Microsoft-Konto: Gesperrt oder gehackt, das braucht Microsoft

Wird ein Microsoft-Konto, zum Beispiel durch Missbrauch, plötzlich gesperrt oder wird es gehackt, ist guter Rat teuer. Bei einem gehackten Microsoft-Konto gibt es aber gewisse Möglichkeiten, wie deren Besitzer über Microsoft wieder die Kontrolle erlangen können. Hier ein kurzer Überblick.


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Was passiert, wenn ein Microsoft-Konto vom Hersteller als kompromittiert angesehen und gesperrt wird? Wird ein Outlook-Konto (outlook.de etc.) gehackt und plötzlich als Spam-Schleuder missbraucht, sperrt Microsoft. Oder man hat seine Zugangsdaten vergessen und kommt nicht mehr an sein Microsoft-Konto heran. Hinzu kommen noch die im Beitrag Tretmine Microsoft Konto: Willkürliche Sperre bei Online-Funktionen angerissenen Kontensperrungen.

In Fällen, wo das Konto plötzlich nicht mehr zugreifbar ist, bleibt nur noch der Kontakt mit Microsoft, in der Hoffnung, wieder Zugriff auf sein Konto zu bekommen. Ich hatte das Thema 2014 bereits schon einmal zusammen mit MVP-Kollege Hans Brender mit Microsoft abgeklärt und im im Blog-Beitrag Microsoft-Konten gesperrt, und nun?  aufbereitet. Inzwischen sind aber viele der dortigen Informationen überholt.

Wiederherstellung nach Microsoft Kontensperre

Martin Geuß hat dann auch gleich neben dem Thema Kontensperre auch dessen Wiederherstellung in einem zweiten Artikel aufgegriffen. Was braucht man bei einem gehackten gesperrten Benutzerkonto, um wieder die Kontrolle zu erlangen?

Der erste Ratschlag von Martin Geuß besteht darin, die Zweifaktor-Authentifizierung für Microsoft-Konten zu aktivieren. Das ginge mit der Microsoft Authenticator-Apps; Martin hat die Schritte in dieser Anleitung auf Dr. Windows beschrieben. Ist das Microsoft-Konto gesperrt, kann man versuchen, über das Wiederherstellungsformular den Support davon zu überzeugen, dass man der Besitzer des Microsoft-Kontos ist. Microsoft hat die Artikel So stellen Sie ein gehacktes oder manipuliertes Microsoft-Konto wieder her und Zurücksetzen oder Wiederherstellen Ihres Microsoft-Kontos zum Thema veröffentlicht.

Martin Geuß hat in seinem Artikel hier mal prophylaktisch  die Informationen zusammen gestellt, die man im Wiederherstellungsformular angeben sollte, um hoffentlich wieder an sein Konto heran zu kommen. Seine Empfehlung lautet: Stellt euch die Informationen zusammen, solange noch das Konto in eurer Gewalt ist. Vielleicht hilft es mal weiter.

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6 Antworten zu Microsoft-Konto: Gesperrt oder gehackt, das braucht Microsoft


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  2. woodpeaker sagt:

    Wahnsinn!
    Wer diese Datenklauerei mitmacht sieht nicht, dass gegen alle Regeln und Gesetze verstoßen wird!

    Noch mal aufgelistet:

    Name
    Geburtsdatum
    Land / Region
    Region / Bundesland
    Postleitzahl
    Skype Benutzername
    Vier E-Mail-Adressen aus dem persönlichen Adressbuch
    Den Betreff von vier E-Mails, die über dieses Konto verschickt wurden
    Fünf Namen aus der Skype-Kontaktliste
    Vier Telefonnummern, die via Skype angewählt wurden
    Vier IP-Adressen, von denen aus man persönlich auf das Konto zugegriffen hat
    Datum, an dem das Microsoft-Konto erstellt wurde
    Datum der letzten erfolgreichen Anmeldung
    Datum der letzten Kennwort-Änderung
    Alternative E-Mail-Adressen oder Telefonnummern, die in dem Konto hinterlegt sind
    Ort, an dem das Konto erstellt wurde
    Zuletzt getätigte Hardware- oder Software-Käufe mit diesem Konto
    Die letzten vier Stellen der als Zahlungsmittel hinterlegten Kreditkarte
    Ablaufdatum der hinterlegten Kreditkarte
    Xbox GamerTags, die dem Konto zugeordnet sind
    Seriennummer der verknüpften Xbox-Konsole
    Geräte-ID der Xbox One oder Xbox 360

    Da hat ja selbst unser Staat weniger über uns.
    Und was macht die Politik? NICHTS.
    Somit wird eine illegale Datensammlung per se geduldet.
    Wo sind die ganzen Datenschutzbeauftragten um dieses Treiben anzuprangern?

    Und last but not least: Soll man sich wegen den Räubern jetzt noch eine X Box zulegen?

    Und eigentlich müsste ich jetzt alle Leute verklagen, die meine persönlichen Daten (Mail etc.) unberechtigter Weise an Dritte (Microsoft) weitergeben ohne meine Zustimmung.

    Sind wir inzwischen wirklich so blöd oder auf dem Weg so blöd zu werden?
    UNFASSBAR!

    • Steter Tropfen sagt:

      Stimmt: Sobald man mit irgendwem übers Internet Kontakt pflegt, ist man ungefragt der Neugier der Provider ausgeliefert. Es nützt mir nichts, dass ich selbst dankend auf Dienste wie Microsoft-Konto, Google-Terminkalender, WhatsDepp u.a.m. verzichte: Nahezu alle meine Bekannte füttern die Datenkraken mit meiner Wohn- und Mail-Adresse, meiner Telefonnummer, meinem Gesicht und mit unseren gemeinsamen Terminen.
      Nun habe ich auch einige technisch wenig gewiefte Bekannte, für die das Smartphone das einzige Tor zum Internet darstellt. Die haben natürlich alle eine Mailadresse nach dem Schema „vornamename123@gmail.com“ – alles, was wir uns mailen, liest Google mit. Das kann man denen tausendmal erklären und sie bitten, sich doch ein unabhängiges Mailkonto zuzulegen. Keine Chance, da durchzudringen:
      Eine Großteil der Menschen balanciert mit hängender Zunge und angespanntem Gesicht auf dem Grat der digitalen Welt und sagt „Lenk mich doch jetzt nicht ab mit deinen Ermahnungen. Ich bin ja schon froh, wenn ich hier überhaupt irgendwie durchsteige!“

  3. Herr IngoW sagt:

    Die “Zweifaktor-Authentifizierung” ist auf jeden Fall erst mal besser als ohne diese.
    Sollte bei wichtigen Konten eigentlich immer so sein.
    Die ganzen Daten die abgefragt werden, hat MS ja. Die wollen ja wissen, ob Du der jenige bist, der den Antrag stellt, also muss MS auch wissen ob DU selbst Deine Daten weist. (die E-Mail-Adresse reicht da natürlich nicht)
    Denn es kommt ja keiner zu Dir nach Hause, um dich persönlich zu befragen.

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  5. Seita sagt:

    Herr IngoW sagt:
    ” Die ganzen Daten die abgefragt werden, hat MS ja. ”

    Und genau das ist beängstigend.

    Ich kan mich nicht mal mehr selber schützen, wenn alle meine Freunde und Bekannte die Datenkraken mit meiner Wohn- und Mail-Adresse, meiner Telefonnummer, meinem Gesicht usw. füttern.
    Und das überall.

    • 1ST1 sagt:

      Hier kann man einfach nur darauf hoffen/vertrauen, dass Microsoft die DGVO einhält. Nach den Statements auf der Webseite tun sie das.

      So und jetzt schnappen wir uns alle mal unsere Android und iOS Smartphones und öffnen da mal die Kontakte-App und den Messenger und denken mal nach.

      Ich hätte da einen Tipp – machen wir es doch wieder wie füher:

      [img]https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/c/cd/Adressbuch_Workshop.jpg[/img]

      Oder alles im Kopf behalten…

  6. teletest sagt:

    Und wenn man sich erst mal vorstellt, da gibt es öffentliche Bücher wo Namen, Adressen und Telefonnummern drin stehen. Was ist dir denn bisher schlimmer passiert mit diesen Daten?

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