Windows 10 V1809: Upgrade-Blocker Intel Grafiktreiber

Für das Rollout von Windows 10 Oktober 2018 Update (Version 1809) gibt es einen neuen Show-Stopper. Bei Windows 10-Systemen, die bestimmte Intel Grafik-Chips aufweisen, hat Microsoft das Rollout des Feature-Updates gestoppt.


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Rückblick: Intel Audio-Treiber war schon Show-Stopper

Geht man in meine Artikel mit den bekannten Problemen in Windows 10 V1809, findet man im Beitrag Windows 10 V1809: Bekannte Probleme – Teil 1 den Hinweis auf einen Upgrade-Blocker. Wer den Intel Display Audio-Treiber intcdaud.sys auf seinem laufenden Windows 10 einsetzt, kann nicht auf die Version 1809 aktualisieren. Denn Microsoft schrieb bereits am 3. Oktober 2018, dass man die Bereitstellung von Windows 10, Version 1809, blockieren werde, bis aktualisierte Intel-Gerätetreiber auf dem laufenden Betriebssystem installiert sind. Weitere Informationen finden sich im Knowledge Base-Artikel 4465877. Bis heute hat sich am KB-Artikel nichts geändert.

Kein AMD-Radeon HD2000 und HD4000-Support

Besitzer von AMD-Systemen mit Radeon HD2000 und HD400 Grafikkarten schauen ebenfalls in die Röhre. Ich hatte im Blog-Beitrag Windows 10 V1809: Bekannte Probleme – Teil 4 darauf hingewiesen, dass der Support für diese Grafikkarten eingestellt wurde. Wer trotzdem auf Windows 10 V1809 aktualisiert, kann in diverse (teilweise gravierende) Probleme laufen.

Es ist nicht das erste Mal, dass Nutzer über die Grafikkarten-Unterstützung in die Röhre schauen. Ich hatte im Blog-Beitrag Windows 10 Creators Update, kein Support für Clover Trail im April 2017 berichtet, dass die Leute nicht auf Windows 10 V1703 aktualisieren konnten. Der Grund war die auf den Clover Trail-Chipsätzen integrierte Grafikeinheit, die keinen Support mehr erhielt. Erklärungen finden sich im Blog-Beitrag Warum gibt es das Windows 10 Clover Trail-Problem?

Next Fail: Intel Grafiktreiber als Upgrade-Stopper

Nun hat Microsoft in KB4464619 (Windows 10 Update History-Seite) zum 21. November 2018 ein weiteres bekanntes Problem nachgereicht. Das betrifft aktuell folgende Windows-Versionen:

  • Windows 10, Version 1809
  • Windows Server 2019
  • Windows Server, Version 1809

Das Upgrade auf Windows 10 Version 1809 wird geblockt, wenn auf der Maschine Intel Display-Treiber mit den Versionen 24.20.100.6344 und 24.20.100.6345 gefunden werden. Microsoft schreibt dazu:

Microsoft has identified issues with certain, new Intel display drivers. Intel inadvertently released versions of its display driver (versions 24.20.100.6344, 24.20.100.6345) to OEMs that accidentally turned on unsupported features in Windows.

Offenbar haben OEM-Anbieter fälschlich die Intel Display-Treiber mit den Versionen 24.20.100.6344 und 24.20.100.6345 ausgeliefert. Man konnte zwar auf diesen Maschinen auf Windows 10 V1809 aktualisieren. Nach dem Aktualisieren auf Windows 10, Version 1809, funktioniert die Audiowiedergabe von einem Monitor oder Fernseher, der über HDMI, USB-C oder einen DisplayPort an einen PC angeschlossen ist, aber möglicherweise nicht mehr ordnungsgemäß. Das Ganze Problem ist in diesem Microsoft Answers-Forenbeitrag thematisiert worden.

  • Zur Prüfung, ob man betroffen ist, ruft man den Geräte-Manager über das Startmenü (Suche) auf.
  • Dann sucht man den Eintrag für Intel® HD Graphics, wählt diesen mit einem Rechtsklick an und geht auf Eigenschaften.
  • Im Eigenschaftenfenster lässt sich dann auf der Registerkarte Treiber die Versionsnummer des Intel Treibers ermitteln.

Ist eine der Versionen 24.20.100.6344 und 24.20.100.6345 installiert, soll man Microsoft kontaktieren. Die im Forenbeitrag angebotene US-Support-Telefonnummer wird imho aber nicht weiter helfen. Microsoft arbeitet mit Intel zusammen, um den Fehler zu beheben und irgendwann einen aktualisierten Treiber per Update bereitzustellen.

Was mich aber stutzig macht: Im Microsoft Beitrag gibt es keine Angaben, dass man das Problem mit einem Update des Intel Grafiktreibers beheben kann. Denn auf dieser Intel-Seite gibt es einen Grafiktreiber in der Version 25.20.100.6373 vom 5. November 2018. Der soll auch das Oktober 2018 Update von Windows 10 unterstützen. Ich kann allerdings nicht prüfen, ob dadurch die in KB4464619 erwähnten Fehler behoben sind. Hilft das Update nicht, kann man nur abwarten oder auf Windows 10 Version 1803 zurückgehen, um die Ausgabe auf externe Geräte nutzen zu können. (via, via)


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16 Kommentare zu Windows 10 V1809: Upgrade-Blocker Intel Grafiktreiber

  1. Tom sagt:

    Hier gab es auch unter Windows 10 1803 mit Intel Grafik Treiber 24.20.100.6344 Probleme in der beschriebenen Konstellation. Aber durch ausschalten aller Geräte und stromlos machen, konnte die Störung (Nicht unterstütztes Audiosignal. Überprüfen Sie den Geräteausgang) behoben werden. Eine Möglichkeit auf Win10 1809 zu aktualisieren ist bisher nicht angeboten worden.

  2. Es ist VÖLLIG wurscht, welchen Intelschen Grafiktreiber irgendwer installiert: danach ist Windows UNSICHER!
    Dummerweise ist das Zeux von AMD oder nVidia auch KEINEN Deut besser…

    • Beat sagt:

      Hier bewegen wir uns auf dem Niveau Heise-Forumstroll. Ich würde konstruktive Beiträge mehr schätzen.

      • Rainer B sagt:

        Sehe ich genauso.
        Der “Stil” von Stefan Kanthak ist nicht akzeptabel. Ich kann auf seine Beiträge gut verzichten.

        • Martin Feuerstein sagt:

          Stil hin oder her, rein technischerseits hat der Stefan Kanthak schon häufig recht (zum Thema “Forentroll”). Aber für nette Formulierungen treffen wir uns hier ja nicht (kreide ich ihm auch oft genug an ;-))

          • Ich liehiehiebe es, von Volltrotteln (insbesondere solchen, die nicht mal ihren Namen schreiben können) “Forentroll” genannt zu werden.
            Ansonsten: das “schon häufig” ist überflüssig.
            Was ich schreibe stimmt!
            Dummschwätzer dürfen beispielsweise bei Intels Security Team nachfragen…

          • aDude sagt:

            LoL – hier polterts mal wieder…
            Erinnert mich an alte Zeiten in unserer damaligen Stammbeiz.
            Da hat es auch immer mal wieder “gerumpelt” und “gepoltert”!
            Oft aber hat ein weiteres Fläschchen “Sozialkompetenz” zur Befriedung gereicht.
            Ok, zugegeben, manchmal hats dann genau zum Gegenteil geführt.

            Manche müssen einfach nur öfters gestreichelt werden.

            Abgesehen davon, ich bin mir ziemlich sicher, der Stefan Kanthak wird schon wissen wovon er schreibt. “Ziemlich” deswegen, da meine Fähigkeiten zur Beurteilung auf diesem Gebiet gerade mal so weit reichen, wie hin und wieder erfolgreich meinen Namen richtig zu schreiben, vorausgesetzt dass ich diesen nicht wieder vergessen habe.

            (Da hilft auch das kleine Kärtchen nicht viel, mit Namen und Adresse, das für solche Fälle um meinen Hals gehängt wurde. Die kleinen Buchstaben kann ich eh kaum lesen und mit Buchstaben hapert es ja, sonst würde es mit dem Namen klappen ;-)

            Also, lesenswerte und informative Fakten wird man sicherlich finden!
            Außerdem kann der eine oder andere Interessierte weiteren Recherchen nachgehen.
            Von manchen Dingen habe ich überhaupt erst durch seine Beiträge erfahren. Chapeau!
            Und ja, zugegeben, schön zu lesen widerum sind viele seiner Kommentare mittlerweile nicht.
            Aber ähnlich Martin’s Aussage, zum Genuss von literarischer Kunst sind wir wohl nicht hier.
            Nebenbei bemerkt, dünnhäutig in Foren oder Blogs unterwegs zu sein ist auch nicht gerade das Grüne vom Ai ;)

            Im Großen und Ganzen ist mir persönlich der Auswurf einer Kodderschnauze weitgehend schnurz egal.
            Wie gesagt, schön ist es nicht und wundern tut’s mi net, Internet eben.
            Aber wenn Stefan Kanthak es schafft, in Beiträgen wo er Fakten und/oder groteske “Fails” ans Licht zerrt, seine verbalen Ergüsse etwas sparsamer zu “sprayen” kann es durchaus amüsant werden, auch wenn er es vielleicht nicht so beabsichtigt.
            (Kann mich an einen seiner Beiträge erinnern, da habe ich mich trotz der inhaltlichen Groteske fast weg geschmissen vor Lachen)
            Jedoch würde auch ich mir für einige seiner Auftritte in Kommentaren wünschen, wenn schon “Terminator”, dann allerdings die Zielerfassung der Verbalkanone zuvor etwas besser justieren. Es soll ja nicht die Falschen treffen, sondern die, die diese “Fails” produziert haben über die er schreibt.

            Oder… sich einfach öfters streicheln lassen ;-)

            Friedliche und insbesondere LIEBE Grüße

    • oli sagt:

      Fefe meinte auch mal vor ner Weile, dass er größere Angriffe auf Grafiktreiber erwarte und wundert sich, dass da bisher noch nichts größeres passiert ist. Ich mein, man gucke sich mal den Umfang der Treiberpakete von Intel, Nvidia und AMD an, da wunderts doch nicht, dass bei soviel Software es auch jede Menge Sicherheitslücken gibt.

      Für Nvidia nehm ich mittlerweile den “NVSlimmer” um nur noch das nötigste vom 500MB-Treiberpaket zu installieren. Ich befürchte aber, dass mittlerweile selbst die Kernbausteine so komplex sind, dass es da wohl nur mal etwas gebündelte Energie braucht, um etliche Lücken zu finden und auch für Malware auszunutzen.

  3. Mark Heitbrink sagt:

    Warum ist Microsoft verantwortlich für die Intel Treiber? Stellt euch mal vor die Upgrades würden ohne Treiberprüfung trotzdem erfolgen. Das Geheule wäre noch größer. Einigt euch mal drauf, was ihr wollt.

    MS agiert zur Zeit sicherlich unglücklich/tollpatschig/deppenhaft/inkompetent/peinlich/whatever, aber einen Strick aus einer “Fehlerprüfung” drehen ist nicht besser.

  4. Klaus Pit sagt:

    @oli,
    mich wundert, dass bei Deinem “NVSlimmer” sich Herr Born nicht meldet. :)

    • Günter Born sagt:

      Es gab einen Artikel dazu. Mehr tut nicht nötig! Ich gebe lediglich Hinweise, die Schlüsse muss jeder selbst ziehen.

    • oli sagt:

      Kannte den Artikel von Günther noch gar nicht und auch wenn das Tool sicherlich seine programmiertechnischen Probleme hat, was würde es denn großartig ändern, wenn das Tool perfekt programmiert wäre? Ich muss dem Programm doch so oder so vertrauen – genauso wie ich dem Nvidia-Treiber vertrauen muss. Und beim Nvidia-Treiber weiß ich ja schon, dass dieser z.B. Telemetriedaten sammelt/versendet oder Dienste installiert, die ich gar nicht brauche. Das ist ja überhaupt erst der Grund, dieses Tool einzusetzen.

      Mir wär natürlich auch lieber, wenn die Leute keine Nvidia-Produkte kaufen würden und als Grund angeben würden, dass der Treiber (bzw. der Rest drumrum) Mist ist. Dann wäre Nvidia evt. gezwungen endlich wieder Treiber herauszubringen, die die Feature-Auswahl (inkl. Telemetrie) dem Benutzer überlassen oder per Default nur den Basis-Treiber installiert. Dann wäre nämlich das Tool vollkommen überflüssig und ich hätte ein Vertrauensproblem weniger :F.

      • Günter Born sagt:

        Zu ‘Ich muss dem Programm doch so oder so vertrauen’ – imho falscher Gedankenansatz. Klar vertraue ich einem Programm, wenn ich es einsetze. Mein Hinweis geht aber in die Richtung: Wenn es nicht sauber implementiert ist, fange ich mir ein Risiko ein, dass eine Schwachstelle potentiell von Malware missbraucht werden kann.

        Daraus ergeben sich zwei Implikationen:

        a) Ich sollte das wissen und im Hinterkopf behalten – und
        b) wenn der Tool-Entwickler die Schwachstelle beseitigt, wäre das nicht verkehrt.

        Ob b) eintritt, wird man sehen. Solange aber niemand darüber schreibt, ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich da was ändert, gleich Null. Ich hege ja immer noch die Hoffnung, dass durch meine Artikel eine Sensibilisierung erfolgt.

        • oli sagt:

          Ich sag ja auch nicht, dass man die schlechte Programmierung ignorieren bzw. einfach so hinnehmen soll (daher find ich auch solche Aufkllärungs-Artikel wie deine wichtig).

          Trotzdem bist du bei dem NVSlimmer als portables Offline-Tool dann aber bei nem eher schlechten Beispiel. Im Gegensatz z.B. zu den Nvidia-Diensten läuft das Programm ja nicht nur offline, sondern ich ich muss es nicht installieren und brauche es im Grunde nur einmal pro Treiber-Upgrade ausführen.

          Und wenn ich schon diesem einmaligen Ausführen des Programms misstraue, dann ist es vollkommen egal, ob es gut oder schlecht programmiert ist.

          Was anderes wäre es, wenn das Programm sich im System dauerhaft verewigen würde (Autostart, Task, Dienste etc.) und obendrein vlt sogar Informationen/Daten übers Internet austauschen würde, wie es ja z.B. die Dienste von Geforce Experience tun. Da bin ich dann vollkommen bei dir.

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