Tretmine Microsoft Konto: Willkürliche Sperre bei Online-Funktionen

[English]Finger weg von Microsoft und Microsoft-Konten, das ist die Botschaft dieses Artikels. Denn Redmond fährt mit euch Schlitten und wer auf ein Microsoft Konto angewiesen ist, der ist im Fall der Fälle schlicht verratzt, am Arsch, fertig – digitale Inhalte und Leistungen sind im digitalen Orkus ohne Wiederkehr verschwunden. Zeit, mal wieder eine potentielle Tretmine aufzudecken.


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Der Hintergrund

Microsoft versucht ja seit ewigen Zeiten die Nutzer zu Melkkühen zu erziehen und bietet allerlei Abos an, die ein Microsoft Konto als Zugang benötigten. Das reicht von Office 365-Abos über Skype zu Teams bis hin zu Xbox oder Windows 8.1/10.

Bei Windows 10 lässt sich zwar noch ein lokales Benutzerkonto einrichten. Ich hatte aber bereits im Februar 2020 berichtet (siehe Artikel Windows 10: MS-Kontenzwang auch in Deutschland etc. am Beitragsende), dass Microsoft den Leuten bei der Neueinrichtung eines Kontos immer mehr Steine in den Weg legt, um ein lokales Konto zu verhindern und den Nutzer zu zwingen, ein Microsoft-Konto beim Windows-Setup einzurichten. Das Marketing von Microsoft will die Leute (speziell Consumer) auf ein Microsoft-Konto zwingen, um sie mittelfristig zu Abonnenten zu machen.

In den Artikeln wie Windows 10: MS-Kontenzwang auch in Deutschland hatte ich aber erwähnt, dass man als Nutzer den Microsoft Kontenzwang noch umgehen kann. Ich habe es nicht getestet, aber Mitte Juni 2020 berichtete Chip in diesem Artikel, dass Benutzer bei der Installation von Windows 10 Version 2004 immer häufiger einen Vollbild-Screen angezeigt bekommen, wo nur noch ein Microsoft Konto aufgedrängt wird.

Microsoft Konto weg – Du bist digital tot!

Verliert ein Nutzer den Zugang auf sein Microsoft-Konto, ist er digital schlicht und ergreifend gestorben. Alle Dienste, die mit dem Konto verbunden sind, lassen sich nicht mehr nutzen. Abos und Daten sind ebenfalls nicht mehr zugreifbar. Ich hatte bereits 2014 im Blog-Beitrag Microsoft-Konten gesperrt, und nun? auf die Probleme hingewiesen. Damals gab es noch irgendwie etwas Hoffnung, dass man Betroffenen – wenn auch mit Schmerzen – vielleicht helfen könnte, wieder Zugriff auf das Microsoft-Konto zu bekommen.

Neue Fälle im Januar 2020

Im Januar 2020 gab es hier im Blog den Beitrag Neues-altes Problem: Gesperrte Microsoft-Konten, wo ich erneut auf das Problem eingehen musste. Es hatte erneut Fälle gegeben, wo Nutzer unter Windows 10 plötzlich mit der Tatsache konfrontiert waren, dass ihr Microsoft-Konto gesperrt war. Der Benutzer ist dann digital ausgelöscht und kann nichts machen – der Microsoft-Support lässt die Leute einsam verhungern. Der folgende Screenshot zeigt die Meldung, die der Benutzer dann erhält.

Microsoft-Kontensperre

Ich selbst habe eine ähnliche Meldung für ein Outlook-Konto meiner Frau erhalten. Dort fand sich allerdings die Information, dass sich die Sperre auf OneDrive bezöge, da dieses seit 2 Jahren nicht genutzt würde. Ähnliches habe ich per Mail von Blog-Lesern gehört. Ist aber nicht ganz so schlimm, als der Fall, wo das Microsoft-Konto deaktiviert wird.

Neue Fälle im Mai 2020: Microsoft Konto gesperrt, kommt auch nicht wieder


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Seit den Januar 2020-Vorfällen, wo Microsoft-Konten gesperrt sind, stehe ich mit Martin Geuß von Dr. Windows hinter den Kulissen in Kontakt. Denn Ende Mai 2020 gab es im Dr. Windows-Forum diesen Beitrag eines Betroffenen, dessen Konto durch Microsoft einfach so gesperrt wurde. Das passiert willkürlich und ohne Begründung – man hat keine Einspruchsmöglichkeit und der Support schaltet das Konto auch nicht wieder frei.

Ein weiterer Fall wird hier im Dr. Windows-Forum diskutiert. Inzwischen hat sich ein Benutzer mit ähnlichen Erfahrungen bei mir gemeldet (in den Kommentaren davor gibt es Ähnliches), bei Martin Geuß sind es m.W. sogar 5 weitere Benutzer. Martin Geuß hat gerade den Beitrag Wird die Nutzung eines Microsoft-Kontos zum unkalkulierbaren Risiko? veröffentlicht und führt dort ausgewählte Einzelfälle auf. Da wurden Leuten die Microsoft Konten ohne Begründung gesperrt und die haben Zugriff auf Leistungen im Bereich 2000 Euro verloren.

Martin hat seine Kontakte in das deutsche Microsoft Universum genutzt, um die gesperrten Konten zu reaktivieren – schlicht ohne Erfolg (lediglich ein Konto wurde ohne Begründung reaktiviert). Wenn ein Algorithmus in der betreffenden ‘Fort Knox’-Abteilung ein Microsoft Konto sperrt, ist das weg. Die Mitarbeiter haben m.E. keine Chance, da was zu ändern.

Warum gesperrt wird, ist oft unklar. Ich habe aber immer mal wieder gelesen, dass die Verwendung eines VPN-Zugangs für die Erkennung eines Missbrauchs ausreichend sein soll.

Skype-Konto ohne Telefonnummer gesperrt

Mir sind auch mehrere Meldungen von Leuten zugegangen, die Skype verwendeten, aber keine Telefonnummer zur Verifizierung eintrugen. Nach wenigen Stunden war der Skype-Zugang und das Benutzerkonto gesperrt. Hier ist eine Meldung von April 2020, wo das betreffende Konto gesperrt wurde.

Einfach nur kaputt – und Du bist der Doofe

Das Konstrukt Microsoft Konto sowie der Support-Prozess, um bei Problemen Zugriff auf dieses Konto wiederzuerlangen, sind nur noch als kaputt zu bezeichnen. Wenn das Konto weg ist, dann gute Nacht. Martin hat es in seinem Artikel auf den Punkt gebracht, was Nutzern von Microsoft Konten droht:

  • Das Microsoft-Konto kann jederzeit und ohne Begründung willkürlich (mit Verweis auf den Service-Vertrag) von Microsoft gesperrt werden.
  • Einen Grund für die Sperre erfahren die Nutzer i.d.R. nicht – eine juristisch überprüfbare Einspruchsmöglichkeit gibt es nicht – der Nutzer hat die AGB akzeptiert, die Microsoft weitgehende Rechte einräumt.
  • Wer Apps oder Dienste wie OneDrive etc. gekauft und mit dem Konto verbunden hat, verliert den Zugriff – die Daten sind dann schlicht weg.
  • Besteht ein Abo (Office 365, Games Pass etc.) läuft dieses Abo weiter, der gesperrte Nutzer darf also auch noch zahlen.

Auf den englischsprachigen oder deutschsprachigen Support zu hoffen, ist vergebliche Liebesmühe. Martin hat die ihm vorliegenden Fälle betreut und an seine Kontakte weiter gereicht – ohne durchschlagenden Erfolg. Martins Fazit:

Ich bin mir bewusst, dass dies heftige Vorwürfe sind. Aufgrund der zahlreichen Fälle, mit denen ich konfrontiert war, halte ich es aber für notwendig, sie in dieser Deutlichkeit zu formulieren. Der Microsoft-Support für Privatkunden ist mit „amateurhaft“ noch sehr diplomatisch umschrieben.

Also zu Deutsch: Wer etwas blauäugig ist, greift zu Windows 10, Office 365, Microsoft 365 etc.  und legt sich Microsoft Konten an. Gut wäre dann auch, da richtig Leistungen wie Xbox-Spiele aufzubuchen – ihr wisst ja, ‘No Risk noch Fun – und eh alles Weicheier hier’. Wer allerdings noch alle Tassen im Schrank hat, macht einen hohen Bogen um Microsoft Konten und vermeidet auch Windows 10 (weil alles in Richtung MS-Konten abgeleitet) – harte Wahrheiten, die ich aber nicht zum ersten Mal hier im Blog verkünde.

Da ich das Ganze auch in Englisch veröffentlicht habe, warte ich jetzt mal auf eine Stellungnahme von Microsoft – denn die monitoren meinen Twitter-Kanal.

Ein Nachfolgenbeitrag ist unter Microsoft-Kontensperrungen und die OneDrive ‘Nacktfotos’ erschienen. Ergänzung: Es ist ein ergänzender Artikel Digitale Amnesie durch willkürliche Kontensperrungen von mir bei Golem erschienen.

Kontensperren teilweise unzulässig

Im Rahmen des Golem-Artikels gab es dann die Rückmeldung von Lesern, die auf Gerichtsurteile gegen Amazon hinwiesen, nach denen eine Kontensperre unzulässig sei, wenn der Gesperrte nicht mehr auf seine gekauften digitalen Inhalte zugreifen kann (siehe hier und hier).

Das ändert nichts daran, dass ein deutsches Gericht geurteilt hat, dass der Zugang gekaufter digitaler Inhalte auch nach einer Sperre gewährt werden muss (AZ: OLG Köln 6 U 90/15)

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53 Antworten zu Tretmine Microsoft Konto: Willkürliche Sperre bei Online-Funktionen


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  2. Michel Py sagt:

    Klar ist man immer mehr vom Cloud abhängig.
    Aber eine Lösung, die auch für jeder System wo den Admin Konto geklaut oder blockiert sein kann gilt. Man braucht ein zweiter lokaler Konto mit Admin Recht auf dem PC. Wenn möglich ohne Verbindung mit eine Microsoft Konto. Kostet nichts.
    So hat man doch Zugriff auf alle Daten die im PC liegen.
    Und hoffentlich hat man die OneDrive Daten doch lokal auf dem PC.
    Daneben kann man bei jede Microsoft Konto eine zweite Not E-Mail Adresse konfigurieren. Könnte vielleicht helfen.
    Noch etwas kommt mir im Sinn: ist nicht eine Daten Sicherung auf eine externe Platte ein Muss im heutige Kryptolocker Zeit ?

  3. A. Meiser sagt:

    Bei der Installation von Windows 10 kann man – meiner Erfahrung nach – das lokale Konto dadurch erzwingen, dass der Rechner während der Installation keine Internetverbindung besitzt.

    • Günter Born sagt:

      Das ist in den verlinkten Blog-Beiträgen ausführlich erklärt. Wenn der Installer das aber stopft, nützt deine Erfahrung wenig. Zudem führt das hier am gegenständlichen Thema vorbei.

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  5. Andreas Schamanek sagt:

    Das Sperren von neuen Konten, die ohne Angabe einer Telefonnummer angelegt wurden, scheint eine nicht unübliche Masche zu sein, und nicht nur bei Microsoft. Wenn ich ein Konto so anlege, warte ich bereits auf die Sperre.

  6. Henning Uhle sagt:

    Na, aber hallo! Das ist ja ein ziemlich wütender Artikel. Ich kann das auch verstehen. Aber:

    Ich nutze seit langer, langer Zeit mein Microsoft-Konto. Nebenbei nutze ich beruflich Microsoft 365 und leiste auch Support dafür. Außerdem stehe ich mit allerlei Menschen in Kontakt. Ich will das Alles nicht ausschließen, habe aber noch nicht davon gehört.

    Warum ich es nicht ausschließen kann: Das wirkt so wie das Google AdSense-Konto, was einem ohne Vorwarnung und ohne Erklärung und ohne Bewusstsein, dass man etwas falsch gemacht hat, gesperrt. Und man hat niemals die Chance, das Konto wieder frei zu schalten.

    Wie schon auf Twitter geschrieben: Ich werde mich auch nochmal umhören und mich in meinem Blog dazu äußern. Wenn das so läuft, wie es beschrieben ist, ist das eine Katastrophe für alle Unternehmen, die im großen Stil zu Microsoft 365 migrieren. Aber das muss sich doch aufklären lassen.

  7. oli sagt:

    Ich habe jetzt meinen ersten Kunden, der das Business MS 365 Abo über Strato abgeschlossen hat und quasi seinen ganzen Kram migrieren will. Bisher lief das alles andere als glücklich, weil die .net-Domain 60 Tage gesperrt war (hat jetzt natürlich nichts mit MS zu tun). Wir haben jetzt wenigstens schonmal MS Office installiert und Outlook mit den Emails über den alten Emailprovider ohne Kalender/Kontakte eingerichtet. Holy Shit, war allein das schon ein Krampf, einfach nur Email-Aliase in Outlook einzurichten. Ich habe noch nie sowas derart Beklopptes gesehen. Es wurde bis dato der EM-Client eingesetzt, wo sowas überhaupt kein Problem ist.

    Naja mal gucken, wie es in 3 Wochen mit der eigentlichen Migration auf das Exchange-Postfach läuft. Outlook+Exchange schien bisher eigentlich ganz ordentlich zu laufen (so zumindest meine bisherige Erfahrung mit On-Premise). Aber Outlook+Imap-Postfächer (Ordnermapping anyone?) und Kalender/Kontakte per Webdav? Oh mann, muss man dafür Nerven haben. Absolut kein Vergleich mit dem Thunderbird…

    MS Online-Konten für die Windows-Anmeldung hab ich natürlich trotzdem nicht angelegt, obwohl das hier ausnahmsweise durch die intensive Nutzung der MS-Services (Skype, Teams, Onedrive, MS Office etc.) vorteilhaft sein könnte.

    99% meiner Kunden haben ansonsten überhaupt keinen Bedarf an ein MS-Online-Konto (oder den Services dahinter) und dementsprechend werden die Rechner mit Offline-Konten eingerichtet.

  8. Uwe sagt:

    100 Punkte Herr Born! Mich wundert der Richtungswechsel von Herrn DrW.,.. Der war 101% strammer MS Fan, egal welche Fehler auftraten! Zur Sache: Von MS weg lässt sich nicht so schnell (Jahre) bewerkstelligen. Wer aber ein MS Konto (oder eine xbelibige Cloud) mit relevanter Wichtigkeit nutzt, ist halt wie einer, der von wichtigen Daten nie ein Backup anfertigt. Man nutzt kein MS Konto! Kein Google Konto! PUNKT! Wozu auch? Was lokale Konten anbelangt, denke nicht, dass das sich in den LTSC und EP Versionen ändern wird. DAS wäre dann wirklich ein Grund sich auf ewig von MS zu trennen.

    • Günter Born sagt:

      Da ich Martin seit Jahren kenne und schätze: Grundsätzlich habe ich kein Problem mit seiner Einstellung – es sind einige Leute immer noch MS-Fans und er macht keinen Hehl daraus. Aber wer Martins Beiträge aufmerksam liest, erkennt, dass er an vielen Stellen nicht mehr wirklich mit MS glücklich ist. Aber er hofft noch, dass neu entstehendes ganz genial werden könnte …

      Ich bin mit Ü60 illusionslos und habe den ganzen Mist in meinem Berufsleben mehrfach (in anderen Schläuchen verpackt) erlebt. Daher haue ich halt kräftiger auf den Putz.

    • Sherlock sagt:

      > Mich wundert der Richtungswechsel von Herrn DrW.,.. Der war 101%
      > strammer MS Fan, egal welche Fehler auftraten!

      Völliger Unsinn. Martin hat schon immer Kritik an MS geübt. Gerade MS-Fans sollten das an den Stellen tun, wo es etwas zu kritisieren gibt und er tat es auch schon immer. Ich bin auch 100%iger Windows-Fan; welches OS sollte ich denn sonst nutzen, Linux etwa? Das hindert mich nicht daran, viele Dinge an Windows zu kritisieren.

      > Man nutzt kein MS Konto!

      Noch mal Unsinn. Natürlich nutzt man MS-Konten überall da, wo es sinnvoll ist. Die überwältigende Mehrheit der Leute hat keine Probleme damit. Für alles Nutzbare auf dieser Welt gilt allerdings, dass es damit Probleme geben kann. Das sollte jeder wissen und sich entsprechend absichern. Man nutzt also definitiv MS-Konten!

      • DavidXanatos sagt:

        > Man nutzt also definitiv MS-Konten!
        Ja “Man” säuft sich auch oft die Birne weg und Leber kaputt, bedeutet aber nicht das das vernünftig ist.

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  10. Nobody sagt:

    “Da ich das Ganze auch in Englisch veröffentlicht habe, warte ich jetzt mal auf eine Stellungnahme von Microsoft”
    Du wirst doch die nächste Einladung nach Redmond nicht auf’s Spiel setzen wollen?! ;-)

    • Günter Born sagt:

      Da bin ich schmerzfrei – die bekommen seit Jahren ihr Fett weg. Ich habe mich auch dieses Jahr geweigert, ein ‘Bewerbungsvideo’ für den Insider MVP einzureichen. Zum 1.7. lag eine Mail im Posteingang: Alle Insider MVPs sind bis Anfang 2021 verlängert – wir stellen um (das höre ich seit Jahren). In Redmond war ich nie (als es möglicherweise interessant gewesen wäre, gab es keine Einladung – als es eine Einladung zum MVP-Summit gab, war es nicht mehr interessant). Der einzige Benefit für mich ist das gesponsorte Visual Studio Abo – wobei ich so gut wie nichts daraus nutze – ist aber schön zu wissen, dass ich es im Fall der Fälle könnte, wenn Bedarf besteht.

      Und hey: Mit Linux und Open Source braucht niemand den ganzen Zinnober, den wir uns hier in Microsoft-Land antun.

      • Walter G. sagt:

        “Mit Linux und Open Source braucht niemand den ganzen Zinnober, den wir uns hier in Microsoft-Land antun.”

        Volle Zustimmung, bin bestens mit Linux zufrieden. Kein Update-Zauber mehr mit Microsoft. Für das, was noch in der VM abgeschottet an MS-Programmen läuft, braucht’s keine Updates mehr.

      • Sherlock sagt:

        > Und hey: Mit Linux und Open Source braucht niemand den
        > ganzen Zinnober, den wir uns hier in Microsoft-Land antun.

        Richtig, denn die bringen ihren eigenen Zinnober mit – und das knüppeldicke! Die Wahl zwischen Pest und Cholera!
        Einfach mal die wütenden User in diesen Foren lesen, die dort drohen, zu Windows zu wechseln. Leute, die nicht das erforderliche Wissen zum Betrieb ihres OS haben, gibt es überall. (eg)

        • chw9999 sagt:

          “Einfach mal die wütenden User in diesen Foren lesen”
          Ich halte es für einen Unterschied, ob der User was kaputt macht und auf das OS schiebt, oder das OS was kaputt macht und es auf den User schiebt. Wütend sind sie vielleicht beide, aber diejenigen, die die Schuld von sich schieben wollen, schreien laut meiner Erfahrung lauter. Die anderen denken häufig, “es liegt sicherlich an mir…”.

          • 1ST1 sagt:

            Das eine ist so schlecht wie das andere. Und Ob das OS oder der Hersteller an dem MS-Account was kaputt macht, das muss sich erstmal erweisen. Bisher haben wir den wütenden, eher nichtsaagenden Artikel hier und den etwas sachlicheren auf DrWindows, der auch nicht viel her gibt.

          • Sherlock sagt:

            Es gibt ja die netten Statistiken mit den üblen Fehlern im OS und da schneidet Windows eher besser ab als die Konkurrenz. Wer sich mit dem von ihm genutzten OS hinreichend gut auskennt, kann aber problemlos arbeiten. Und User haben die Angewohnheit, Probleme IMMER aufs OS zu schieben, reiner Selbstschutz. Mein Windows macht hier z.B. seit Jahren nichts kaputt, jedes Update oder Upgrade läuft völlig problemlos. Bei der unendlichen Vielfalt an Hard- und Software ist es aber unausweichlich, dass es auf nicht gerade wenigen Systemen zu Fehlern kommen MUSS.
            Trotzdem isses ne Sauerei, wie diese Kontensperrung von MS gehandhabt wird, auch wenn nur ein geringer Bruchteil der User betroffen ist. Da ist dieser Blog-Beitrag eher noch zu nett formuliert.

  11. Michael sagt:

    Ich denke es gehört auch zur Kriegsstrategie der USA. Wenn die US-Regierung anordnet, mal einfach ein Land bei MS zu sperren, sperren die das freilich. Je mehr US-Cloud oder Cloud umso mehr erpressbar ist man. Per ‘killswitch’ könnte MS dann faktisch ein Land ruinieren. Sie könnten auch einfach w10-key für ungültig erklären und w10 läuft dann nicht mehr. Oder Server-Keys.

    Bei Autodesk z.B. (CAD, Konstruktion) eine US-Firma, gibt es in Zukunft nur noch Online-Lizenzen und keinen eigenen lokalen Lizenz-Server mehr. Die Lizenz wird dann ca 30 Tage lokal gespeichert, dann wäre aber Schluß. Im Hintergrund meldet sich der User mit seinem persönlichen Konto bei autodesk an, Keine Lizenz, keine Konstruktionen mehr. Das Ziel ist wohl die totale Abhängigkeit von den bekannten Monopolisten. Daß die Deutschland-Internet-Neuland-Parteien da freilich nichts dagegen tun dürfen, ist seit 40 Jahren offensichtlich.

    Das einzig wirklich unabhängige Betriebssystem wäre ein Linux-System …

    • Günter Born sagt:

      Kann ich 100% unterschreiben. Nur: Ich kann lediglich warnen und die Finger auf das Problem legen – wird mir aber übel genommen – und durch meine kritische Haltung sind mir vor Jahren einige Leser von der Stange gegangen (kann ich aber mit leben). Es ist schon aufschlussreich, manche Kommentare bei Dr. Windows zu lesen, wo das Ganze sogar angezweifelt wird (‘irgend einen Dreck am Stecken müssen die Gesperrten ja haben’). Trump ist da nix dagegen. Ich darf nicht aus dem Nähkästchen plaudern, bei gesperrten Windows- und Office-Keys läuft was ähnliches – wenn die KI Fehler macht, schlägt das halt voll durch. Der Kunde ist der Gearschte. Linux wäre der einzig gangbare Weg.

      • Chris sagt:

        Zitat:”Es ist schon aufschlussreich, manche Kommentare bei Dr. Windows zu lesen, wo das Ganze sogar angezweifelt wird (‘irgend einen Dreck am Stecken müssen die Gesperrten ja haben’)”

        Die Überlegung ist ja gar nicht so verkehrt. Es wird sehr gerne behauptet, dass man nichts getan hat. Bei genauerer Betrachtung ist dieses “gar nichts” dann manchmal kaum haltbar.

        Das erklärt aber immer noch nicht, warum es kein brauchbares Support System gibt.
        Es erklärt auch nicht, warum MS kein Entkräftung der Vorwürfe zulässt und zwar ohne sich mit persönlichen Informationen bis auf die Unterhose auszuziehen.

      • 1ST1 sagt:

        ‘irgend einen Dreck am Stecken müssen die Gesperrten ja haben’ – genau in diese Richtung vermute ich. Muss noch nicht mal was schlimmes sein, oder es kann ein False Negative sein, das wäre dann wirklich schlimm, denn ich denke nicht, dass die Accounts händisch geprüft und gesperrt werden, vielleicht ein Fehler im Algorythmus, der das tut. daher ist es um so wichtiger, über sowas zu schreiben, um das Problem beknnt zu machen, um MS darauf aufmerksam zu machen, dass das nicht so ganz rund läuft, aber wenn man sich den Artikel hier ansieht, dann denke ich, aber doch nicht so. Irgendein Supporter sieht die Tragweite vielleicht nicht. Schreiben ist wichtig, und ich denke IT-Presse-Schwergewichte wie c’t müssen da mal mit der Presseabteilung von MS reden. Rubrik “Vorsicht, Kunde”.

        Was ich jetzt hier rauslese, ist dass zu mindestens bei einem Account keine Telefonnummer angegeben wurde. Das deutet darauf hin, dass Microsoft diesen Account nicht verifizieren konnte. Und das könnte durchaus ein Grund für einen Algorythmus sein, den zu sperren. Natürlich sollte das nicht der einzige Paramter sein, den MS zur Prüfung eines Accounts heranzieht. Wir wissen aber auch nicht, was da alles geprüft wird.

        Wenn ich mir das Spam-Aufkommen in unserer Firma ansehe, sehe ich schon eine größere Anzahl Spam-Mails, die von outlook.com Konten mit zufälligen Buchstaben/Zahlen als Namen (nach dem Muster “GDZEH2GD32@outlook.com”) kommt. Ich denke, das MS dieses Problem bekannt ist, und die daher alle Konten automatisch prüft, ob da echte Personen dahinter stecken, oder ob die Accounts von Spammern per Generator erzeugt wurden. Neben dem Mailaccount für Spam ist da auch der Zugriff auf onedrive, über den als Downloadlink Schadcode verteilt werden kann (siehe Mozilla neulich). Wenn man da MS zu wenig Anhaltspunkte in Form von Aktivitäten gibt zufällig das selbe Verhalten wie Spammer an den Tag legt (z.B. viele Massenmails raus, viele Dateien per OneDrive mit Downloadlink sharen), dass dann so ein Algorythmus zu schlägt, vor allem wenn der MS-Account mangels Telefonnummer (SMS) oder Altiernativ-Mailadresse nicht per zweitem Faktor gegengecheckt werden konnte.

        Dennoch, man kann diese Dienste nutzen, vieles ist praktisch, aber wie alles in der IT und generell im Leben. man sollte sich nicht alleine darauf verlassen. Ich habe auf meinem Heimserver, der auch mit MS-Account läuft, auf dem auch Google Drive und Dropbox und iCloud mit läuft, einen Robocopy-Job mit laufen, der mir diese Dateien nochmal nach lokal sichert. Außerdem gibt es für den Notfall auf jedem meiner PCs zusätzlich einen lokalen Admin-Account, für alle Fälle.

        Ich kann aufgrund dieser Artikel dringend anraten, wenn man den MS-Account nutzt, dass man darin eine zweite Mailadresse und eine Mobilnummer anlegt, vielleicht auch noch eine Adresse, damit MS die Identität des Nutzers verifizieren kann. Ich muss mir da wahrscheinlich keine Sorgen machen, ich habe für mein Konto einen uralten @hotmail.de (damit wollte MS vor vielen vielen Jahren mal ala GMX/Freenet/Web.de groß als Freemailer in Deutschland Fuß fassen) Account “reaktiviert”, naja richtig tot war der nie, aber habe ihn lange nicht genutzt um Mails zu senden/empfangen, jetzt nutze ich ihn zum Kontakt mit MS, ausschließlich dafür. Ein regelmäßiges Backup der Cloud-Daten z.B. per Robocopy-Job ist auf jeden Fall anzuraten.

  12. Steter Tropfen sagt:

    Bevor nun alle in Linux ihr Heil suchen und mit dieser nicht hochseetüchtigen Nußschale kentern, erlaube ich mir einfach die Frage:
    Ist unser internationales Rechtssystem bereits so zahnlos, dass man als Betroffener – Kafka lässt grüßen – absolut wehrlos gegen solche Konzern-Willkür ist?
    Es kann einfach nicht sein, dass einem Anbieter spontan den Saft abdrehen und wirtschaftliche Existenzen vernichten dürfen, ohne dass man eine Einspruchsmöglichkeit hat. AGBs entstehen nicht im rechtsfreien Raum, sie können auch schlichtweg ungültig sein, wenn sie eine Seite unangemessen benachteiligen. Keiner kann einfach AGBs aufstellen und sich damit die Macht eines Diktators einräumen.

    Da müsste es doch Sammelklagen geben, am besten natürlich in den USA, dem Land der unbegrenzten Schadenersatzansprüche. Oder Politiker, die sich Liberalismus auf die Fahne geschrieben haben, könnten darin ein Thema entdecken, mit dem sie in die öffentliche Wahrnehmung zurückkämen. – Alle mit was anderem beschäftigt?

    • Der Pessimist sagt:

      Der deutsche Michel lässt sich halt lieber melken, statt zu klagen.
      Und ja, das internationale Rechtssystem ist immer dann zahnlos, wenn es gegen amerikanische Unternehmen vorgehen möchte (Monsanto, schon mal gehört?).
      Aber was bitte soll an Linux eine “nicht hochseetüchtige Nußschale” sein? Das trifft wohl eher auf Windows zu! Dauernd Patches die mehr Fehler verursachen, als sie beheben und Dinge ändern die eigentlich gut waren und hinter her schlechter sind? Windows ist eine der größten Sicherheitslücken in der IT. Zu dem arbeitet Microsoft fleißig daran, sich selbst ab zu schaffen (seit Windows 8).
      Mittlerweile neige ich dazu Windows nur noch als VM unter Linux laufen zu lassen, wenn ich es wirklich benötige. Ist erstens sicherer und zweiten nervenschonender. Und Office braucht eigentlich niemand mehr wirklich, gibt genügend Alternativen die besser sind, außer man benötigt zwingend irgendwelche VBS.

      • 1ST1 sagt:

        Was das Patchen angeht, ist Linux kein Deut besser. Wenn du ein Linux betreibst, kannst du jeden Tag Updates ziehen. Und da sind auch Teils Fehlerbebungen für zuvor gefixte Fehler dabei, oder Sicherhweitslücken, die nachweislich schon 10 Jahre oder länger exitieren. Da wird nur nicht so laut drüber geheult.

  13. Andreas W. sagt:

    Wie sieht es eigentlich aus, wenn man zwar ein Microsoft-Konto hat, aber dieses nicht nutzt bzw. keine Dienste damit verbindet? Eigentlich kann dann eine Sperrung doch kaum Auswirkungen haben, oder sehe ich das falsch?

    • oli sagt:

      Das siehst du richtig. Ich habe auch ein MS-Konto, aber das eben nirgends verknüpft und es auch nicht vor. Ich logge mich höchstens mit dem Firefox im privaten Modus ein. Mit meinem Google-Konto mache ich das übrigens genauso (Android Smartphone hab ich ja nicht).

  14. Stefan Beck sagt:

    @Steter Tropfen:
    Wie kommen Sie dazu von Linux als nicht hochseetüchige Nußschale zu sprechen ?
    Meinen Sie dazu den Desktop oder die System wo Linux sonst noch läuft.
    Viele Systeme die Sie nutzen (bewußt oder unbewußt) werden mit Linux betrieben. Selbst die Falcon 9 Rakete von Hr. Musk benutzt Linux und ist damit nicht nur
    hochseetüchtig sondern sogar weltraumtüchtig.

    Viele Grüße

  15. Ärgere das Böse! sagt:

    Das ist doch nur ein Fähigkeits-Gruss von Satan Nutella.

  16. Stephan sagt:

    Ist ja alles schön und gut, und Linux ist das beste auf der ganzen Welt.

    Nur kann ich mit Linux meine Xbox nicht betreiben.
    Meine Online Verbundenen Download Spiele kann ich leider nicht mit Linux auf der Xbox Spielen.
    Und mein 1 TB Cloud Speicher bei Microsoft welchen ich durch Office von überall auf der Welt im Browser z.b. im Internet Café Abrufen.
    Die Internet Café Betreiber werden mir was Husten, wenn ich Linux auf deren Rechner Installieren will.
    Eine Selbstbau Cloud in Verbindung mit Open Office für unterwegs kommt leider auch nicht in Frage und setzt auch gewisse Hardware und Infrastruktur zuhause voraus.
    Also was bleibt bitte übrig?

  17. Stefan sagt:

    Hallo zusammen,

    wer kennt eine kostenlose Alternative, die in Android, MacOS und Windows so gut eingebunden ist wie OneDrive?

    • 1ST1 sagt:

      Dropbox und Google Drive wären Alternativen, die ähnlich gut funktionieren. Damit hast du aber 1-2 Datenkraken mehr, die du fütterst.

      Oder du baust dir was mit OwnCloud, dafür brauchst du aber eine öffentliche IP-Adresse.

      • Stephan sagt:

        Wie ich im beitrag oben drüber schon geschrieben habe.
        Es gibt keine Alternativen die man Verwenden könnte.

        Für die XBox sowieso nicht, cloud nur schwer umsetzbar und Office…jo, Open Office.
        Aber leider dann doch nicht so Umfangreich und gut eingebunden in alle Systeme.
        Ich kann z.b. vom Tablet per Excel eine Tabelle auf Onedrive öffnen und bearbeiten.
        Speichere die ab, logge mich von irgendeinem Punkt der Erde bei Office mittels Browser ein und kann direkt weiter machen…und und und.

        Leider hilft einem das Weltwunder Linux da nicht wirklich weiter.

        • 1ST1 sagt:

          Ja in solchen Sachen baut sich Microsoft inzwischen einen riesen Vorsprung aus, dort ist alles aus einem Guss, auch wenn der Guss nicht an allen Stellen gelingt. Unter Linux sind das alles verschiedene Projekte, verschiedene Arbeitsgruppen, die nicht mit einander kooperieren, da der Kernel bzw. das Betriebssystem, dort LibreOffice, an anderer Stelle OwnCloud, usw. Eine Integration ist so nicht möglich.

  18. Janami25 sagt:

    Natürlich kann man alles wieder versuchen zu erklären, wie und warum sogenannte KI Automatismen aus welchem Grund auch immer ein Konto sperren, wenn man gegen bestimmte Regeln verstösst. Aber das es dann hinterher es nicht einmal möglich ist, den Support “an die Strippe” zu bekommen, weil man um Aufklärung bittet, ist einfach eine Bodenlose Frechheit.

    Microsoft ist an dem ganzen doch selber Schuld. Wenn man schon die Kunden zu einem “Online” Microsoft Konto drängt (anstatt das Lokale als “Standard bei einer Neuinstallation zu setzen) und auch diverse Optionen zu einem Offline-Konto “unsichtbar” macht, musst man sich doch nicht wundern wenn bei einer Sperrung der Shitstorm losgeht.

    Man macht sich als Kunde vollkommen abhängig von einem Online Konto, und wer dann noch nur noch Daten in der Cloud hat, und seine Dienste wie Office 365 auch nicht mehr nutzen kann (das gilt dann wohl auch für die Verwaltung anderer freigegebener Konten), grenzt das schon an purem “Selbstmord” auf so ein Konto bedinungslos zu vertrauen.

    Wir machen uns schon auf Betriebssystemebene / Bürosoftware komplett abhängig von grossen amerikanischen Unternehmen, aber meine persönlichen Dinge schicke ich ganz bestimmt nicht in eine KI-verseuchte Cloud. Erst recht nicht, wenn ich weiss, das sowieso jedes Dokument und alle Medien gescannt werden, und es garantiert davon für immer eine Kopie gibt. Das geht einfach keinen etwas an. Von wegen persönlicher “Datenschutz”, wenn ich so etwas lese kann ich nur laut lachen.

    Früher hatte jedes Unternehmen der Sicherheit wegen seine eigene “Cloud” (Netzwerkspeicher) oder jeder Consumer seine eigene Private “Cloud” (Festspeicher, PC, NAS), aber heute ist es ja “hipp” alles auf bedeutende amerikanische Server hochzuladen.

    Dabei gibt es genügend Alternativen, um die Abhängigkeit zu umgehen, ohne auf Service verzichten zu müssen. Ein kleines NAS zu Hause oder das eigene Netzwerk kann als private Cloud genutzt werden, selbst eine kleine USB Festplatte an die Fritzbox erfüllt diesen Zweck. Und Software für Datensync oder Medienabgleich gibt es en Masse, auch für Android / iOS und Windows. Aber das bisschen mehr arbeit will sich ja keiner machen, denn man wird ja geradezu reingedrängt in solche Online Konten mit seinen Services.

    Sowas kann dann dabei rauskommen, dann steht man dumm da wenn man keine Backups hat. Microsoft hat den echten Consumer Support schon lange aufgegeben, da muss man gar nicht erst anrufen. Grössenteils haben die Kunden selber mehr Ahnung oder sind auf dem aktuelleren Wissensstand als die Mitarbeiter vom Support. ;)

    • Oliver L. sagt:

      Ein NAS oder eine USB-Platte sind keine Cloud!
      Cloud ist geo-redundant gesichert und fast beliebig skalierbar und wird nach Nutzungsumfang bezahlt.
      Die Cloud-Daten sind z. B. nicht weg, wenn das ganze Haus mal abbrennt…

  19. Oliver L. sagt:

    Ob die Sperre willkürlich ist, ist nur eine Mutmaßung von dir. Was natürlich absolut nicht geht, ist dass keine Begründung genannt wird.
    Daten sind natürlich nicht weg sondern in den zahlreichen eigenen Backups jederzeit im Zugriff wie in den lokalen OneDrive Sync-Ordnern oder dem Windows 10 Mail oder Outlook-Offline-Cache. Wer z. B. damit kein Backup macht und sich nur auf ein einziges System mit seinen Daten verlässt, der, sorry, hat es nicht besser verdient.

  20. Uwe sagt:

    Man legt nur Daten in eine Cloud, die A die Welt sehen darf und B deren Totalverlust hinnehmbar ist!

    Herr DrW war noch vor 1 Jahr ein fanatischer MS Fan der rigoros spätestens nach der zweiten Kritik an MS jeden aus dem Forum warf. Meine Vermutung war und ist, er war (oder ist) sehr (finanziell??) abhängig von MS. Allerdings ist zu bemerken, dass Herr DrW in den letzten Monaten vor den Totalversagen von MS was die Welt Windows 10 nennt, kapitulieren musste. Er baut sich wohl eine neue Zielgruppe auf. Denn in den letzten Monaten gibt es verdächtig viele Kritik an MS (vorher 0,00) und viele andere Themen. Er verlässt wohl das Schiff im Sturm. Gerade die neueste W10 Version ist der totale Schrott! MS sollte per Gesetz verpflichtet werden, die LTSC Version für Jedermann verfügbar zu machen!

  21. Bolko sagt:

    Die Kontosperre erfolgt auch dann, wenn man einfach nur keine Telefonnummer im Microsoft-Konto einträgt.
    Das ist einem guten Bekannten gestern passiert, mit dem ich am Samstag auf ein am selben Tag neu gekauftes Notebook Office 365 installiert hatte.
    Am Samstag ein neues Microsoft-Konto mit email und Passwort angelegt und die Office-Lizenznummer eingetragen.
    Office läuft.
    Sonst wurde mit dem Microsoft-Konto absolut gar nichts gemacht, Notebook war dann bis gestern abgeschaltet.
    Nach dem Einschalten erschien ein gelber Warnbalken im Office, dass es nicht aktiviert sei und ein Dialogfenster zur Eingabe der Office-Lizenznummer erschien erneut.
    Nach der Eingabe der Nummer erschien ein weiterer Dialog, dass diese Nummer bereits verwendet wird und das Microsoft-Konto gesperrt ist und man eine Telefonnummer eingeben soll, damit ein Freischaltcode per SMS geschickt werden kann. Klar wurde diese Office-Nummer bereits verwendet, nämlich von dem Bekannten mit seinem gesperrten MS-Konto. Die Nummer wurde nirgendwo sonst eingegeben, also auch nicht zur Freischaltung eines weiteren Office benutzt.
    Die Office-Nummer entstammt einem Papp-Kärtchen von einer bekannten Warenhaus mit Planetennamen, wo die Nummer von einer wegzurubbelnden silbernen Farbschicht unsichtbar überdeckt war. Sie war neu und kein Mehrfach-Code aus dem Internet.
    Das Freischalten per SMS-Code funktionierte auch sofort, das Microsoft-Konto war wieder offen und Office wieder aktiviert.
    2-Faktor-Authorisierung scheint also jetzt Pflicht zu sein.

  22. Robert sagt:

    Ein wesentlicher Unterschied zwischen Linux und gekauften Betriebssystemen wie Windows ist die Erwartungshaltung. Bei Linux gab und gibt es die Kultur selbst zu programmieren, wenn keine passende Lösung zu finden war. Bei Windows wurde eher die Erwartungshaltung kultiviert, jemand müsste doch da was machen. Mittlerweile haben wir vermutlich 99,9 % Anwender, die Applikationen verwenden oder konfigurieren können, aber kaum ein paar Zeilen Code verstehen geschweige denn programmieren können.

    • Ärgere das Böse! sagt:

      Wenn Du das nächste Mal einen Chirurgen brauchst, wird er dir sagen, dass ihn deine Erwartungshaltung nervt und du dich gefälligst selbst mit der Chirurgie befassen sollst, dann kannst du dich auch selbst operieren,

    • 1ST1 sagt:

      Selber programmieren dürfte auch 99% der Linux-Nutzer überfordern, jedenfalls so zu programmieren, dass auch was funktionsfähiges und ansehliches dabei rauskommt, was auch noch den gewünschten Zweck fehlerfrei erfüllt.

    • Robert sagt:

      Ich überlasse euch gerne die Deutungshoheit. Aber es war schlicht eine Feststellung und nicht exklusiv auf Windows-Nutzer gemünzt. Unter anderem ist Raspi aus dem Gedanken entstanden, Menschen das Zeug „unter der Haube“ wieder näher zu bringen, die es seinerzeit mit ZX-Spectrum, VC-20 etc. gab.

  23. DavidXanatos sagt:

    Also das MSFT seid geraumer zeit gehäuft Konten sperrt welche kein tel nr hinterlegen kann ich bestätigen.
    Meine Lösung ist ganz einfach ich leg nur wegwerfe konten an und wen eines weg ist, einfach ein neues und ein neues und ein neues.
    Und nie echte Daten eigenen oder Geld einwerfen, so einfach ist es.

  24. AngryMob sagt:

    @Günter gibt es denn nochmal ein Update von deiner Seite? War denn mittlerweile jemand erfolgreich bei der Entsperrung? Oder auf dem Rechtsweg? Wird es weitere Medien geben, in denen das Thema aufgegriffen wird?

    Es gab mal einen Fall gegen Amazon in dem es darum ging auf (digitale) gekaufte Inhalte trotz Sperrung weiter Zugriff zu haben – ob man so was als “Grundlage” nehmen kann?
    https://openjur.de/u/879923.html

    Es wäre schade, wenn das Thema jetzt im Sand verläuft …

    • Günter Born sagt:

      Das Thema verläuft nicht im Sande – ich habe was in Petto (Details möchte ich aber hier heute nicht offen legen – wir reden von max. 10 Tagen bis ich Milch gegeben habe) – und stehe mir Martin Geuß hinter den Kulissen in engem Kontakt.

      Zu den Fragen: Es gibt keinen sicheren Weg – bei Einzelfällen war ein Konto plötzlich entsperrt, bei anderen war das Konto dann weg und bei nochmals anderen wurde eine Geschlechtsoperation vorgenommen, damit die MS KI zufrieden war und sich nicht beim Filtern und Gendern verlaufen hat.

  25. T. sagt:

    “schlicht verratzt, am Arsch, fertig” ^^ und sowas von einem renomierten IT Fachmann, Ihre Artikel lese ich gerne.

    Spätenstens wenn es einen Politiker trifft kommt wohl die “digitale Unabhängigkeit” in Gange.

    Freundlichst

  26. Günter Born sagt:

    Ergänzung: Ich habe noch eine Fundstelle im Web bei verbraucherschutz.de zum Thema aufgetan: Microsoft: Konten unangekündigt gesperrt

  27. Satan Claus sagt:

    Soso.

    Ein funktionierendes gekauftes System remote unbrauchbar machen – das nennt man

    D A T E N S A B O T A G E

    und ist nach geltendem deutschem Recht ein Straftatbestand nach § 303b StGB.

    https://dejure.org/gesetze/StGB/303b.html

    Das sollte auch auf die Firma Microsoft anwendbar sein. Es wäre sinnvoll, wenn sich mal ein spezialisierter Jurist um dieses Problem kümmern würde.

    Hoffentlich trifft es bald mal ein paar Politiker. Leider gibt es in Deutschland immer noch keine Sammelklagen – da haben sich potenzielle Täter jder Branche durch ihre Lobbyisten schon im Vorfeld abgesichert.

    Clouddienste brauche ich übrigens zum Glück nicht, mir reicht für meine Bedürfnisse eine handliche mobile Festplatte und anderweitige Lösungen. Nichts wird in amerikanische Clouds hochgeladen, und eine Telefonnummer von mir gibt’s auch nicht, schon gar nicht für amerikanische Firmen. Und auch mit ihrer “künstlichen Intelligenz” werden sie von mir niemals auch nur ansatzweise das zu sehen bekommen, was sie vielleicht interessieren könnte.

    Machen wir uns nichts vor, Länder außerhalb der U.S.A. sind für dieses Land wirtschaftlich Feindstaaten. Der Fehler war und ist es, sich von amerikanischen (und übrigens auch chinsesischen) Produkten abhängig zu machen und keine eigene diesbezügliche Produktion aufzubauen.

  28. Peter Kass sagt:

    Ich hatte zwar ein anderes Problem, aber wie MS mit Privatkunden umgeht, ist wirklich eine Zumutung. Ich fand mein Problem zwar in answers.microsoft.com, aber in welcher präpotenten Art die “Experten” dort mit den Menschen umgehen die vielleicht auch nur leichte Kritik äußern, spottet jeder Beschreibung. So in der Art: “du bist selber Schuld, wenn du dich in DEINEM Chaos mit den verschiedenen MS-Accounts und MS-Diensten nicht auskennst.”
    Ich kann nur beipflichten: Finger weg von Microsoft, wenn es Alternativen gibt!

    • Günter Born sagt:

      Nur zur Info: In den Microsoft Answers Foren sind seit langem keine Microsoft-Mitarbeiter mehr aktiv, auch wenn das letztendlich von Microsoft gehostet wird. Das sind ganz normale Anwender (Volontär Moderator) und irgendwelche Dienstleister (im Auftrag Microsofts,tauchen dann als Microsoft Agenten auf). Wenn es um MS Konten geht,darf man m.M.n. nichts von MS Answers erwarten.

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