Veeam bekommt (bald) Proxmox-Support – Vorstellung im Juni 2024

Amazon[English]Der Anbieter von Backup-Lösungen, Veeam, hatte ja schon länger über einen Support der Virtualisierungsplattform Proxmox nachgedacht. Nun will Veeam auf der Veranstaltung VeeamON 2024 Anfang Juni 2024 diese Lösung erstmals vorstellen. Wer also Veeam zur Datensicherung von VMware-Produkten nutzt und zu Proxmox VE wechselt, kann auch dort eine entsprechende Unterstützung erwarten.


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Anfang 2024 angekündigt

Ich hatte es bereits Anfang Januar 2024 im Beitrag Veeam strebt Unterstützung für Proxmox und Oracles Virtualisierung an aufgegriffen. Veeam, Anbieter von Backup-Lösungen, gab bekannt, dass man inzwischen Wege untersucht, um künftig die Virtualisierungslösung Proxmox VE zu unterstützen. Auch Oracle Linux KVM steht auf der Agenda von Veeam und soll mit dem nächsten Produktrelease bereits unterstützt werden.

"Wir erforschen Proxmox und erstellen Prototypen, um zu sehen, was im Bereich Backup möglich ist", erklärte Anton Gostev, Veeams Senior Veep für Produktmanagement, am 11. Januar 2024 in diesem Forenpost. Und in diesem Post bestätigt ein weitere Veeam-Produktmanager, Fabian Kessler, dass man an der frühen Entwicklung einer Proxmox-Backup-Lösung sitzt. Kesslers Beitrag erschien in den Veeam-Foren im Thread mit dem Titel "Broadcom/VMware-Debakel", in dem sich Veeam-Benutzer über die Maßnahmen von Broadcom beklagen.

Veeam Proxmox VE-Support ist (fast) fertig

Ich hatte es die Tage bei den Kollegen von administrator.de gelesen, Veeam will auf seiner Konferenz VeeamON 2024, die vom 3. bis 5. Juni 2024 im Diplomat Resort in Fort Lauderdale, Florida, stattfindet, seine Lösung mit Proxmox VE-Unterstützung präsentieren. Im Veeam-Beitrag New addition to the Veeam Data Platform will be showcased at VeeamON 2024 event, highlighting how it simplifies data management and enables cyber resiliency heißt es, dass die Veeam Unterstützung der Proxmox VE-Virtualisierungsplattform von Veeam-Kunden aus kleinen und mittelständischen Unternehmen (SMB) und von Service Providern immer wieder gefordert wurde.

Die erste Version wird nun fertig sein, denn Veeam verspricht, dass die neue Datensicherungsfunktion zum ersten Mal während der VeeamON 2024 live und online präsentiert werde. Veeam unterstützt derzeit bereits VMware vSphere, Microsoft Hyper-V, Nutanix AHV, Oracle Linux Virtualization Manager und Red Hat Virtualization, sowie AWS, Azure und Google Cloud. Bald wird die Veeam Data Platform, die Datensicherheit, Datenwiederherstellung und Datenfreiheit ohne Plattform- oder Cloud-Lock-in bietet, den Proxmox VE Hypervisor zur Datensicherung unterstützen.

Das soll die Plattform können

Der Hersteller schreibt, dass die Proxmox VE-Unterstützung von Veeam unter anderem die nachfolgenden Features bereitstellen werde:

  • Unveränderliche (Immutable) Backups: Backups von Proxmox VE-VMs lassen sich On-Premises und in der Cloud speichern. Die speicherbasierter Unveränderbarkeit der Daten soll vor Verschlüsselung durch Ransomware, versehentlichem Löschen oder böswilliger Zerstörung bei Cyberangriffen schützen. Dabei lässt sich auch die native Unterstützung für Bänder und rotierende Laufwerke (Airgap) nutzen.
  • Unveränderte Backup-Leistung: Dank der fortschrittlichen CBT-Integration (Changed Block Tracking) und dem Hot-Add-Backup-Modus sollen Proxmox VE-Anwender jetzt schnellere und effizientere Backups virtueller Maschinen (VM) durchführen können. Das soll Unterbrechungen durch langwierige Backups minimieren und einen reibungslosen Tagesbetrieb gewährleisten.
  • Veeam BitLooker: Durch den automatischen Ausschluss von ungenutzten Festplattenblöcken, die beispielsweise zu gelöschten Gastbetriebssystemdateien gehören, steigert diese intelligente Funktion die Backup-Leistung erheblich und spart gleichzeitig wertvollen Speicherplatz.
  • Flexibilität bei der Speicherung: Durch die Unterstützung aller Veeam Backup & Replication® Backup-Repository-Typen, einschließlich gehärteter Repositories und Objektspeicher, sollen sich Backup-Repositories von jedem beliebigen Speicher erstellen lassen.
  • Freiheit der vollständigen VM-Wiederherstellung: VMs von wichtigen Virtualisierungsplattformen wie VMware vSphere, Microsoft Hyper-V oder der Public Cloud können umgehend in Proxmox VE wiederhergestellt werden – wodurch Ausfallzeiten reduziert und die Produktivität maximiert werden sollen.
  • Erweiterte granulare Wiederherstellungsfunktionen: Die mühelose Identifizierung und schnelle Wiederherstellung aller geänderten und gelöschten Dateien, z. B. aufgrund eines Ransomware-Angriffs, soll für Geschäftskontinuität und Sicherheit bei unerwartetem Datenverlust oder ungeplanten Unterbrechungen sorgen.

Insgesamt klingt das alles vielversprechend, aber es bleibt abzuwarten, was die erste Live-Demo von Proxmox VE Backup auf der VeeamON 2024 für einen Eindruck hinterlässt und wann das Produkt für Endkunden verfügbar ist.

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12 Antworten zu Veeam bekommt (bald) Proxmox-Support – Vorstellung im Juni 2024

  1. John Doe sagt:

    Klingt erstmal klasse. Ist aber für die hauseigene Lösung von Proxmox den PBS eher schlecht. Wir werden sehen wer sich auf Dauer "besser" macht.

  2. Hanz Dampf sagt:

    Oh das ging ja fix, das wird der Migration weg von VMware einen ordentlichen Schub geben.

    • rpr sagt:

      Abwarten aber ja das liest sich gut.
      Kleine User hatten ja mit dem Backup von Proxmox schon eine Option und große Anlagen/ Umzüge dürften nicht nur an Problemen mit dem Backup aktuell noch scheitern.
      Wenn sie da auch eine freie Version anbieten wird es auf jeden Fall interessant.
      Gruß

    • Joerg sagt:

      Ist aber auch eine Frage ob sich die Umstellung finanziell lohnt, wir haben rund 20% Mehrkosten bei den Lizenze, ist zwar unschön aber in Summe wäre ein Wechsel auf Proxmoxx für uns teuer (nutzen nur die Standard Version).

      Bei Enterprise Plus Lizenz sähe das schon anders aus, da rechnet sich das wiederrum.

      Aber, wir haben noch gut 1,5 Jahre Zeit um uns das anzuschauen.

  3. michael sagt:

    Bald muß sich Broadcom nur noch auf 10 esxi-Kunden konzentrieren.

    • Fritz sagt:

      Hatten sie doch letztes Jahr so angekündigt.
      Spannende frage ist eher, wie viele lizenzpflichtige Cores diese Kunden betreiben.

      Damals gab es Informationen nur "auf Einladung", vermutlich hatte eine erste Analyse der Kundenbasis ergeben, daß es welche mit hohem LockIn-Faktor (z.B. Goberment- oder Military Clouds) gab, den ganzen Mittelstand hat man erst dazugenommen, als diese meuterten und die Publicity zu schlecht wurde.

  4. Tomas Jakobs sagt:

    Wer vom vmware/Broadcom Desaster kommt, von dem sollte man annehmen, dass dieser die richtige Lektion gelernt hat: Nie wieder sich und seine Infrastruktur in eine proprietäre Zwangs-Abo-Falle eines Herstellers begeben. Ausgerechnet Veeam ist da das letzte, was da jemand wählt. Ich sehe da andauernd nur gescheiterte Backup-Konzepte der typischen Wald-Wiesen-Windows Admins, die bei abgefackeltem und vrschlüsseltem AD vor dem Scherbenhaufen stehen.

    PBS + urbackup oder Bacula, meinetwegen die eigene GitOps Workflow (Power)Shellskripte… alles ist besser als Veeam, Acronis & Co

    • Stefan (AT) sagt:

      Klar, Veeam ist ja nur Weltmarktführer weil alle außer dir keine Ahnung haben, ist klar.

      @Topic. Nutze zwar kein Proxmox, finde den Schritt aber wichtig um vielleicht noch sich Überlegende Unternehmen zu Proxmox zu bewegen.

  5. IT-Nadja sagt:

    Für Backups empfehle ich dd. Open Source klein und einfach.

  6. Fred Mayer sagt:

    Finde ich mal gut, denn dann kann ich alle VM Hosts mit einer Lösung sichern, sowohl den VMWare Bestand als auch die neue ProxMox Generation.

    Aber das eigentliche Feature, das mich interessiert, und nicht so richtig besprochen wird: Wiederherstellung der VM in ProxMox unabhängig von der Quelle. Das klingt für mich nach dem automatisierten Migrationstool, das ich gesucht habe. Keine Downtime, ebenfalls gut. Das einzige Problem können noch Treiberprobleme in Windows werden, aber da kann man ja vorab provisionieren.

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