Windows 10 Creators Update: Hier gibt’s die Downloads

Seit dem 5. April 2017 lässt Microsoft es ja offiziell zu, dass Endanwender ihre Wind0ws 10-Systeme auf die Version 1703 (Creators Update) manuell aktualisieren. Es stehen sowohl ISO-Installationsabbilder als auch ein Upgrade-Assistent bereit. Hier ein Überblick, wo Microsoft was in Bezug auf Windows 10 Creators Update versteckt hat.


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Generell macht Microsoft es den Leuten (zumindest in meinen Augen) schwer, auf die unterschiedlichen Download- und Installationsquellen zuzugreifen. Irgendwann ab dem 11. April 2017 beginnt Microsoft mit dem Rollout über Windows Update. Wer wann das Upgrade auf das Windows 10 Creators Update bekommt, steht in den Sternen. Nachfolgend daher ein paar Informationen, wie man das System manuell auf Windows 10 Creators Update aktualisieren kann.

Aktualisierung per Upgrade-Assistent

Um ein bestehendes Windows 10-System manuell auf Windows 10 Creators Update zu aktualisieren, stellt Microsoft einen Aktualisierungsassistenten bereit. Diesen Upgrade-Assistenten (Windows10Upgrade28085.exe) muss man sich von der folgende Webseite herunterladen.

Windows 10 Update Assistent: https://go.microsoft.com/fwlink/?linkid=845981 

Es gibt noch eine kleine Falle, in die ich prompt getappt bin. Auf der KB4014184 –Seite lässt sich zur Softwaredownloadsite wechseln. Angeblich soll dort eine Schaltfläche Jetzt aktualisieren zu finden sein. Diese Schaltfläche lädt den obigen Update-Assistenten. Problem: Die Schaltfläche gibt es nur, wenn man die Site unter Windows 10 aufruft. Ich hatte den Test unter Windows 7 im Chrome-Browser gemacht und bekam die Schaltfläche zum Download des Media Creation Tools angeboten. So ist Microsoft – immer im ungefähren bleiben – und ständig für (Oster-) Überraschungen gut.

Führt man den Upgrade-Assistenten Windows10Upgrade28085.exe unter Windows aus und bestätigt die Sicherheitsabfrage der Benutzerkontensteuerung, wird man durch die Schritte zum Upgrade geführt.

Der Assistent überprüft auch die Kompatibilität des Systems im Hinblick auf das anstehende Upgrade. Ist alles kompatibel, werden die erforderlichen Dateien heruntergeladen und das Upgrade installiert. Dabei werden auch die im Artikel Windows 10: Microsoft legt gesammelte Daten offen erwähnten Formulare zum Anpassen der Privatsphäreneinstellungen angezeigt.

Der Vorteil dieses Ansatzes: Man braucht nichts zu wissen, sondern der Assistent führ einen durch den Upgrade-Vorgang. Ich habe es auf einem Testsystem gerade durchlaufen lassen – das Ganze ist kinderleicht. Der Nachteil: Es gibt kein Installationsmedium, welches man zu weiteren Installationszwecken verwenden könnte.

Installationsmedium per Media Creation Tool erzeugen

Der von Microsoft präferierte Weg, über den Endanwender das Windows 10 Creators Update von den Servern ziehen und dann installieren sollen, geht über das Media Creation Tool. Ruft man die Webseite ‘Windows 10 herunterladen’ auf (siehe folgender Screenshot), zieht die Schaltfläche Tool jetzt herunterladen das Media Creation Tool.

Die etwas über 17 MByte große Datei MediaCreationTool.exe trägt in den Eigenschaften (Rechtsklick, dann Kontextmenübefehl Eigenschaften) der Registerkarte Details die Dateiversion 10.0.15063.0. Die 15063 ist der Hinweis auf die Build-Nummer des Windows 10 Creators Update.

Das Schöne am Media Creation Tool ist, dass sich dieses auch auf älteren Windows-Versionen aufrufen lässt. Das Tool ermöglicht es, ein Installationsabbild der Build 15063 von Windows 10 Creators Update von den Microsoft-Servern herunter zu ziehen. Dieses lässt sich als ISO-Datei speichern und später mit Windows-Bordmitteln auf DVD brennen. Oder man verwendet einen USB-Stick (mind. 5 GByte groß), um diesen mit den Installationsdateien zu versehen.

Ein Assistent führt Sie ebenfalls durch die betreffenden Schritte zum Download und zur Installation. Das obige Bild zeigt die Auswahlseite, um den aktuellen PC zu aktualisieren oder ein Installationsmedium (DVD oder ISO-Datei, USB-Stick) für einen anderen PC zu erstellen. In den folgenden Blog-Beiträgen habe ich die Vorgehensweise beim Einsatz des Media Creation Tools für frühere Fassungen detaillierter beschrieben. Diese Hinweise gelten auch für die aktuelle Fassung des Media Creation Tools, welches Windows 10 Creators Update (Version 1703) erzeugt.

Windows 10: Download mit dem Media Creation Tool – Teil 1
Windows 10: Tipps und Infos zum Download– Teil 2
Windows 10: Upgrade vom Installationsabbild – Teil 3
Windows 10: Clean Install vom Installationsabbild – Teil 4

Windows 10: Media Creation Tool Troubleshooting-Tipps
Windows Media Creation Tool: Error 0x80070005 – 0xA0019

ISO-Dateien für MSDN- und Volumenlizenzkunden verfügbar


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Wer ein MSDN-Abonnement oder einen Zugang zum Volumenlizenzcenter besitzt, kann sich die ISO-Installationsdateien direkt von den Microsoft-Servern herunterladen. 

Es gibt auch ISOs für Normalnutzer

Microsoft propagiert es nicht, da die Normalnutzer auf das Media Creation Tool ausweichen sollen. Aber auch ein Normalanwender kann sich seine ISO-Abbilddatei mit install.wim legal herunterladen. Dazu gibt es zwei Wege:

Man kann die Sprachversion und die Vorgabe 32 bzw. 64 Bit einstellen. Die so heruntergeladene ISO-Datei lässt sich mit Windows Bordmitteln (per Kontextmenübefehl Datenträgerabbild brennen) auf eine DVD schreiben. Oder man verwendet Tools wie Rufus zum Erstellen eines bootfähigen USB-Sticks (siehe meinen Blog-Beitrag Windows 10: Tipps und Infos zum Download – Teil 2). 

Auch das Windows 10 V1703 SDK gibt es

In einem Blog-Beitrag hat Microsoft auch die Verfügbarkeit des Software Development Kit (SDK) für Windows 10 Creators Update bekannt gegeben. Die Kollegen von deskmodder.de haben in diesem Beitrag die Download-Adressen zusammen gestellt. 

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13 Kommentare zu Windows 10 Creators Update: Hier gibt’s die Downloads

  1. Peter sagt:

    Ein weiterer Downloadweg ist der Windows 23 ISO Downloader. Er lädt die ISO-Datei Version 1703 zügig vom Microsoft-Server herunter. Man kann zwischen der 32 und 64 bit Variante wählen. Es kommt immer die Home und Pro Variante in einem Download. Je nach Lizenz wird die entsprechende Version installiert. Mit Rufus einen Bootstick erstellt, das In-Place-Update lief durch, dauerte aber.

  2. Damit warten wir mal fein ab, bis es die ersten Fehlermeldungen hagelt, mich Graut es nämlich schon seit Wochen vor diesem Upgrade und mittlerweile bin ich nicht mehr so scharf wie früher all die Neuen Features gleich als erstes zu bekommen!
    Man wird ja auch nicht Jünger 😉

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  4. Doc WP sagt:

    Man kann auch direkt von den .iso Dateien installieren, diese lassen sich in Windows 10 problemlos mit dem Explorer öffnen, entweder vorher auf die interne HD kopieren oder z. B. direkt von einer externen HD starten, hat hier mehrfach funktioniert. Der Umweg über das Brennen einer DVD erscheint nicht nötig.

    • Günter Born sagt:

      Hast Recht – kommt aber immer auf das Szenario an. Clean Install braucht eine DVD oder USB Stick – und im Rahmen einer Sicherung ist das auch nicht ganz unflott, einen externen Datenträger zu haben. Danke für die Ergänzung!

  5. Stefan sagt:

    Habe gestern mittels einer ISO aktualisiert.

    Wichtig: den eventuell vorhandenen externen Schutz (Kaspersky, etc) komplett abschalten, auch über Neustarts hinweg.

    Zudem gibt es zu Kaspersky KIS 2017 einen Rat: Über den Beta Update Pfad VOR dem Upgrade den Patch „E“ einspielen und neu starten. Sonst funktioniert die Suite unterm Creators Update nicht richtig!

    Einen Fehler habe ich schon gefunden: Das „Windows Defender Security Center“ stürzt nach Sekunden ab und lässt sich nicht benutzen. Weiß jemand Rat?

  6. Peter sagt:

    Upgrade ging auch ohne Deaktivierung von Kaspersky 2017 ohne Probleme.
    17.0.0.611(d)
    Konnte bisher noch keine Probleme feststellen.

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  8. Das Schöne an dieser Update-Datei: Bei zwei Rechnern, die sich partout nicht auf die 1607 Version updaten lassen wollten, hat das nun mit dem Windows10Upgrade28085.exe Tool einwandfrei geklappt. Inzwischen ist der 3. Rechner dran.

    Lediglich ältere Software wie PowerDVD, AnyDVD oder AconisTrueImage sollte man besser vorher deinstallieren, weil es danach manchmal gar nicht mehr klappt. Wichtig dabei: sowohl Software wie AnyDVD als auch Acronis lassen manchmal ihre Treiber auch nach der Deinstallation übrig. Das sind bei AnyDVD im Schlüssel für CD-ROM/DVD: HKLM\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\Class\{4d36e965-e325-11ce-bfc1-08002be10318} der Eintrag „LowerFilters = AnyDVD“ und bei Acronis im Schlüssel für Festplatten: HKLM\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\Class\{4d36e967-e325-11ce-bfc1-08002be10318} der Eintrag: „UpperFilters = fltsrv“. Diese Einträge sollte man daher vor dem Update überprüfen und ggf. entfernen. Und natürlich auch Virenscanner wie Avira, Avast o.a. vorher deinstallieren. Dann klappts auch mit dem Update 😉

    Spannende Frage: Was passiert, wenn man dieses Tool unter Windows 7 Professionell aufruft? Ich hab das mal probiert, es kam im Unterschied zu Windows 10 1503 nur ein rechtlicher Hinweis, den man bestätigen muss. Dann wollte das Tool bereits loslegen.

    Ob man dann noch eine eigene Lizenz für Windows 10 braucht? Wer weiss …

    Ach ja: noch was Wichtiges: direkt vor dem Update sollte man Updatebeschränkungen, die man evtl. vorher gesetzt hat (gpedit.msc -> Computerkonfiguration -> Administrative Vorlagen -> Windows-Komponenten -> Windows Update) wieder entfernen. Sonst hakt es bei den Updates der neuen Version.

    Und letzte Bemerkung: Das Update dauert je nach PC/Laptop ca. eine Stunde, bis alles verarbeitet ist. Anschließend kann man, wenn sich die Platte ausgerödelt hat und alles funktioniert, mit der Bereinigung die alte Installation entfernen. Dauert auch wieder mindestens eine Stunde. Also Geduld!

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