Windows 10 Fehler “kann nicht auf einem USB-Speicherstick installiert werden”

Noch ein kleiner Blog-Beitrag zum Wochenende aus der Rubrik “Abenteuerland Windows 10-Upgrade”. Es geht darum, dass das Setup die Meldung “Windows 10 kann mit Hilfe von Setup nicht auf einem USB-Speicherstick installiert werden.” bringt. Hier die Lösung samt Hintergrundinfos, damit ihr auch wisst, warum das passiert.


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Das Fehlerbild – ziemlich wirr

Die betroffenen Anwender führen das Windows 10 Setup auf und werden dann recht schnell von folgender Fehlermeldung begrüßt:

Error-USB

Windows 10 kann auf diesem PC nicht ausgeführt werden.

Windows 10 kann mit Hilfe von Setup nicht auf einem USB-Speicherstick installiert werden.

Der nicht angezeigte, aber vermutlich im Log ausgeworfene, Fehlercode lautet 0xc1900104 oder 0xc1900200. Selbstredend haben die Leute SATA- oder PATA-Festplatten im Rechner, so dass die obige Meldung zunächst keinen Sinn zu machen scheint.

Die Lösung mit ein paar Klicks

Der Workaround, wie man Setup zumindest diesen Fehler abgewöhnen kann, führt zunächst über die Registrierung. 

1. Drückt die Tastenkombination Windows+X und wählt im Schnellstartmenü Eingabeaufforderung (Administrator).

2. Gebt im Fenster der Eingabeaufforderung regedit.exe ein und drücke die Eingabetaste. Notfalls ist die Abfrage der Benutzerkontensteuerung zu bestätigen.

3. Navigiert im Registrierungs-Editor in der linken Spalte zu folgendem Schlüssel:
HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Control

4. Dann findet ihr im rechten Teil des Registrierungs-Editors den DWORD-Wert PortableOperatingSystem, der von 1 auf 0 zu setzen ist (Doppelklicken und dann ändern).


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Nach dem Schließen des Registrierungseditors sollte man noch einen Neustart durchführen. Anschließend dürfte Setup den Fehler nicht mehr melden.

Die mögliche Ursache – damit ihr nicht auf Microsoft schimpfen braucht

Als ich eben diesen Forenbeitrag las, dachte ich “mach mal fix einen Blog-Beitrag” mit Insides draus. Es ist ok, wenn jemand im Forum die Lösung kurz und knackig postet – aber leider bleiben die Hintergründe im Dunkeln. Bei mir ging, als ich den Forenbeitrag las, ein Lichtlein im Hinterkopf an “Du, da gibt es doch einen Blog-Beitrag, wo Du die Odd & Evens hervorgekehrt hast”. Der Blog-Beitrag ist dieser Windows To Go-Arbeitsbereichs-Bug gelöst. Und dort habe ich die Ursache für den damaligen Fehler benannt.

Laut Microsoft-Support wird der Fehler durch einen Konflikt wegen doppelt vergebener Geraete-IDs von USB-Medien ausgelöst. Das tritt auf, wenn die Geraete-ID eines USB-Sticks oder einer externen Festplatte der Geraete-ID eines im System verbauten Laufwerks entspricht. Dies bewirkt, dass Windows 8 sich als “To Go-System” sieht und die betreffenden Features freischaltet.

Bezog sich auf Windows 8 und den Windows To Go-Fehler. Aber beim Windows 10-Setup tritt der gleiche Effekt auf. Die Setup-Routine interpretiert durch den Registrierungseintrag das Zielmedium als USB-Medium und weist die Installation ab. Mein Verdacht: Es könnte u.a. damit zusammen hängen, dass Anwender zunehmend Festplatten auf SSDs klonen (siehe auch und hier) – ich mag mich aber täuschen. Wie man die externen Datenträger mit neuen Disk-IDs belegt, ist im Blog-Beitrag Windows To Go-Arbeitsbereichs-Bug gelöst skizziert.

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Windows To Go-Arbeitsbereichs-Bug gelöst


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12 Kommentare zu Windows 10 Fehler “kann nicht auf einem USB-Speicherstick installiert werden”

  1. Michael Lonitz sagt:

    Vielen Dank für die präzise Beschreibung, nach der Änderung in der Registry läuft der Download von Windows 10 tatsächlich problemlos.

  2. HeGe sagt:

    Bei mir wurde die Meckerausschrift durch eine interne Cash-SSD verursacht.
    Seit dem Registryhack läuft der Download von W10!
    !Danke!
    HeGe

  3. GB sagt:

    Der Artikel war sehr hilfreich. Kann nicht auf USB Stick installiert werden
    Danke

  4. Reiner Heisel sagt:

    Hallo!
    Vielen Dank für die ausführliche Beschreibung. Ich habe auch den Fehler 0xc1900200 angezeigt bekommen beim Upgrade Versuch von 7 auf 10.
    Ich bin Ihrer Anweisung gefolgt, dann aber steckengeblieben, weil ich den Punkt “PortableOperatingSystem” nicht gefunden habe.
    Leider kann ich hier keinen screenshot einfügen. Was kann ich noch tun?

    Besten Dank und viele Grüße
    Reiner Heisel

    • Du kannst den Screenshot bei einem Imagehoster hochladen und den Link hier posten.

      Ansonsten hatte ich auf die Ursache “geclonte Datenträger” hingewiesen. Dort muss die Disk-ID geändert werden.

  5. Eugen sagt:

    Danke für diesen Beitrag und der war sehr hilfsreich bei Anniversary Update Windows 10 V 1607, es lief in Anschluss alles glatt!!!

  6. Hans D. sagt:

    Danke für den Beitrag – damit war dann das anniversary update erst möglich.
    Vom Microsoft Support kam leider keine Hilfe !

  7. Stefan V. sagt:

    Vielen Dank! Dank der Hilfe hat es nun endlich geklappt!!!

  8. Klaus Holzer sagt:

    GENIAL!
    Ich hatte dieses Problem nicht beim Upgrade auf Windows 10 sondern erst beim Anniversary Update. Wochenlang eine Lösung gesucht. Mit dieser Anleitung und der winzigen Änderung im Registry läuft es dann problemlos. Vielen, vielen Dank!

  9. Hein sagt:

    DANKE !

  10. Stefan sagt:

    Ich kann den Verdacht zumindest als eine mögliche Ursache bestätigen. Ich habe mit AOMEI Backupper ein System-Image meiner Boot-Partition erstellt und setze meine SSD in regelmäßigen Zeitabständen auf diesen Zustand zurück. Danach kann AOMEI Backupper (über eine bootbare Disc) den Ort der Backup-System-Images zum Teil nicht mehr finden, obwohl die Dateien selbst nicht verschoben wurden. Das mag damit zusammenhängen, dass die Laufwerkbuchstaben sich durch das Zurücksetzen zumindest unter AOMEI Backupper mit der bootbaren Disc verändern.

    In Windows äußert sich das unter anderem durch den oben beschriebenen Installationsfehler: Ich konnte zum Beispiel das Windows 10 Creators Update (Version 1703) nicht installieren. Die oben beschriebene Registry-Änderung hat das allerdings gelöst, dafür also ein großes Dankeschön.

    Leider kein Happy End: Das Creators Update lässt meinen PC immer wieder mit einem Blue Screen mit Fehlercode WHEA_UNCORRECTABLE_ERROR (0x124 = unbekannter Hardware-Fehler) abstürzen. Der BSoD kann scheinbar zufällig auftauchen, passiert aber gefühlsmäßig besonders oft beim Streamen von Videos, zum Beispiel also, wenn man auf YouTube unterwegs ist. Ich habe wirklich fast *alles* von Treiberupdates bis Systemreparatur versucht, erfolglos. Mir blieb jetzt nichts anderes übrig, als anhand meines zum Glück noch vorhandenen Backups auf Version 1607 zurückzusetzen. Und siehe da: Die BSoDs scheinen verschwunden zu sein (ich lasse seit vier Stunden im Hintergrund ein YouTube-Video streamen und habe noch keinen Absturz).

    Ich habe keine Ahnung, wie ich das Problem mit Version 1703 lösen soll, oder was genau die Ursache ist. Fest steht, dass Microsoft mit dem Creators Update gehörig in der Registry rumwühlt und dort auch einige vorher manuell geänderte Werte wieder auf den Standard zurücksetzt (zum Beispiel taucht “OneDrive” wieder links im Explorer auf, obwohl ich das unter Version 1607 per Registry entfernt habe).

    Ich werde jetzt erst einmal bei Version 1607 bleiben und Updates für eine Weile aussetzen (über den Registry-Wert von PortableOperatingSystem kann man das Creators Update in meinem Fall ja gut blocken, scheint es …), auch wenn das nicht gerade die Ideallösung ist. Vielleicht bringt das Fall Creators Update keine BSoDs mehr? Andere Lösungsvorschläge sind auch willkommen …

  11. Peter Nuding sagt:

    Ich denke ich kann den Verdacht ebenfalls bestätigen. Ich hatte einen Umzug von einer HDD auf eine kleinere (!) SSD. Das war schon ein Thema für sich. Schlussendlich musste ich die Quellpartition von Hand verkleinern, weil das kein Tool schaffte (Nein, auch Clonezilla nicht). Umgezogen bin ich dann mit dem Samsung Data Migration Tool. Das war auch das einzige Tool das schlau genug war, die “System-reserviert” Partition anzulegen.

    Zuerst hatte ich den Verdacht diese sei zu klein. Das gabs wohl auch schon und scheinbar gibt es Updates die durchlaufen, wenn man eben diese Partition vergrößert. Bei einem Windows 10 in einer VM ist die 550 MB groß)

    Das Update selbst ging mit dem Windows eigenen Updater zunächst wieder nicht. Aber es funktionierte dann (schlussendlich doch) mit dem Windows 10 Update Assistent Tool. Genau dieses Tool brachte ja immer die Meldung mit dem “Setup / USB Gerät geht nicht”

    Bei mir war eben noch die Aktion mit dem Umzug von großer HDD auf kleinere SSD, was mir auch erst mal den Bootloader zerlegt hat, vorausgegangen.

    Wie auch immer: Das mit dem System-Umzug kann durchaus hinkommen.

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