Windows 10: Update-/Upgrade-Error 80007003

Momentan gehen mir ja die Blog-Themen bzgl. Windows 10-Update- und Upgrade-Fehlern nicht aus. Falls der Fehlercode 80007003 beim Upgrade (oder beim Windows Update) erscheint, ist guter Rat teuer. Hier ein paar Infos, die ich mal zusammen getragen habe.


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Das Fehlerbild

Beim automatischen Upgrade von Windows 7/Windows 8.1 auf Windows 10 per Windows Update tritt der Fehler auf. Hier zwei Screenshots aus dem US MS Answers-Forum.

Es gibt aber auch den Fall, dass der Fehler beim Windows Update auftritt, falls Updates installiert werden sollen. Ich habe dann etwas recherchiert und verschiedene, konträre Informationen zum Fehler und dessen Ursache gefunden.

Das sagt Microsoft zum Update-Fehler 80007003

Sucht man auf den Microsoft-Seiten nach dem Fehlercode, gelangt man möglicherweise zu dieser Fehlerseite für Windows 7. Microsoft gibt dort an, dass die temporären Dateien gelöscht werden sollen:

Wenn beim Suchen nach Updates der Windows Update-Fehler 80070003 angezeigt wird, müssen Sie die temporären Dateien entfernen, die von Windows zum Identifizieren von Updates auf dem Computer verwendet werden. Beenden Sie zum Entfernen der temporären Dateien den Windows Update-Dienst, löschen Sie die temporären Updatedateien, starten Sie den Windows Update-Dienst erneut, und führen Sie die Suche nach Windows-Updates noch einmal durch.

Hier kann man ggf. auch auf das Microsoft FixIt-Tool 50202 zur Reparatur der Upgrade-Funktion zurückgreifen (siehe auch).

Diese Lösung hilft imho nicht, wenn das Upgrade auf Windows 10 mit dem Fehler abbricht. Gemäß den obigen Screenshots schlägt ja nicht die Update-Suche fehl, sondern Setup wirft den Fehler.

Tipp 1: Windows Update scheitert beim Update KB3081424

Auf die erste Ursache und damit den Fehler wurde ich durch einen Kommentar von Matthias hier im Blog aufmerksam. Es ging um das Update KB3081424, welches sich nicht installieren ließ. Matthias schreibt:

Habe das gleiche Problem auf dem Surface Pro 3.
Erst Fehlercode 80007003.
Daraufhin habe ich Windows.old entfernt und danach beim Updateversuch Fehlercode 800f0830 erhalten.
Dism /Online /Cleanup-Image /ScanHealth hat mir gemeldet das der Komponentenspeicher nicht reparierbar ist.
Habe dann ein Inplace Upgrade durchgeführt und siehe da das genannte Update lief durch. Scheint so, als wenn das Windows 10 Upgrade nicht ganz spurlos durchgeführt wurde.

Hier denke ich mir, dass zwei Probleme zusammen kamen: Defekter Komponentenstore und beschädigte Temp-Dateien im Upgrade-Store. Hätte sich möglicherweise mit dem vorherigen Tipp 1 und Tipp 2 lösen lassen.

Tipp 2: Komponentenstore und Systemdatei-Integritätsprüfung ausführen

Matthias hat das Problem bereits angerissen – möglicherweise sind beschädigte Systemdateien oder ein kaputter Komponentenstore die Ursache. Daher sollte man das System auf beschädigte Dateien prüfen (siehe System auf beschädigte Systemdateien prüfen). Wie man defekte Paketdateien reparieren kann, habe ich im Artikel Win 7: Defekte Packages-Dateien reparieren beschrieben. Und ab Windows 8 ist auch eine Prüfung des Komponentenstores (siehe Windows 8: Komponentenstore reparieren) durchführbar und angeraten. Dieser Ansatz hat z.B. bei Windows 8.1 gemäß diesem MS Answers-Forenbeitrag geholfen. Lassen sich die beschädigten Systemdateien nicht reparieren, bleibt nur ein Inplace Upgrade von Windows 7/8.1 zur Reparatur (siehe hier bei MS Answers und hier bei deskmodder.de).

Tipp 3: Das Windows 10 Upgrade scheitert mit Fehler 80007003

Kommen wir auf den Fall des Upgrades von Windows 7/8.1 auf Windows 10 zurück. Auch dieser kann, gemäß meinen Eingangsbemerkungen, mit dem Fehlercode 80007003 scheitern. Bei meinen Recherchen bin ich einmal bei Mobilgeräten (Lumias) und Windows Mobile fündig geworden. Geht man diesen Thread durch, tritt der Fehler beim Schreiben/Lesen von SD-Speicherkarten auf. Nach dem Neuformatieren des Mediums ist der Fehler weg.

Der zweite Hinweis, dass es mit Diskzugriffen zu tun haben könnte, findet sich in diesem MS Answers-Forenthread zu Windows 10. Die Hinweise auf Antivirus-Software oder zurücksetzen der Windows Update-Komponenten half nicht. Dort war eine vermutlich fehlerhafte Partitionierung des Systemlaufwerks, als Ursache ist die Verwendung eines nicht kompatiblen Partitionierungstools (EaseUs Partition Manager) angegeben, die Ursache (siehe auch und mein Blog-Beitrag EaseUS Partition Master 10.5 als Windows10 Upgrade-Killer?). Ein dritter Hinweis findet sich hier – da war es ein Linux-System, welches den Grub2-Bootlader installiert hatte, wodurch das Setup außer Tritt kam.

Tipp 4: Fehlerhaft gemountete WIM-Dateien

Windows-Setup versucht beim Upgrade die Installationsdateien (WIM) zu mounten. Liegt dort ein fehlerhafter Eintrag auf ein nicht existierendes Laufwerk vor, tritt der Fehlercode ebenfalls auf.

1. Tippen Sie regedit.exe im Suchfeld des Windows 7-Startmenüs oder der Windows 8.1-Startseite ein.

2. Klicken Sie den Treffer regedit.exe mit der rechten Maustaste an und wählen Sie Als Administrator ausführen. Dann ist die Benutzerkontensteuerungsabfrage zu bestätigen.

3. Navigieren Sie in der linken Spalte des Registrierungs-Editors zum nachfolgend genannten Schlüssel und löschen Sie in der rechten Spalte des Programmfensters die angegebenen Einträge per Kontextmenü.

Die Mount-Einträge finden sich in der Registrierung im Schlüssel:

HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\
WIMMount\Mounted Images

Bei Anwahl dieses Schlüssels sollten in der rechten Spalte keine weiteren Unterschlüssel angezeigt werden.

Obiger Screenshot aus Windows 10 zeigt, dass keine WIM-Abbilddateien gemounted sind, die rechte Seite weist keine Einträge mehr auf. Manchmal bleiben von verunglückten Installationen aber Einträge zurück. Löschen Sie dann per Kontextmenü die verschiedenen Unterschlüssel, die unter Mounted Images angezeigt werden.

Nach einem Neustart von Windows können Sie das Upgrade erneut versuchen. Weiterhin gibt es in diesem MS Answers-Forenthread noch einen Hinweis auf den Eintrag ImagePath im gleichen Schlüssel – ggf. auch diese Hinweise beachten.

Tipp 5: Log-Analyse, falls nichts hilft

Falls ihr mit den obigen Ansätzen nicht weiter kommt, und das Windows 10-Upgrade scheitert, versucht eine Log-Analyse, wie ich sie z.B. im Artikel Windows 10: Upgrade-Fehler 0x8007002C-0x4000D skizziert habe.

Eine Analyse von Fehler in Windows Update ist auch möglich. Hinweise gebe ich im alten Blog-Beitrag Update-Fehler-Troubleshooting FAQ.

Ähnliche Artikel:
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Windows 10 Upgrade-Troubleshooting FAQ – Teil 1
Windows 10: Upgrade-Error 80240020
Windows 10: Upgrade-Error 0xC1900101 – 0x20004
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Windows 10: Upgrade-Fehler 0x8007002C-0x4000D


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5 Kommentare zu Windows 10: Update-/Upgrade-Error 80007003

  1. Oliver Maas sagt:

    Tip 5: Registry überprüfen

    Schau mal per Regedit unter

    HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\WIMMount

    nach und überprüfe dort den Wert ImagePath. Stimmt der Pfad, ist dort eine wimmount.sys zu finden? Bei mir war der Wert falsch, zeigte auf ein nichtexistentes Laufwerk.

    Bei mir (Win 8.1, x64) liegt die Datei unter

    \??\C:\Program Files (x86)\Windows Kits\8.1\Assessment and Deployment Kit\Deployment Tools\amd64\DISM\wimmount.sys

    Das habe ich so eingetragen, dann funktionierte es ohne Fehler 0x80070003.

    Einfach mal den Wert korrigieren mit dem \??\ am Anfang

    @Oliver: Danke für Tipp 5 – ich habe den Beitrag etwas formatiert.

  2. Paul Baumann sagt:

    Windows 10 Upgrade bricht ab mit Fehlercode 80070003 – Problem gelöst 🙂
    Sollte jemand in der Vergangenheit die Festplatte seines Notebooks mit dem EasyUs Partition Manager bearbeitet haben und nun beim Windows 10 Upgrade Probleme bekommen – dann habe ich vielleicht die Lösung.
    Bei mir brach das Upgrade genau nach 24% mit einer Fehlermeldung ab. Ich habe mehrere Stunden alles mögliche versucht (nach Windowsanleitung Dateien gelöscht, sfc /scannow, das dsim-zeugs, clean boot, Antivirus deinstalliert, wimmount.sys in der Registry bearbeitet – das brachte alles NIX). Ich war ziemlich genervt.
    Dann las ich im Bericht oben von Problemen, die der Partitionierer EasyUs bereiten kann. Und genau diesen habe ich beim Einrichten meines Notebooks verwendet.
    Es ist wohl so, dass so eine Notebook-Festplatte zu Wiederherstellungszwecken vom Hersteller in diverse Partitionen geteilt ist. Die haben die teilweise die Eigenschaft „Recovery“. EasyUs verpfuscht das (macht aus der ID Recovery einfach die ID OEM) und Recovery (und Windows 10 Upgrade) funktionieren nicht mehr!
    Das ist aber glücklicherweise nicht problematisch – innerhalb von ein paar Minuten kann jeder diese unerwünschten Änderungen rückgängig machen.
    Auf der Seite
    http://www.eightforums.com/installation-setup/54058-windows-8-1-recovery-could-not-find-recovery-environment-3.html
    wird alles perfekt erklärt (Beitrag #24 von genet).
    Einfach nach Anleitung die fehlerhaften OEM-Eigenschaften einiger Partitionen in die richtigen Recovery-Eigenschaften umwandeln (Change the partition ID) – das wars.
    Danach lief mein Windows Upgrade problemlos.
    In den „command prompt“ kommt man unter Windows 8.1 übrigens, indem man unter Suchen „cmd“ eingibt. Rechtsklick darauf und als Administrator ausführen.
    Viel Erfolg!

    • Günter Born sagt:

      Paul: Danke für die Rückmeldung. Mir ist EasyUs die Tage bereits mehrfach diesbezüglich als Upgrade-Problembär unter die Augen gekommen. Ich hatte auch schon einen Blog-Beitrag auf dem Radar. Aber momentan liegt hier so viel an Upgrade-Fehlern auf dem Stack, dass das noch nicht dran war.

  3. Pingback: Is EaseUS Partition Manager a Windows10 upgrade killer? | Born's Tech and Windows World

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  5. Matthias sagt:

    Hallo Günter,

    bin durch zufall auf diesen Blogartikel gestoßen und sehe grade das Du geschrieben hattest, das bei mir evt. Tipp 1 und 2 zur Lösung des Problems geholfen hätte.
    Dazu möchte ich ergänzen, das ich die Temp Dateien im Ordner „SoftwareDistribution“ auch Testweise gelöscht hatte. Es könnte aber sein, das bei mir noch Fehler mit den Profilen vorlag: http://www.borncity.com/blog/2015/08/11/windows-10-installationsproblem-bei-kb3081424-fixen/

    Da ich manchmal für das MS Answers Forum neue Benutzerkonten anlege und lösche um gewisse Sachen zu testen.

    MfG
    Matthias

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