MS-Gängelung I: Zwangsupgrade auf neues Outlook

Microsoft arbeitet momentan hart daran, seine Nutzer zu vergrätzen. In Teil 1 geht es um das Ansinnen Microsofts, den Nutzern von Windows die Mail- und Kalender-App durch das neue Outlook zu ersetzen. Mir liegen seit Tagen neue Berichte von Blog-Lesern vor, wo "zwangsumgestellt wurde" – aber das Thema mäandert bereits seit April 2023 durch den Blog, wo es erste Nutzer mit der Umstellung erwischte. Inzwischen wächst sich der Vorgang in meinen Augen zum Skandal aus. Daher ein kleiner Artikel mit einer Aufbereitung des Sachverhalts samt Rant zu diesem Thema.


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Die neue Outlook-App

Microsoft ist ja seit Anfang 2023 dabei, seine Outlook-App als Mail-Client an die Nutzerschaft zu bringen. Auch wenn der Name "Outlook" auf diese App geklebt wurde, hat dies nichts mit dem konventionellen Outlook-Client in Microsoft Office zu tun. Vielmehr ist es ein "something" (irgendwas), von Microsoft mit klingendem Namen ausgestattet, welches behauptet, irgendwie Mails und Termine für die Nutzer verwalten zu können.

Ein normaler Mensch würde annehmen: Microsoft hat ein gutes Produkt entwickelt, stellt das bereit und die Leute hüpfen auf das neue Outlook und gut ist. Beim Google Chrome-Browser hat das beispielsweise hervorragend geklappt – aber der ist ja auch nicht von Microsoft. Das Teil ist sogar so gut, dass Microsoft seinen eigenen Edge-Browser gekickt und auf den Google Chrome als Basis für seinen neuen Edge-Browser gesetzt hat. Aber auch hier schafft Microsoft es mit Verschlimmbesserungen die Leute mit dem Edge Browser zu vergrätzen.

Zurück zum "neuen Outlook-Client". Microsofts Idee ist es, die in Windows enthaltene "Windows Mail- und Kalender-App" durch das neue Outlook für Windows zu ersetzen. Dazu ist erst einmal nichts zu sagen – wenn der Name der App sich ändert, die aber mindestens die gleichen Funktionen, aber mehr Vorteile bietet und sonst keine Einschränkungen gegenüber der ersetzten App hat, her damit. Zudem gibt es ja noch den richtigen Outlook-Client als klassische Windows-Anwendung, der mit Office gekauft werden kann, den können ja professionelle Anwender einsetzen und gut ist?

Leider weit gefehlt, denn die neue Outlook-App kommt aus dem Store, soll langfristig das klassische Outlook ersetzen und ist schon seit Monaten für argen Ärger gut. Es gab bereits im April und Mai 2023 erste Fälle, in denen Nutzer sich darüber ärgerten, dass ihnen plötzlich und ungewollt eine neue Outlook-App auf ihren Systemen mit Microsoft/Office 365 installiert wurde.

Ich hatte dies im Beitrag Microsoft 365: Neue Fälle von installierter neue Outlook-Preview aufgegriffen. War die Fortsetzung des Ende April 2023 erschienenen Blog-Beitrags "Testen Sie"-Falle beim neuen Outlook 365-Client; Bug im Outlook für Web, der berichtet, dass Microsoft aktuell versucht, Nutzer zum Testen der neuen Outlook-App zu animieren.

Die Leute haben Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt, um zurück zum klassischen Outlook zu gelangen. Gut, war eine Preview, konnte "ein Fehler mit der Installation sein" und mit der Final wird das alles besser. Zudem gab es im neuen Outlook einen Schalter, um zur alten Version zurück zu kommen.

Microsoft Outlook-App-Fahrplan

Mit der Zeit kristallisierte sich heraus, dass Nutzer so gut wie nicht an der neuen Outlook-App vorbei kommen. Ich hatte es 2023 im Blog-Beitrag Microsoft 365: Ende August 2023 werden erste Nutzer von Windows Mail und Calendar auf das neue Outlook umgestellt aufgegriffen. Microsoft will Nägel mit Köpfen machen, denn die Umstellung soll ab September 2024 erfolgen. Zuerst sind die Nutzer der in Windows enthaltenen "Windows Mail- und Kalender-App" dran. Diese erhalten ggf. in der Mail- und Kalender-App einen Hinweis (Mail-Tipp), der sie über die Änderung bzw. den Umstieg auf die neue Outlook-App informiert. Nach der Umstellung soll laut Microsoft folgendes gelten:

  • Benutzer können die Mail- und Kalender-Apps aus Windows nicht mehr verwenden oder herunterladen.
  • Benutzer mit einem Microsoft 365- oder Office 365-Abonnement mit Zugriff auf die Microsoft 365-Desktopanwendungen können das neue Outlook für Windows verwenden.
  • Benutzer ohne ein solches Abo können das neue Outlook für Windows mit jedem persönlichen E-Mail-Konto (Outlook.com, Google Mail usw.) auch ohne Abonnement verwenden.

Microsoft hat einen Beitrag Outlook for Windows: The Future of Mail, Calendar and People on Windows 11 veröffentlicht, der diese Pläne vage für "2024" beschreibt und angibt, dass neue Windows 11-Installationen bereits ab 2024 mit dem neuen Outlook als App ausgeliefert werden. Dort hieß es aber, dass auf bestehenden Systemen Windows Mail und Calendar (sowie die People-App) noch bis Ende 2024 verfügbar seien. Es wäre also noch ein Jahr Zeit.


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Beobachtungen der Leser

Es ist zum Mäusemelken mit Microsoft, statt den Leuten eine Auswahl zu bieten, was genutzt werden soll, versucht der Konzern mit fiesen Drückerkolonnenmethoden die Nutzer auf seine Produkte zu zwingen. Das Zwangsupgrade der in Windows enthaltenen "Windows Mail- und Kalender-App" schlägt nun im Jahr 2024 unbarmherzig zu. Ich hatte ja im Blog-Beitrag Neuer Outlook-Client: Erweiterter Test in Unternehmen im Januar 2024 angedroht, dass es dieses Jahr "lustig" mit dem neuen Outlook-Client werde. Microsoft schiebt das Teil auf die Nutzersysteme, auf Teufel komm raus.

Eine erste Leserbeschwerde 8. Feb. 2024

Zum 8. Februar 2024 erreichte mich die Mail von Stefan R. mit dem Betreff "ungefragt und ungewollt Installation des New Outlook", der sich ganz entrüstet zeigte, weil Microsoft ihm in die Parade gefahren war.

Wollte gerade mit der Mail und Kalender App meine Emails abrufen als Windows 10 Pro 22H2 ungefragt anfing mir das New Outlook runterzuladen und zu installieren.

Hab es direkt in der Firewall geblockt und konnte es anschließend wieder deinstallieren.

Tja, damit bewegen wir uns im Kontext dessen, was ich in obigem Abschnitt skizziert habe. Wer die Mail und Kalender-App in Windows verwendet, wird mit der neuen Outlook-App zwangsbeglückt. Daher habe ich das "Event" hier im Blog nicht aufgegriffen, die Mail aber mal aufgehoben.

Zweite Leserbeschwerde 21. Feb. 2024

Zum 21. Februar 2024 schlug dann die nächste Mail von Blog-Leser Rocco S. mit dem Betreff "Die neue Outlook App" bei mir ein. Auch dort wurde die erwähnte Mail und Kalender-App in Windows verwendet. Der Leser machte folgende Beobachtung:

Als ich heute die Mail und Kalender App in Windows 11 öffnete, schloss sich das Fenster von selbst und es begann ein Update-Prozess zum neuen Outlook, den ich nicht unterbrechen konnte. Nach einer Weile öffnete sich das neue Outlook und ich war gezwungen mich mit einem Microsoft Account anzumelden. In weiterer Folge sollte dieser Account auch für alle Windows Apps angewendet werden. Die Frage nach der Übermittlung von Daten habe ich abgelehnt.

Danach öffnete sich das neue Outlook mit dem E-Mail-Konto des bei der Installation angegebenen Microsoft Accounts. Alle anderen Konten, die zuvor in Mail und Kalender angezeigt wurden, waren jedoch verschwunden. Dazu muss ich sagen, dass ich eigene Domains besitze und ausschließlich die E-Mail-Konten dieser Domains verwende. Accounts von GMX, Gmail, Hotmail, MSN und Co. habe ich nicht.

Gott sei Dank gab es die Möglichkeit, über einen kleinen Schalter in der rechten oberen Ecke des Outlook-Fensters wieder zur alten Mail und Kalender App zurückzukehren.

"Tscha, Pech gehabt, wer die Mail und Kalender-App nutzt, wird mit Entzug und Upgrade bestraft, selbst schuld", schoss es mir durch den Kopf,  schreibe ich hier aber nicht so deutlich, sondern denke es nur. Aber das Beef steckt zwischen den Zeilen: Durch die neue Outlook-App gehen nicht nur die Konten eigener Domains verloren – warum hatte ich in den Blog-Beiträgen Neues Outlook für Windows 11: Einbindung von Business-Konten wegen Lizenzierung verweigert und Neuer Outlook-Client verlangt mindestens Lizenz mit Microsoft 365 Standard erläutert.

Der Nutzer machte auch die Erfahrung, dass die neue Outlook-App ein Microsoft-Konto erzwingt, was dann auch für alle anderen Apps des Benutzerkontos verwendet wird. Da kam also noch was "durch die kalte Küche" ins System. Der Nutzer freute sich, dass er über einen  "kleinen Schalter in der rechten oberen Ecke des Outlook-Fensters wieder zur alten Mail und Kalender App zurückzukehren" konnte. Das ist aber bald nicht mehr der Fall, da kann ich jegliche Hoffnung "beruhigen", Microsoft weiß, was für Nutzer gut ist, die wollen nur euer Bestes (Geld und Daten).

Microsoft macht Ernst mit der Umstellung

Ich hatte hier im Blog ja im Artikel Neuer Outlook-Client: Erweiterter Test in Unternehmen im Januar 2024 darauf hingewiesen, dass Microsoft den neuen Outlook-Client ab 2024 in Unternehmensumgebungen breiter ausrollen werde. Administratoren, die den Umstieg nicht wünschen, sollten reagieren, und das Ganze dann blocken. Damit sind wir aber bereits von dem "der Nutzer verwendet Mail und Kalender und wird auf das neue Outlook umgestellt" weg. Denn ich gehe davon aus, dass in Unternehmen eher der klassische Outlook-Client eingesetzt wird.

Try the new Outlook

In meinem obigen Artikel bezog ich mich auf eine Information von Martin Geuß (Dr. Windows), der auf einen Eintrag im Microsoft 365 Admincenter gestoßen war. Dort gab Microsoft an, dass man plant, den Schalter zum Wechsel auf den neuen Outlook-Client (aus obiger Abbildung) im Laufe des Januars 2024 breiter in aktuellen Outlook-Versionen einzublenden. Im Artikel hatte ich aufgezeigt, wie Administratoren diesen Wechsel des klassischen Outlook-Clients auf die neue Outlook-App verhindern können.

Ende Februar 2024 kam mit dann obiger Tweet von heise unter die Augen, der auf den Beitrag Microsoft macht Ernst: Mail und Kalender werden durch neues Outlook ersetzt verlinkt. Auch hier geht es um den oben beschriebenen Sachverhalt, dass Privatanwender, die die Windows Mail und Kalender-App verwenden, plötzlich auf die neue Outlook-App zwangsumgestellt werden.

Warum die neue Outlook-App ein No-Go ist

Kann man achselzuckend zur Kenntnis nehmen – ist halt so – der kluge Anwender setzt eh auf einen E-Mail-Client wie den Thunderbird (kostenlos) oder andere E-Mail-Programme von Drittanbietern, um aus den Fängen von Microsoft zu entkommen. Warum die neue Outlook-App ein absolutes No-Go ist? Die Zwangsumstellung der Mail und Kalender-App-Nutzer ist für mich nicht mal der wirkliche Grund. Vielmehr geben die am Artikelende verlinkten Blog-Beiträge Antwort, warum der Wechsel gar nicht geht.

Mail-Zugangsdaten gehen an Microsoft

Ich hatte es in den Blog-Beiträgen Outlook App speichert Passwörter in der Cloud und analysiert Mails sowie Sicherheitsrisiko Microsoft Outlook App: Überträgt Anmeldedaten und Mails in die Cloud detailliert aufgegriffen: Die neue Outlook-App ist eine Datenkrake par excellence und aus Datenschutzgründen ein No-Go. Denn die neue Outlook-App überträgt die Anmeldedaten für die konfigurierten Mail-Konten an Microsoft.

Die Daten landen in der Microsoft Cloud im Microsoft-Konto des Nutzers, und das Unternehmen zieht die Mails von fremden Postfächern in die Cloud, um diese von dort an die App weiter zu reichen. Bei diesem Vorgang kann Microsoft alle Mails auch verwenden, um diese für Werbezwecke auszuwerten oder zum Trainieren seiner AI-Modelle verwenden. Die Details kann man im Blog-Beitrag Datenkrake neue Outlook-App: "Überwachungsinstrument für gezielte Werbung" nachlesen.

Microsoft stellt sich auf den Standpunkt: "was wollt ihr, wir informieren schließlich darüber" – ich hatte das im Beitrag Neue Outlook-App: Microsoft äußert sich zu übertragenen Zugangsdaten angesprochen. Deutsche Datenschutzbeauftragte zeigten sich "besorgt" und meinen, man solle die App eher nicht verwenden.

Dem deutschen Michel ist es leider egal, wo seine Daten überall hin transferiert werden – Hauptsache billig, und überhaupt, wir haben doch nichts zu verbergen. Zudem habe ich ja oben skizziert, wie Microsoft vorgeht und die Leute mit Zwangsumstellungen gängelt – trifft ja auch schon die Nutzer des klassischen Outlook-Clients, wenn der Administrator im Unternehmen keinen Riegel vorschiebt.

Die Lizenzfalle

Aber es gibt noch einen weiteren – oben am Rande erwähnten – Gesichtspunkt, der erst so langsam deutlich wird – ich hatte es erstmals im Beitrag Neues Outlook für Windows 11: Einbindung von Business-Konten wegen Lizenzierung verweigert angerissen. Administratoren und IT-Dienstleister stellten plötzlich fest, dass die neue Outlook-App das Hinzufügen von E-Mail-Konten mit dem Hinweis auf eine "fehlende Lizenz" verweigerte.

Weil das neue Outlook die klassische Outlook-Windows-Anwendung langfristig ersetzen soll, die App aber kostenfrei ist, hat Microsoft sich einen besonderen Kniff ausgedacht. Das klassische Outlook war ja Kaufsoftware. Um Konten in der neuen Outlook-App einbinden zu können, muss der Nutzer nun über eine entsprechende Lizenz verfügen.

Was anfangs nur eine vage Vermutung, basierend auf Beobachtungen war, wurde inzwischen durch Microsoft bestätigt. Ich habe die Details im Beitrag Neuer Outlook-Client verlangt mindestens Lizenz mit Microsoft 365 Standard aufbereitet.

Sterbendes Eco-System VBA und Add-Ins

Langfristig soll die neue Outlook-App ja das klassische Outlook, was durch die Office-Pakete breit im Einsatz ist, ersetzen. Auf dem klassischen Outlook hat sich aber ein komplettes Eco-System aufgebaut. Fachanwendungen nutzen Microsoft Office, um Dokumente zu erzeugen und dann mit dem klassischen Outlook zu versenden. Hierzu kommen VBA als Programmiersprache, sowie sogenannte Add-Ins als "Brücken" zum Einsatz, um diese Lösungen zu ermöglichen.

Inzwischen ist aber klar: Mit der mittelfristigen Ablösung des klassischen Outlook durch die neue Outlook-App wird dieses Eco-System sterben. Der Hintergrund wird im Blog-Beitrag Neue Outlook-App als Problem: Der Ansatz schneidet alle COM-/VBA-Lösungen ab angesprochen. Die benötigten COM-Schnittstellen sowie Visual Basic for Application (VBA) als Makrosprache wird in der neuen Outlook-App nicht mehr unterstützt. Microsoft hat dies inzwischen auch klar kommuniziert, wie ich im Beitrag Neues Outlook: Microsoft wird COM-Add-Ins definitiv nicht unterstützen berichtete.

Meine 2 Cents

Kürzlich gab es ja ziemliche Aufregung, weil Broadcom nach dem Kauf von VMware damit begonnen hat, das VMware-Produktportofolio zu bereinigen und alles irgendwie auf Cloud- und Abo-Lösungen umstellt. Administratoren suchen händeringend nach Alternativen, um von VMware ESXi-Virtualisierungslösungen und der Abhängigkeit von VMware by Broadcom weg zu kommen.

Bei der neuen Outlook-App deutet sich schleichend die gleiche Entwicklung an. Aber die Nutzer und Administratoren kommen mir wie der Frosch im Kochtopf vor, der auf dem Herd steht. Langsam beginnt der Frosch zu strampeln, weil das Wasser wärmer wird. Aber aus dem Topf heraus hüpfen, bevor das Wasser kocht, auf die Idee kommt der Frosch nicht ("Es ist ja noch wohlig war hier").

Privatanwender sollten sich schleunigst von der Mail und Kalender-App verabschieden und auf alternative E-Mail-Clients, die nicht von Microsoft stammen, umstellen. Wer den kostenlosen Thunderbird nicht einsetzen mag (ich verwende den seit 2009 durchgängig, obwohl ich alle Lizenzen für Office-Pakete bis Office 2021 vorliegen habe), möge sich auf alternative Client wie eM Client, The Bat oder ähnlich setzen.

Zudem sollte man prüfen, ob man nicht eine Beschwerde nach dem Digital Markets Act (DMA) absetzen kann. DMA soll ja den fairen Betrieb gewährleisten, Missbräuche durch die Macht und Position der Unternehmen im Markt verhindern und die Privatsphäre der Verbraucher im Internet schützen.

Artikelreihe
MS-Gängelung I: Zwangsupgrade auf neues Outlook
MS-Gängelung II: "Windows 11 Upgrade-Angebot" für Windows 10

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35 Antworten zu MS-Gängelung I: Zwangsupgrade auf neues Outlook

  1. Anonymous sagt:

    bzgl
    "Sterbendes Eco-System VBA und Add-Ins"
    sowie afaik kein EAS und PST Support (und ggf. auch kein offline cache OST?) mehr.

    • mw sagt:

      Kein PST Support bedeutet gleichzeitig keine offline Nutzung des Mailarchivs auf dem Rechner. Zwangsupdate ist in meinen Augen eindeutig Computersabotage und strafbar. Dringend mal die StA einschalten.
      BTW: Ich kann nicht verstehen, wie jemand freiwillig Outlook for Windows oder Outlook aus Office nutzt. Das ist doch Masochismus.

      • Luzifer sagt:

        Es funktioniert einfach! Ich rufe damit alle meine Mailkonten ab.
        Klar könnte ich auch Thunderbird & Co. nutzen, aber Outlook funzt einfach mit der kompletten Office Umgebung.

        Für nen Mail Archiv braucht man kein OST/PST! Wenn du daran scheiterst solltest du vieleicht überlegen deinen PC einfach ausgeschaltet zu lassen!

        Das das neue Outlook Mail ersetzt sehe ich jetzt auch nicht so schlimm, den Mail & Kalnder bieten auch nur rudimentäre Basics.
        Das das aber mal das richtige Outlook ersetzen soll in dem derzeitigem Zustand nen Rückschritt hoch 10!
        Aber heh da ich kein Office/Microsoft 365 nutze sondern die OnPrem Version: wayne!

        • Olli sagt:

          Der Frosch im Wasserkocher merkt auch nicht, wie die Temperatur langsam erhört wird, Luzifertrollchen…

        • Anonymous sagt:

          Bis es kein "altes" Office mehr gibt und deine OnPrem Version EOS ist und keine Sicherheitslücken mehr gefixt oder keine neuen Ciphers etc unterstützt werden.

          • Luzifer sagt:

            Und? Bis dahin fließt noch ne Menge Wasser den Berg runter und dann kann ich jederzeit auf Thunderbird Betterbird emClient Mailspring The bat usw. wechseln.

            Outlook bietet mir alles was ich brauche, bedeutet aber nicht das ich darauf festgeschrieben bin.

            Mann kann sich Probleme natürlich auch einreden.

            • Sascha Bertelt sagt:

              Sowas kann nur jemand sagen, der nicht in großen IT-Umgebungen arbeitet und nicht durch andere Umstände gezwungen ist, diese Produkte zu nutzen.

  2. Mark Heitbrink sagt:

    hinzu kommt, das die neue App nicht alle Funktionen hat/bietet, die ich aktuell nutze. ich habe mehrere Kontakte ordner, nur einer wird zum Telefon synchronisiert. in der neuen App werden die Kontakte alle zusammen geführt, es gibt keine Trennung. Kategorien werden wohl eine Möglichkeit sein.

    der Kalender scrollt nicht, man muss mit die Pfeiltasten blättern und per F2 können Einträge nicht direkt umbenannt werden, man muss das Item öffnen usw.

    ich bin ja nerdig genug und gerne early adopter, aber bei der Outlook App war ich schnell wieder raus.

    Outlook ist über 25 Jahre in die Unternehmen
    gewachsen , das ein Nachfolger da erst einmal ruckelt ist ok. aber die App ist nicht Mal auf dem richtigen Weg.

    btw: mit ähnlichem Ruhm bekleckert sich Teamviewer

    • Fronzel Neekburm sagt:

      Schlimm finde ich, dass sich das "neue Outlook" sogar als Anwendung für .eml-Dateien registriert, und dann nur anzeigt dass "diese Funktion noch nicht zur Verfügung steht".
      Großartig, womit öffne ich jetzt die abgelegten .eml-Dateien nachdem mir "Mail und Kalender" genommen wurde?

      Es muss doch irgendwo einen Registry-Eintrag geben, womit man das unterbinden kann?

      • Günter Born sagt:

        Geh meinen Text durch – irgendwo habe ich erwähnt, dass Admins eingreifen können – der Registry-Eintrag ist dann in einem verlinkten Beitrag dokumentiert.

        • AK_CCM sagt:

          Gibt es eine Möglichkeit, den Reg-Eintrag auf allen Rechnern im AD auszurollen und falls ja, wie ließe sich das am elegantesten umsetzen?

          • Bernd B. sagt:

            Bis Sie über eine bessere Lösung gestolpert sind:
            Ein simples Batch, ausgeführt als/vom Logonscript, genügt bereits:
            REG ADD KeyName [/v ValueName | /ve] [/t Type] [/s Separator] [/d Data] [/f]

  3. Sascha Bertelt sagt:

    "Es ist zum Mäusemelken mit Microsoft, statt den Leuten eine Auswahl zu bieten, was genutzt werden soll, versucht der Konzern mit fiesen Drückerkolonnenmethoden die Nutzer auf seine Produkte zu zwingen. "

    Mal im Ernst. War das jemals anders?

    Meine Beobachtung:
    Ja, die neue Outlook App wird automatisch installiert, wie x andere auch. Aber zur Nutzung wurde ich bis jetzt nicht gezwungen.

  4. michael sagt:

    Für mein 10€ MS Off 2019 lebenslang ist mir das wohl Wurscht :-) Doof für die Abos halt.

  5. Olga Hedderich sagt:

    Meine "Lieblings-Feature" am neuen Outlook ist: Freigegebene Exchange Online Postfächer, auf die das Microsoft Konto Zugriff hat und die im klassischen Outlook automatisch erscheinen, werden kommentarlos einfach nicht eingebunden.

    Diese geteilten Postfächer im Firmenumfeld, die braucht ja kein normaler Nutzer, die können wir ruhig mal abschaffen…

    • AK_CCM sagt:

      Damit hatte ich keine Probleme gehabt. Nur waren die geteilten Postfächer im neuen Outlook an einer Stelle im Baum, wo ich sie nicht vermutet hatte. Mir fällt nur nicht mehr ein, wie der Eintrag hieß.
      Dafür hatte ich es nicht geschafft, öffentliche Ordner anzeigen zu lassen, um von dort einen Kalender einzubinden. Vielleicht gibt es diese Funktion auch noch gar nicht. Ist ja immer noch eine Entwicklerversion: Microsoft nennt dies "Vorschauversion". Quasi Betatest am Kunden.

  6. Robert Glöckner sagt:

    mittlerweile wurde mir das neue Outlook zweimal installiert – einfach so und ohne Eingriffsmöglichkeit – und zweimal habe ich es über den Appstore wieder deinstalliert. Weil auch ich habe ein paar lokale IMAP-Konten, die von außen nicht erreichbar sind und das wird auch so bleiben. ich musste das alte 'Mail und Kalender' aber einmal über den Appstore öffnen, weil die Verknüpfung noch auf das nicht mehr vorhandene neue Outlook zeigte. Das reguläre Outlook aus MS365 wurde bisher in Ruhe gelassen.
    ich habe noch Testsysteme in denen 'Mail und Kalender' nicht konfiguriert ist und da ist nichts dergleichen passiert.

    das mit der GPO funktioniert auch mit 'Mail und Kalender'?

  7. ThBock sagt:

    "Microsoft arbeitet momentan hart daran, seine Nutzer zu vergrätzen."
    …momentan…
    Der war gut.

    …aber die wissen ja, dass sie es machen können.

  8. Ralph D. Kärner sagt:

    Die Software von Winzigweich wird immer mehr zur Ransomware. Leider erlebe ich auf meine immer wieder getätigte Aussage, dass die Cloud in keinem Fall eine Lösung darstellt, auch immer wieder die Entgegnung, dass "am Ende gar nichts anderes übrig bleibt". Es gibt eindeutig ausreichend Business-Frösche – und die Privatanwender sind eh grundsätzlich Frösche – damit Microsoft auch weiterhin erfolgreich bleibt, was den Aufbau seines totalitären Systems angeht.

  9. Starmanager sagt:

    Microsoft entmuendigt uns mit seiner Vorgehensweise. Hoffentlich platzt die Cloud Blase bald.

  10. A.B. sagt:

    Apropos "Outlook-App":

    Nicht nur unter Windows, auch unter Android hat MS den Vogel abgeschossen !
    -> Seit letzter Woche fkt. bei meiner Frau nicht mehr die Standard-Outlook-App,
    weil ihr Smartfon bzw. Android zu alt sei… Ok, kann man noch nachvollziehen und verstehen, auch aus Sicherheitsgründen.

    Dann fand ich im Google Play-Store eine weitere Original-App von MS namens "Outlook Lite". Ok, installiert, und lässt sich starten, zeigt Emails und Kalendereinträge von ihrem MS-Account an. Ist anscheinend extra für ältere oder schwächere Smartfons entwickelt worden…
    So weit so gut. Aber dann:

    Wir haben als gesamte Familie schon jahrelang einen gemeinsamen "Family"-Kalender, d.h. einer trägt dort Termine ein, die für alle interessant sind, und alle anderen sehen es gleich in ihren eigenen Kalendern, inkl. eingestellter Erinnerungsfunktion, egal auf welchen Geräten jeweils Outlook läuft.
    (Noch immer) so weit so gut…

    Sie kann bei "Outlook Lite" also ihren eigenen Kalender sehen, und darin wie gewohnt gleichzeitig Termine aus dem Familienkalender überlagert einblenden lassen. Scheinbar wie gehabt perfekt (und von MS beabsichtig !?) zur Abstimmung aller Familien-Termine !

    Jetzt kommt das große ABER:

    In der Lite-Version kann man zwar die Familientermine einblenden, aber sie nicht mehr verändern, und auch keine neuen Familientermine mehr eintragen. Denn es wird darin nur noch der eigene persönliche Kalender primär angezeigt, auch für neue Termineinträge, und nur in den kann man mit der Lite-Versioen etwas neues eintragen oder ändern !

    D.h. nun für uns als Familie: 20 Jahre zurück zur Zettelwirtschaft !

    => Meine Frau schreibt jetzt neue Termine notgedrungen auf kleine Zettel, legt sie auf den Küchentisch oder erzählt sie mir, und ICH tippe sie asap über mein (neueres) Smartfon in die aktuelle normale Android-Outlook-App ein, damit diese Termine dann erst der ganzen Familie angezeigt werden – auch im Outlook-Lite meiner Frau (eben nur lesbar).
    Will sie unterwegs oder am Arbeitsplatz spontan Termine eintragen, dann geht das nur noch in ihrem privaten Kalender. Den sie abends dann erst noch mit mir bzw. mit dem Familienkalender händisch abgleichen muss…

    …und nur wegen Outlook kauft sich meine Frau kein neues Smartfon, denn alle anderen Apps funktionieren bei ihr noch einwandfrei !

    MICROSOFT, GEHT'S NOCH ??????

  11. 1ST1 sagt:

    Mich nervt auch, dass die kleine schlanke Peoples Kontakteapp und der separate Kalender nicht mehr funktionieren, und ich statt dessen das neue Outlook-New benutzen muss. Diese beiden Apps sind nämlich tatsächlich der schnellste Weg um an meinen privaten Kalender und Kontakte dran zu kommen, die zwischen PC und Handy syncron sind, letzteres ist mir ziemlich wichtig. Nunja, jetzt muss ich halt das vergleichsweise fette Outlook-New dafür verwenden, das startet langsammer und bis ich in den Kontakten und im Kalender drin bin sind 2 Mausklicks mehr. Kann man sich drüber aufregen, oder man kann gelassen bleiben, gibt ja nicht genug anderes worüber man hyperventilieren kann.

    Das "No Go" bei den Mails kann ich nachvollziehen, aber ganz ehrlich? Für die wirklich wichtigen privaten Mails nutze ich Thunderbird, ins Outlook-New läuft nur das Mailkonto von Microsoft und Google (weil Outlook wegen Kontakte und Kalender eh die Zugangsdaten dafür braucht) rein, und das wird nur für die notwendige Kommunikation mit Microsoft benutzt. Google darf Microsoft auch lesen, da ist nur die notwendige Kommunikation mit … Google … drin. Naja, und halt meine Kontakte und Kalender, da komme ich leider nicht drumherum, wenn ich es auf dem PC _UND_ dem Smartphone syncron halten will, Thunderbird/K9 können das nicht, das wär mal was!

    Können wir uns noch ein bischen über Thunderbird aufregen, der ist nämlich richtig lahm und träge, wenn man ein Mailbestand der letzten 20..25 Jahre mit sich rumschleppt, 5 oder 6 Mailkonten damit verwaltet und auch rege die Filterfunktion mit dutzenden Regeln nutzt, um eingehende Mails in Unterordner zu sortieren? Thunderbird mag nämlich die ganzen Unterordner ständig komprimieren, und zwar genau dann, wenn man in so einen Mailordner rein schauen will. Es mag die Unterordner auch komprimieren, während es gleichzeitig von den Konten Mails abruft, und dann werden die Filter blockiert und es gibt ein Infofenster, währenddessen in Thunderbird im Hintergrund nichts mehr geht, bis man da Ok klickt. Thunderbird mag auch ständig per Imap die letzten 3597 Mails im Googlekonto nachsehen, obwohl man TB eigentlich ständigh offen hat und es so eingestellt hat, dass es nur Mails abrufen soll, die maximal 1 Monat alt sind. Kostet dann alles Performance, und wenn man gleichzeitig eine Mail schreiben will, erntet man Warte-Donuts, statt dass die Buchstaben in der Mail landen, Mailfenster wird grau und reagiert nicht. Manchmal frage ich mich, ob ich nicht doch zum "großen Outlook" wechseln sollte, dass ich durch meine M365-Family-Lizenz ja eigentlich auch habe, die Mailkonten sind für den Notfall ja alle eingerichtet, nur der riesige Mailbestand ist nicht drin, und ich müsste auch erstmal wieder schauen, wie man das alles bei Bedarf wieder auf einen neuen PC zieht, bei Thunderbird weiß ich das. Aber wenn Outlook 365 mal durch Outlook New ersetzt wird, stehe ich ja wieder vor dem Problem mit dem Übermitteln meiner Mailzugangsdaten an die MS-Cloud, also weiter tapfer Thunderbird verwenden…

    • Bernd B. sagt:

      …klassischer 1ST1…
      Auf Berichte über Sauereien oder Risiken von Microsoft-Produkten folgt ein Haufen Verharmlosung, Derailing und Whataboutismus (letztere 2 von der Amadeu-Antonio-Stiftung übrigens als "populistische Rhetorik" eingeordnet).

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