Partitionierung bei Medion Windows 8-Systemen

Aktuelle Rechner werden von den Herstellern ja mit vorinstallierem Windows 8 ausgeliefert. Dabei ist auch die Festplatte durch den OEM-Hersteller vorpartitioniert. Wer als Nutzer seine Daten auf einem separaten, logischen Laufwerk ablegen oder ein zweites Betriebssystem installieren möchte, kommt um eine Neupartionierung nicht herum. Das das durchaus kräftig in die Hose gehen kann, erlebe ich täglich in Form von Foreneinträgen, Mails- oder Kommentareinträgen hier im Blog. Momentan habe ich ja einen Medion PC MD 8380 als Testsystem herumstehen, welches die Tage wieder an den Hersteller zurückgeht. Daher möchte ich mich noch der Frage widmen, die vielleicht einige Benutzers bewegt: Kann ich eigentlich Windows 8-Rechner von Medion problemlos umpartitionieren, oder wird es dort Probleme geben?


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Eigentlich sollte man ja keine Probleme mit haben: Einfach die Datenträgerverwaltung angeworfen und dann fleißig umpartitioniert. Kann aber böse in’s Auge gehen, wie die aus aktuellem Anlass entstandene Artikelreihe zur UEFI-/GPT-Partitionierung [a] zeigt. Bei Samsung ist es z.B. so, dass der Rechner bei Änderung der Partitionsstruktur nicht mehr bootet und einige Leute die Systeme zur kostenpflichtigen Reparatur an den Samsung-Support schicken mussten.

Bei Lenovo Systemen sollte man möglichst nicht die versteckte OEM-Partition mit den Recovery-Daten anfassen oder gar löschen. Man kann deren Partitions-ID anpassen, so dass ein Zugriff auf den Inhalt dieser OEM Partition möglich wird. Dieses kann aber schon dazu führen, dass das OEM Recovery nicht mehr funktioniert. Auch ein Zurücksetzen der Partition-ID oder gar eine Neu-Partitionierung der HDD behebt das Problem leider nicht mehr.

Unschön ist auch, dass viele OEMs keinen Windows 8–Installationsdatenträger beilegen. Hat man sich das System mit der Partitionierung ruiniert, ohne zuvor eine Systemreparaturdisk oder ein Wiederherstellungslaufwerk (USB-Stick mit Windows PE) erstellt zu haben, geht nix mehr. Wie solche Datenträger erstellt werden, habe ich vor einiger Zeit in den Beiträgen [o, p] beschrieben.

Mustergültiges bei Medion!

Gleich vorweg: Bisher verhält sich Medion bezüglich seiner Windows 8-OEM-Systeme mustergültig. Es ist ein Windows 8-Installationsdatenträger als DVD dabei, so dass man im Notfall die Maschine wieder booten und Windows 8 neu installieren kann. Was sicherlich einige PC-Käufer bei Lidl, Hofer, Aldi und was weiß ich noch, freuen wird bzw. “den Arsch” retten kann.

Aber die Entwickler bei Medion scheinen bei den bisherigen Windows 8-OEM-Konfigurationen noch mehr Weitblick bewiesen zu haben. In nachfolgendem Screenhot ist beim Datenträger 0 die Partitionierung der Medion-Festplatte zu sehen.

Disk01

Dieses Partitionierungsschema gilt nach meinen Informationen für alle Medion-Systeme mit UEFI-Hardware, die ab 2013 mit Windows 8 ausgeliefert werden.

Die 499 MByte Wiederherstellungspartition enthält ein Windows PE und ist für normale Benutzer nicht zugreifbar. Daran schließt sich die 100 MByte große EFI-Startpartition an, die im FAT32-Dateisystem formatiert ist und die UEFI-Startdateien enthält. Auch diese Partition ist nicht einsehbar. Die 1 GByte OEM-Partition ist ebenfalls gesperrt und dient wohl für Verwaltungszwecke (Recovery-Funktion). Die MSR-Partition von 128 MByte wird wohl in der Datenträgerverwaltung nicht angezeigt.


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Relevant sind nur die beiden mit Boot und Recover bezeichneten Partitionen, denen auch ein Laufwerksbuchstabe zugeordnet ist. Beide Partitionen tauchen als logische Laufwerke im Explorerfenster auf. Die mit Boot gekennzeichnete Partition umfasst das Windows 8-Laufwerk, während auf der mit Recover bezeichneten Partition die Recovery-Umgebung sowie die Treiberdateien gespeichert sind. Leitet man an Medion-Systemen ein Recovery durch Drücken der Funktionstaste F11 beim Booten ein, liest die Recovery-Funktion den Inhalt der install.wim-Datei aus dem Ordner D:\Recover zurück und kopiert den Inhalt auf die Partition Boot.

Umpartitionieren, mit wenigen Handgriffen möglich!

Wer eine 900 GByte Festplatte oder mehr im Rechner hat, kommt vielleicht auf die Idee, dass eine separate Datenpartition keine schlechte Idee wäre. Oder man versucht, weitere Betriebssysteme in zusätzlichen Primärpartitionen zu installieren. Bei UEFI-Systemen kommt ja die GPT-Formatierung der Festplatte zum Tragen, so dass bis zu 128 Partitionen möglich sein sollten.

1. Es reicht dazu, auf dem Windows-Desktop die Tastenkombination Windows+x zu drücken und den Kontextmenübefehl Datenträgerverwaltung anzuwählen (oberhalb der roten Pfeile sichtbar).

2. Anschließend wählt man die Partition Boot des Windows-Datenträgers mit der rechten Maustaste an und klickt auf den Kontextmenübefehl Volume verkleinern.

Partition01

3. In einem Dialogfeld kann man nun wählen, um wieviele MByte die Partition reduziert werden soll.

Partition02

Beachten Sie dabei, dass die Datenträgerverwaltung in den meisten Fällen keine beliebig großen Werte beim Verkleinern zulässt, sondern irgendwo eine Grenze zieht. Obwohl noch rechnerisch genügend freier Speicherplatz vorhanden sein müsste, lässt sich die Windows 8-Partition nicht weiter verkleinern. Ich habe die Gründe vor einigen Jahren mal im Beitrag Wenn Vista beim Verkleinern/Vergrößern der Partition patzt … beschrieben. Sie können die dort genannten Maßnahmen zur Abhilfe probieren. Oder Sie greifen gleich zu einem Partitionierungstool wie dem Paragon Festplatten Manager 12 für Windows 8. Mit diesem Tool konnte ich die Windows 8-Partition weiter verkleinern – der Partition-Manager des Programms kann Bereiche der Festplatte verschieben. Nachfolgend ist das Partitionierungsschema nach dem Verkleinern der Windows-Partition mit Bordmitteln zu sehen

Partition03

4. Anschließend klicken Sie den nicht partitionierten Bereich (als “Nicht zugeordnet”) mit der rechten Maustaste an und wählen im Kontextmenü den Befehl Neues Volume.

Partition04

5. Ein Assistent führt Sie in mehreren Dialogfeldern durch die Schritte zum Anlegen der neuen Partition bzw. des Volumes.

Legen Sie im Assistenten die Größe des logischen Laufwerks und dessen Formatierung (FAT32 oder NTFS) fest. Auf diese Weise können Sie mehrere logische Laufwerke im freigegebenen Bereich einrichten.

Partition05

Hier habe ich ein weiteres Laufwerk K: zur Aufnahme von Daten zugewiesen und es liegt noch ein zusätzlicher, nicht zugeordneter Bereich von 50 GByte vor. Nachfolgend ist eine weitere Partitionierung zu sehen, bei der ich das Windows-Laufwerk mittels des Paragon Festplattenmanager 12 auf 250 MByte reduziert und dann zwei weitere Partitionen angelegt habe.

Partition06

Ich habe anschließend die Probe auf’s Exempel gemacht. Der Medion PC ließ sich einwandfrei booten und ich konnte auch problemlos ein Recovery auf die nun verkleinerte Windows 8-Partition durchführen.

Solange nicht die Recovery-Partition, die Boot-Partition komplett oder die anderen OEM-Partitionen gelöscht wurden, kann der Anwender die Partition Boot verkleinern und den frei gewordenen Bereich neu partitionieren, ohne Kollateralschäden befürchten zu müssen. So stelle ich mir eine benutzergerecht konzipierte Lösung vor. Im Vergleich mit dem Samsung-Schlamassel kann ich an dieser Stelle nur sagen “Klasse gemacht, Medion”.

Ähnliche Beiträge:
a: Windows 8 UEFI-/GPT-Partitionierung enträtselt – Teil I
b: Windows 8 auf UEFI-/GPT-Hardware – Teil II
c: Windows 8 UEFI-/OEM-Partitionierung – Teil III
d: Partitionierung, (k)ein Buch mit 7 Siegeln?
e: Was steckt hinter der Medion OEM-Partition?
f: Partition gelöscht, Windows 7 bootet nicht mehr
g: Partitionsprobleme mit der Datenträgerverwaltung
h: Vorsicht, Partitionierungsfalle bei Windows 8 – Teil 1
i: Dynamischen Datenträger in Basisdatenträger konvertieren – Teil 2

j: Medion PC MD 8380 im Test …
k: Kein Netzwerkzugriff auf Medion Windows 8-Systeme?
l: Seagate SSHD Hybrid-Festplatte angetestet
m: Medion-Win 8-Systeme: Features werden konfiguriert-Lösung
n: Wenn Vista beim Verkleinern/Vergrößern der Partition patzt …
o: Paragon Festplatten Manager 12 für Windows 8

o: I Windows PE: Reparaturdatenträger erstellen
p: III: Wiederherstellungslaufwerk mit Win RE erstellen


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20 Antworten zu Partitionierung bei Medion Windows 8-Systemen


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  2. Günter Born sagt:

    Nachtrag: Und hier gibt es noch einige Informationen zur Partitionierung bei einem HP-System.

  3. King Phoenix sagt:

    Hallo Herr Born, ich habe hier jetzt ein Medion NB wo Windows 8 vorinstalliert war aber ich wollte Windows 7 nutzen und habe alle Partitionen ausser der Recovery Partition gelöscht, dann in zwei aufgeteilt einmal für’s System und einmal für Daten. Habe dummerweise gedacht mit der Recovery Partition alleine wird der rest schon klappen.
    Jetzt starte ich von der Recovery DVD (bzw die Tools DVD) in Cyberlink Power Recovery (F11 geht nicht) und wenn ich jetzt wiederherstellen wähle kommt nur die Meldung: Das Programm kann die Systempartition nicht wiederherstellen weil Ihre Struktur fehlerhaft ist.
    Auch nachdem ich jetzt einfach nochmal alles neu partitioniert habe also
    1. unformatierte 499 MB
    2. unformatierte 100MB
    3. unformatierte 1000 MB
    4. der übrige Rest NTFS formatiert

    als fünftes habe ich jetzt natürlich noch die Recovery Partition aber der Fehler bleibt.
    Mache ich was falsch ??

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  5. Günter Born sagt:

    Schätze, da ist was zu viel gelöscht worden. Wenn die Recovery-Funktion mit F11 fehl schlägt, fehlt was (die EFI-Partition und das Windows PE-System in der 499 MByte-partition dürften fehlen). Da bleibt nur noch, das System von einer Windows 7 DVD zu installieren und das Setup die fehlenden Partitionen anlegen zu lassen. Alternativ sollte Medion eine Windows 8 Setup-DVD beigelegt haben. Die Recovery-Funktionen sind damit aber futsch.

  6. King+Phoenix sagt:

    Das wird wohl leider der Fall sein… :-(
    Habe es jetzt hinbekommen Win 8 zu installieren.
    Nach dem erneuten Start mit der Recovery/Tools Disk hat Power Recovery auch das Image gefunden und angefangen mit der Wiederherstellung jedoch hab ich das NB dann nach 20 Minuten (laut Timer) “wird initialisiert” abgestellt da auch die FestplattenLED nicht geleuchtet hat.
    Bei erneutem Versuch gibt Power Recovery jetzt aber “Es gibt kein Image ab Werk” an. :-(

    PS: Schaue mir gerade die Partitionstabelle an und merke Power Recovery hat tatsächlich alles neu Partitioniert und die letzte Partition (Partition 5) ist jetztt das Boot Laufwerk und die Recovery Partition ist weg!
    haha echt ausgereiftes Recovery Programm! Löscht beim Recovern die Recovery Partition. :-D

    Toller Mist… Falls ich es noch hinbekomme gebe ich Bescheid.

  7. Alexander Walter sagt:

    Hallo Heer Born, erst mal schönen Dank für die wichtigen Infos in dieser Schriftenreihe, jetzt habe ich einen Überblick über die Thematik. Sehen Sie eine Möglichkeit in einem Medion Rechner (8380) Windows 8 mittels recovery CD oder Klonen der Boot Partitionen auf ein anders Laufwerk (SSD) zu überspielen?

    Mit freundlichen Gruß

    A. Walter

  8. Günter Born sagt:

    Medion legt doch eine Windows 8 DVD bei – also verwende diese – alles andere ist Krampf.

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  10. Kai sagt:

    Guten Tag Herr Born!

    Bei meinem Medion P7818 möchte ich zum einen eine Datenpartition von Boot abtrennen, zum anderen etwa die Hälfte der Platte (1TB) für eine parallele Installation von Ubuntu nutzen.

    Was mich jetzt unsicher macht, ist, dass wenn ich in die Datenträgerverwaltung gucke, zwischen Laufwerk C: (Boot) und D: (Recover) noch zwei weitere primäre Laufwerke bei mir existieren. 450MB und 350MB groß, ausgewiesen jeweils als Wiederherstellungspartition.
    Als ich den Rechner neu hatte, waren diese nicht da. Nachdem der Rechner wegen eines Garantiefalls bei Medion im Service war, war die 350MB-Partition da. Nachdem ich auf 8.1 upgedatet habe, tauchte auch noch die 450MB-Partition auf.

    Wie soll ich mit diesen Partitionen umgehen? Löschen? Zwischen Boot und die dann neu erstellte Datenpartition legen? Einfach Daten von Boot trennen und die beiden dahinter belassen? Oder sollte ich die Datenpartition vielleicht besser ganz nach rechts, also noch hinter Laufwerk D schieben? (Habe übrigens vor, das mit Paragon Partition Manager free 2014 zu machen.)

    Ist die Position der ebenfalls noch zu erstellenden Ubuntu-Partition egal, oder sollte wegen evtl. zukünftiger Windows-Recovery diese ganz rechts im Partitionierungsschema liegen?

    UEFI und GPT ist für mich noch ganz neu; würden Sie für Ubuntu zusätzlich eine Primäre Partition anlegen, oder eine logische?

    Vielen Dank und freundliche Grüße

    • Günter Born sagt:

      Wenn Du meinen Tipp hören willst: Verzichte auf die Installation von Ubuntu auf dem GPT-formatierten Datenträger und fasse vor allem die Wiederherstellungspartitionen nicht an. Wenn es doof läuft, ist die Recovery-Funktion weg – und die Linux ext3-Partitionen sind auch immer mal wieder für Ärger bei Windows-Upgrades gut. Nur als Warnung – denn Du wirst vermutlich auch noch Secure Boot abschalten müssen, um Ubuntu zu installieren.

      Ich habe hier VMware Workstation (kostenpflichtig) – aber Du kannst auch Virtualbox nutzen. In dieser Virtualisierungslösung legst Du eine virtuelle Maschinen mit einer virtuellen Disk an und installierst Ubuntu in dieser VM. Das dürfte dir eine Menge Ärger ersparen – ich fahre z.B. meine Linux-Installationen auf diese Weise in einer virtuellen Umgebung.

      Primärpartitionen und logische Partitionen (Secundärpartitionen) sind nur bei MBR-Datenträgern vorhanden. Bei GPT-Disks sind alle Partitionen quasi logische Laufwerke.

  11. Markus sagt:

    Danke für diese tolle Erklärung, wirklich gut geschrieben.

    Leider habe ich die “499 MByte Wiederherstellungspartition” im Eifer des Gefechts mit Diskpart gelöscht und nun steht da nur noch “nicht zugeordnet”. Ich weiß, eine Dummheit sondergleichen.

    Meine Frage und Bitte: Kann man diese wiederherstellen? Der Rechner läuft und bootet einwandfrei – aber mir wäre wohler, wenn die wieder da wäre.

    Vielen Dank vorab und eine Info zum Schluss: Beim Update auf Windows 8.1 wurde eine zweite Wiederherstellungspartition erstellt, die ich eigentlich und ursprünglich entfernen wollte (und am Ende beide platt gemacht habe).

    • Günter Born sagt:

      @Markus: Versuche das nächste Mal die Datenträgerverwaltung der Computerverwaltung (es sei den, es war ein GPT-Datenträger).

      Ansonsten – versuche das Wiederherstellen der Partition mal hiermit.

      Alternativ könntest Du auch nach diesem Tutorial vorgehen

      Und Du könnstest es mit einer automatischen Reparatur versuchen (siehe hier) – bin mir da aber unsicher, ob das wegen der fehlenden Partition noch klappt.

      Vielleicht kommst Du weiter. Ansonsten könnte man noch mit DISM und dem Windows Deployment Toolkit(MDT 2013) verwenden – da habe ich aber nix fertiges parat. Hier ist aber eine Link-Liste, mit der Du weiter kommen solltest. Lasse mir ggf. eine Rückmeldung zukommen, wie Du weiter gekommen bist. Vielleicht mache ich mal einen Blog-Beitrag drüber.

  12. Markus sagt:

    Hallo Günther,

    erst mal ganz herzlichen und lieben Dank für die rasche Antwort und die vielen Links. Ich bin die alle durchgegangen – nur leider hat keines geholfen.

    Um ehrlich zu sein, verstehe ich die Medion-Partitionierung nicht so recht (sie entspricht deinem obigen Bild) mit “Wiederherstellung” (500 MB), anschließend EFI (100 MB), dann “OEM Partition” (1 GB, in meinem Fall Medion), danach “Boot” (ca. 900 GB) und am Ende “Recovery” (50 GB).

    “Wiederherstellung” (mit Windows PE/RE?) ist platt und das System arbeitet einwandfrei. Die zweite, beim Windows 8.1-Update angelegte ist ja ebenfalls entfernt und gehört nun wieder zu “Boot”.

    Skurril daran ist, dass beide, angeblich versteckte Partitions beim “Laufwerke defragmentieren”, defrag angezeigt wurden (so fielen die mir auch damit zuerst auf). Defrag konnte diese auch defragmentieren (was ich spaßeshalber mal probiert habe), zeigte beide Partitions allerdings als kryptisches Zahlenwerk mit geschweifter Klammer an. Hier mal fiktiv als Beispiel: {812047a2r983r29} bzw. so: {{812047a2r983r29}}, da bin ich mir nicht mehr so ganz sicher.

    Auch interessant: Im Verzeichnis %system% findet man nicht die Datei WinRE.wim, die liegt auf dem Laufwerkt D, Partition “Recover” im Verzeichnis Recovery, obwohl diese eigentlich unter C:\Windows\System32\Recovery\ zu finden sein sollte. Dementsprechend funktionierte auch die Funktion zur Erstellung nicht. In C:\Windows\System32\Recovery\ liegen lediglich zwei Files, namens ReAgent.xml und ReAgent_Merged.xml1

    Eventuell hängt das auch mit dem ganzen Programm “Power Recover” zusammen, das beim Booten mit F11 aufgerufen werden kann für Refresh oder Neuinstallation etc. Als wäre dieses GPT nicht schon komplex genug, hat Medion da noch eins draufgesetzt und Otto Normaluser versteht die Welt nicht mehr. Das meine ich nicht unbedingt negativ, denn sie werden sich eventuell etwas dabei gedacht haben, was ja auch aus deinem guten Artikel hervorgeht.

    Momentan kann ich nur noch die weiße Flagge hissen, an selige FDISK-Zeiten denken und mich ansonsten als DAU zu fühlen.

    Herzliche Grüße vom Markus

  13. Pingback: Installation: Hilfe, ich stecke in einem Win8.1 Recovery Teufelskreis

  14. Bertram Dick sagt:

    Hallo Guten Abend,

    ich danke Ihnen zunächst für den nützlichen Blog für Mediongeräte-Besitzer. Ich besitze ein P2214T. Meine Frage hiuerzu nun ist, kann ich dass vorinstalliertes win 8.1 Recovery (install.wim) durch eines mit Win 10 esetzen . Win 10 ist bereits von USB installiert. (Clean Install). Wird F11 funktonieren? Wie sieht es mit dem Garantieanspruch aus?

    Vielen Dank! Beste Grüße Bertram Dick

  15. Ingo Jäger sagt:

    Hallo Günter Born,

    vielen Dank für die vielen Hinbweise und praktischen Tipps.
    Leider habe ich die Seiten erst gefunden. als das problem bereits da war.
    Vor einigen Tagen habe ich mit das Akoya E6412T zugelegt und wollte mit alten Linux Kenntnissen freie Software parallel aufspielen.
    Mit EaseUS habe ich die Partionen verändert:
    – die Boot-Partition auf 150GB verkleinert und “Recover” um 100 GB zu einer Datenpartition ergänzt.
    Der freie Platz sollte nun für ein schönes Linux genutzt werden.
    Nur kann ich nicht mehr auf das UEFI zugreifen.
    Beim Booten komme ich zumindest noch in das Aptio Setup, jedoch keine GUI.
    CyberLink PowerRecover meldet mir “das Programm kann die Systempartition nicht wiederherrstellen, weil ihre Struktur fehlerhaft ist.”

    Welche Optionen habe ich nun noch?
    a) Gibt es einen Weg das UEFI weiderherrzustellen?
    b) Ist es noch möglich Windows 8 bzw. später 10 und Linux gut parallel auf dem Rechner zum laufen zu bekommen oder macht nur Linux mehr Sinn?
    c) wenn nur Linux, wie fange ich dabei an, denn das Netz kann ich als Installationsquelle nicht ansprechen?
    d) Kann ich das Aptio Setup durch eine andere Software ersetzen, mit mehr Boot-Optionen?
    e) Kann ich das Laptop komplett neu aufsetzen und dabei auch die alten Partitionen wiederbekommen?

    Kurz: Ich brauche hier einfach ein paar gute Hinweise und Tipps vom erfahrenen Günter Born ;-)

    Ich bedanke mich schon einmal im voraus.

    Einen schönen Sonntag noch
    Beste Grüße

    Ingo

    • Hardy sagt:

      Installiere doch Ubuntu,denn Grub kennt und findet dein Windows und seit 14.04 ist Ubuntu auch mit lizensierten UEFI ausgestattet.Sollte eigentlich funktionieren.Ich boote meine 3 Windowsversionen über Grub.Sicherheitshalber Ubuntu 16.04 oder Fedora 23,sind wenigstens gleich auf neuesten Stand.

  16. Hardy sagt:

    60GB Recovery,was soll das?Was wird denn dort wieder hergestellt?Mein HP PC und Notebook hat 16,8GB und 19GB und mein Acer Notebook hatte 21GB und schon genug Mist mit drauf,allerdings gab es bei allen drei keine Partitionierungs-Probleme.Was mich hier nur immer wundert,auf allen Geräten konnte man am Anfang gleich Recovery Datenträger (DVD)erstellen,vollwertig zu gleichnamigen Partitionen.
    Wenn man das alles gelesen hat,weiß was man nicht kaufen sollte.Ach jetzt habe ich das neue Notebook von Lenovo vergessen,auch keine Probleme beim Partitionieren,was auch Quatsch wäre bei 1TB Festplatte eine 900GB System Partition.

  17. Hiob sagt:

    Guten Tag!

    Ich hoffe es ist noch legitim hier eine Frage zu stellen, nachdem der Beitrag ja doch schon etwas her ist.
    Erstmal vielen Dank für diese detaillierten Ausführungen der Medion Festplatten Partitionen.

    Ich habe mir eine neue SSD Festplatte zugelegt um meine Systemfestplatte mit Windows 8 (aufgewertet auf Windows 10) darauf nutzen zu können.
    Ich möchte gerne alles so weiter nutzen wie bisher und alles wie es ist von der HDD auf die SSD kopieren.

    Leider habe ich es mir selbst schwer gemacht, da die neue SSD nur 500GB hat und meine System HDD 1000GB. Dadurch wird zwar der Kopiervorgang ausgeführt, allerdings ist die Platte dann nicht migriert, da die Partitionen nicht vollständig auf die SSD passen.

    Meine Frage nun:
    Kann ich die C:boot Partition auf die Größe verkleinern damit alle Partitionen drauf passen ohne dabei etwas zu beschädigen? Wird mir das den gewünschten Erfolg erbringen?
    Die Zusammenstellung ist ganz genau so wie auf dem Bildern von Ihnen oben. Datenträger 0 – mit den 3 kleineren Partitionen, C:Boot und D:Recovery

    Würde mich sehr freuen wenn Sie Zeit hätten und mir Hilfe oder Tipps geben könnten.

    Mit freundlichen Grüßen!
    Hiob

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