Hands-on: MEDION® AKOYA® P2212T Konvertible–Teil 2

Nach der Vorstellung des MEDION® AKOYA® P2212T Konvertible, den es am 6.3. bei Aldi-Süd gab, habe ich gestern den ersten Teil des Hands-on im Blog veröffentlicht. Heute möchte in Teil 2 noch einige Details zur Festplattenbelegung und zu den Anschlüssen nachschieben.


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Schnittstellen genug …

Was mir bei der aus Tablet PC und Basisstation bestehenden Gerätekombination sehr gut gefällt, ist der Umfang der bereitgestellten Schnittstellen. Abweichend von den gängigen Android-Tablets, die meist nur mit mickrigem microUSB-Anschluss aufwarten und Apples digitalen Habenichts, dem iPad, ist das MEDION® AKOYA® P2212T Konvertible mit zwei vollwertigen USB-A-Buchsen ausgestattet (siehe folgende Bild).


(Quelle: Medion)

Eine USB-Buchse ist dabei sogar als USB-3.0-Variante ausgeführt. Und sobald das Tablet PC in der Basiseinheit steckt, stehen weitere zwei USB 2.0-Schnittstellen zur Verfügung. Nur an Stelle der microHDMI-Buchse hätte ich mir persönlich eine miniHDMI-Buchse gewünscht. In obigem Foto ist zudem der Einschub für eine microSD-Speicherkarte zu sehen. Einfach die microSD-Karte mit den Kontakten nach hinten zeigend, seitlich in den Slot eindrücken, bis der Federmechanismus einrastet. Ein kurzes, zweites Eindrücken der Speicherkarte gibt den Auswurfmechanismus wieder frei.

Reset für das Tablet möglich

An dieser Stelle ein kleiner Hinweis, der schon so manchen Tablet PC-Nutzer an den Rand des Wahnsinns getrieben hat. Hängt sich das Teil auf, ist meist mit dem Ein-/Austaster des Tablet PC nicht mehr viel zu reißen. Und Akku rausnehmen ist bei einem Tablet PC auch nicht. Der MEDION® AKOYA® P2212T Konvertible besitzt über einen Reset-Taster.

Box03
(Quelle: Medion)

Rechts neben der USB 2.0-Buchse in der Basiseinheit und am Tablet Gehäuse findet sich je eine kleine Bohrung (in obigem Foto nur schlecht zu erkennen). Führt man eine aufgebogene Büroklammer in dieses Loch, lässt sich ein Reset auslösen. Finde ich hervorragend gelöst.

Speicherplatzbelegung im Überblick

Die Speicherkarte wird automatisch eingebunden und man kann über das Ordnerfenster Dieser PC auf die Speicherkarte zugreifen. Da es immer wieder Nachfragen gibt, welche Speicherkapazitäten noch frei sind, hier einmal ein Blick auf die Laufwerke im Dateimanager.


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Disks01

Vom 64 GByte-Flash-Speicher werden 56,53 GByte als Datenträger C: ausgewiesen und für das Windows-Laufwerk reserviert. Auf diesem Laufwerk stehen dann noch knapp 25 GByte an Kapazität zur Verfügung. Die 500 GByte-Festplatte der Basisstation nimmt die ca. 51 GByte große Recovery-Partition sowie eine Datenpartition von 415 GByte auf. Die Recovery-Partition enthält auch die Treiber sowie das Windows-Installationsabbild und weist noch 34,6 GByte freie Kapazität auf.

Disks03

Das Installationsabbild in der Datei install.wim enthält das Windows-Abbild, die benötigten Treiber sowie die von Medion vorinstallierten Anwendungen. Der Ordner Treiber enthält alle für das System benötigten Windows 8.1 Treiber und im Ordner Tools gibt es die Kasperky Internet Security Suite, das Medion Media Pak, das Tools PowerRecover und die Handbücher.

Die Partitionsstruktur der Datenträger

Die Datenpartition D: ist komplett frei und kann mit Anwenderdaten belegt werden. Nachfolgend ist noch ein Abbild der Partitionsstrukturen in der Datenträgerverwaltung zu sehen.

Disks02

Die SSD ist als GPT-Datenträger initialisiert und besitzt neben der 439 MByte großen Wiederherstellungspartition (mit Windows PE) noch eine 100 MByte EFI-Partition, eine 1 GByte große OEM-Partition und die eigentliche Startpartition mit Windows. Die Festplatte der Basiseinheit ist in zwei Partitionen aufgeteilt.

Der mich spontan interessierende Punkt war, ob Datenträger 0 (die SSD) vom Anwender neu partitioniert werden kann. Bei einer 56 GByte-Partition ist das zwar nicht ganz so naheliegend. Aber möglicherweise wird der einen oder andere Anwender eine kleine Datenpartition von vielleicht 10 Gbyte anlegen wollen, so dass beim einem Zurücksetzen auf Werkseinstellungen (Recovery) nicht alle Daten weg sind. Die Umpartitionierung der SSD durch Verkleinern der Partition Boot C: war problemlos mit der Datenträgerverwaltung möglich. Anschließend habe ich die freie Kapazität für ein weiteres logisches Laufwerk genutzt. Auch nach einem Neustart von Windows waren die Datenträger noch vorhanden. Der Pferdefuß folgte aber stante-pede.

Recovery per Cyberlink-PowerRecover

Medion legt auf der Festplatte der Basiseinheit im Ordner Tools das Programm PowerRecover von Cyberlink ab. Auf der Startseite findet sich eine Kachel zum Aufruf von PowerRecover. Das Programm meldet sich mit diesem Fenster.

Recover

Der Anwender kann dann den Wiederherstellungsmodus wählen und anschließend das System auf Werkseinstellungen zurücksetzen. Nachdem ich aber die SSD neue partitioniert hatte, waren auf dem Laufwerk C: nur noch 13,1 GByte Kapazität frei. Prompt erhielt ich beim Versuch, den PC zu aktualisieren, den Hinweis, dass zu wenig Speicher auf dem Laufwerk C: vorhanden sei und ich 10,8 GByte freien Speicher bereitstellen soll. Könnte also “spannend werden”, wenn die SSD durch Installation weiterer Programme kaum noch freie Kapazität aufweist, der Benutzer auf ein Aktualisieren von Windows ausführen möchte. Zudem wird das Thema DualBoot da eher problematisch, da kein freier Platz für ein zweites Betriebssystem auf der SSD vorhanden ist (über den Sinn einer DualBoot-Installation bei einer 64 GByte SSD möchte ich an dieser Stelle nicht diskutieren, ich weiß, dass Leute das versuchen).

Anmerkung zu Office 365 und zu weiterer Software

Auf dem System ist weitere Software von Medion beigefügt. Über das Medion MediaPack lassen sich Fotos bearbeiten, verwalten oder optimieren sowie Screenshots erstellen. Zudem bietet der App-Launcher von Ashampo noch das Brennen von CDs, DVDs und BR-Medien an. Da der Brenner fehlt, dürfte die Funktion eher nutzlos sein.

Auf dem Rechner ist ein 30 Tage-Version von Office 365 über eine Schaltfläche in der Taskleiste des Desktop aktivierbar. Ich habe aber gesehen, dass nur der ca. 2 MByte große Installer vorhanden ist – das Office 365-Paket wird also vom OneClick-Installer aus dem Web nachgeladen und dann installiert. Da das Paket nach 30 Tagen ausläuft, habe ich das nicht weiter angetestet. Damit möchte ich den heuten Beitrag schließen. In einem weitere Beitrag gehe ich vielleicht auf das Thema Miracast-Unterstützung und andere Funktionen ein.

Artikelreihe:
x1: MEDION® AKOYA® P2212T Konvertible am 6.3 bei Aldi Süd
x2: Hands-on: MEDION® AKOYA® P2212T Konvertible–Teil 1
x3: Hands-on: MEDION® AKOYA® P2212T Konvertible–Teil 2

x4: MEDION AKOYA P2212T: Windows 8.1-Backup im Hands-on – 1
x5: MEDION AKOYA P2212T: Windows 8.1-Restore im Hands-on – 2

x6: Medion Akoya P2212T Konvertible: Installationsfragen – Teil 1
x7: Medion Akoya P2212T Konvertible: Installationsfragen  – Teil 2

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a1: Win 8: Windows Features werden konfiguriert
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a5: Partitionierung bei Medion Windows 8-Systemen
a6: Medion Akoya P6640 Notebook: BIOS/UEFI-Tipps
a7: Medion Akoya P7818 Notebook für 499 Euro bei Aldi
a8: Medion Akoya P6640 Notebook: Tipps zum Einrichten
a9: Enträtselt: Windows 8 auf Medion-Systemen auffrischen

 


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4 Antworten zu Hands-on: MEDION® AKOYA® P2212T Konvertible–Teil 2

  1. Günter Born sagt:

    Ergänzungen und Troubleshoothing

    Hier noch ein paar Fundstellen im Web, wo es um Probleme geht. Einige Problemlösungen habe ich ja in der Artikelreihe angesprochen.

    Ein Problem ist wohl das Touchpad, welches an meinem Testgerät immer mal wieder sporadisch ausfällt. Da hat ein Factory-Reset auf Werksauslieferungszustand bisher das Teil wieder zum Laufen gebracht.

    Bei der HDMI-Ausgabe ist mir bei einem Test aufgefallen, dass das Display stark flackerte. Ein automatischer Update des Grafikkartentreibers scheint da Besserung gebracht zu haben.

    Eine Tasche (Case) gibt es von Medion ja nicht. Einige Leute haben sich bei Amazon.de das Navitech Case gekauft und sind zufrieden damit.


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  2. Ludwig Vallee sagt:

    Hallo Herr Born,

    vielen Dank für solch tolle Artikel ,die auch in die Tiefe gehen und einen interessierten
    Laien mit Hang zum experimentieren motivieren, selbst alles einmal nachzuvollziehen.
    Mit Spannung sehe ich weiteren Berichten entgegen (z.B. Miracast !)

    Mit freundlichen Grüssen

    Ludwig Vallee

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  4. Kai Wagner sagt:

    Guten Tag,

    ich habe die vorinstallierten Partitionen gelöscht.
    nun benötige ich alle Treiber für das Medion Akoya P2212T.

    Kann mir diese jemand zum Download zur Verfügung stellen, oder diese DVD-Daten online stellen oder irgendwie anders zukommen lassen?
    https://www.borncity.com/blog/wp-content/uploads/2014/03/Recover_thumb.jpg

    Danke für Eure Unterstützung!!!

    • Günter Born sagt:

      Kontaktiere den Medion-Support (die Treiber sollten zudem im Medion-Supportbereich zu finden sein).

      Wenn Du da nicht weiter kommst, stelle eine Anfrage in der Medion Community.

      Ich kann das a) aus Lizenzgründen und b) aus technischen Gründen (das P2212T habe ich nicht mehr und die Partition des P2214T ist hier beim Vorserienmodell, was ich noch habe, weitgehend leer, ein Upload bräuchte zudem wohl Tage) nicht.

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