jahr eine neue Version rauszubringen und diese dem User aufzuzwängen. Die dabei entstandenen Probleme sind für den PC-User ärgerlich und nervenaufreibend und für die Softwareschmiede peinlich. Wegen evtl. künftiger Sicherheitslücken lasse ich mich nicht verrückt machen. Ich halte meine sonstige Soft “up to date”, erstelle alle 5 Tage ein Image, mache kein Onlinebanking und treibe mich nicht auf “unseriösen Seiten” rum. Ich denke auch, dass die renommierten Antiviren-Firmen, dem Umstand Rechnung tragen werden, dass noch gut 1/3 aller Desktop-PCs mit WIN 7 unterwegs sind und noch auf Jahre hinaus WINDOWS 7 unterstützen werden. All dies muss jeder für sich abwägen. Für mich aber gilt der alte – inhaltlich ausgeweitete Spruch: “Never change a running System.”

  27. Micha sagt:

    Das ende von Windows 7 sehe ich als Endkonsument nicht so kritisch. Meine Aktuell auf dem Hauptrechner Installierte Winsdows 7 Professional x64 stammt aus einer gedowngradeten Windows 8.1 Pro x64.

    Das downgrade durchzusetzen hat mich damals aber einen ganzen Nachmittag an Zeit gekostet. Habe damals über 2 Stunden mit dem Microsoft Support Telefoniert bis dieser gemerkt hatte das ich es ernst meine.

    Die Stabilitätsprobleme die Windows 8.1 x64 Anfang 2017 auf meinen neuen AMD Ryzen basierten System verursacht hat wurden mit dem Downgrade leider nicht behoben.

    Die Ursache war die CPU selbst. Alle AMD Ryzen CPUs bis zur Woche 25 2017 haben einen Bug der zu Schutzfehler Verletzungen (Segfault) führen kann. Mit einer Austausch CPU sind keine Hänger mehr aufgetreten. Betroffen waren immer nur längere Windows Sitzungen über mehrere Wochen. Nach dem reaktivieren aus dem Ruhezustand (S4) ist manchmal der Treiber der TV Karte abgestürzt. Die Fehlermeldung war ein 9f Bluescreen. (Driver Power State failure)

    Werde wahrscheinlich ende dieses Jahres meine Windows 8.1 DVD, WSUS offline update und NT Lite benutzen um ein aktuelles Windows 8.1 Image auf einen USB Stick zu erstellen.

    Ob der auf Windows 8.1 aktualisierte AMD Ryzen PC dann im alter von 6 Jahren im Jahr 2023 noch Windows 10+ tauglich sein wird bleibt abzuwarten.

  28. Nobody sagt:

    Im Laufe der Jahre habe ich Windows 7 so gut meinen Bedürfnissen angepasst, dass ein Abschied von diesem Kunstwerk vorläufig nicht vorstellbar ist.

    • Martin sagt:

      Das könnte direkt von mir sein. :-)

      Die vielen Automatierungen mit mühsam zurechtgebastelten Scripten (AutoIt) und der Aufgabenplanung. Ich bin mir fast sicher, dass da einige unter Windows 10 zumindest so nicht mehr laufen würden. Dazu ein Tool, welches mir in der Taskleiste vier Zeitzonen mit Sekunden und Wochentag anzeigt. Und natürlich die uralte Hardware, für die es schon keine Win7 Treiber mehr gab. Für den Brother Laserdrucker konnte ich einen für ein anderes Modell nehmen und damit funktioniert auch der Duplexdruck. Mails muss ich aber erst als PDF “drucken” und dieses dann an den Drucker schicken. Bei direktem Druckauftrag produziert der Brother da sonst Hyroglyphen. Aber dass ich eine Mail ausdrucken muss, kommt eher selten vor. Beim Scanner tut es der Treiber für Vista. Ach, und dann noch was man so in der Registry “getweakt” hat. :-) Ich weiß absolut nicht mehr, was ich da so über die jahre geändert habe, um das ein oder andere Problem zu lösen.

  29. Tim sagt:

    Wir haben hier im Unternehmen aktuell eine VDI mit etwa 6000 virtuellen Desktops unter Windows 7 laufen.
    Schon länger beschäftigen wir uns mit einer Umstellung auf Windows 10 – leider funktioniert das aber nicht wie gewünscht. Ständig irgendwelche Bugs oder performance Probleme. Absolute katastrophe. Wir werden hier wohl zunächst auf Windows 8.1 setzen, dies macht nämlich hier eine eindeutig bessere Figur (unabhängig von der Optik).

    Windows 10 ist nicht wirklich Unternehmenstauglich, wie ich finde.
    Alle Windows 7 Rechner “schnurren wie kätzchen”, die bereits umgestellten Rechner haben ständig irgendwelche Probleme. Absolut untragbar für uns.

    In der IT sind wir aktuell echt etwas ratlos wie das Ganze weiter gehen soll.

    • Dekre sagt:

      Du sagst es!
      Ich brauche Win 10 für Datev. Ich bin fast verzweifelt. Habe zwar schon getestet mit Upgrade auf ein Toshiba-Notebook und das bleibt auch so. Aber ab August beginne ich ernsthaft zu testen mit Einbau/Ausbau von Festplatten. Zumal ich eine Festplatte als dynamisch Festplatte eingerichtet habe. Das wird interessant und spannend mit der Hantierung der Festplatten etc.
      Ich mache den Schlachtplan schriftlich und dann wird umgesetzt. Das Gehirn ratterst schon seit ehr als einen Jahr. Ansonsten kommt man, trotz sehr guten biologischen Festplattenspeicher (Gehirn) möglicherweise durcheinander. So werden alle Schritte protokolliert.

      Hinzu kommt der Neueinsatz von SSD-Festplatten.

  30. Mathias Richter sagt:

    Ich werde zu Windows 10 wechseln, da ich Software nutze, die an Windows gebunden ist. Gerne mache ich das allerdings nicht.
    Werden Sie, lieber Herr Born, bei Gelegenheit noch einmal etwas zum Thema „Wechsel“ posten, oder sind die alten Artikel noch unverändert gültig?

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