HUAWEI Ascend Y 300–Einsteiger-Smartphone im Test III

In Teil 1 und Teil 2 wurde das Ascend Y 300 Einsteiger-Smartphone des chinesischen Hersteller Huawei kurz vorgestellt. In Teil 3 geht es um die auf dem Gerät vorinstallierten Apps sowie um einen abschließenden Eindruck.


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Geräteparameter, Akku-Laufzeit, Prozessorleistung

Mittels der kostenlose App Android Status habe ich die Geräteparameter abgefragt. Es wird eine ARMv7-CPU mit einer Frequenz von 1 GHz bestätigt. Die Prozessorleistung mit 1 GHz sollte bei der Dual Core-CPU für Android 4 eigentlich in Ordnung sein – ich habe mit deutlich schwächeren Geräten bereits vernünftig arbeiten können.

Status01

Von den 512 MByte RAM stehen Android 394 MByte zur Verfügung – wobei 56 MByte frei verfügbar ausgewiesen werden. Der interne NAND-Speicher (User-Datenbereich) wird mit 1,1 GB ausgewiesen, wobei 740 MByte frei sind. Da ich in der Vergangenheit schon mal schlechte Erfahrungen mit dem WLAN-Empfang gemacht habe, habe ich die Signalstärke in Android Status abgefragt. Diese liegt bei –45 bis –50 dBA, was in Ordnung ist.

Die Akkulaufzeit habe ich nie gestoppt, aber in den am Artikelende verlinkten Testberichten wird diese als sehr gut (Langläufer) angegeben.


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Audio- und Videowiedergabe

Das Ascend Y 300 ist mit einem Musik-App (Ordner Medien), einer Youtube-App (Ordner Google Apps) und einem UKW-Radio (Ordner Tools) ausgestattet. Die UKW-Radio-App funktioniert nur bei eingestöpseltem Ohrhörer (da das Kabel auch als Antenne verwendet wird). Ähnlich wie beim Huawei Ideox X3 oder beim Ascend G 300 hat mich die App nicht wirklich überzeugt. Die automatische Sendersuche dauerte extrem lange und nur starke Sender in guter Qualität konnten empfangen werden.

Das hier in der linken unteren Ecke sichtbare Lautsprechersymbol ermöglicht die Umschaltung der Audioausgabe zwischen internem Lautsprecher und Ohrhörer-Set (wobei dieses auch bei der internen Lautsprecherausgabe in der Audio-Klinkenbuchse eingestöpselt sein muss). RDS wird nach meinem bisherigen Wissen nicht unterstützt (beim SP-140 kann die FM-Radio-App das beispielsweise).


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Zur Wiedergabe von MP3-Dateien  ist wenig zu sagen – einige Testdateien auf einer microSD-Karte wurden problemlos wiedergegeben. Von der Klangqualität der internen Lautsprecher war ich positiv überrascht.

Was etwas doof ist: Sobald das Smartphone per USB-Kabel an einem Rechner hängt, entzieht Android den Apps den Zugriff auf die microSD-Karte, so dass keine Musik oder Videos mehr abgespielt werden.

Eine Video-Player-App ist nicht vorhanden. Man kann aber im Ordner App-Verwaltung den Datei-Manager aufrufen, zum Ordner mit den Videos navigieren und dort die Videodateien (.MP4) anwählen. Dann werden die Videos abgespielt. Fremdformate wie .WMV, .MOV oder .MPEG2 sind nicht abspielbar. Ich habe aber den MX Player aus dem Google Play Store heruntergeladen und konnte anschließend auch solche Videos wiedergeben. Bei hochauflösenden Videos ist mir aufgefallen, dass zwar das Bild ruckelfrei am Display erschien – es gab aber Aussetzer beim Ton. Da das Gerät keine microHDMI-Schnittstelle (oder MHL-Fähigkeiten) aufweist, war eine externe Videowiedergabe nicht möglich.

Ich habe auch einige Youtube-Videos über die Youtube-App (Ordner Google Apps) angetestet. Sofern Youtube die Videos genügend schnell streamen konnte, wurden die auch korrekt wiedergegeben. Die Wartezeiten, bis die Streaming-Daten von der Youtube-App angezeigt wurden, waren erfreulich kurz. Auf dem kleinen Display dürfte “HD-Genuss” eh begrenzt bleiben.

Foto- und Videoaufnahmen

Die 5 MPixel Rückseitenkamera besitzt einen Autofokus und einen LED-Blitz und kann Videos (laut Hersteller) mit 720p (1280×720) aufnehmen – ich an einem aufgenommenen Video nachgemessen – die Auflösung betrug 800 x 480px. Das Testvideo wurde ohne Bildfehler und Ruckler als .MP4-Datei auf der micoSD-Karte im Ordner DCIM\Camera abgelegt.

Bei Videoaufnahmen sollte eine ausreichende Beleuchtung vorherrschen. Andernfalls könnte das Ergebnis recht dunkel ausfallen. Und man braucht eine ruhige Hand, da das Videobild sonst unruhig und wackelig wirkt. Aufgefallen ist mir, dass die Lautstärke des internen Mikrofons bei Videoaufnahmen sehr leise ist (wird auch hier bemängelt). Die Videos im MP4-Format konnte ich sowohl im internen Android-Videoplayer als auch auf dem PC mit dem Windows Media Player und dem VLC-Player wiedergeben.

Im Hinblick auf Fotoaufnahmen der Rückseitenkamera gilt: Bei dunklen Innenräumen hat die Kamera Probleme (wird von anderen Testern auch bemängelt). Die Bildqualität bei gut ausgeleuchteten Szenen (im Freien an einem sonnigen Tag) ist ordentlich. In hellen Umgebungen klappt der Autofokus und die Kamera nimmt eigentlich passabel Fotos auf. Allerdings ist das Display dann nur schlecht ablesbar.

In diesem Album finden sich einige Fotos aus meinem Garten, geschossen an einem hellen Sommertag. Die Auflösung ist in Ordnung – gelegentlich hatte der Autofokus aber Probleme beim Scharf stellen. Hier ein Testfoto, welches zwar die feinen Härchen des Fingerhuts an einer Nahaufnahme zeigt, aber ingesamt ziemlich verwaschen aussieht.


Testfoto mit Huawei Ascend Y 300

Fotos kann das Ascend Y 300 zur Not auch im internen Speicher ablegen, wenn keine microSD-Karte vorhanden ist.


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GPS und Google Maps

Das Gerät ist mit einem GPS-Empfänger ausgestattet. Ich habe mir die App GPS-Status aus dem Play Store installiert und hatte im Freien sofort einen SAT-Fix. Was mich begeistert hat: Wie schnell ein SAT-Fix durchgeführt war – und selbst in meinem Büro konnte ich SAT-Signale samt einem SAT-Fix aufzeichnen – wenn auch der Fix recht lange brauchte. Da kenne ich deutlich schlechtere Beispiele.

Spiele und Flash

Die CPU-Leistung und die GPU sind für ausgefeiltere Spiele sicherlich zu schwach. Ich habe das obligatorische Angry Birds ausprobiert – dieses läuft auf dem Ascend Y 300. Flash-Unterstützung ist im Stock-Browser keine gegeben.

Abschließendes Fazit

Das Huawei Ascend Y 300 ist ein solides Android-Einsteigergerät: Gute Verarbeitung und Akku-Laufzeit, die Kamera durchaus für Schnappschüsse brauchbar. Ich konnte auch einige Android-Apps auf dem Gerät testen. Allerdings ist mir persönlich das 4 Zoll Display zu klein und an die Huawei Emotion UI kann ich mich eindeutig nicht gewöhnen. Glücklicherweise kann man die Apps aus den Ordnern zu einem der Homescreens verschieben, so dass man die Apps schneller im Zugriff hat. Was begeistert, ist der gute GPS-Empfang. Klar ist aber auch: die geringe Speicherausstattung lässt das Gerät schnell an seine Grenzen kommen. Als Smartphone für Android-Einsteiger ist das Ascend Y 300 in Ordnung und vom Preis setzt es Maßstäbe. In den kommenden Tagen gehen noch einige Artikel zu speziellen Fragen online. Danach werde ich das Testgerät an Huawei zurücksenden.

Artikelreihe:
i: HUAWEI Ascend Y 300–Einsteiger-Smartphone im Test I
ii: HUAWEI Ascend Y 300–Einsteiger-Smartphone im Test II
iii: HUAWEI Ascend Y 300–Einsteiger-Smartphone im Test III

iv: Huawei Ascend Y 300: USB-Anbindung an einen Rechner
v: Huawei Ascend Y 300: Screenshots anfertigen

Links:
1: Huawei-Produktseite
2: Download-Seite mit Handbuch
3: Technische Daten bei inside-handy.de
4: Huawei Ascend Y300 im Test – ComputerBase
5: Huawei Ascend Y300 im Test – connect
6: Günstiges Android-Smartphone mit langer Akkulaufzeit (golem.de)
7: Ascend Y 300 Daten (Huawei)
8: Ascend Y 300 Testbericht mit Youtube-Video
9: Huawei Ascend Y300-Forum bei android-hilfe.de

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c: Ice Cream Sandwich für’s Huawei MediaPad
d: Hands-on simvalley „SPX-5 UMTS“ – Teil 1
e: HUAWEI Ascend G 300 hands-on – Teil 1

f: Dateiaustausch zwischen Android und Windows I
g: Simvalley SP-140: Dateiaustausch mit Windows
h: simvalley SP-60: Speicher als Wechseldatenträger
i: MyPhoneExplorer: Zugriff auf Android-Geräte

Huawei Ascend Y 300: USB-Anbindung an einen Rechner


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