MS-Teams: Bei Windows Server auf virtuellen Speicher achten

[English]Kleine Informationen für Administratoren, die für Windows Server verantwortlich sind und Microsoft Teams (unter VDI, Citrix, RDS) im Einsatz haben. Behaltet den virtuellen Speicher im Auge, Teams ist ein Speicherfresser.


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Informiert man sich über die Anforderungen von Microsoft-Teams, zum Beispiel auf dieser Microsoft-Seite, sind die ganz moderat angegeben. Und in diesem Microsoft-Dokument sind die Speicheranforderungen für Teams in VDI (Virtualized Desktop Infrastructure) oder in Citrix-Umgebungen auch nicht außergewöhnlich. So 500 bis 1024 Megabyte RAM pro Benutzer sollte man rechnen, schreibt Microsoft.

Aber: Microsoft Teams verwendet das Electron-Framework, und was das so alles treibt, steht auf einem anderen Blatt. Ich hatte hier im Blog ja schon mal darauf hingewiesen (siehe Microsoft Teams und die Sicherheit …), dass in diesem Zusammenhang schon mal uralte Chrome-Browser-Versionen mit bekannten Sicherheitslücken auf die System ausgerollt werden. Das ist jedoch eine andere Baustelle, hier im Blog-Beitrag geht es um den Speicherbedarf von Microsoft Teams.

Zufällig bin ich bei der Recherche für diesen Kurzbeitrag auf diesen Blog-Beitrag gestoßen. Der befasst sich mit der Teams-Installation in (Citrix-)Umgebungen. Vielleicht kann das mal jemand brauchen.

Eine Praxisbeobachtung: Speicher reicht nicht

Ich habe selbst zwar keine Aktivitäten auf diesem Gebiet. Aber gerade ist mit dieser Tweet von Manuel Winkel unter die Augen gekommen. Winkel ist Citrix Technology Advocate (CTA) und betreut bei Kunden wohl auch Teams-Installationen auf Windows Server.

Bei einem Kunden, der Microsoft Teams unter Windows Server (ob mit Citrix App-Virtualisierung gearbeitet wird, geht aus dem Tweet nicht hervor)  ist er dann auf ein Problem gestoßen. Ein Windows Server machte Mucken und hat plötzlich alle (Teams- ?)Verbindungen gekappt.

Manuel Winkel hat mir, auf Grund des Blog-Beitrags noch folgende Ergänzung geschickt. Im konkreten Fall war es eine Citrix Umgebung und der Server hat nicht die Teams Verbindungen abgebrochen, sondern das generelle Arbeiten eingestellt. Erst nach einem harten Neustart war die Maschine wieder in der Lage normal zu arbeiten.

Und es gab eine weitere Ergänzung auf Twitter: In diesem Fall war es ein Windows Server 2019 mit Teams 1.3.00.4461 (64-Bit) machine based install und Citrix vda 1912. der Screenshot war mit Optimierung. Aber ich habe das selbe Verhalten auch ohne Optimierung gesehen.

Eine Analyse ergab, dass Microsoft Teams mehr als 8 Gigabyte Speicher pro Benutzer verwendete. Dann reichten bereits 13 Benutzer, um den Server in die Knie zu zwingen, so dass dieser die Verbindungen kappte. Es stellte sich heraus, dass der virtuelle Speicher für Windows Server zu knapp bemessen war. Nachdem der Wert für PageFile erhöht wurde, liefen der oder die Server wieder stabil.

In dieser Antwort auf Twitter Tweet weist jemand darauf hin, dass es technisch keine ’virtual memory’ –Begrenzung sei, sondern dass es um ‘committed memory’ gehe – also die Größe des Speichers, die für einen Prozess (RAM und PageFile) reserviert wird. Er hat auch das entsprechende Microsoft-Dokument verlinkt.

Blog-Leser Karl weist in der Antwort auf Twitter (siehe obigen Twitter-Auszug) darauf hin, dass ihm das auch schon aufgefallen ist. Er deutet mit dem Finger auf das Electron-Framework. Microsoft befasst sich im Artikel Verwendung des Arbeitsspeichers durch Microsoft Teams ebenfalls mit dem Thema.


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Keine Ahnung, ob das immer auftritt – nehmt die Meldung einfach als Hinweis, die virtuelle Speichereinstellung auf Windows Server bei der Verwendung von Teams (VDI, Citrix, RDS) im Auge zu behalten.

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3 Antworten zu MS-Teams: Bei Windows Server auf virtuellen Speicher achten


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  2. oli sagt:

    “Eine Analyse ergab, dass Microsoft Teams mehr als 8 Gigabyte Speicher pro Benutzer verwendete.”

    Sry, dazu fällt mir echt nix mehr ein. Aber auch unabhängig von diesem Memory-Leak sollte man Electron-Apps meiden. Leider nutzen das ja mittlerweile so einige Anwendungen…

  3. Robert sagt:

    Auch auf dem Client genehmigt sich Teams schon reichlich RAM in mehreren Prozessen.

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  5. Robert Richter sagt:

    Und ich dachte schon, dass MS Teams jetzt On-Premises verfügbar ist, als ich die Überschrift gelesen habe… ;)

    Ein bisserl irreführend das Ganze…

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