Microsoft Patchday-Nachlese (10.12.2019)

Windows Update[English]Zum 10. Dezember 2019 hat Microsoft eine umfangreiche Sammlung an Sicherheitsupdate für seine Produkte freigegeben. Im Artikel gibt es eine Patchday-Nachlese mit Hinweisen auf Probleme im Zusammenhang mit Updates.


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Probleme mit Windows 7

Die Updates KB4530734 (Monthly Rollup Update) und KB4530692 (Security only Update) zeigten bei Windows 7-Clients zumindest ein ungewöhnliches Verhalten.

Sehr lange Installationsdauer unter Windows 7

Im Artikel Patchday: Updates für Windows 7/8.1/Server (10. Dez. 2019) haben sich gleich mehrere Blog-Leser über eine sehr lange Installationsdauer der Windows 7 Updates berichtet (und hier).

Bei mir hat das Update gerade den PC komplett lahm gelegt. Seit einer Stunde “Updates werden konfiguriert”. Und das mit i5 Prozessor, 8 GB RAM und 500 GB SSD. Bisher – zumindest in den letzten Jahren – war das Win7-update immer eine Sache von wenigen Minuten und die Stundenlange Auszeit bei Updates kenne ich nur von meinem Win10 Rechner. Soll mich etwa diese “Anpassung” bei Win7 dazu bewegen, meinen Lieblings-PC (bisher) auch auf Win10 zu migrieren?

In den Kommentaren weisen Leser darauf hin, dass die Update-Installation ungewöhnlich lange dauert (speziell beim Konfigurieren der Updates).

Falls die Maschine nicht aus der Konfigurationsschleife heraus kommt, ggf. den Tipp von mir aus diesem Beitrag nutzen und über F8 in den abgesicherten Modus booten. Dort die Updates installieren lassen.

KB4530734 endet mit schwarzem Bildschirm

Bei reddit.com gibt es diesen Thread, in dem ein Nutzer einen schwarzen Bildschirm nach Installation des monatlichen Rollup Update KB4530734 beklagt. Das Problem wird von einigen Nutzern bestätigt.

Vermutet wird, dass nicht installiertes Servicing Stack Update (SSU) KB4523206 für dieses Boot-Problem verantwortlich ist. Woody Leonhard hat einen entsprechenden Beitrag gepostet (siehe auch obigen Tweet).

Ärger mit TrueCrypt

In Verbindung mit TrueCrypt (ist eh veraltet) scheint es bei verschlüsselten Laufwerken zu Boot-Problemen zu kommen, wie ich hier lese.

Probleme mit Windows Server


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Zu Windows Server liegen mir sowohl Rückmeldungen zu Boot-Problemen mit Windows Server 2008 R2 als auch zu Windows Server 2012 vor.

Windows Server 2008 R2 Boot-Problem

Im englischsprachigen Blog gibt es diesen Kommentar zu den Windows 7/Server 2008/R2-Updates KB4530734 (Monthly Rollup Update) und KB4530692 (Security only Update). In einer VM geht Windows Server 2008 R2 in die Wiederherstellungskonsole (Recovery Console) und startet nicht mehr. Host ist VMware.

Und in diesem Kommentar wird erwähnt, dass nach der Installation des Updates Windows Server 2008 R2 in Probleme gelaufen sei.

This patch caused our Server 2008R2 server to have problems – RDP connection failed, DFS Namespace server would not start – the dependant Server service did not start.

Removed the patch and all is working again.

Könnte aber ein Einzelfall sein. Zudem wurde nicht angegeben, welches Update den Fehler verursacht.

Windows Server 2012 Bootschleife

Falls Windows Server 2012 bei der Installation der Dezember 2019-Updates in eine Boot-Schleife verfällt, könnte das .NET Framework-Update KB4533096 die Ursache sein, wie Woody Leonhard in nachfolgendem Tweet andeutet.

Auch hier hilft es, den Windows Server 2012 im abgesicherten Modus zu booten. Dann sollte die Installation durchlaufen.

Windows 10: Problem mit Netzwerklaufwerken

Woody Leonhard weist in nachfolgendem Tweet auf ein Problem beim Drive Mapping (Freigabe von Netzlaufwerken) in Verbindung mit dem kumulativen Update KB4530684 für Windows 10 Version 1903/1909 hin.

Nach Installation des Updates waren die Netzlaufwerke verschwunden und die AD-Management-Tools konnten die Domäne nicht mehr finden. Ein Rollback des Updates hat das Problem behoben. Scheint aber ein Einzelfall gewesen zu sein.

Office 365 Updates zurückgezogen

Die Updates für Office 365 habe ich hier im Blog nicht thematisiert. Im Microsoft Update Catalog sind aber bestimmte Updates zu finden. Bei Bleeping wurde in diesem Beitrag berichtet, dass Office 365 Updates zurückgezogen wurden. Grund: Die Updates lösten beim Verteilen über SCCM den Error 0x800b0004 (ein Zertifikatsfehler  TRUST_E_SUBJECT_NOT_TRUSTED) aus.

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23 Antworten zu Microsoft Patchday-Nachlese (10.12.2019)


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  2. Martin sagt:

    Ich kann wegen sehr langwieriger Berechnungen nicht neu starten und deshalb die Dezember- und auch die Januar-Updates bis März nicht einspielen, sodenn die Restzeitanzeige der Berechnungen einigermaßen stimmt, was meinen bisherigen Erfahrungen nach meist hinkommt. Jetzt ist die Frage, wie lange wird das möglich sein nachzuholen? Nicht dass Microsoft die automatischen Updates nach dem letzten Update im Januar dann für normale Nutzer komplett unzugänglich macht.

    Kann dazu jemand etwas sagen?

    • Günter Born sagt:

      Alte Update für Windows 7 sollten ein paar Monate verfügbar beleiben. Du kannst diese aber aus dem Microsoft Update Catalog herunterladen und speichern. Zudem beinhalten Rollups und kumulative Updates ja die Vorgänger-Patches.

      • Martin sagt:

        Danke, so vermute ich das auch, aber man weiß bei Microsoft ja nie.

        An den Downloadkatalog dachte ich natürlich auch, aber ich befürchtete genau das, was man hier zum Beispiel vorfindet:
        http://www.catalog.update.microsoft.com/Search.aspx?q=KB4533095

        Denn klicke ich auf herunterladen (mittlere Position für x64) öffnet sich ein Downloadfenster mit vier .exe und zwei .msu Dateien. In welcher Reihenfolge installiert man die dann? Nach aufsteigernder KB-Nummer? Und wann installiert man den ohne KB-Nummer, als Erstes?

        Da bin ich ehrlich gesagt unsicher. Weißt Du da auch Rat?

        • hinain-blas sagt:

          die .net updates via Katalog sind immer so, KB-aufsteigend könnte man machen. Hab, wenn, immer erst die .msu installiert, dann die .exe. Wobei immer welche dabei sind/waren, die das jeweilige Sytem/Hardware nicht brauchte, dann abgelehnt wurden.
          Weswegen eine Installation via WU schlicht etwas weniger umständlich ist, daher präferiert. Aber es geht.
          => DL, erst Install per WU probieren, sollte das nicht gehen hat man die runtergeladenen Dateien.

          • Martin sagt:

            Danke!
            Ja, natürlich wird erst Windows-Update versucht und nur wenn es nicht (mehr) geht, muss ich es dann mit den einzelnen Dateien aus dem Katalog probieren und hoffen, dass es in der dann versuchten Reihenfolge keine Nachteile bringt, wie z. B. neuere dann wieder mit älteren Dateien ersetzt, was selbst MS ja durchaus schon passiert sein soll.

    • der ITler sagt:

      dann lade dir einfach im Januar das letzte Windows 7 Update-Pack über WSUS-Offline runter, und installiere es damit.
      Vorher bitte zuerst auf einer anderen maschine testen.

      • Martin sagt:

        Danke für den Tipp! An das Projekt hatte ich gar nicht gedacht, an das Update Pack von Winfuture, dann in der Vollversion, inzwischen aber auch schon.

  3. da.ooze sagt:

    Es ist ein Trauerspiel, wie Microsoft kontinuierlich seine Produkte verschlimmbessert bzw. unbenutzbar macht. Ich arbeite seit 20 Jahren als Windows Administrator und bin daher einiges an Leid gewohnt, aber dieses monatliche Abnehmen der Produktqualität geht mir wirklich auf die Nerven. Es ist jedes Mal ein Bangen und Hoffen, dass bei den Updates der eigenen Systeme nichts schief läuft, und manche Updates können schlicht nicht mehr installiert werden.
    Ich für meinen Teil habe mich inzwischen für Kurse zur Linuxadministration angemeldet und werde auf kurz oder lang das OS wechseln. Wenn Microsoft so weiter machen, werden sicherlich mittelfristig viele andere diesen Weg einschlagen. Bei Microsoft interessiert das vermutlich niemanden, denn die goldenen Zeiten von Windows sind eh passé und der Fokus liegt primär auf Cloudservices. Das erklärt zumindest, warum Windows, egal in welcher Version, von Monat zu Monat schlechter wird.

    • Hape sagt:

      Ich bin seit 6 Jahren LinuxAdministrator, aber im Unternehmen benötigen wir noch immer für spezielle Software WindowsMaschinen. Im BusinessBereich entkommt man Microsoft nicht so leicht ! Allerdings arbeiten im heterogenen Netzwerk nur LinuxServer und die meisten Clients mit einem angepassten Linux Mint 19.1. Die WindowsClients werden über einen LinuxServer mit einem modifizierten WSUS offline mit Updates versorgt. Aber erst wenn sie auf W10TestMaschinen geprüft wurden, erfolgt der Rollout außerhalb der Bürozeiten. Bin jetzt gerade dabei die Patches vom 10.12.19 zu installieren !

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  5. deoroller sagt:

    Nach dem obligatorischen Neustart war bei Windows 10 die Taskleiste eingefroren.
    Das lies sich mit dem Abmelden des Benutzers über den “Affengriff” beheben.
    Das blieb ein einmaliges Ereignis, was ich nicht als Fehler bewerte.

  6. Extrawurst sagt:

    >Vermutet wird, dass nicht installiertes Servicing Stack Update (SSU) KB4523206 für dieses Boot-Problem verantwortlich ist. Woody Leonhard hat einen entsprechenden Beitrag gepostet (siehe auch obigen Tweet).

    Äh das Problem dort wird doch anscheinend überhaupt erst durch das installierte SSU verursacht. Außerdem ist es ja nichts Neues, dass es MS nicht gebacken bekommt, dass das SSU vor dem kumulativen Update installiert wird. Hier wurde das SSU sogar erst nach der Installation des kumulativen Updates angeboten. Ob das auch schon im November so war, kann ich nicht mit Sicherheit sagen. Aber auch da wurde das SSU erst hinterher installiert.

  7. Egomane sagt:

    Error 0xc0000428

    Nach der Installation des letzten Updates im Dezember, genauer des “2019-12 – Monatliches Sicherheitsqualitätsrollup für Windows 7 für x86-basierte Systeme (KB4530734)” konnten meine Windows 7-Systeme nicht mehr booten, Fehlercode 0xc0000428.

    Alle bekannten Methoden zur Reparatur, auch die Reparatur von Bootsector oder BCD, wie oft in diesem Zusammenhang beschrieben, sind und waren keine Lösung.
    Später fand ich heraus, dass KB4523206 aus dem November 2019 fehlte …

    Meine Lösung: Winload.exe & Winload.efi durch auf die zuvor benutze Version zurücksetzen und freuen, und keine Neuinstallation B)

  8. Christian sagt:

    Bei mir (Win 7 Home Premium) hat es eben dieses total zerschossen.

    Da wöchentliche Backups vorhanden, habe ich das letzte wieder aufgespielt und dann erneut das Update ausgeführt. Komischerweise lief es ohne Verzögerung schnell und sauber durch. Nach ca. 5 Min. war alles erledigt.

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  10. Bolko sagt:

    Echt seltsam, bei mir dauerte die Installation nur 1-3 Minuten, sowohl auf echter Hardware als auch in einer VM.
    Alles genau so wie sonst auch.
    Woran mag dieser Unterschied liegen?

    [x] Servicing Stack zuerst installiert statt nachträglich
    [x] SSD statt HDD
    [x] kein Virenscanner

    Was könnte sonst noch relevant sein?

  11. Egomane sagt:

    Habe nunmehr das folgende unternommen, reale Hardware mit Athlon-Prozessor, HDD, keine Besonderheiten am System Win 7 Ultimate:
    * KB4530734 deinstallieren
    * KB4523206 installieren
    * KB4531786 installieren

    * Danach:
    * KB 4530734 erneute Installation erzeugt das Fehlerbild erneut !

    • RedOne sagt:

      Wenn es ein externes Windows 7-Image-Backup gibt,
      würde ich dieses aufspielen.
      Meine Erfahrung hat gezeigt das nachfolgende Updates problemlos durchlaufen und ein System danach besser funktioniert.

      SSU’s wurden bei mir bisher via Windows Update immer als alleinstehendes Update im Nachhinein installiert – ohne Probleme auf Windows 7 Pro.

      Mit den SSU’s für November KB4523206 und für Dezember KB4531786 habe ich folgendes festgestellt:
      das SSU KB4523206 wurde mir nur auf einer Win 7 Pro-Maschine zur Installation angeboten und problemlos installiert.
      Auf den anderen Win 7 Pro-Systemen wurde mir KB4523206 nicht angeboten.

      Nach Installation des Dez-KB890830-Updates wurde mir jeweils das Dez-SSU KB4531786 angeboten und als alleinstehendes Update ohne Probleme installiert.
      Auf diesen Maschinen fehlt damit das KB4523206, was aber zu keinerlei Update-Problemen führte.

      Meine Vermutung:
      ev. erscheint das SSU-Update erst nach Installation des monatlichen KB890830, auch dann wenn noch andere Updates in Windows Update anstehen.

  12. Hans Thölen sagt:

    KB4523206 ist auf meinem Windows 7 Home Premium 32 Bit SP1 PC nicht
    installiert. Trotzdem konnte ich alle Dezember Updates problemlos installieren.
    Bei dem Versuch, KB4523206 aus dem Update Catalog zu installieren bekam
    ich die Meldung : Das Update ist für Ihren Computer nicht geeignet. Also wird
    dieses Update nicht installiert.

  13. Info sagt:

    Soeben wollte W10 Windows-Update zum wiederholten mal: “10. Dezember 2019 – KB4530684 (Betriebssystembuild 18362.535 und 18363.535)” auf “W10 Home 1909” installieren! Kam bereits am 11.12.2019.

    Habe diesen “Scheiß” abgebrochen – wiederholt 350-500 MB über eine Mobile Verbindung. Soweit ich es einschätze gibt es keine neue Version?

    W10 nervt ………………………… unerträglich…………..

  14. Info sagt:

    Mal ein Fakt…

    W10 Home 1909
    ————————
    Die Wiederherstellung eines “Wiederherstellungspunktes”(ohne nennenswerte Veränderungen) des Vortages dauert:
    ca. 120 Min! Unglaublich…

    Windows 10 Home 1909 / 18363.535

    Intel Celeron N4000 / 2 Kerne / max 2.5x GHz
    SATA/600

  15. PRISM sagt:

    Guten Morgen,

    wie läuft das eigentlich bei MS mit der Update- Reparatur. Ich meine, das September Update hatte bei uns sämtliche Start-Menus zerhauen. Bis heute laufen die Clients noch nicht richtig. Ich dachte immer das mit dem neuen mtl. Updates wenigstens die bekannten Probleme gefixt werden.
    Ist dem so, oder wie funktioniert das ?

  16. jorge sagt:

    Hi all
    was ich hier so lese bestaerkt mich immer mehr auf Linux umzusteigen. Selbst M$ denkt wohl aenlich, sonst wuerden sie ja nicht ermoeglichen, Linux in einem Fenster auszufuehren.
    Frohe Weihnachten

  17. Jürg Boss sagt:

    Hallo Alle,
    Betreffend des Beitrages “Windows 10: Problem mit Netzwerklaufwerken”, beschrieben von Woody Leonhard, stelle ich fest, dass ich diese Probleme seit KB4530684 ebenfalls habe. Insbesondere 4 ältere PC’s und Notebooks mit i5 oder schwächeren CPU’s (alle Win 10 Pro), verweigern oft nach dem Hochfahren die korrekte Anmeldung am Win2008R2-Domain-Server. Das “userdir” auf dem Server wird zwar auf dem Client als [Z:] gemappt; nicht jedoch die übrigen, im Login-Script aufgeführten, Laufwerke. Zudem lässt sich mit \\ServerName\netlogon nicht auf die Login-Scripts zugreifen (Zugriff verweigert, obschon User und Passwort abgefragt und korrekt eingegeben werden).
    Bei einem der Notebooks funktioniert die Anmeldung via WLAN einwandfrei – mit LAN nur vielleicht, wenn fixe IP-Adressen für den Client verwendet werden.
    Wird ein Restart des Clients durchgeführt, stehen die Chancen 75/25 dass die Domain-Anmeldung korrekt funktioniert.
    Das von Woody Leonhard beschriebene Problem ist somit kein Einzelfall aber nicht einwandfrei reproduzierbar und offensichtlich Hardware abhängig.
    Neuere Rechner mit i7-CPU hatten das Problem bis dato nicht.
    Hat da jemand eine bessere Lösung als die Deinstallation von KB4530684?
    Für Vorschläge danke ich schon jetzt.

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