Windows 10: Tipps und Infos zum Download – Teil 2

Im Beitrag Windows 10: Download mit dem Media Creation Tool – Teil 1 habe ich beschrieben, wie man Windows 10 als ISO-Datei herunterladen und auf USB-Stick oder DVD bringen kann. In Teil 2 werfe ich noch einen Blick auf den Download-Ordner und erkläre, was man da an Tricks nutzen kann.


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Noch ein Blick auf den Download-Ordner

Bevor es an die Installation des Windows 10-Upgrades geht, möchte ich noch kurz einen Blick darauf werfen, wo die Dateien des Downloads gespeichert werden und welche Möglichkeiten dies eröffnet. Die heruntergeladenen Dateien finden sich auf dem Windows-Laufwerk im versteckten Ordner $Windows.~WS. Dort gibt es den Unterordner Sources/Windows der gemäß folgendem Screenshot die Installationsdateien enthält.

Wurde ein Installationsabbild für 32- und 64-Bit-Installationen heruntergeladen, finden sich die Unterordner x86 und x64 mit den betreffenden *.ESD-Dateien. Jeder Unterordner besitzt dabei einen kompletten Satz an Setup-Dateien. Das ergibt einige interessante Erkenntnisse:

  • Ruft man die setup.exe im Ordner Windows auf, wird diese unter einem laufenden Windows die Architektur ermitteln und das korrekte Installationsabbild im Setup wählen (also: Unter einem 32-Bit-Windows 7/8.1 kann immer nur ein 32-Bit-Windows 10 installiert werden).
  • Beim Boot vom Installationsmedium, welches aus den Downloads erstellt wird, bietet setup.exe dagegen eine Auswahl zwischen einer 32- und 64-Bit-Installation an.

Man kann aber den Inhalt des Ordners Windows oder der Unterordner x86 und x64 auf einen genügend großen USB-Stick kopieren und aus einem laufenden Windows die gewünschte setup.exe in den Unterordnern x86 und x64 ausführen.

Tipp 1: ISO zu groß für DVD – so klappt es doch

Der Download der Installationsdateien für 32- und 64-Bit-Systeme ergibt eine über 6 GByte große ISO-Datei. Diese lässt sich nicht auf eine single layer DVD brennen. Hat man versäumt, per Media Creation Tool einen USB-Stick zu erstellen, steht mancher Anwender vor einem Problem. Aber es gibt noch eine interessante Erkenntnis aus dem vorherigen Abschnitt: In den Unterordnern x86 und x64 findet sich jeweils der Unterordner sources mit der Installationsdatei install.esd.

Hat man per Media Creation Tool eine ISO mit 32-/64-Bit-Downloads erzeugt, die zu groß für eine DVD ist, kann man nachträglich jeweils eine 32- und eine 64-Bit-ISO erstellen und auf DVD brennen. Die Schritte zum Erstellen einer ISO-Datei aus dem Download habe ich im Blog-Beitrag Windows 10: ISO aus den ESD-Downloads bauen beschrieben.

Tipp 2: Selbst einen bootfähigen USB-Stick erstellen

Haben Sie zwar eine ISO-Datei per Media Creation Tool angelegt, benötigen aber einen USB-Stick zur Installation? Leider ermöglicht das Media Creation Tool nicht einfach den  ISO-Download zu laden und auf einen USB-Stick zu schreiben. Vielmehr wäre ein erneuter Download mit Auswahl eines USB-Sticks als Ziel durchzuführen (da hat möglicherweise der Praktikant beim Schreiben des Media Creation Tools gewerkelt).

Aber man kann sich die bootbaren USB-Medien selbst erstellen. Mein Vorschlag wäre, sich das kostenlose Tool Rufus zu beschaffen. Ruft man dieses mit administrativen Rechten auf, lassen sich in einem Fenster die gewünschten Installationsoptionen wählen.

Unter Laufwerk wird der USB-Stick eingestellt – dieser muss eine genügend große Kapazität aufweisen und wird beim Vorgang komplett gelöscht. Über die Option Startfähiges Laufwerk erstellen mit wählt man ISO-Abbild und klickt auf das DVD-Laufwerkssymbol rechts daneben. Dann lässt sich die ISO-Datei in einem Dialogfeld auswählen. Beim Partitionierungssystem und beim Format muss man ggf. etwas experimentieren und testen, was bootfähig ist. Bei BIOS-Systemen wird eine NTFS-Formatierung gewählt (MBR-Partitionierungsschema für BIOS- oder UEFI-CSM). Der UEFI-CSM-Installationsmodus ist für Windows 10 aber nicht zu empfehlen. Bei UEFI-Systemen ist i.d.R. eine 64-Bit-Windows-Installation erforderlich und das MBR-oder GPT-Partitionierungsschema für UEFI-Boot muss mit FAT32-Formatierung kombiniert werden.


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Im nächsten Blog-Beitrag zeige ich in Teil 3, welche Schritte man beim Upgrade von Windows 7/8.1 durchläuft und was zu beachten ist.

Artikelreihe:
Windows 10: Download mit dem Media Creation Tool – Teil 1
Windows 10: Tipps und Infos zum Download – Teil 2
Windows 10: Upgrade vom Installationsabbild – Teil 3
Windows 10: Clean Install vom Installationsabbild – Teil 4

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9 Kommentare zu Windows 10: Tipps und Infos zum Download – Teil 2

  1. fred59 sagt:

    Zur Erstellung eines bootfähigen Sticks habe ich bisher erfolgreich mit Diskpart gearbeitet. Ist das nun bei Win 10 nichtmehr möglich und der Einsatz eines separaten Tools zwingend erforderlich?

    fred59

  2. tom sagt:

    “Der UEFI-CSM-Installationsmodus ist für Windows 10 aber nicht zu empfehlen.”
    Gibt es dazu mehr Details? Warum ist das nicht zu empfehlen?

  3. Claus Thiel sagt:

    es scheint zu klappen 🙂
    habe einfach den alten Win8.0pro-Product-Key vom Jenner 2013 eingegeben, 😉

    “Windows 10 Pro” … “ist aktiviert” …”Windows 10 wurde auf diesem Gerät über eine digitale Berechtigung aktiviert.” [_weiter Informationen_]

    denn M$ \help\ 12440\Windows-10-activation sagt unter dem anGeGrauten Hinweis … …”Win-7, Win-8 oder Win-8.1-ProductKeys.” reicht aus,
    ==> Warum war das früher nur so umständlich? … fragt da ein bisher glücklicher Neu-Win10pro-64-bit-Nutzer auf ner ollen Kiste aus 2007 😉

    PS.: und das hat bisher alles geklappt, ohne Benutzerkonto (erstellung, etc.) … am Anfang der Neuinstallation war der Rechner nicht am InterNet, auch ohne WLANs, und weitere DatenPetzen, nur später beim Konfigurieren durfte er an Netzwerkkabel über den Router hinaus nach draußen telefonieren… 😉

    Danke, an alle bisherigen Tipp-geber.

  4. Claus Thiel sagt:

    …. meinte “lokales Benutzerkonto” wurde natürlich mit Passwort erstellt, aber sonst alles sehr restriktive eingestellt, das neue OS soll ja nicht mehr petzen als das frühere. …
    UND an Alle , nicht vergessen SOFORT den “”Windows Defender ” aufzufrischen, war schon 290 Tag alt… was hat da denn MS auf die Produktversion vom 2015-11 mit eingepackt, ist ja schon mehr als altbacken 🙁 so nun Update Definitionen vom 29.7. 00:11 und bitte schön, nicht alles Gefunden an M$ posten. … weniger Daten … sog. DatenSparsamkeit, hilf auch , denn so kann weniger kopiert oder – muss – weniger verschlüsselt werden. 🙂

  5. MATHIAS braune sagt:

    wo finde ich armer nur den neuen browser edge???

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